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Craft Beer

Die Craft Beer Bewegung findet ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten. Dort wollte man ein Gegenangebot zur kommerziellen Bierproduktion schaffen und so gleichzeitig auch das Angebot erweitern. Nach dem Prinzip Klasse statt Masse geht es den Craft Beer Brauern darum, besonders hochwertige Produkte zu schaffen, die sich von den herkömmlich hergestellten Bieren absetzen und so besonders Bier-Kenner begeistern sollen. „To craft“ bedeutet auf Deutsch so viel wie „handwerklich arbeiten“. Der Produktionsprozess und die ausgewählten Inhaltsstoffe stehen dabei also im Vordergrund. Der Trend entstand aus der Hobby-Brauerei, durch die immer mehr Menschen dazu inspiriert wurden, ihr eigenes Bier zu kreieren und so selbst entscheiden zu können, wie der Brauprozess gestaltet werden soll.

Craft Beer in Berlin | Ein wachsender Markt

In Deutschland ist Bier ein richtiges Kulturgut, viele Touristen kommen zum Beispiel jedes Jahr auf das Oktoberfest in München, um ein echtes deutsches Bier zu trinken. Das Bier – auch das kommerziell produzierte – genießt dementsprechend sowieso bereits einen ausgezeichneten Ruf. Das schafft natürlich einen fruchtbaren Boden, auf dem der Craft Beer-Trend wunderbar wachsen kann.

Die Tradition kleiner Brauereien und Hausbrauerei gab es hierzulande allerdings schon lange bevor der Begriff Craft Beer aufkam, auch das dank der langen Tradition des Kultgetränkes in Deutschland. Das Reinheitsgebot bestimmt auch was genau ein Bier beinhalten darf und sichert so die beständige Qualität, die dem deutschen Bier international erst einen so guten Ruf eingebracht hat.

Zahlreiche Craft Beer Bars haben in den letzten zwei Jahren eröffnet

Durch die Craft Beer Bars wird die Berliner Szene durch kunstvoll gebraute Biere aus aller Welt bereichert. Anderorts muss sich ja nicht an das Reinheitsgebot gehalten werden, was neue Geschmackserlebnisse möglich macht. Aber Craft Beer muss nicht heißen, dass besonders exotische Zutaten verwendet werden. Oft ist es nur die Art des Produktionsprozesses, die individuell angepasst wird, oder die Auswahl und Herkunft der Zutaten, die den Geschmack verändern. In Berlin hat man allerhand Möglichkeiten sein liebstes Craft Beer zu entdecken. Der Trend wächst mit der Stadt. Zum Beispiel im BrewDog in Mitte kann man eine breite Auswahl an Bieren genießen und das mit 4-5 Euro pro Bier verhältnismäßig günstig.

Wer auch bereit ist, 8 Euro und mehr für ein gutes Craft Beer auszugeben, sollte dem Protokoll in Friedrichshain mal einen Besuch abstatten, dort gibt es auch besondere Sorten wie Ice Cream Pale Ale, dessen Geschmack tatsächlich an die Eissorte Solero erinnert. Im Zum Starken August im Prenzlauer Berg gibt es generell eine sehr große Bier-Auswahl und auch besondere Spezialitäten vom Fass.