Autor-Archive: Mareike Bölsche

Douglas Dare @ #SpotifySession

Die mit Abstand besten Mittagspausen finden im Gibson Showroom in der Münzstraße statt – und zwar immer dann, wenn die nächste Office Session von Spotify in deren Räumen veranstaltet wird. Wie schon letztes Mal bei Hundreds, fand das Konzert am frühen Nachmittag statt. Es war hell, es war warm und es war 14.30 Uhr. Perfekt also für ein kleines Konzert zwischendurch.

Douglas Dare ersang sich einen Platz in meinem Musikherzen.

Ich bin völlig ahnungslos zur Session gegangen. Nicht einen Fetzen Musik habe ich mir vorher angehört. Eine Freundin meinte auf dem Weg zum Gibson Showroom, es wäre was mit Klavier. Super, dachte ich mir nur, Klavierspieler finde ich meistens ziemlich doll toll (was sicherlich daran liegt, dass ich das selbst mal gelernt habe, aber nach zwei Jahren wieder aufgegeben habe).

Douglas Dare kommt aus London und gehört zu den Singer-Songwritern dieser Welt.

Er spielt, wie gesagt, Klavier und hat eine sehr klare und kraftvolle Stimme, die ich auch als ziemlich einzigartig beschreiben würde. Wobei sie live noch sehr viel stärker hervorsticht als in den Studioaufnahmen fürs Album. Zugegebener Maßen irritierte sie mich anfangs etwas. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet und so war mein erster Kontakt visuell. Auf der Bühne stand ein schlanker Junge, nicht allzu groß, blonde Haare. Als er anfing zu singen, musste ich mich die ersten 30 Sekunden erstmal an die Kombi aus audio und visuell gewöhnen, da es im ersten Moment nicht so ganz zusammenpassen wollte. Die gefühlt Unstimmigkeit verging dann aber recht schnell und ich ließ mich von seiner Stimme und dem Gefühl darin mitreißen.

Eine kleine Kostprobe: „Clockwork“ und „Unrest“ – Das letztere wurde übrigens wie folgt angekündigt: „If you have a vinyl, it’s the first song on the second side.“ Joa, als das Wort „Vinyl“ fiel, zog sich ein zaghaftes Schmunzeln durch die Reihe. Denn so cool Vinyl-Platten auch sind, zumindest schienen aus dem Publikum nicht so viele diese Form der Musikwiedergabe zu Hause zu haben.

Der Herr Dare steht aber nicht alleine auf der Bühne, sondern wird von einem weiteren jungen Herren („Fab“) akustisch begleitet. Das tolle an Fab ist seine Hingabe an den Drums und den ganzen andere Gerätschaften zur Beaterzeugung. Er ist dabei völlig abgegangen und war gefühlt komplett in seiner Musikwelt verschwunden. Hätte man ihn ansprechen wollen, keine Chance, zu sehr vertieft war er in den Momenten des Spielens.

Hot or not?

Definitiv hot, aber man muss dafür in der Stimmung sein. Die Songs sind alle eher ruhig und leicht melancholisch, also nichts für den Freitag- oder Samstagabend. Aber für die ganze restliche Zeit definitiv zu empfehlen.

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Das Restaurant Umami in Berlin – Grand Opening am 23.05.2014

Alles begann mit einer Mail. Wir wurden eingeladen zum Grand Opening am 23.05. ins Umami in Berlin Prenzlauer Berg. Da ich eh ein großer Fan der asiatischen Küche bin, wir Zeit hatten und uns nicht zuletzt wie kleine Kinder zu Weihnachten über unsere erste wirkliche Einladung als Blogger freuten, bestätigten wir die natürlich gerne. Im Gegensatz zur sonst üblichen Berliner no-show-Rate von 20-40%, gingen wir dann auch noch tatsächlich hin. Knaller.

Umami – der 5. Geschmackssinn.

Der Name Umami bezeichnet die 5. Geschmacksrichtung. Neben süß, salzig, sauer und bitter, bezeichnet das japanische Wort Umami einen Geschmack, der mit herzhaft, wohlschmeckend, intensiv und – ganz mein Ding – fleischig übersetzt werden kann.

Unser erster Eindruck: Der Name ist Programm.

Es gab Jakobsmuscheln, Sommerrollen, Burger, Surf & Turf und eine Nachspeise, die wir nicht mehr gekostet haben, da es dann doch etwas später war und wir, trotz der überschaubaren Portionen, einfach satt waren. So wirklich viel konnte ich vom Testessen gar nicht probieren, denn das meiste war, getreu dem Namen, mit Fleisch. Aber Tina war hochzufrieden und mein Burger ließ mich vermuten, dass auch alle anderen Speisen mindestens genau so lecker waren.

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In Berlin grenzt die Eröffnung eines asiatischen Restaurants ja eigentlich fast an Selbstmord.

Denn, wenn in letzter Zeit etwas wie Blümchen im Frühjahr aus dem Boden empor stieg, waren das, ihr ahnt es, asiatische Restaurants. Die Besitzer mussten sich also neben dem Essen, noch mehr Differenzierungsmerkmale einfallen lassen.

Meine Liebelingsunterkategorie: Die Drinks.

Es war zwar kein Gin-Getränk dabei, aber dafür ganz zauberhafte andere Cocktails. Als ich auf die Karte schaute, viel mir sofort der Saigon Mule ins Auge. Der wurde mit Naturreis Vodka gemixt – und hatte tatsächlich einen ganz eigenen, aber definitv ebenso guten Geschmack wie das russisch-namige Pendant Moscow Mule.

Die Atmosphäre.

Das Umami liegt Mitten in Prenzlauer Berg, gegenüber vom Wasserturm und praktisch fast direkt neben dem Pasternak II. Die Ecke ist an sich schon einfach schön. Vor dem Restaurant stehen Bäume, in denen kleine, aus Holz gebastelte Vogelkäfige hingen. Die Markisen sind mit den typsich asiatischen Lampen dekoriert und der Innenraum mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Betritt man den Innenraum könnte man sich rein theoretisch erstmal eine halbe Stunde damit beschäftigen sich alles anzusehen.

Der Service.

Die Service-Ladies waren zuckersüß, freundlich, zuvorkommend und aufmerksam. Vielleicht teilweise überfordert, weil zum Grand Opening auch Grand Menschenmassen kamen, aber sie ließen sich nicht aus der Ruhe bringen.

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Sarah Knappik, Rolf(e) Scheider & Co.

Wir saßen an einer längeren Bank am Rand. Zu Zweit. Noch vier freie Plätze. Auf einmal kamen eine Frau und ein Mann an und fragten uns, ob sie sich dazu setzen dürfen. Wir bejahten das sofort, weil die Plätze ja frei waren. Mein erster Gedanke war: „Oh nein, ein Blondinchen! Hoffentlich nicht so etepetete (weil sie schon sehr schick angezogen war).“ Mein zweiter Gedanke war: „WTF! Das ist Sarah Knappik…“ Kurze Zeit später erschien Rolf Scheider am Horizont und noch etwas später, gefühlt diverse weitere Leute aus der Modelszene. Ich lese zu wenig Klatsch & Tratsch, deshalb hab ich nicht die leiseste Ahnung, wer das alles war. Wenn sich aber Fotografen auf die Leute stürzen, muss das ja einen Grund haben.

Das skurrile war, dass wir wirklich den ganzen Abend mit der lieben Frau Knappik und ihren Freunden am Tisch saßen. Wir hörten unweigerlich auch die Gespräche und wechselten ungefähr 4-6 Worte mit ihr. Es war irgendwie interessant, worüber sich das Grüppchen so unterhielt – nein, natürlich verrate ich jetzt keine Details. Im Gegensatz zu diesem einen ungehobelten Fotografen, der auf Sarah wie ein bekloppter zusprang und losknipsen wollte, lasse ich den Leuten gerne ihre Privatsphäre, wenn sie auf solchen Veranstaltungen sind.

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Fazit

Das erste Mal ist ja immer etwas aufregend, weil man nicht weiß, was einem erwartet. Man hat keinen Vergleichspunkt, sondern stürzt sich ins Ungewisse – zu gegeben, das schlimmste was uns an dem Abend hätte passieren können, wäre schlechtes Essen gewesen.

Beim Grand Opening musste das Restaurant zeigen, was es kann und sich differenzieren, um zu überzeugen. Hat es das geschafft? Erstmal ja! Ich würde sofort wieder hingehen, nicht nur weil es in meinem Kiez ist, sondern um zu schauen, wie der Alltag aussieht. Die richtige Speisekarte ist noch nicht veröffentlicht und im worst case, ist überall Fleisch drin – glaub ich aber nicht. Eine finale Bewertung inkl. Preis/ Leistung holen wir mit dem zweiten Umami-Besuch nach, denn dazu konnte uns das Grand Opening auf jeden Fall überzeugen.


Adresse und Öffnungszeiten vom Umami Prenzlauer Berg:

Umami
Knaackstraße 16-18
10405 Berlin

Mo-So: 12.00-24.00 Uhr

Es gibt noch weitere Filialen in Kreuzberg & Friedrichshain.

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Absolut Berlin – Die Absolut Vodka Launch Party

Absolut Vodka hat eine Special Edition für unser Herzblatt Berlin gelauncht – zusammen mit ein paar Freunden waren wir auf der Launchparty und haben auf die Geburt des bunten Fläschchen standesgemäß angestoßen.

Wie kam es zur Absolut Berlin Edition?

Die Marke bringt regelmäßig eigens für verschiedene Städte bzw. Orte gestaltete Flaschen raus. So gibt es beispielsweise eine Brooklyn-, Texas- oder Chicago-Variante. Berlin ist die erste deutsche Stadt, der ein extra Design gewidmet wurde. Der Künstler Zhivago Duncan aka. Dick Flash entwarf das Motiv, das folgendes zum Ausdruck bringen soll:

„Grau steht für die alten Zementstrukturen, Grün steht für den städtischen Wald und die Parks. Türkis ist die Farbe der Oxidation an den alten Statuen, in Kadmium Gelb schimmern die goldenen Ziegelsteine während eines Berliner Sonnenuntergangs. Und Flieder leuchtet der Sonnenaufgang, der die Stadt und die Leute nach einer langen Nacht verzaubert.“

Die Party.

Als Location diente die Platoon Kunsthalle an der Grenze zwischen Prenzlauer Berg und Mitte. Nachdem wir auf der Liste abehakt wurden, bekamen wir 5 Getränkechips in Hand gedrückt und drängelten uns an die Bar. Neben ein paar Standardmischen, gab es auch drei etwas ausgefallenere Variationen. Mein Highlight war der Absolut Spreewald Mule – Vodka, Thomas Henry Ginger Beer, feinstes Gurkenwasser und echte Spreewald Gürkchen. Klingt komisch, war aber überraschend gut – zugegebener Maßen sollte man keine Aversion gegen saure Gurken haben.

Für schwingende Tanzbeine sorgte an dem Abend DJ Schowi und zwar mit HipHop all night long, was mir natürlich sehr in Karten spielte.

Knaller des Abends: Mariella Ahrens.

Wir standen vor dem Fotoautomaten und wollten diese zumeist unglaublich witzigen Bildchen von uns produzieren lassen. Irgendwie stand dann Mariella Ahrens neben uns und drückte uns einen Haufen Getränkechips in die Hand. Perfektes Timin, denn unsere waren bereits aufgebraucht.

Wir haben uns übrigens noch auf ihrer Facebook Page bedankt und sie hat sogar geantwortet – really cool ;)

Post by Sissy Sander.

 

Nice to know.

Hinter Platoon versteckt sich eine Organisation, die sich als Schnittstelle zwischen Kommunikation, Kultur und Kunst versteht. Der Ort wird regelmäßig für diverse Veranstaltungen genutzt.

Absolut Vodka ist einer der wenigen „vegan friendly“ Vodkas. Normalerweise wird Vodka mit Milch gefiltert und ist somit nicht geeignet für diese Ernährungsweise. Laut Unternehmensangaben ist dies hier aber nicht der Fall – ein Glück, sonst hätte ich wohl nur halb so viel Spaß gehabt.

Ab 15.05. könnt ihr die Absolut Berlin Flasche dann übrigens auch im Handel kaufen.

Fazit.

Gute Party, toller DJ, stylo Location und extrem lustiger Abend – hat alles gepasst.

Das Rias in Kreuzberg

Das Rias in Kreuzberg liegt unweit entfernt vom Görlitzer Bahnhof in der Manteuffelstraße und besteht im Prinzip aus zwei Teilen. Tagsüber ist es ein Cafe, abends eine Bar – aber keine Panik, ihr braucht euer Käffchen nicht in Promille-angereicherter Luft zu trinken, es gibt getrennte Räume.

Über das Cafe können wir an dieser Stelle nichts schreiben, da wir erst nachts gegen 24Uhr dort eintrudelten und auch nicht bis zum nächsten Vormittag dort blieben.

Die Bar

Das Rias erinnert vom Stil her sehr stark an die ganzen typischen Bars in Neukölln. Die Einrichtung ist schlicht, kein unnötiger TamTam, aber mit dunklen Holzmöbeln. Die Besonderheit liegt beim Rias im Detail. Über dem Eingang im Innenraum hängt zum Beispiel ein altes „Restaurant“-Schild. Auf dem Bartisch in der Mitte des Raumes steht eine alte Lampe (wenn ich jetzt mehr Ahnung hätte, könnte ich ganz altklug schreiben, dass sie aus den xy Jahren stammt.. aber ihr seht sie unten auf dem Bild).

Sie gehören zwar nicht zur Einrichtung, aber sie machen die Atmosphäre komplett: die Barkeeper. Weißes Hemd, schwarze Hose, Schlips, der aber gekonnt so halb im Hemd versteckt ist, damit er beim zubereiten der Drinks nicht stört.

Die Drinks.

Wenn man im Rias ist, sollte man sich wohl keinen einfachen Longdrink bestellen. Zwei flüssige Bestandteile in ein Glas zu kippen, bedarf eigentlich keiner höheren Kunst, als eben das Glas zu treffen. Im Rias sollte man Cocktails trinken, denn das können die Jungs hinter der Theke richtig gut. Ich hatte an dem Abend einen Gin Basil Smash und einen Gin Gin Mule. Beide Cocktails waren nicht nur lecker, sondern haben es auch in sich. Im Gegensatz zur reduzierten Einrichtung, wird bei den Drinks nicht gespart, denn da war ordentlich Alkohol drin. Richtig so – denn wenn ich ein Brause-ähnliches Getränk wollen würde, würde ich das auch bestellen.

Worauf ihr euch einstellen müsst ist, dass die Zubereitung der Drinks durchaus ein paar Minuten dauern kann. Es ist eben keine Bahnhofskneipe und der Alkohol-Konsum ist nicht aufs Koma-Saufen ausgelegt. Also schnackt einfach ne Runde und eure Geduld wird belohnt.

Zum Schluss gab es für uns übrigens noch ein Schnäpperken aufs Haus – die Wahl viel auf den Haselnussschnapps, der auch ganz geil war. Wer auf sowas steht oder einen letzten kleinen Absacker braucht, ist damit gut beraten.

Nice to know.

Es gibt kostenloses Knabberzeug. Knabberzeug deshalb, weil es nicht nur Erdnüsse oder Salzstangen sind, sondern eine gesalzene Nussmischung, sehr lecker. Pro-Tipp: Achtet auf die Pistazien.

Eigentlich kaum noch erwähnenswert, da redundant in Berlin, aber auch im Rias kann drinnen geraucht werden.

Die Cocktails kosten im Schnitt etwa 8 Euro, also völlig in Ordnung.

Das Publikum ist gemischt, angenehm und startet so ab Ende 20 und weit und breit kein Hardcore-Partyvolk, zumindest an unserem Abend.

Fazit.

Wir können euch das Rias wirklich ans Herz legen. Es überzeugt vor allem durch die entspannte Atmosphäre und die guten Drinks.

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Hundreds Konzert – Aftermath Tour 2014

Die Vorfreude war groß und sollte nicht im Mindesten enttäuscht werden. Nachdem ich auf der Spotify Sessions Hundreds das erste mal live gesehen habe, wollte ich das Geschwisterpärchen unbedingt noch Mal live sehen. Und genau so ging es mir auch nach diesem Konzert, sprich, ich würde den beiden Hübschen sofort einen dritten Konzertbesuch abstatten.

Tolle Lichtshow und eine beeindruckende Stimme.

Hundreds spielte an dem Abend einen Mix aus neuen und alten Liedern. Was Hundreds meines Erachtens nach auszeichnet, ist die Mischung aus ihrer Stimme, seinen Klavierkünsten und den Elektro-Beats. Es gab gestern ein Lied, dass eher in Richtung Pop ging. Klar, bewegt man sich dazu irgendwie automatisch, weil der Bass der Anlage einmal komplett durch den Körper strömt und die Muskeln wie durch kleine Elektroschocks in Wallung bringt, aber es passte nicht ganz zu ihrem sonstigen musikalischem Profil. Die restlichen Songs waren aber wunderschön.

Was ganz geil kam: Die Lichtshow wurde analog zu den Beats eingesetzt, hieß für uns, dass wir tlw. im absoluten Blizlichtgewitter standen, wodurch wir aber nur noch mehr mitgerissen wurden.

Was mich unabhängig davon immer wieder aufs neue in Begeisterungstürme versetzt, ist ihre Stimme. So viel Kraft von einer so zierlichen Person und so viel Gefühl in ihren Texten und Melodien.. hach, da bekomme ich sogar beim Gedanken daran, also jetzt gerade während des Schreibens dieser Textzeile, wieder Gänsehaut.

„Ihr seid so viele, Wahnsinn!“

Den Worten nach würde ich vermuten, dass das Konzert am Freitag Hundreds‘ größtes war. Es gab zwei Zugaben und die beiden schienen wirklich berührt gewesen zu sein, von so viel Zustimmung für ihre Musik.

Was mich auch überraschte, war, dass Eva (die Sängerin) auf der Bühne tanzte und sprang und sehr ausgelassen war. Auf der Spotify Sessions wirkte sie eher schüchtern und zurückhaltend. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben.

Übrigens war auch die Vorband Talking to Turtles richtig gut.

Wir haben sie zwar nicht von Anfang an gehört, aber das brauchten wir auch gar nicht, um sie gut zu finden. Spätestens bei dem Lied „Passenger Seat“ waren wir Pre-Fans.. zumindest ich, denn um mir ein komplettes Urteil zu ermöglichen, muss ich mir erstmal das Album anhören. Talking to Turtles  spielt übrigens im September im Privatklub in Berlin Kreuzgberg.

Fazit.

Auch, wenn euch die Musik nur ein wenig gefällt, geht zum Konzert. Live ist Hundreds noch viel beeindruckender, das kann eine Studioaufnahme nicht wiedergeben.

 

 

Shiso Burger

Shisomaniso – ein etwas anderer Burgerladen, das wird schon an der Speisekarte deutlich. Ihr bekommt hier zwar genauso einen klassischen Hamburger oder Cheeseburger und ein paar Fritten dazu, aber der Rest hat einen deutlichen Korea-Touch.

Kimchi und Bulgogi-Burger

Für die Leser unter euch, die sich jetzt fragen: „Kimchi what?“ Kimchi ist scharf eingelegter Kohl, den man eigentlich nur in koreanischen Restaurants findet (sehr gutes Kimchi gibt es übrigens im YamYam). Bulgogi ist mariniertes Rindfleisch und steht auch eigentlich eher auf koreanischen Restaurantkarten.

Wir hatten an dem Tag den Hamburger, den Shiso Burger und den Veggie Burger (allerdings ohne Cheddar und Mayo, um den auf vegan zu pimpen). Für die Burger wird übrigens feinstes Angusrind verwendet, die versierten Fleischliebhaber werden das sicher mit Freude zur Kenntnis nehmen.

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Lecker, aber portionsmäßig überschaubar

Ob Fleisch, Fisch oder Tofu – Unsere Burger waren alle lecker. Das Brötchen ist hell, sehr hell würde ich sogar sagen, weich und im Verhältnis zum Rest angemessen. Der Bratling war gut zubereitet und die Soßen passten super. Zum Shiso Burger wird zum Beispiel Chili-Mayo und Teriyaki-Soße serviert. Auch ein Unterschied zu vielen anderen Burgerläden ist, dass Feldsalat und kein Eisbergsalat auf die Burger getan wird.

Das einzige Manko, dass wohl vor allem den Männern auffallen wird, ist die Größe der Burger, die ich mal als handlich umschreiben würde. Für mich war es genau richtig, aber ich könnte mir vorstellen, dass es da auch Gegenstimmen gibt. Die Burger kosten zwischen 4,50-6,90 Euro, was trotz der Größe angemessen ist, da der Bratling einen ziemlich hohen Anteil an der Gesamtzusammensetzung hat.

Nice to know

Erstens. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, reserviert. Es gibt im Sommer zwar auch Außenplätze, jedoch ist der Laden beliebt und die Wahrscheinlichkeit, dass ihr warten müsst, ist nicht ganz gering.

Zweitens. Wenn ihr zum Lunchen hingeht, gibt es ein Lunchmenu. Das erfährt man aber nicht über die Speisekarte, denn es ist an einer der großen Tafeln geschrieben. Im Menu sind ein Burger, Side Dish und ein Softdrink enthalten, Kostenpunkt ist der Preis für euren Burger + 3 Euro.

Drittens. An einem der Leute vom Shiso Burger ist ein kleiner Künstler verloren gegangen. An einer Wandseite, knapp über den Sitzen, findet ihr lauter kleine Kunstwerke.

Viertens. Es gibt WLAN, aber wie so oft, funktioniert es nicht richtig. Es läd zu lange und eigentlich war es unbrauchbar, zumindest war es das für mich.

Fazit

Toller Laden, tolle Burger, nette Atmosphäre, coole Bedienung.


Adresse und Öffnungszeiten vom Shiso Burger:

Shiso Burger 
Auguststraße 29c
10119 Berlin

Mo-So: ab 12.00 Uhr

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Der 1. Mai in Big Berlin

Die ersten Gedanken, die einem da kommen, sind wahrscheinlich Krawalle, Pflastersteine und Wasserwerfer, geparrt mit Bildern von aggressiven Menschen, die widerwillig von der Polizei festgenommen werden. Ja, gibt es auch, aber es geht auch anders.

Wir starteten den Tag auf dem ehemaligen Gelände der Bar 25.

Warum? Weil die Besitzer, die bis Anfang des Jahres noch auf der gegenüberliegenden Uferseite das Kater Holzig betrieben haben, rüber machten und hier ihr neues Domizil aufschlugen – wir wollten wissen, wie der Status Quo ist und konnten uns das natürlich nicht entgehen lassen.

„Gekommen, um zu bleiben.“

„Ein Mörchen wird war.“ 

„We all are Holzmarkt.“

Die Sprüche ließen sich ewig so weiter führen, denn die kreativen Köpfe hinter dem Projekt sind anscheinend voll damit. Und voll von Ideen, Visionen und Plänen. Das tolle ist, dass sie ihre Pläne auch umsetzen. Es sind keine Luftschlösser und wenn doch, werden sie auf  Berliner Boden gebaut.

Die Location hat, sicher nicht zuletzt weil dort die legendären Bar-25-Abende statt fanden, eine unglaublich inspirierende Atmosphäre. Irgendwie scheint die Welt hier noch in Ordnung zu sein, obwohl sie eigentlich voll von exzessiver Feierei ist. Trotzdem oder gerade deswegen schwingt auch immer das Gefühl von Freiheit mit. Viel mehr will ich gar nicht verraten, man muss hingehen und Musik, Atmosphäre und Leute auf sich wirken lassen.

Wie ist der Status Quo? 

Es gibt hüttenähnliche Barstände, umfunktionierte Wohnwagen, Blümchenbeete und in der Mitte ein zweitstöckiges Haus mit viel Glas. Wir vermuten, dass hier der Nachfolger vom Katerschmaus platziert sein wird. Worauf wir auch schon mega gespannt sind, denn das Katerschmaus war eines unserer liebsten Locations.

Next: Das Myfest in Kreuzberg.

Eigentlich ein typisches Straßenfest, eigentlich. Wäre da nicht der erste Mai… und Kreuzberg.

Zur Hauptzeit, also von Mittags an bis zum späten Nachmittag braucht man viel Geduld und strapazierfähige Nerven, dann ist das Fest nämlich gnadenlos überlaufen, außer es regnet in Strömen. Könnte man sich fragen, warum wir dennoch, und das zum wiederholten Male, dort hingehen?

Was mir persönlich so daran gefällt, ist die Vereinigung vieler verschiedener Personengruppen. Damit meine ich nicht nur die Hautfarbe, Religion oder die Nationalität. Es gibt diverse Bühnen mit unterschiedlichen Musikrichtungen. Rock, Metal, Folk, HipHop und so weiter. Im Prinzip ist es ein Querschnitt der Berliner Bevölkerung, nur nicht separiert durch was auch immer, sondern zusammen auf der Straße. Was ich auch immer toll finde, sind die viele kleinen Stände mit türkischen Muttis, die ihre originalen Speisen anbieten. Ich mag das sehr, die sind irgendwie so süß (wenn sie vom Tag noch nicht komplett kaputt sind) und man hat das Gefühl, dass das Essen echt original zubereitet wird. Restaurants können das noch so plakativ auf ihre Karten schreiben, aber wenn da zwei Muttis stehen, glaube ich es auf jeden Fall.

Wir haben uns gegen 19-20Uhr wieder auf den Weg gemacht. Klassischer Weise leert sich dann das Fest und die Abendstunden können schon mal unruhig werden, müssen aber nicht, wie in diesem Jahr.

 

Fazit.

Am 1. Mai in Berlin muss man raus. Raus auf die Straßen. Berlin ist an den Tagen losgelöst. Die Menschen sind irgendwie freier als sonst und das hängt sicher nicht damit zusammen, dass sie nicht zur Arbeit müssen. Das Lebensgefühl der Stadt wird deutlich spürbar, was man sonst in der Intensität eigentlich nur am 21.6., am Tag der Fete de la musique erlebt.

Beckett’s Kopf

Beckett’s Kopf gehört zu den Bars, die man a) übersieht und b) nicht ganz leicht reinkommt. Die Cocktailbar ist mitten in Prenzlauer Berg, in der Pappelallee. Das große Schaufenster ist mit einem schwarzen Vorhang abgedeckt und in der Mitte des Fensters ist nur ein Bild des Schriftatellers Samuel Beckett zu sehen.

Beckett’s Kopf – Jeder, der in die Location will, muss zunächst klingeln.

Die Tür wird geöffnet und man wird gefragt, ob man reserviert hat. Eine Reservierung ist auch die sicherste Variante hereinzukommen, ansonsten besteht schon mal die Gefahr abgewiesen zu werden. Das ist nicht misszuverstehen, denn der Laden spricht eine gewisse Klientel an. Laufpublikum wäre wahrscheinlich häufiger mal über die Preise und Art der Drinks irritiert.

Die Einrichtung ist gediegen, aber gemütlich mit viel Holz und Ledermöbeln. Das Herzstück des vorderen Raums, in dem übrigens geraucht werden darf, ist die Theke. Die vielen hochwertigen Spirituosen sind vor einem großen Blumenbild aufgereiht.

Let’s drink.

Man sollte sich bewusst sein, dass die Cocktails bei etwa 10 Euro losgehen. Darunter gibt es nur weniges, z.B. (Achtung Knaller) ein Bier für 7.50 Euro – nein, es handelt sich hier nicht um ein Fass Bier oder einen ganzen Kasten, es sind 0,33 l. Ich kann mir nur vorstellen, dass die Besitzer mit dem hohen Preis versuchen, die Gäste zum Cocktailtrinken zu bewegen wollen, so nach dem Motto „Bier trinken könnt ihr auch woanders!“.

Wir hatten an dem Abend jeder zwei Cocktails. Serviert werden sie ohne Eis, in einem kleinen Kelchglas, in dem gefühlt etwa 150 ml reinpassen. Euren Durst könnt ihr aber mit dem Wasser stillen, das kostenlos ist und dauernd nachgefüllt wird.

Dadurch, dass die Drinks ohne Eis serviert werden, schmecken die Cocktails recht stark nach Alkohol. Wenn ihr sonst viel süße Longdrinks oder Cuba Libre & Co. trinkt, könnte der Geschmack durchaus gewöhnungsbedürftig für euch sein. Ich persönlich fand es lecker und die zwei kleinen Drinks merkt man dann auch recht gut.. mehr hätte ich werktags nicht trinken können.

Fazit.

Wenn man mal echte Cocktailkunst erleben will und Bock auf ein stylisches Ambiente hat, kann man sich das auf jeden Fall mal geben. Aber packt genug Geld ein und reserviert vorher im Beckett’s Kopf.;)

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Café Vux

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Das Café Vux ist eigentlich mitten in Berlin, genauer gesagt in Neukölln, aber dann doch soweit „außerhalb“, dass man sich wie in einer Kleinstadt oder in einem Dorf fühlt. Es ist total ruhig, gegenüber steht eine Kirche, die meisten Häuser sind ziemlich niedrig und man hört Vogelgezwitscher. Irgendwie ziemlich idyllisch. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu sehr Stadtkind, sodass ihr das gar nicht so empfindet werden und mir das nur so vorkommt. Who knows.

Ein veganes Café

Es ist ein rein veganes Café. Man bekommt dort Kuchen, Bagels, Waffeln, Cupcakes, Smoothies, Bio-Kaffee und Tee und alles ist homemade. Wer möchte, kann dort an Sonntagen auch brunchen.

Es gibt ein paar Außenplätze, deren Tischanordnung aber strengstens durch das Gesetz vorgegeben ist. Wir wollten unseren Tisch vom Schatten in die Sonne stellen, was aber leider verboten war. An dieser Stelle: Ein Hoch auf die deutsche Bürokratie! Der Innenraum ist relativ groß, sehr hell und mit Holztischen und -stühlen eingerichtet. Die Wand neben der Kuchentheke ist voll mit Bildern. Mit meinen miserablen Kunstkenntnissen würde ich schätzen, dass es Aquarellbilder sind. Wie dem auch sei, es komplettiert die Atmosphäre.

Jepp, vegan kann auch lecker und süß.

Wir hatten eine Schoko-Chili-Tarte und einen Apfelkuchen, dazu einen Latte Macchiato und einen Matcha Latte. Für alle, die sich jetzt fragen: „Matcha what?“ Matcha ist eine spezielle Grünteesorte, die seit einiger Zeit wegen seinen Inhaltsstoffen gehypet wird. Ich mag den Geschmack total gerne und hab mich gefreut, dass es Matcha im  Café Vux gibt. Der Schoko-Kuchen war übrigens mega lecker, wie ein großes Stück Nougat. NomNom.

Fazit.

Je nach dem wo ihr wohnt, aber ich finde es ist super Zwischenstopp, wenn man sich durch Neukölln treiben lassen will. In der Nähe sind die Comenius-Gärten und das Böhmische Dorf, wo man perfekt an einem Sonntag entlang schlendern kann.


Adresse und Öffnungszeiten vom Café Vux:

Café Vux
Wipperstraße 14
12055 Berlin

Mi-Sa: 12.00-19.00 Uhr
So: 12.00-18.00 Uhr

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Olympus Photography Playground

Olympus veranstaltet bereits zum zweiten Mal in den Opernwerkstätten in Berlin den Photography Playground. Das ganze ist eine interaktive Ausstellung, in der internationale Künstler Installationen erbaut haben, die mit Raum und Kunst spielen.

Viele Installationen zeigen euch die Begrenztheit des eigenen Gehirns – und das nicht zu knapp.

Denn nicht sofort klappt die Verarbeitung zwischen Wirklichkeit und Wahrnehmung. Ganz geil, wie ich finde. Es sind aber nicht nur optische, sondern auch audiovisuelle Installationen in den Hallen aufgebaut.

Mein persönliches Highlight war gleich zu Beginn.

Wir starteten in der ersten Etage. Als wir den Raum betraten, erfasste ich nicht alles sofort. Seitlich im Augenwinkel nahm ich eine Häuserwand war. Und Menschen an der Häuserwand – und dann BÄM! Ich war völlig geschockt, weil ich dachte, da fällt ein Mensch vom  2. Stock runter, weil er abgerutscht war. Ein paar Sekunden später sah ich aber die komplette Installation und checkte, dass da natürlich niemand gefallen ist. Seltsamer Weise erschrak auch kein anderer außer mir. Warum meinte ich das zu sehen? Das Haus ist horizontal auf dem Boden aufgebaut. Schaut man in die riesigen Spiegelflächen, die direkt an dem Haus angebracht sind, scheint es ganz normal in der Vertikalen zu stehen. Lustig, lustig.

Tipp: Geht in einer größeren Gruppe dorthin.

Viele Bereiche sind dafür angelegt, sich selbst zu inszenieren. Wenn man, so wie wir zu zweit dort ist, kann man auch immer nur Bilder von sich selbst machen. Das wirkt häufig aber einfach nicht so, als wenn 3-4 Personen auf dem Bild wären.

Ich selbst fange gerade erst an mich mit dem Thema Fotografie auseinanderzusetzen. Für mich war die Motivation also primär meine Kamera (Fujifilm X-10) besser kennenzulernen, als dass ich den Anspruch hätte, die mega-krassen Bilder zu erstellen. Spaß hat es trotzdem gemacht.

Nice to know.

Die Opernwerkstätten in der Zinnowitzer Straße sind große alte Gebäude aus der Kriegszeit. Ursprünglich, wie der Name schon sagt, wurden hier Bühnenbilder erstellt. Mittlerweile wird das alte Fabrikgebäude für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Zur Fashion Week lassen Designer z.B. ihre Models durch die Loft-artigen Räume hoch- und runterstolzieren.

Facts.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 25.05.2014, täglich von 11-19 Uhr und der Eintritt ist kostenlos. Wer keine eigene Kamera hat, kann sich vor Ort eine Olympus ausleihen (geht aber nur mit eurem Perso). Die SD-Karte mir den Fotos dürft ihr anschließend behalten.

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