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Foodtrends im Hermann’s

Wer in und hip sein möchte, muss sich in der Torstraße niederlassen. Natürlich ist das nicht ganz so ernst gemeint, aber gefühlt ist schon seit einiger Zeit kein Restaurant oder Café mit einem durchschnittlichen „normalem“ Konzept in der Torstraße eröffnet worden. Irgendetwas ist immer besonders und anders.

Und auch Bahlsen, der Kekshersteller aus Hannover, hat die Zeichen der Zeit erkannt und mit dem Herrmann’s an passender Stelle in Berlin, nämlich in der Torstraße, ein Café eröffnet. Café beschreibt es auch eigentlich nicht so ganz, denn das Herrmann’s soll bzw. ist Restaurant, Event Location, Testküche und Filmstudio zugleich.

Minimalistisch in hellen Pastelltönen eingerichtet hat das Herrmanns eine sehr offene freundliche Atmosphäre.

Herrmann’s- Mehr als ein Café

An dieser Stelle würden wir eigentlich auch gerne darüber berichten, wie gut uns das Essen geschmeckt hat. Das werden wir nachholen. Aber wir können euch sagen, wie der Kaffee geschmeckt hat. Nämlich hervorragend!

Wie schon gesagt das Herrmann’s hat es sich auf die Fahne geschrieben, sich ganz dem Thema gesundes Essen, Innovation und Nachhaltigkeit zu widmen. Und dementsprechend ist natürlich auch das Angebot an Speisen und Getränken gewählt.

Zum Frühstück werden „Morning Glory Bowls“ angeboten, zum Mittag Salate und frisch gekochte Gerichte mit Fisch oder Hühnchen – zubereitet mit selbstverständlich qualitativ hochwertigen Zutaten. Zum Süßen gibt es es übrigens Kokosblütenzucker.

Fazit: Das Hermann’s ist mehr als nur ein Café mit leckerem „Superfood-Essen“, sondern versteht sich als Innovationszentrum für das Essen der Zukunft.

Köstlicher Kaffee in The Visit Coffee Roastery

Wer guten Kaffee liebt, ist in Berlin mittlerweile bestens aufgehoben. Zahlreiche Kaffeeröstereien und Cafés mit einem qualitativ hochwertigen Kaffee lassen das Herz eines jeden Kaffeeliebhabers höher schlagen. Wer in Berlin Mitte unterwegs ist und einen wirklich guten Kaffee trinken möchte, sollte in The Visit vorbeischauen. Die Berliner Kaffeerösterei, die ihren ersten Laden in Berlin Kreuzberg in einem Hinterhof in der Adalbertstraße 9 eröffnet hat, bereichert nun mit insgesamt 4 Coffeeshops die Berliner Kaffeeszene. Neben weiteren Läden in Wedding und Schöneberg gibt es ein kleines Café in Berlin Mitte in den Kaiserhöfen (Unter den Linden).

The Visit | Free Refill für 5 EUR

USA Besuchern dürfte das Konzept bekannt sein. In Deutschland und Berlin bisher noch sehr zurückhaltend eingesetzt, bietet The Visit für 5 EUR „free refill“ an, was so viel heisst, dass Koffeinjunkies und Kaffeeliebhaber wie ich es bin hier voll auf ihre Kosten kommen. Für 5 EUR könnt ihr so viel Kaffee trinken können, wie ihr möchtet.

Kaffeerösterei

The Visit ist eine Kaffeerösterei, die es sich auf die Fahne geschrieben hat, einen qualitativ hochwertigen und besonderen Kaffee anzubieten. Das fängt bei der Auswahl der Bohne an und geht über den Röstungsprozess bis hin zur Kaffeezubereitung. Und aus meiner Sicht ist dies auch gelungen. Der Kaffee ist sehr aromatisch, mild, ohne Säure und perfekt, um ihn schwarz zu trinken.

The Visit | Snacks zum Frühstück oder Mittagessen

Ach ja, Essen und Kaltgetränke wie Softdrinks und frisch gepresste Säfte gibt es natürlich auch. Während in der kleinen Filiale in den Kaiserhöfen das Angebot recht überschaubar ist (Müsli, Salate stehen fertig zubereitet in der offenen Kühltheke), gibt es in den größeren Shops eine umfangreichere Auswahl frisch zubereiteter Gerichte. Angefangen von einem Frühstücksangebot und leckeren Kuchen (das Bananabread ist anscheinend sehr zu empfehlen), bis zu frisch gekochten warmen Lunch-Gerichten bietet The Visit leckeres Essen für den kleinen und großen Hunger an. Zudem gibt es „Working Stations“ sowie freies WLAN und arbeitende Gäste mit Laptop sind hier herzlich willkommen.

Fazit: Kaffeeliebhaber sollten unbedingt mal bei „The Visit Coffee Roastery“ vorbeischauen.

Tolle Atmosphäre und Bier bei BrewDog

Dass der Craft Beer Hype Berlin längst im Griff hat, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Spätestens mit Eröffnung des gigantischen Brauereigeländes und Europastandorts der Stone Brewery in Berlin Mariendorf, ist Berlin nun auch über die Stadtgrenzen hinaus im Fokus der Craft Beer Szene.

Auch die schottische Craft Beer Brauerei „BrewDog“ – in England und Schottland bereits mit zahlreichen eigenen Bars vertreten, hatte lange mit einer Standort-Eröffnung in Berlin geliebäugelt. Mit der passenden Location in der Ackerstraße / Ecke Linienstraße wurde dann Anfang 2017 endlich die Pläne in die Tat umgesetzt.

Ich muss zugeben, dass ich durch meinen Besuch der BrewDog in London die Eröffnung schon freudig erwartet habe. Nicht, dass ich gegen „Berliner Kiezkneipen“ etwas habe, aber die Craft Beer Bars in Berlin haben noch mal ihren ganz eigenen Charme und internationalen Charakter.

BrewDog – das Angebot

An 30 Zapfhähnen wird täglich literweise Craft Beer gezapft. Von der eigenen Hausmarke bis hin zu Gast-Brauereien,  IPA-, Stout- und Ale-Fans kommen hier ganz auf ihre Kosten.

Das BrewDog Bier gibt es übrigens auch als Flaschenbier „to go“. Wer kein Bier-Fan ist, findet eine kleinere Auswahl von Wein, Spirituosen und natürlich nicht alkoholischer Drinks auf der Getränkekarte. Auf der Speisekarte stehen herzhafte Snacks sowie Pizza. Und da die meisten Craft Beer Sorten dann doch etwas mehr Prozente haben als üblich, können wir euch wärmstens empfehlen, vorher oder auch bei BrewDog eine gute Grundlage zu schaffen. Günstig ist der Trinkspaß wie in den meisten Craft Beer Bars nicht. Der Preis für ein 0,3 Bier liegt bei ca. 5 EUR.

Die Atmosphäre

Der große Raum mit hohen Decken und Industrie-Design-Charme, die meterlange Theke mit Zapfhähnen und zahlreichen Barkeepern, Holztische mit Hockern, Sitzecken und ein internationales Publikum – mir gefällt diese etwas andere Berliner Bar-Atmosphäre sehr – und mit meiner Meinung scheine ich auch nicht alleine da zustehen. Denn egal zu welchem Zeitpunkt ich bis jetzt da war, der Laden ist immer voll.

Neu ab Sommer 2019: BrewDog in Mariendorf

Im April 2019 erreichte uns überraschend die Nachricht, dass das Areal von Stone Brewing Berlin zum 1. Mai in die Hände von BrewDog übergehen wird. Nach einer 6-8 wöchigen Umbauphase wird der Betrieb wieder aufgenommen. Wir halten euch auf dem Laufenden, welche Änderungen es geben und wie die neue Nutzung durch BrewDog gestaltet sein wird.

Fazit: Wer gerne Craft Beer trinkt, sollte unbedingt bei BrewDog in Berlin Mitte vorbeischauen.

Frische gesunde Küche im Rose Garden

Das Café und Restaurant „Rose Garden“ ist mit seiner prominenten Lage am Rosenthaler Platz eigentlich nicht zu übersehen. Schon auf den ersten Blick wirkt das Café mit seiner großen Fensterfront an der Torstraße sehr großzügig, was der zweite Blick beim Betreten bestätigt, denn das Rose Garden erstreckt sich von der Torstraße/Ecke Alte Schönhauser Straße bis zur Linienstraße, wo sich ein zweiter Eingang befindet.

Rose Garden – Deli-Concept Store

Die Bezeichnung „Café & Restaurant“ trifft es auch nicht so ganz, denn das Rose Garden beschreibt sich selber als „Deli-Concept Store von morgen“. Denn mit einer offenen Kühltheke und Getränken zum Mitnehmen, einer „Kaffee und Kuchen“-Ecke sowie der zentralen offenen Küche mit schon fertig zubereiteten Gerichten zum Mitnehmen, ist das Rose Garden Store und Selbstbedienungsrestaurant zugleich – ohne aber auf die schöne Atmosphäre und Gemütlichkeit eines Restaurants zu verzichten.

Das Angebot im Rose Garden

Das Rose Garden hat sich voll und ganz einer frischen „Superfood“ – Küche verschrieben. Von Chia-Pudding, Acai-Bowls über Quinoa Bolognese mit Dinkelpasta, Rote Bete Gnocchi, Salaten und gegrilltem Lachsfilet – der Deli-Concet Store hat so ziemlich alles auf seiner Speisekarte, was der ernährungsbewusste Foodie auf seinem Teller wünscht. Auch bei den Kaltgetränken wurde nicht an der Auswahl an Trendgetränken wie dem Kurkuma Tonis, Matcha Limo, Craft Beer oder auch glutenfreiem Weizenbier gespart. Übrigens, das Avocado Brot, das ich leider noch nicht probiert habe, scheint köstlich zu sein und auf der Beliebtheitsskala ganz oben zu liegen, denn gefühlt hatte jeder zweite das Brot auf seinem Teller liegen.

Leider ist der Kaffee nur eher durchschnittlich, denn zum Gesamtkonzept passend hätte ich hier eigentlich auch ein Angebot an besonderen Kaffeesorten bzw. Röstungen erwartet. Auch das Selbstbedienungs-Konzept ist im Rose Garden nicht so wirklich gelungen, da die Wartezeit für ein Heißgetränk zum Teil unglaublich lang ist.

Fazit: Wer eine gute, gesunde frische Küche schätzt, sollte unbedingt im Rose Garden vorbeischauen. Hier geht es zur Website.

Essen und Arbeiten in der „Digital Eatery“

Auf den ersten Blick könnte man vermuten, dass die Digital Eatery das PC/Windows -Pendant zum Mac-Mekka „Sankt Oberholz“ ist. Aber diese Vermutung bestätigt sich nicht wirklich. Außer, dass in der Digital Eatery wahrscheinlich die Windows-Dichte tatsächlich deutlich höher ist, sind die beiden Cafés, die zum Coworking während des Tages einladen, vom Konzept her dann doch verschieden.

Regionale und moderne Küche in der Digital Eatery

Die Digital Eatery befindet sich im Erdgeschoss von Microsoft und wird vom selbigen Software-Giganten auch betrieben. Hier gibt es kostenloses WLAN sowie zahlreiche Microsoft Produkte und Neuheiten zum Ausprobieren. Auch technischer Support steht für Microsoft Geräte zu Verfügung.

Aber hier dreht sich nicht alles nur um Technik, denn auch das kulinarische Angebot der Digital Eatery kann sich sehen lassen. Das Angebot ist klein, aber fein. Neben einem wechselnden Mittagstisch können die Gäste zwischen Snacks wie frischen Salaten, Paninis oder Sandwiches wählen.

Veranstaltungen am Abend

Auch wenn die prominente Lage an der Ecke Unter der Linden/ Charlottenstraße längst zu einem Besuch eingeladen hätte, habe ich erst vor kurzem im Rahmen eines Meet-Ups die Digital Eatery besucht. Denn Microsoft stellt ab 19 Uhr seine Räumlichkeiten kostenlos für Veranstaltungen zu Verfügung. Neben der selbstverständlich guten technischen Ausstattung bietet der Raum eine kleine Bühne für Präsentationen und Diskussionsrunden an.

Fazit: Die Digital Eatery bietet sich zum längeren Verweilen an.

Tolles Essen in gemütlicher Atmosphäre im heimlichTreu in Mitte

Das heimlichTreu in Berlin Mitte liegt gut versteckt in einem Hinterhof und begrüßt uns im Abenddunkel mit Kerzenschein und Laternen. Drinnen angekommen machen wir es uns an einem der schönen Tische gemütlich und genießen die entspannte Atmosphäre, die hier in der Luft liegt. In unseren kulinarischen Abend starten wir dann mit einem fruchtigen Vanille-Bergamotte-Mandarinen-Soda (5,00 Euro) und einem alkoholischen und wirklich feinen Aperitif, dem Heimlich Vorweg (9,00 Euro). Dazu gibt es außerdem einen Korb mit dreierlei hausgemachtes Brot (französisches Baguette, italienisches Focaccia und deutsches Malz-Honig-Brot) und geschlagener Maldon-Butter.

Leckere Drinks und Brot mit geschlagener Butter

Wie immer häufiger in Berlin sind die Gerichte hier für das „Sharing Prinzip“ angelegt. Die Speisen kommen in die Mitte des Tisches und man kann seine Teller nach Gusto befüllen und alle Leckerbissen teilen. Natürlich ist das kein Muss, ich allerdings kann ich es nur empfehlen – so hat man einfach mehr davon!

Kleine Karte – tolle Speisen im heimlichTreu

Nun werfen wir aber mal einen Blick in die Karte: recht klein und übersichtlich – eine Handvoll Vorspeisen, Hauptspeisen und Beilagen sowie ein Dessert. Das spricht doch schon einmal für gute Qualität und klingen tun die Gerichte definitiv höchst appetitlich! Wer sich da nicht so recht entscheiden kann, hat auch die Möglichkeit die Heimlich Offer zu bestellen. Die gibt es mittlerweile ab zwei Personen und bringt dir von jedem Gericht ein bisschen was auf den Tisch. Klingt nicht schlecht, was?

Wir aber entscheiden uns bei den Vorspeisen erst einmal für Pecorino-Käse mit Pilzen und Portulak-Salat sowie Rotgarnelen mit Salzcrumble und Kokos (beide 17,00 Euro). Beide Gerichte schmecken einfach absolut lecker, sind toll gewürzt und schön aromatisch. Wir mampfen fröhlich vor uns hin und genießen unseren Abend.

Vorspeise: Pecorino-Käse mit Pilzen und Portulak sowie Rotgarnelen mit Salzcrumble und Kokos

Genießen kann man hier wirklich gut: die Stimmung ist entspannt, die Einrichtung modern-schick und gleichzeitig etwas rustikal und gemütlich, die selbstgebauten Tische sind mit hübschen Blumen verziert, im Hintergrund läuft passende Musik und man kann sich einfach wunderbar zurücklehnen und das feine Essen genießen. Übrigens gibt es auch einen total schönen und liebevoll hergerichteten Garten mit vielen Sitzplatzen, einer Lagerfeuerstelle und einer Bar – da lohnt sich ein Besuch an einem lauen Sommerabend garantiert auch!

Heilbutt, Birne und ein feiner Tropfen Wein

Weiter geht es mit unseren Hauptgängen: Heilbutt mit Muscheln und Tinte (21,00 Euro) landet auf dem einen und Birne, Sellerie und Stroh (15,00 Euro) auf dem anderen Teller. Dazu gibt es als Beilage außerdem eine Schale mit Aubergine, Pak Choi und Bonitoflocken (also Flocken aus einem getrockneten und geräucherten Bonito-Fisch – und Achtung, Special Effect: durch die Wärme bewegen sich die Flocken noch und schwanken freudig auf dem Gemüse hin und her) und als zweite Beilage mit Sepia-Tinte gefärbte Pasta und Oliven (beide 6,00 Euro). Die Gerichte die da in der Mitte unseres Tisches stehen sehen einfach schon mal unfassbar gut und schick aus. Wir schaufeln uns von allem etwas auf unsere Teller und sind wirklich begeistert: die Hauptgerichte sind super lecker, toll zubereitet und spannende Geschmackskombinationen. Die süße Birne mit den herzhaften Saucen und dem eher deftigen Sellerie ist eine wirklich tolle Aromenmischung und der Heilbutt ist wunderbar zart. Die hausgemachten und geschmacklich intensiven Nudeln passen toll dazu und auch die würzige Aubergine und der Pak Choi zusammen mit den Bonitoflocken sind nochmal eine weitere spannende Komponente für unser Gesamterlebnis. Wir sind hellauf begeistert und lassen es uns schmecken. Dazu gibt es außerdem noch eine Flasche Vino: Sauvignon Blanc Fumé von Mosbacher aus der Pfalz – ein köstlicher Tropfen!

Heilbutt mit Muscheln und Tinte
Birne mit Sellerie und Stroh
Leckere Speisen und guter Wein

Das schöne heimlichTreu gibt es mittlerweile übrigens seit knapp einem Jahr. Und natürlich hat auch der Name eine gewisse Bedeutung: das „heimlich“ steht zum einen für die versteckte Lage und zum anderen für die heimelige Wohnzimmer-Atmosphäre, das „Treu“ steht für den Wert, der hier alle verbinden soll. Kein schlechter Name: wir mussten wirklich etwas suchen, bis wir das Restaurant gefunden hatten, fühlen uns nun aber wirklich sehr heimelig und treu bleiben wir auch, denn wir kommen mit Sicherheit mal wieder hier vorbei.

Der süße Abschluss

Last but not least gönnen wir uns nun auch noch das Dessert aus den Hauptelementen Haselnuss, Cranberry und Schokolade (18,00 Euro). Es ist empfohlen für zwei Personen und erfreut uns mit Eis, Crumble, Küchlein, Mousse und Saucen. Dazu gibt es außerdem ein Glas feinen Portwein. Alles in einem: wirklich lecker und ein runder Abschluss. Wir sind satt und überaus glücklich!

Zum leckeren Dessert gönnen wir uns einen Portwein

Doch weil wir uns hier so wohl fühlen, geht es nach dem Dessert noch nicht heim, sondern erst noch an die schicke Bar, an der wir uns noch einen Heimlich Sour (12,00 Euro) gönnen. Und der Drink hat es voll und ganz in sich: tolle Zutaten und hochwertige Spirituosen, liebevolle Zubereitung und eine super Mischung. Da ist der gute Drink schneller ausgetrunken als uns lieb ist! Achja: früher war in dem Gebäude übrigens eine Kosmetikfabrik für die DDR. In Anlehnung daran werden die Cocktails und Sodas hier deswegen wie eine Art Parfum kreiert und mit spannenden und aromatischen Zutaten versehen. Entwickelt werden diese in Kooperation mit Arnd Henning Heissen, einem der bekanntesten deutschen Cocktailmixer und Barchef im Berliner Ritz Carlton. Es lohnt sich also auf alle Fälle sich hier den ein oder anderen Drink zu gönnen.

Fazit

Das heimlichTreu hat uns auf ganzer Linie überzeugt: entspannte und gemütliche Atmosphäre mit Wohnzimmer-Flair, wunderbares Essen und tolle Drinks und super Service. Wir haben uns wirklich rundum wohl gefühlt und können euch nur empfehlen die Location selbst einmal auszusuchen!

Das heimlichTreu liegt versteckt in einem Hinterhof
Gemütlicher Innenraum im heimlichTreu
Malz-Honig-Brot, Focaccia und Baguette mit geschlagener Butter
Schon die Vorspeisen haben wunderbar geschmeckt
Pecorino-Käse mit Pilzen und Portulak
Rotgarnele mit Salzcrumble und Kokos
Hauptspeisen: Heilbutt mit Muscheln und Tinte sowie Birne mit Sellerie und Stroh
Hier wird das Essen genüsslich geteilt
Eine Komposition aus Haselnuss, Cranberry und Schokolade
An der Bar kann man köstliche Drinks genießen ud beim Mixen zusehen
Zum Abschluss gab’s einen Heimlich Sour

Quy Nguyen Vegan Living

Wer sich dieser Tage in Berlin vegan ernähren oder die Küche einfach mal ausprobieren möchte, wird vor allem bei den vielen veganen Asiaten fündig. Es sind primär vegane vietnamesische Restaurants, die wie Blümchen im Frühlung aus dem Boden sprießen.

Eines dieser Restaurants ist das Quy Nguyen Vegan Living in Berlin Mitte. Wobei es sich hierbei nicht um eine totale Neueröffnung handelt, denn das Restaurant war vormals in Kreuzberg. Du findest es nur wenige Fußminuten vom Hackeschen Markt, zwischen Currywurstbude und Pizza-Lieferdienst.

Frische und abwechslungsreiche Küche im Quy Nguyen Vegan Living

Natürlich stehen Klassiker wie Dim Sum, Sommerrollen, gedämpfte Gerichte, Salate und Currys auf der Karte. Aber auch, die eigentlich nicht-veganen, Phos können bestellt werden. Mich interessieren aber immer die Gerichte, die außergewöhnlich sind. Sprich, Kombinationen oder Zubereitungen, die ich so noch nicht gegessen hab. Gerade bei der veganen Küche, reizt mich das einfach sehr.

Als ich auf der Karte etwas von Tofu, eingehüllt und gebraten in Algen las, wusste ich, dass ich genau das probieren möchte und kurze Zeit später stand der Teller dann vor mir. Ich muss sagen, seitdem ich den Reis im Moksa gegessen, der mit Kokosöl angemacht wurde, langweilt mich leider sämtlicher Reis, der nicht weiter verfeinert wurde. Ansonsten war das Essen aber ziemlich lecker, vor allem der Tofu, der mit Algen umhüllt war, begeisterte mich.

Meine Begleitung entscheidet sich für das gedämpfte Gemüse mit hausgemachter Sojasauce und Reis (anstatt Udon-Nudeln). Auch hier gab es nichts zu meckern. Das Gemüse hatte einen sehr guten Biss, die Sauce harmonierte toll mit allen anderen Komponenten.

Die Abendpreise liegen alle zwischen 8-10 EUR, was ich vollkommen gerechtfertigt finde. Das Quy Nguyen Vegan Living öffnet aber schon zur Mittagszeit und ist damit ein toller Ort für deinen Lunch.

Modernes und angenehmes Ambiente

Die gedeckten Farben wirken unaufgeregt und fast schon beruhigend. Wer die Leute auf der Straße beobachten möchte, schnappt sich einen Platz direkt am Fenster. Außenplätze gibt es leider nicht, dazu ist die Straße bzw. der Füßgängerweg schlichtweg zu schmal. Etwas heimeliger ist es in der kleinen Sitznische weiter oben.

Fazit zum Quy Nguyen Vegan Living

Du kannst hier leckere vegane vietnamesiche Gerichte in einer gemütlichen Atmosphäre genießen. Der Preis ist trotz der Lage vollkommen in Ordnung, die Portionen sind angemessen und es gibt auch das ein oder andere Gericht, dass nicht auf jeder anderen Speisekarte steht.

Ein Hauch Frankreich im Sucre et Sel in Mitte

Was Ende 2012 als Café mit Frühstück und Kuchen begann, ist heute ein lauschiges Restaurant mit feiner französischer Küche. Im Sucre et Sel auf der Torstraße wird man schon beim Hineingehen mit einem freundlichen „Bon soir“ begrüßt und fühlt sich direkt ein wenig wie in Frankreich.

Auf der Torstraße heißt es „Bon soir“ im Sucre et Sel

Wir lassen uns nicht lange bitten, nehmen an einem der liebevoll gedeckten Tische Platz und bestellen uns erst einmal ein paar hausgemachte Limonaden (rund 5,00 Euro).

Dazu gibt es als Vorspeisen außerdem eine leckere und schön fruchtige Thunfisch-Mango-Tartar mit Mangovinaigrette (aus der Wochenkarte) und aus der regulären Karte Ziegenkäse mit Honig, Walnüssen und Kräutern (6,90 Euro). Beide Speisen sind hübsch angerichtet und schmackhaft – genau das Richtige für den Anfang.

Thunfisch-Mango-Tartar mit Mangovinaigrette und etwas Salat

Ziegenkäse mit Honig und Walnüssen

Das kleine aber sehr schnuckelig eingerichtete Restaurant ist übrigens ein Familienbetrieb und wurde von Inhaber Quentin und seiner Frau gegründet. Quentin selbst ist gebürtiger Franzose und wuchs in Nizza auf – nun sorgt er auch für einen gewissen Hauch Frankreich im internationalen Berlin.

Das süße Restaurant ist geschmückt mit vielen Bildern, Kerzen und Blumen, die Einrichtung ist rustikal und heimelig und die Musik im Hintergrund ausgelassen und angenehm. So herrscht im Sucre et Sel durchweg eine sehr gemütliche und lockere Atmosphäre und wir fühlen uns pudelwohl.

Entspannte Atmosphäre und französische Küche

Schon kommen unsere Hauptgerichte aus der Küche – übrigens steht hinter dem Herd ebenfalls ein Franzose aus Toulouse. Der scheint sein Handwerk auch ganz gut zu beherrschen, denn was da auf unseren Tischen landet sieht nicht nur höchst appetitlich aus, es schmeckt auch wunderbar.

Wir freuen uns über ein unglaublich zartes und aromatisches Thunfisch-Filet in Sesamöl mit Kartoffelpüree und Zwiebeln, Pastinakenchips und etwas Gemüse (von der Wochenkarte), Ratatouille mit Ziegenkäse überbacken und ebenfalls einer Portion Kartoffelpüree (13,90 Euro) und den vegetarischen Flammkuchen „La Colorée“ (10,50 Euro) mit viel leckerem Gemüse drauf.

All unsere Speisen sind wirklich lecker – besonders der zarte Thunfisch ist ein Genuss. Aber auch das Ratatouille mit dem Ziegenkäse ist gut gewürzt und aromatisch und der Flammkuchen mit dem vielen Gemüse war richtig schmackhaft und auf alle Fälle eines unserer Highlights. Achja: satt macht das Ganze natürlich auch!

Der Thunfisch war super zart und aromatisch

Ratatouille mit Ziegenkäse und Kartoffelpüree

Vegetarischer Flammkuchen

Aktuell ist die Karte im Sucre et Sel noch recht traditionell – für die kommende Zeit ist jedoch geplant den Fokus etwas umzulegen und noch modernere französische Küche anzubieten, verrät mir Quentin. Einen kleinen Vorgeschmack kann man aktuell schon mal von der wöchentlich wechselnden Karte mit besonderen Empfehlungen bekommen.

Außerdem wird hier großer Wert auf Frische gelegt. Viele Lebensmittel werden in Bio-Qualität bezogen und auch gekocht wird immer frisch und mit hochwertigen Zutaten. Wie es sich für ein französisches Restaurant gehört gibt es neben leckerem Essen natürlich auch sehr viele Weine aus Frankreich. Wir haben heute zwar mal keinen getestet aber was da so auf der Karte steht, hörte sich auf alle Fälle sehr fein an.

Französische Klassiker zum süßen Abschluss

Obwohl wir recht satt sind gibt es für uns zum Abschluss noch einen unglaublich schokoladigen und leckeren Schokoladenkuchen (5,50 Euro) und eine Crème Brûlée (6,00 Euro), die direkt an unserem Tisch flambiert wird. Trotz vollen Bäuchen mampfen wir die beiden hausgemachten Desserts problemlos weg – sie sind einfach zu lecker und genau das Richtige für uns Süßmäuler.

Die Crème Brûlée wurde direkt am Tisch flambiert

Hausgemachter Schokoladenkuchen

Fazit

Nach unserem süßen Abschluss des Abends sind wir nun wirklich sehr satt und zufrieden. Das Sucre et Sel ist ein wirklich schönes Restaurant und durch die Einrichtung, Größe und Stimmung herrscht hier eine super lauschige und gemütliche Atmosphäre.

Genau das Richtige für einen entspannten Abend mit leckerem Essen. Ach ja, wer nicht gerade abends kommen will, kann sich zur Mittagszeit über eine beliebte Lunchkarte freuen und eine recht große Auswahl an gut klingendem Frühstück gibt es hier auch.

Im Sucre et Sel ist es lauschig und heimelig

Leckere hausgemachte Limonaden

Unsere Vorspeisen: Thunfisch-Mango_Tartar und Ziegenkäse mit Honig und Walnüssen

Der Ziegenkäse mit Honig und Walnüssen war wirklich lecker

Thunfisch-Filet mit Kartoffel-Zwiebel-Püree, Pastinakenchips und Gemüse

Crème Brûlée

Das Sucre et Sel liegt auf der Torstraße in Mitte

 

Gehobene Küche mit internationalen Einflüssen im Dae Mon in Mitte

Zwischen Hackeschem Markt und Monbijoupark findet sich seit Oktober 2014 das schöne Restaurant Dae Mon wieder. An den Start ging das Lokal mit einem koreanischen Küchenchef, weshalb folglich auch die Karte und die Speisen nach dieser asiatischen Kochkunst ausgerichtet waren. Durch die neuen Männer an den Herden des Dae Mon, verfolgt das Restaurant mittlerweile jedoch eine sogenannte „open minded cuisine“. Der koreanische Touch ist immer noch erkennbar, doch es machen sich beispielsweise auch japanische und europäische Einflüsse im Kochtopf bemerkbar.

Open Minded Cuisine im Dean Mon

Zur Begrüßung gibt es für uns nun aber erst einmal feine Tapioka-Chips, Kimchi und eine Petersilien-Pfeffer-Mayo und dazu gönnen wir uns direkt ein feinen Tropfen Wein. So startet der Abend doch schon mal gut! Anschließend dürfen wir uns noch über einen kleinen Grüß aus der Küche freuen: dreierlei Pilze (Enoki, Champignons und Kräuterseitling) mit Kokos-Süßkartoffel-Espuma und Hanfsaat – kreativ und lecker! Wir sind angetan.

Zur Begrüßung gibt’s Tapioka-Chips, Kimchi und Petersilien-Pfeffer-Mayo

Der Gruß aus der Küche: dreierlei Pilze, Kokos-Süßkartoffel-Espuma und Hanfsaat

Nun werfen wir aber erst mal einen ausführlichen Blick in die Karte. Das Schöne hier: man kann sich entscheiden, ob man à la carte essen möchte oder doch lieber ein Menü nimmt. Letzteres gibt es als 3 Gang (45,00 Euro) und 4 Gang (56,00 Euro) Option und ist auch als rein vegetarische Variante bestellbar (41,00 bzw. 51,00 Euro). Wir aber entscheiden uns für à la carte, denn auch was auf der regulären Karte steht, lässt große Vorfreude bei uns aufkommen. Übrigens: die Karte wechselt rund drei, vier Mal im Jahr – somit gibt es hier regelmäßig was Neues zu enddecken.

Oktopus, Tofu und Wurzelgemüse

Nun gut, wir starten mit unseren Vorspeisen und weil wir uns nicht so richtig entscheiden konnten, landeten am Ende direkt drei auf unserem Tisch: gegrillter Oktopus mit Quinoa und Mizuna-Salat, also japanischer Blattsenf (15,00 Euro), gerösteter Tofu mit Staudensellerie, Kürbis und Apfel (12,00 Euro) und ein Arrangement aus Topinambur, Karotte und Knollenziest, auch als Chinesische Artischocke oder Japanknolle bekannt (12,00 Euro). Jedes Gericht sieht schon optisch unfassbar gut aus und auch geschmacklich sind alle ein absoluter Traum. Der Oktopus ist schön aromatisch und schmeckt zusammen mit dem toll marinierten Quinoa und dem Salat einfach super. Auch der Tofu kommt in einer leckeren Sauce daher und schmeckt richtig gut – immer wieder erstaunlich, was man aus diesem ja doch eher geschmacklosen Sojaprodukt rausholen kann! Und dazu noch das köstliche Wurzelgemüse. Was für tolle Vorspeisen!

Gegrillter Oktupus mit Mizuna und Quinoa

Tofu mit Staudensellerie, Kürbis und Apfel

Arrangement aus Wurzelgemüse

Tolle Küche, tolle Geschmäcker

Da wundert es uns auch nicht, dass das Dae Mon aktuell 15 Gault-Millau Punkte für sich beanspruchen kann. Keine schlechte Leistung! Und dafür verantwortlich sind mitunter vor allem die beiden Herren am Herd: Küchenchef Raphael Schünemann und Sous Chef Jan Rzehak sind äußerst erfahrene Köche und haben schon in der ein oder anderen Sterneküche die Kochlöffel geschwungen, wie uns Stefan, Inhaber des Dae Mon, erzählt. Das Restaurant mit seiner „open minded cuisine“ soll übrigens auch das Gefühl von Berlin wiederspiegeln: verschiedene Länder und verschiedene Geschmäcker, die trotzdem wunderbar harmonieren. Genauso offen wie Berlin ist auch die Küche im Dae Mon – hier wird ausprobiert, experimentiert und unterschiedlichste Landesküchen und Geschmäcker kombiniert. Und das funktioniert wirklich ausgezeichnet, wie uns unsere Speisen beweisen. Auch die Zutaten kommen aus der ganzen Welt: einiges aus Asien, vieles aber auch aus Deutschland und der Region – auf Frische und beste Qualität wird dabei natürlich immer genaustens geachtet.

Blick in die offene Küche

Hauptgang: Bibimbap und Kabeljau

Aus der schicken und offenen Küche, in die man wunderbar hineinspitzen und den Köchen bei ihrem Handwerk zusehen kann, kommen nun auch unsere Hauptgänge. Einmal gönnen wir uns das koreanische Traditionsgericht Bibimbap in vegetarischer Ausführung (14,00 Euro) und einmal den Skrei-Kabeljau mit Blumenkohl und Kaviar (27,00 Euro). Der Fisch ist wunderbar zart und richtig, richtig lecker! Aber auch das Bibimbap hat es in sich: wir bekommen eine Schale mit Reis und Tofu und ein Tablett mit diversen anderen Zutaten wie Eigelb und Nori und einem hausgemachten Ketchup, welche wir mit in die Schale mischen. Ein wirklich fancy Bibimbap und noch dazu einfach köstlich. Unsere Hauptgerichte stehen den Vorspeisen in nichts nach! Achja, dazu gab es übrigens als Beilage noch Edamame und einen echt leckeren Süßkartoffelsalat (beides 4,00 Euro). Von der netten Bedienungen bekommen wir übrigens passend zu jedem Gericht tolle Weinempfehlungen und wir werden bestens umsorgt und beraten. So fühlen wir uns doch wohl!

Unsere Hauptspeisen: Bibimbap und Kabeljau mit Edamame und Süßkartoffelsalat als Beilage

Zutaten für das Bibimbap

Das Dae Mon ist übrigens recht groß aber dennoch sehr gemütlich eingerichtet. Bequeme Bänke, gedimmtes Licht, schöne Blumen hier und da und das ein oder andere Bild an der Wand – eine angenehmes und lauschiges Flair. Hier kann man es sich für einige Stunden wirklich gut gehen lassen. Die Hintergrundmusik, die von „I just can’t get enough“ bis hin zu „Blaue Augen“ reicht, tut da ihr Übriges und trägt wunderbar zu unserer persönlichen Wohlfühlatmosphäre bei.

I just can’t get enough!

Last but not least gibt es zu guter Letzt noch ein paar feine Desserts für uns: ein Schokoladenküchlein mit Zartbitterschokolade, Blaumohn- und -Fruchteis und Pumpernickel (10,00 Euro) sowie ein Apfelküchlein mit Yuzu, Tonkabohnen-Eis und Kamille. Beide Desserts sind wirklich lecker – als kleines Süßmaul bin ich persönlich vom Schokoküchlein unglaublich angetan: schön schokoladig und innen noch weich und warm. Yummy! Als Drink gibt’s dazu außerdem einen Sparkling Sake. Anschließend gibt es zur Verabschiedung außerdem noch ein leckeres Schokobällchen und einen Berliner Ingwerschnaps. Ein runder und gelungener Abschluss für unseren Abend!

Schokoküchlein mit Eis und Pumpernickel

Apfelküchlein, Tonkabohnen-Eis, Yuzu und Kamille

Fazit

Das Dae Mon hat es uns wirklich angetan. Jedes unserer Gerichte war super lecker und auf wirklich hohem Niveau. Außerdem steckte eine Menge Kreativität in den Speisen, es werden viele spannende und internationale Zutaten verwendet und die Kombination verschiedenster Landesküchen und Einflüsse wird super umgesetzt und bringt tolle Aromen-Kombinationen auf unsere Teller. Wir haben uns hier einfach wohl gefühlt und verlassen das Restaurant nicht nur satt, sondern auch sehr glücklich.

Das Dae Mon ist großräumig und gemütlich

Die Vorspeisen: Tofu, Oktopus und Wurzelgemüse

Kabeljau mit Kaviar und Blumenkohl

Auch unsere Hauptspeisen waren einfach köstlich

Für Schokoliebhaber ein Muss

Zur Verabschiedung gibt’s eine kleine Leckerei und Ingwerschnaps

Thailändische Küche der Extraklasse im Kin Dee in Mitte

Wo früher eine langjährige Institution der thailändischen Küche in Berlin, das bekannte Edd’s war, findet man seit knapp einem Jahr das ebenfalls thailändische Restaurant Kin Dee. Und auch das hat es voll und ganz in sich. Am Herd steht hier die junge Dalad Kambhu, die in Thailand aufgewachsen ist, bereits als Modell gearbeitet hat und nun ihrer Leidenschaft, dem Kochen, nachgeht.

Thailändische Küche im entspannten Flair im Kin Dee

Das Restaurant ist relativ schlicht eingerichtet, gewinnt aber durch diverse spannende und gesellschaftskritische Kunstwerke einen ganz individuellen Touch. Der Innenraum ist nicht all zu groß, das Licht leicht gedimmt und die Atmosphäre somit sehr gemütlich und entspannend.

Wir machen es uns bequem und bekommen zur Begrüßung erst einmal eine Schale fein gewürzte Erdnüsse und Kohlrabi in einer äußerst leckeren Marinade. Dazu gönnen wir uns einen alkoholfreien und hausgemachten Eistee und einen Gin Tonic mit Kaffir – beide Getränke schmecken super und werden noch dazu in äußerst schicken Gläsern serviert.

Während wir an unseren Getränken schlürfen, wird uns von einer äußerst sympathischen Bedienung das Menü (45,00 Euro pro Person) erklärt – einige Gänge sind fest, bei anderen kann man sich zwischen mehreren Gerichten entscheiden.

Zwar gibt es hier wirklich nur ein Menü, trotzdem hat man durch die Auswahlmöglichkeiten hier und da eine gewisse Flexibilität und sollte man etwas nicht mögen oder beispielsweise eine vegetarische Alternative wollen, ist dies kein Problem.

Zum Starten gab’s Erdnüsse mit Kohlrabi Kaffir Gin Tonic und einen hausgemachten Eistee

Verschiedene Vorspeisen zum Teilen

So starten nun auch wir mit unseren Vorspeisen. Auf unseren Tisch kommt eine Komposition aus Aubergine, verschieden zubereitet, mit Thai Basilikum, ein Teller mit zweierlei Forelle und feinem Thai-Dressing sowie einem thailändischen Wrap mit Schweinefleisch und Lollo Rosso Salat und als vegetarische Alternative (nicht auf der Karte) Chicorée-Blätter mit Erdnüssen, Chili, Ingwer, Zwiebeln, Limette und Fischsauce zum selbst befüllen. Meistens, wenn ich essen gehe, kann ich ja eigentlich immer einen Favoriten der unterschiedlichen Speisen ausmachen. Hier fällt es mir aber schwer – jede einzelne Vorspeise war einfach super lecker und toll gewürzt.

Die Aubergine landete gebacken, gebraten, als Püree und pulverisiert auf unserem Teller und jede Form hatte ihren eigenen spannenden Geschmack – einfach toll! Aber auch der Fisch und der Schweinefleisch-Wrap waren super abgeschmeckt und die Chicorée-Blätter selbst zu befüllen und zu vernaschen machte einfach Spaß. Besonders gut fanden wir auch, dass alle Speisen in die Mitte des Tisches gestellt wurden und wir sie somit wunderbar teilen konnten und nicht jeder ein eigenes Gericht hatte – so gemeinschaftlich macht Essen doch ohnehin viel mehr Spaß.

Erster Gang: Komposition aus Aubergine sowie Lachs- und Regenbogenforelle

Danach gab es einen Nudelwrap mit Schweinefleisch und Chicoréeblätter zum Befüllen

Kin Dee heißt auf Deutsch übrigens soviel wie „gut essen“ und genau darum geht es auch. Die Gäste hier sollen sich über moderne und authentische thailändische Küche mit persönlichem Touch der Küchenchefin freuen. Bei den Zutaten wird dabei natürlich stets auf eine besonders gute Qualität und guten Geschmack geachtet. Aber auch Nachhaltigkeit wird hier großgeschrieben und deshalb werden einige thailändische Zutaten durch vergleichbare Lebensmittel aus der Region ersetzt. Das loben wir uns doch!

Oktopus, Suppe und Gurkensalat

Als Mittelgang (hier hat man die Wahl zwischen zwei Gerichten) gibt es für uns anschließend Oktopus mit einer scharfen Kaprao Sauce. Dazu wird uns außerdem Reis, eine Kohlsuppe und ein Gurkensalat gereicht. Auch dieser Gang ist einfach unfassbar lecker – der Oktopus ist schön zart und schmeckt zusammen mit der Sauce einfach toll. Aber auch die Suppe und der für uns doch sehr außergewöhnliche Gurkensalat passen super dazu.

In die Kohlsuppe ist übrigens auch Dill – der wurde nämlich während der Kolonialzeit durch die Franzosen in Thailand eingeführt, wie uns von der netten Bedienung erklärt wird. Einen kleinen Tipp möchte ich euch am Rande aber doch kurz geben: gerade der Gurkensalat und die Sauce sind wirklich recht scharf – esst also lieber langsam, bevor ihr noch ins Schwitzen geratet!

Der Mittelgang: Oktopus, Gurkensalat, Reis und Kohlsuppe

Unser Hauptgang: Wolfsbarsch

Auch beim Hauptgang hat man wieder eine gewissen Entscheidungsspielraum – aus drei verschiedenen Optionen entscheiden wir uns für den Fisch des Tages: Wolfsbarsch. Und der landet in einer leckeren Sauce als Ganzes auf unserem Tisch und wird direkt vor unseren Augen filetiert. Dazu gibt es Reis, Fisch- und Currysauce und Fenchel in einer süßlichen und wirklich köstlichen Marinade. Der Hauptgang, der ebenfalls geteilt wird, ist einfach top. Der Fisch ist so schön zart und schmeckt mit der leichten Sauce und dem Fenchel einfach wunderbar – kein Wunder, dass wir den Fisch komplett verputzen!

Das Hauptgericht: Wolfsbarsch

Der Fisch wird direkt an unserem Tisch filetiert

Fertig zum Essen

Zum Fisch gab’s Reis, Fenchel und zwei verschiedene Saucen

Rotweinbirne als Dessert

Zum Abschluss gibt als Dessert schließlich noch eine in Rotwein gekochte Birne mit Limettenquark, Limettenabrieb und etwas Crumble. Auch sehr lecker und ein runder Abschluss für einen kulinarisch äußerst gelungenen Abend. Dazu schlürfen wir noch feinen Grauburgunder und sind einfach nur zufrieden und glücklich.

Das Dessert: Rotweinbirne mit Zitronenquark, Crumble und Limettenzesten

Fazit

Das Kin Dee ist wirklich ein tolles Restaurant und zeigt uns ganz andere Einblicke in die thailändische Küche als die Standard Thai-Restaurants. Die Geschmäcker, die hier auf die Teller kommen, sind wirklich spannend und all unsere Speisen haben uns wirklich super geschmeckt – ein tolles kulinarisches Erlebnis! Außerdem wird man hier wirklich toll umsorgt und fühlt sich einfach wohl. Wir kommen mehr als gerne wieder!

Zum Starten: Erdnüsse und Kohlrabi

Aubergine kann verdammt lecker sein

Zwei Sorten Forelle mit thailändischem Dressing

Schweinefleisch-Wrap zum selber rollen

Der Oktopus war super zart und richtig lecker

Leckere Birne zum Abschluss

Der Innenraum ist schlicht und gemütlich

An den Wänden finden sich spannende Kunstwerke wieder