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Astor Filmlounge

Endlich habe ich gedacht, als die Astor Filmlounge ihre Türen 2008 am Kudamm geöffnet hat und damit ein längst verlorenes Kinokonzept wiederbelebt worden ist. Kleine Kinos mit Service. Gerne erinnere ich mich noch an die Zeiten zurück, als man noch in den 90igern per Klingel sein Getränk direkt an den Kinoplatz bestellen konnte.

Und was ist nun anders in der Astor Filmlounge?

Verstellbare Ledersessel (in der Lounge noch zusätzlich mit Fußhockern), ein großzügiger Reihenabstand, Garderobe, Parkservice, für die, die mit dem eigenen Auto anreisen – und die Getränke sowie Finger Food werden am Platz serviert.

Essen & Kino

Und für die Freunde der gehobenen Küche: Zusammen mit dem Restaurant Balthazar gibt es Kino und Essen für 49 EUR gleich im Doppelpack. Vor oder nach dem Film ein 3 Gang Menü, Logenplatz mit Fußhocker und Begrüßungsgetränk.

Klar, die Astor Filmlounge könnte auch etwas preisgünstiger sein und die Filmauswahl reduziert sich meist auch nur auf größere Hollywood Produktionen. Trotzdem: Kino wird hier wieder zu einem besonderen Erlebnis und wenn der passende Film läuft, steht einem tollen Kinoabend in der Astor Filmlounge nichts mehr im Wege.

Kino – Facts:

Bezirk: Charlottenburg, direkt am Kudamm
Preis: Ab 10 EUR ( Filme vor 16 Uhr ) ,  Ansonsten 14 EUR
Kinotage: Nein
Filme z.T. in OV: Nein
Besonderheiten:
1 Saal mit 480 Sitzplätzen und Reservierung empfohlen

Alte Filmklassiker wie „Charade“ und „Giganten“ laufen am Sonntag Vormittag im Programm

 


Adresse und Öffnungszeiten von der Astor Filmlounge:

Astor Filmlounge
Kurfürstendamm 225
10719 Berlin

 

Berlinale 2014 Gewinner

Die Bären sind vergeben. Als bester Film wird in diesem Jahr der chinesische Film „Bai Ri Yan Huo“ (Black Coal, Thin Ice) ausgezeichnet, Fan Liao gewinnt den Silbernen Bären als bester Hauptdarsteller.

Die Geschwisterpaar Anna und Dietrich Brüggemann werden mit dem Silbernen Bären für das beste Drehbuch (Kreuzweg) ausgezeichnet, Richard Linklater bekommt den Silbernen Bären für die beste Regie (Boyhood).

Schade, ich habe den besten Film leider nicht gesehen. Obwohl ich in diesem Jahr Glück hatte und schon am ersten Vorverkaufstag für die ganze Berlinalewoche Tickets für sämtliche Wettbewerbsfilme kaufen konnte (ich glaube das war ein technischer Fehler auf der Website ;-)).

Mein ganz persönliches Berlinale Fazit: Es war o.k. Während ich sonst durchweg interessante Filme gesehen habe, gab es auch dieses Mal Ausreißer nach unten, vielleicht lag das aber auch nur an meiner glücklicheren Filmauswahl in den vergangenen Jahren.

Letzt endlich hatte ich aber mit „Jack“ einen berührenden Auftaktfilm und mit „Boyhood“ ein tollen Abschlussfilm.

Welche Filme habe ich gesehen?

Jack:  Berührender Film mit einem großartigen Hauptdarsteller

The Turning: Bildgewaltig, aber zu lang

Kreuzweg: Von den Kritikern gefeiert, in meinen Augen zu verstörend

Praia do Futuro: Langweilig

Boyhood: Toll, ein Film, der über 12 Jahre lang gedreht wurde

Kraftidioten und Aloft musste ich leider ausfallen lassen.

Nach der Berlinale ist vor der Berlinale und somit freue ich mich auch schon wieder auf das nächste Jahr. Egal welche und wie viele Filme man sieht, die Berlinale Zeit ist immer eine besondere Zeit in Berlin mit vielen internationalen Gästen und einer tollen Atmosphäre.

Hier findet ihr übrigens eine Übersicht mit Restaurants, Cafés und Bars rund um die Berlinale Hotspots.

JACK

…ein berührender Film mit einem großartigen Hauptdarsteller

Heute ist es nun tatsächlich soweit. Die Berlinale ist für mich ganz persönlich nun wirklich eröffnet, denn bevor ich nicht das erste mal den Berlinale Trailer, der üblicherweise vor den Filmen abgespielt wird, gehört habe, ist das Berlinale Gefühl noch nicht ganz komplett. Es ist 9.30 Uhr und ich sitze im Friedrichsstadt Palast. Sicherlich, die Uhrzeit und auch der Ort sind eher ungewöhnlich für einen Kinobesuch, da der Friedrichsstadt Palast nur zur Berlinale als Kino genutzt wird. Aber genau das macht die Berlinale ja aus.

Ich schaue mir einen deutschen Wettbewerbsbeitrag an, den Film „JACK“.

Der Film handelt von dem 10 Jahre alten Jack, der sich rührend um seinen kleinen Bruder Manuel kümmert, während die alleinerziehende Mutter arbeitet oder in der Nacht im Partyleben von Berlin untertaucht. Die Mutter, die ihre Kinder zwar offensichtlich liebt, ist hauptsächlich mit sich selbst beschäftig und ihre beiden Jungs sind im Prinzip auf sich alleine gestellt.

Als eines Tages Jack ein Missgeschick passiert und sich sein jüngerer Bruder am kochend heißen Badewasser verbrüht, wird Jack in ein Heim abgeschoben. Die Zeit im Heim ist von Konflikten und Heimweh geprägt und Jack kann die bevorstehenden Sommerferien zuhause kaum erwarten.

An dem Tag, an dem Jack abgeholt werden soll, vertröstet ihn jedoch seine Mutter, ihn erst nach dem Wochenende abholen zu können. Jack macht sich schließlich alleine auf den Weg. In Berlin angekommen trifft er nur leider weder seine Mutter noch seinen Bruder an…und mehr sein an dieser Stelle nicht verraten.

Dass anscheinend nicht nur mir der Film sehr gut gefallen hat, zeigt der lang anhaltende Applaus am Ende der Vorstellung. Jack ist ein Film, der nicht mit den üblichen Klischees spielt und mit der Auswahl des Hauptdarstellers Ivo Pietzcker als Jack hatte der Regisseur Edward Berger ein überaus glückliches Händchen. Ivo Pietzcker trägt den Film fast komplett alleine und begeistert den Zuschauer durch seine Ausdrucksstärke.

Fazit: Ein toller Berlinale Start mit einem Film, der hoffentlich bald auch in das „normale“  Kino kommt.

Hier findet ihr übrigens eine Übersicht mit Restaurants, Cafés und Bars rund um die Berlinale Hotspots.

Start der Berlinale 2014

Es ist soweit-  mit der Weltpremiere von „The Grand Budapest Hotel“ ist die 64. Berlinale heute eröffnet worden.

Wie Anke Engelke so schön in der Eröffnungsrede sagte, mal ohne Schnee und Regen auf dem roten Teppich. Und somit war das Warten und Zuschauen, wie sich Stars und Sternchen der Filmbranche über den roten Teppich schieben, auch mal ganz entspannt.

Bill Murray, Ralph Fiennes, Jeff Goldblum, Tilda Swinton, Adrian Brody, Willem Dafoe, Edward Norton…nein, sie sind leider nicht direkt an uns vorbei gelaufen. Leider waren wir etwas spät, so dass wir die Hollywood Stars hauptsächlich auf der großen Leinwand bewundern konnten. Aber egal, am Ende zählt die Atmosphäre und die war mal wieder großartig.

Was erwartet uns?

Spannende 10 Tage mit über 400 Filmen und 23 Wettbewerbsfilmen. 3 Filme laufen außer Konkurrenz, u.a. „ The Monuments Men“ mit George Clooney, Matt Damon, Bill Murray und Cate Blanchet. Ein Film, der sicherlich mit die größte Medienaufmerksamkeit auf sich ziehen wird.

Insgesamt werden in den 10 Tagen eine halbe Million Zuschauer erwartet, was die Berlinale zu dem größten Publikumsfilmfestival der Welt macht.

Was ist neu in diesem Jahr auf der Berlinale 2014?

Ein großer Glaskasten direkt am Berlinale Palast –  die „Audi Berlinale Lounge“. Bestimmt toll, da hier ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für Publikum und Fachbesucher angeboten werden soll. Heute Abend haben wir die Box jedoch eher als störend empfunden, da so weniger Platz für die Zuschauer am roten Teppich war.

Streetfood. Am Ausgang  der Potsdamer Platz Arkaden gegenüber vom Starbucks kann der hungrige Berlinale Besucher sich mit frischen Käsespätzle, Ramen, Lachs und anderen Köstlichkeiten an einem der Streetfood Wagen stärken.

Beleuchtung. Die Anfahrt zum Berlinale Palast bzw. die Bäume  sind mit blinkenden Lichtern verziert. Das sieht eigentlich sehr nett aus, erinnert aber auch ein bisschen an Weihnachten.

Zoo Palast. Der Zoo Palast ist natürlich nicht neu, aber nach den Renovierungsarbeiten wird dieses traditionsreiche Kino nun endlich wieder als Berlinale Spielstätte und Premierenkino genutzt.

Auf uns warten bestimmt viele weitere Neuigkeiten, Überraschungen und tolle Berlinale Momente – und in 10 Tagen wissen wir, wer die glücklichen Preisträger des Goldenen und der Silbernen Bären sind.

Audi Berlinale Lounge Berlinale Palast Eröffnung

Hier findet ihr übrigens eine Übersicht mit Restaurants, Cafés und Bars rund um die Berlinale Hotspots.

 

Jedes Jahr im Februar bin ich im Berlinale Fieber

Dieser Satz bringt meine Stimmung Ende Januar / Anfang Februar sehr gut auf den Punkt. Bereits Wochen vor der Berlinale reiche ich meinen Urlaub ein. Das ist der erste Schritt. Dann warte ich sehnsüchtig, bis nach und nach mehr Infos für das Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin auf der Festival-Website veröffentlicht werden.

Ab diesem Zeitpunkt steigt meine Vorfreude Tag um Tag, der die Berlinale näher rückt. Sobald das Programm einsehbar ist, erstelle ich mir im Festivalplaner in mühevoller Kleinarbeit – die sich aber sehr lohnt – mein persönliches Filmprogramm – schließlich muss ich vorbereitet sein. Das ist der zweite Schritt.

Zur Auswahl sind die kleinen Kurzbeschreibungen auf der Website genau das Richtige, aber auch das gedruckte Berlinale-Programm darf in meinen Unterlagen nicht fehlen. Schließlich lassen sich darin, Spielorte, Startzeiten und die interessanten Filme gut mit Stiften markieren (so dass ich auch wirklich nichts übersehe :-)).

In der Woche vor der Berlinale geht es dann ans Eingemachte, d.h. die Filmauswahl finalisieren, mein persönliches Wunsch-Programm nach Wochentagen und Vorverkaufsstart des Films schreiben (= 3. Schritt) …und auf den offiziellen Vorverkaufsstart warten. Dieses Jahr ging es am 3.2. mit den Tickets los. Aus meiner Sicht ist das System für die Karten ausgeklügelt und gut durchdacht – und bisher hatte ich bei der Online-Ticketbestellung immer Erfolg und sicher die dazugehörige Portion Glück.

Wie funktioniert es?

Es gibt verschiedene Kartenkontigente und zwar: eines Online, eines am Potsdamer Platz und eines für ausgewählte Kinos. Hier startet der VVK einige Tage vor dem Festival – nach welchem System das bei den Filmen erfolgt, ist sicher irgendwo dokumentiert – für den Kartenkauf aber erst Mal egal. Wichtig ist es zu wissen, wann es Tickets für welchen Film gib und das lässt sich herausfinden. Dann gibt es weitere Eintrittskarten direkt in dem Kino, in dem der Film läuft und zwar am Tag, an dem der Film läuft. Somit hat jeder Kurzentschlossene, der bereit ist sich anzustellen, auch die Chance an der Berlinale als Zuschauer teilzunehmen. Hört sich vielleicht jetzt kompliziert an, ist es aber gar nicht. Mein Tipp: einfach ausprobieren.

Zurück zu mir

Unmittelbar in der Woche, in der die Berlinale beginnt, bin ich ganz aufgeregt. Bekomme ich Karten für meine Wunschfilme oder rührt der Zufall mit. Egal – es ist aufregend Berlin in dieser Zeit als Filmenthusiast mitzubekommen. Warum? Ich empfinde die Atmosphäre am Potsdamer Platz und in den beteiligten Kinos in dieser Zeit als etwas Besonderes, bei dem es möglich ist mittendrin zu sein:

Es sind begeisterte Filmfans sowie Filmschaffende aller Art in der Stadt. In diesen 10 Tagen im Februar umweht Berlin ein besonderes Flair, denn nicht zuletzt ist die Berlinale (zu der es immer schneit) in dieser Zeit Mittelpunkt der ganzen Welt des Films. Und wenn dieser vierte Schritt erreicht ist, gibt es kein Zurück mehr: die Berlinale geht los und mein Urlaub fängt an.

Hier findet ihr übrigens eine Übersicht mit Restaurants, Cafés und Bars rund um die Berlinale Hotspots.

Premiere vom Film „Vaterfreuden“ war ein Erfolg

Dies ließ sich aus den Reaktionen vom begeisterten Publikum im Zoopalast am Ende der Premiere des neuen Films von Matthias Schweighöfer ableiten. Da stand der Berliner Schauspieler nämlich selbst auf der Bühne im wieder eröffneten Zoopalast und wurde gebührend beklatscht. Er dankte in seiner Rede allen beteiligten Schauspielern sowie der gesamten Crew hinter der Kamera für ihre Leistung. Denn wie wir alle wissen, wäre ohne das Engagement der vielen „Mainzelmännchen“ im Hintergrund so ein Projekt vielleicht auch für Matthias Schweighöfer nicht möglich.

Aber wie ist der Film „Vaterfreuden“?

Worum es geht, dürfte durch Plakatwerbung, durch Filmtrailer oder durch das  Facebook-Profil schon klar sein… Für alle, die vom Film noch nichts gehört haben, sei die Handlung schnell erzählt: Es ist eine etwas andere Liebesgeschichte, bei der nicht nur Matthias Schweighöfer, sondern auch ein kleines Frettchen eine Hauptrolle spielt.

Mein kleines Filmfazit: „Vaterfreuden“ bot mir kurzweilige Unterhaltung und hat mir besser gefallen, als ich vorab erwartet habe. Ich war positiv überrascht, dass es so viele situationskomische Szenen gab und die Liebesgeschichte doch mal etwas anders ist und gut erzählt wird. Ein Film, bei dem man das Kino mit guter Laune verlässt. Mehr sei nicht verraten, am besten ihr schaut euch selbst den Trailer an.

Zurück zur Premiere

Es war das erste Mal auf einer Premiere (auf der ich war), auf der es nicht nur ein Gläschen Sekt zum Anstoßen gab, sondern auch eine Sicherheitsschleuse (wie am Flughafen). Das fand ich komisch, aber diese Sicherheits-Technik hatte einen Grund: man musste sein Smartphone und alle fotofähigen Geräte, wie an einer Garderobe, abgeben. Der Filmverleiher Warner Bros möchte so der Filmpiraterie Einhalt gebieten. Generell eine gute Idee, denn ich bin auch ganz klar dafür, dass die Filmbranche eine tolle Branche ist und entsprechend die Leistung aller am Film Beteiligten honoriert werden soll.

Aber auf einer Premiere geht es aus meiner Sicht auch darum, einen Schnappschuss von den Stars zu ergattern und diesen besonderen Abend für sich selbst als Erinnerungsmoment festzuhalten. Diese Gelegenheit blieb den Fans von Matthias Schweighöfer bei der Premiere von „Vaterfreuden“ verwehrt. Schade, aber es lässt sich nicht ändern und deswegen sind im Artikel keine Fotos der Schauspieler oder von der Filmcrew auf der Bühne integriert. Ich bin mir sicher, ihr könnt es euch den Auftritt aber auch so vorstellen. :-)

Fest steht, das Kino 1 im „Zoopalast“ mit seiner tollen neuen Ausgestaltung ist auf jeden Fall ein schöner Ort, um eine Filmpremiere zu feiern.

Mein erstes Konzert 2014: Kodaline – ein Highlight

Endlich war es soweit: Am 23.1. holten Kodaline ihr im Dezember ausgefallenes Konzert in Berlin nach. Nun ist schon fast eine Woche vergangen und ich bin immer noch total begeistert vom Konzert der irischen Band. Es war mein erstes Konzert-Highlight in diesem Jahr und zeigte mir einmal mehr, dass Auftritte in kleinen Locations, wie dem Lido in Berlin, etwas Besonderes sind. Die Atmosphäre ist intimer und die Bands interagieren mit dem Publikum.

So war es auch bei Kodaline, die aus Dublin stammen und deren Musikstil sich als „Alternative Rock“ beschreiben lässt. Der Funke sprang ab dem ersten Song in die Reihen der Fans über. Nach fast jedem Song interagierten sie mit dem Publikum und erzählten etwas zu dem jeweiligen Lied, ihrer Musik im Allgemeinen oder über die Band-Geschichte.

Die vier Bandmitglieder kennen sich seit frühester Kindheit und sind (mehr oder weniger) zusammen aufgewachsen. Sie machten bereits frühzeitig gemeinsam Musik und spielten ihre ersten Live-Auftritte in den Fußgänger-Zonen Dublins. Mit diesen sammelten sie frühzeitig Konzerterfahrung, dies zumindest erzählte der Stadtführung bei dem Rundgang durch Dublin. Mir selbst wurde in diesem Moment bewusst, wie sehr ich irische Bands im Allgemeinen mag.

Zurück zum Kodaline-Konzert im Lido: es war ein sehr schönes Konzert. Die Reihenfolge der Songs war sehr gut gewählt: die Schnelligkeit, der Rhythmus und die Texte waren gut aufeinander abgestimmt. Mal war es stimmungsvoll, dann wieder sehr gefühlvoll und das Schöne: das Publikum sang bei vielen Liedern mit.

Das Konzert verging wie im Flug

Kodaline spielten alle Hits von „All I want“, über „Love like this“ bis „Perfect World“. Ich selbst fand sehr beeindruckend als die vier Jungs ihr musikalisches Können a Cappella bei den Zugaben unter Beweis stellten. Sie sangen ohne Mikro, nur von einer akustischen Gitarre begleitet, so dass bei diesen Songs Gänsehaut garantiert war.

Fazit: Das Entgegenfiebern auf das Konzert hat sich gelohnt. Kodaline scheinen gern auf der Bühne zu stehen. Die Leidenschaft, mit der sie Musik machen, sieht und fühlt man bei den Songs. Für mich steht fest: Wenn die Band wieder nach Berlin kommt, werde ich erneut zum Konzert gehen.

Berlin Momente | Unterwegs in der U1

Sicherlich, es gibt viele tolle Momente in Berlin. Aber einer der außergewöhnlichen Berlin Momente war in diesem Jahr der letzte Samstag des Jahres. Straßenmusiker in U-Bahnen sind natürlich keine Seltenheit, genauso wenig wie überfüllte U-Bahnwagons und zahlreiche Berlin Besucher. Aber die Atmosphäre zu später Stunde in der U1 hat bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Wir sind am Halleschen Tor und ich entschließe mich mein Fahrrad mit in die Bahn zu nehmen. Es ist mittlerweile kurz nach Mitternacht. Wir sind auf dem Nachhauseweg und beschließen noch dem „Burgermeister“ einen Besuch abzustatten. Die U1 ist überfüllt, eigentlich eine absurde Idee, uns inkl. Fahrrad noch in die Bahn zu quetschen. Gut, wie immer klappt das dann doch irgendwie.

In der Bahn ist die Stimmung gereizt, ein angeheiterter Jugendlicher ignoriert das Rauchverbot und zeigt sich vorerst von den Aufforderungen, die Zigarette auszumachen, unbeeindruckt. Die Situation scheint zu eskalieren, wäre da nicht der nette Straßenmusiker, dem eine Ähnlichkeit mit seinem anscheinend musikalischen Vorbild Bob Marley nicht abzustreiten ist, bei dem nächsten Halt der U-Bahn eingestiegen. Der Musiker findet noch einen Platz auf der Bank und beginnt die ersten Töne auf seiner Gitarre zu spielen.

Was dann passiert ist, hätte man eigentlich auf einem Video festhalten müssen. Aber eigentlich auch gut, dass wir es nicht getan haben, denn ohne Handy in der Hand waren wir nicht nur Zuschauer über das Handydisplay sondern vielmehr mittendrin.

Mit „No woman no cry“ schafft es der Musiker die Bahn im wahrsten Sinne des Wortes zum Beben zu bringen. Tanzend und singend verwandeln die Fahrgäste den Wagon in eine Konzertbühne und schaffen diesen Moment, an den wir oft gerne zurückdenken, eine gereizte Stimmung, die sich in ausgelassene Fröhlichkeit in nur einem Moment verwandelt hat.

Berliner Brandstifter Gin

Die Marke Berliner Brandstifter steht eigentlich für Brände, aber sie haben vor einer Weile ihr Sortiment um den Berlin Dry Gin erweitert. Das Aroma besteht neben Wachholder unter anderem aus Gurke, Holunderblüte, Malvenblüte und Waldmeister. Der Brandstifter Gin hat 43,5 % Vol. und wird 7-fach gefiltert. Die Erstproduktion fand 2012 statt und ist auf 9.999 Flaschen limitiert. Aus diesem Grund findet sich auf jeder Flasche eine per Hand geschriebene Nummerierung.

Wir haben den Gin bereits gekostet und können ihn euch bedenkenlos weiter empfehlen ;) Der Gin ist sehr weich, mild und hat eine feine Wachholdernote.

Kaufen kann man den Berlin Dry Gin derzeit im Galeria Kaufhof am Alex oder alternativ im Brandstifter Online Shop.

Knaller Auftakt für VEVO in Berlin

Gestern hat VEVO zur Housewarming Party in das neue Office in Berlin eingeladen – und ja, wir durften auch dabei sein. Es war eine wirklich geile Sause mit einigen Überraschungsgästen. Aber dazu später mehr.

Zunächst kurz die Frage: Wer ist das und was machen die eigentlich?

VEVO ist Online-Musikfernsehen, international aufgestellt und auf so ziemlichen allen Devices empfangbar. Neben einem Stream, der je nach Uhrzeit Musikvideos zu verschiedenen Genres abspielt, gibt es auch Themen-Playlisten. Was wir zukünftig noch von VEVO erwarten dürfen, zeigt ein Blick über den großen Teich: Eigenformate mit und für Künstler. Finanziert wird das Angebot, wie sollte es anders sein, mit der guten alten Werbung. Es gibt auch einen Login-Bereich in der man sich seine eigenen Playlists zusammenstellen kann. Aber am besten, ihr schaut euch das selbst an: vevo.com

Zurück zur Party.

Das Büro, wenn man das denn überhaupt noch so nennen kann, liegt in Berlin Mitte, na klar. Auch die restlichen Klischees, die einem jetzt so durch den Kopf gehen, kann ich bestätigen: Loft, helle, weitläufige und offene Räume mit hohen Decken und großen Fenstern, alles sehr modern und hip eingerichtet. Das einzige, was dem ganzen ein Krönchen aufsetzen würde, wäre noch eine Dachterrasse. Aber gut, man kann auch nicht alles haben. Dafür gibt es einen großen Innenhof – auch nett.

VEVO hat sich gestern auch echt nicht lumpen lassen. An der Bar angekommen, überflog ich die Getränkekarte: Gin Tonic – super, dachte ich mir. Dann sah ich mehrere Flaschen Tanqueray und mir war klar, dass der Tag nach dieser Party etwas schwierig werden könnte. Das Essen war auch sehr exquisit und entsprechend lecker. Beste Basis also für einen guten Abend und eine noch bessere Nacht.

Tolles Essen, tolle Getränke.. und ziemlich tolle Gäste:

Ohne dass ich sie alle kenne, aber ich glaube es waren gestern ziemlich viele und ziemlich wichtige Menschen aus der Musik-/ Marketingbranche da. Unverkennbar am Kleidungsstil, sprich entweder sehr adrett und modisch gekleidet mit einem gewissen Understatement oder komplett leger, aber nicht weniger stylisch.

Das erste Highlight war dann Markus Kafka hinter den Plattentellern. Auch wenn er jetzt vielleicht nicht mehr so im Fokus der Öffentlichkeit steht, als MTV-Kind freu ich mich über solche Begegnungen trotzdem total.

Irgendwann später stand ich dann an der Bar und wer betritt da den Raum: Casper!! Da im ersten Moment mein Gehirn nicht gleich verarbeiten konnte, was meine Augen sahen, starrte ich ihn die ersten paar Sekunden komplett an, was er gefühlt dann auch irgendwie mitbekam, woraufhin ich etwas beschämt wegschaute. In solchen Momenten denke ich immer kurz darüber nach, ob ich nach einem Foto fragen soll, lasse es dann aber. Die Leute sind da privat unterwegs und das will ich ihnen auch nicht nehmen. Außerdem scheint es für alle anderen immer das normalste der Welt zu sein und irgendwie wäre es auch für den Veranstalter ungünstig, wenn er sich irgendwelche Groupies auf seine Parties einläd. Also freue ich mich jedes Mal für mich selbst und behalte den Moment in meinem Köpfchen.

Wer sich auch noch blicken ließ, war Wilson Gonzalez Ochsenknecht und Visa Vie (moderiert bei FRITZ! und 16bars.de). Ja, vielleicht keine A-Promis, aber schon irgendwie ganz nice.

Irgendwann packte uns die Tanzwut, bis dann gegen 3 Uhr Schluss war und wir uns langsam auf den Weg machten.

Wenn der Aufschlag für VEVO im deutschen Markt so gut wird wie die Party gestern, dürfte da noch einiges grandioses auf uns zu kommen.