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Fettnäpfchenführer Berlin

Es gibt wirklich zahlreiche Reiseführer über Berlin. Ein etwas anderer Reiseführer ist der Fettnäpfchenführer. Keine Bilder, sondern viel Text und Informationen.

Aber wie der Name schon vermuten lässt erwartet den Leser hier keine trockene Textwüste, sondern unterhaltsam geschriebene Anekdoten, über die Stadt, die „jeden packt und keinen wieder loslässt“. Die Autorin Rike Wolf gibt einen interessanten Einblick in insgesamt 96 Kieze und ihre Eigenarten.

Von Baustellen, der Berliner Schnauze, Festivals, Hipster, Gentrifizierung, Galerien und skuriller Küche – Rike Wolf greift die unterschiedlichsten Themen auf, die die Stadt prägen. Und nebenbei erhält der Leser zahlreiche Informationen, denn fast jedes Kapital endet mit einem „Do it yourself“ Tipp.

Eine Stelle, über die ich wirklich herzlich gelacht habe, ist das Kapitel „Berliner Schnauze“ bzw. die Anekdote dazu. Auf die Nachfrage der Autorin in einer Bäckerei, ob man hier auch frühstücken könne – die Bäckerei war offensichtlich als Café eingerichtet –  antwortet die Bedienung: Wenn se die Tür zumachen und Wasser rinnlassen, können Se hier ooch schwimmen!

Auch die beliebten Top 10 Listen wie „die sehenswertesten Kieze Berlins“, „Lieblingsläden“ oder „was man in Berlin lieber lassen sollte“ fehlen nicht.

Abwechslungsreich, lustig und informativ – eine andere Art Berlin kennenzulernen. Für alle Nicht- Berliner ein passendes Buch, um gleich in das „wahre“ Berlin abzutauchen.

Fazit: Wer wissen möchte, wie Berlin tickt, sollte den Fettnäpfchenführer Berlin lesen.


Fettnäpfchenführer Berlin, Rike Wolf,  Conbook Verlag, 11,95 EUR.