behind the tree: Der Streamingdienst bringt euch Indie-Filme nach Hause

Streaming-Plattformen gibt es schon mehr als genug? Nein, definitiv nicht. Denn ein Filmbereich wird leider weniger repräsentiert als andere: Art-House und Independent Filme. Dabei sind gerade das oftmals die Perlen der Filmkunst. Außerhalb von Holly- und Bollywood gibt es noch allerhand zu entdecken. Und das ist jetzt mit der deutschen Streaming-Plattform „behind the tree“ möglich. Dahinter steckt zur Abwechslung mal kein großes Medienunternehmen oder ein ehemaliger Buchversand, sondern Leute aus dem Filmbusiness. Gegründet wurde behind the tree von Nicolas Solar Lozier, Frederick Lau und der Kreativagentur Cromatics.

Kuratierte Filme von Filmliebhabern für Filmliebhaber 

Besonderheiten gibt es einige bei behind the tree, am wesentlichsten ist aber wohl die Kuration der Filme. Zum Team der Filmempfehlenden gehören Leute wie Jessica Schwarz, Nilz Bokelsberg, Kida Khodr Ramadan oder Frederick Lau. Aber auch Trystan Pütter, Christoph Letkowski, Jan Köppen und das Team von Mit Vergnügen geben euch ihre Must-Sees an die Hand. Wer bei Art-House- und Indie-Filme an Tragik und Drama denkt, wird überrascht über die Vielfalt an Genres sein. Ob Liebesfilm oder Horror, Kurzfime oder Festival Filme – die Bandbreite ist groß. Weniger groß hingegen sind die Preise, die zwischen 1,50-3,00 EUR pro Film liegen. 

Frederick Lau meint selbst: „behind the tree ist nicht nur ein Streamingdienst für Filme, sondern ein Informationshub für die Branche und Zuschauer.“

Podcast, Behind The Blog, First Steps & Wood Talks

Wenn Frederick Lau also von einem Informationshub spricht, spricht er nicht nur über die Streamingplattform und deren Filme als solches. 

Mit dem Podcastformat „Behind The Tresen“ werden die Zuhörer von Filmemachern in ihre Lieblingskneipe mitgenommen, um sich über ihre Leidenschaft und Motivation zum Filmbusiness mit den unterschiedlichen Kuratoren zu unterhalten. 

Wer lieber liest anstatt zuzuhören, sollte einen Blick auf den hauseigenen Behind The Blog werfen. Kurze Texte zu Filmen und Neuentdeckungen vermitteln Hintergrundwissen.

Hinter dem Begriff First Steps versteckt sich ein Award bzw. ein deutscher Nachwuchspreis. Ob Dokumentar- oder Werbefilm, hier werden junge Talente dokumentarischer und fiktionaler Formate aller Längen ausgezeichnet. Die ausgewählten Einreichungen könnt ihr natürlich auf behind the tree sehen.

Als gemeinsames Projekt zwischen dem First Steps Award und behind the tree entstand ein weiteres Podcast Format namens Wood Talks. Die künstlerische Leiterin Andrea Hohen spaziert dabei im monatlichen Rhythmus mit filmischen Weggefährten der letzen 20 Jahre durch Berliner Parks.

Eröffnung des ersten „Art-House Open Air“ by behind the tree

In Zeiten von Corona ist alles nicht so einfach – aber vieles ist draußen dann doch möglich. Wie etwa die Eröffnung des ersten „Art-House Open Air“ Kinos von behind the tree. Draußen meint in dem Fall den wunderschönen Innenhof des Michelberger Hotels. Nach einem kurzen Regenbreak, lauschten wir gespannt dem Intro von Nicolas und Frederick. Wortgewandt und positiv nachdenklich erzählten sie, dass es neben Ideen und Visionen, neben Leidenschaft und Kontakten, vor allem auch Mut braucht. Mut, etwas zu starten. Mut, nach vorne zu gehen. Mut, trotz allmächtig wirkender Player am Markt, bei seiner eigenen Streaming-Plattform den Startknopf zu drücken.

Nach der Ansprache kamen wir in den Genuss von vier Kurzfilmen, die uns ein Mal quer durch die Gefühlswelt führten. Mein Gedanke am Ende war: „Zugabe“. Und die gibt es nicht nur für mich, sondern für euch alle.

Fazit zu behind the tree

Mit großen Blockbustern kann ich persönlich eher selten etwas anfangen. Meistens sind sie mir in den verschiedensten Belangen einfach zu drüber. Dafür kann ich mich umso mehr für Indie-Filme begeistern und freue mich über den Streamingdienst behind the tree. Im Wust und Überangebot kommt mir auch die Kuration der Schauspieler entgegen, denn so gerne ich solche Filme sehe – häufig möchte ich mir nicht die Zeit nehmen, stundenlang Rezensionen durchzulesen. Für alle Fans der Arthouse- und Indie-Film-Szene definitiv eine echte Bereicherung.

GOOD TO KNOW
Online | Website, Instagram
Preise | 1,50-3,00 EUR / Film

Fotocredit: Carsten Beier

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