Der Fischladen

Den Fischladen gibt’s in Berlin gleich zweimal: an der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg und in der Arminiusmarkthalle in Moabit. Da diese eine der letzten drei Markthallen in Berlin ist, die noch heute als solche genutzt werden, wollen wir dem dortigen Fischladen einen Besuch abstatten.

Der Fischladen und seine Vielfalt

Die Halle ist groß, aber der Fischladen ist schnell gefunden. Er besteht aus einem Stand, der frischen Fisch verkauft und einem Restaurant, in dem dieser zubereitet wird. Die Speisekarte ist sehr umfangreich, neben verschiedenen Fischgerichten gibt es auch Pasta und Salat mit Meeresspezialitäten sowie Fischburger und original englische Fish & Chips. Unter der Woche werden außerdem zwei Mittagsmenüs angeboten. Zu trinken gibt’s neben den üblichen Softdrinks eine große Auswahl an Weißweinen, Heißgetränken, ausgewählten Spirituosen, Flaschenbier und Fassbier der Berliner Brewbaker Brauerei, die ihr Bier einst selbst in der Arminiusmarkthalle braute.

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Wir bestellen als Starter die Jakobsmuscheln mit Balsamicocreme auf Wakame-Salat. Als Hauptgerichte wählen wir Spaghetti mit Lachs in Zitronen-Weißwein-Soße und die Fischplatte für zwei Personen. Da der Geschäftsführer John Bywater gebürtiger Engländer ist, müssen wir natürlich auch die Fish & Chips probieren.

Gemütliche Atmosphäre

Zum Essen kann man sich entweder direkt an den Tischen des Fischladens niederlassen oder man geht ein paar Meter weiter in den hinteren Teil der Markthalle. Hier steht ein langer Holztisch, der stolz als „die längste Tafel Berlins“ präsentiert wird. Wer lieber ein bisschen privater sitzen möchte, findet hier auch einzelne Tische, viele Nischen und altmodische Sofas. Alles in allem sehr gemütlich und man vergisst schnell, dass man eigentlich in einer geschäftigen Markthalle ist.

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Das Essen

Schnell sind die appetitlich angerichteten Jakobsmuscheln aufgetischt – und schmecken genauso gut, wie sie aussehen. Wir staunen, wie groß die Fischplatte ist: Sie besteht aus Lachs, Rotbarsch und schwarzem Heilbutt, dazu Bratkartoffeln, Knoblauchbrot, Pommes, Salat mit Tintenfischringen und Seegras. Davon werden locker drei bis vier Personen satt. Die unterschiedlich zubereiteten Fische sind unheimlich zart, auf den Punkt gegart und schmecken hervorragend. Der Teig des frittierten Fischs ist fluffig und der Fisch darin schmilzt quasi auf der Zunge.

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Das Gleiche gilt für die Fish & Chips. Sie werden mit der englischen Version der Pommes Frites serviert, den Chips. Das sind frittierte Kartoffelstäbchen, die etwas breiter und ein bisschen weniger knusprig als die in Deutschland bekannten Pommes sind. Dazu gibt’s den traditionellen englischen Malz-Essig, den sogenannten Malt Vinegar, von Sarsons. Wer den nicht mag, findet auf dem hausgemachten Soßenteller mit Remouladensoße, scharfer Teufelssoße und süß-saurer Chillisoße garantiert eine Alternative.

Vielleicht liegt es daran, dass wir eigentlich schon viel zu satt von der Fischplatte sind, aber die Spaghetti mit Lachs konnten uns nicht ganz überzeugen, die Soße war uns ein bisschen zu schwer. Dafür ist der Kaiserschmarrn, zu dem wir uns als Dessert überreden lassen, ein weiteres Highlight!

Natürlich interessiert uns auch die Herkunft des Fischs: Er wird täglich frisch geliefert, es wird auf saisonalen Einkauf geachtet und wir staunen nicht schlecht, als wir hören, dass der verwendete Wels auf Dächern in Kreuzberg gezüchtet wird.

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Fazit

Der Fischladen in der Arminiusmarkthalle liegt zwar abseits der Berliner Szenebezirke, ist aber eine echte Empfehlung für alle, die auf wirklich gut zubereiteten Fisch in großer Auswahl stehen.


Adresse und Öffnungszeiten vom Fischladen I + II:

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