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Leckeres und frisches Essen im Roamers in Neukölln

Das Roamers in Neukölln befindet sich zentral gelegen – irgendwo zwischen Sonnenallee und Karl-Marx-Straße. Schon wenn man die Tür des angesagten Bistros öffnet, weht einem ein gewisser hipper Flair entgegen. Man betritt einen nicht allzu großen Innenraum, ausgestattet mit vielen von der Decke hängenden Pflanzen, Holztheke sowie Holztischen und -stühlen und Vintage-Deko im US-Wüsten-Style. Unterstrichen wird dieses Ambiente von fröhlicher Country-Musik im Hintergrund. Auch das Publikum ist sehr international und selbst geordert wird hier auf Englisch. Das Roamers – irgendwo zwischen easy california way of life und hippen Berlin Style.

Carlifornia Flair in Neukölln

Die Karte beinhaltet alles, was das Kaffee-Herz begehrt. Von Espresso für 2,00 Euro bis hin zum Double Iced Latte für 4,50 Euro. Alle Milchverächter können sich über eine besonders gute Auswahl an veganen Alternativen freuen: Soja-, Mandel- und Hafermilch – alles für einen kleinen Aufpreis erhältlich. Außerdem gibt es diverse Tees, darunter auch einige mit frischen Kräutern, Säfte, Smoothies und eine kleine Auswahl an Cocktails, zum Beispiel einen Bloody Mary (9,00 Euro), Bier und Wein.

Das Roamers ist mit cooler Vintage-Deko und vielen Pflanzen geschmückt

 

Zum Essen gibt es diverse Sandwiches, beispielsweise das Beef Sandwich mit roasted Beef, Sauerkraut, Gürkchen, Cheddar und Salat für 10,00 Euro oder das Avocado Bread mit Avocado, Sesam, Zitrone und Frischkäse für 7,50 Euro. Außerdem stehen verschiedene Eierspeisen, wie Rührei und pochiertes Ei, kleine Pfännchen mit warmen Gerichten, Salat, Kuchen und eine Handvoll Süßspeisen auf der kleinen aber feinen Karte.

Das Roamers eignet sich bestens zum Frühstücken und Lunchen

French-Toast und Thymian-Tee

Nach einiger Bedenkzeit entscheide ich mich schließlich für frischen Thymian-Tee (3,00 Euro) und French-Toast (7,00 Euro). Der Tee kommt im stylischen Schraubglas daher und ist prall gefüllt mit Thymian und heißem Wasser – sehr aromatisch. Die drei dicken Scheiben French Toast sind auf ein Holzbrett gestapelt und werden von karamellisierten Birnen, griechischem Joghurt, Marmelade und etwas Müsli, Nüssen und Beeren geziert. Das Gericht gibt schon optisch so einiges her und auch geschmacklich ist es absolut top. Süß, fruchtig, lecker – und es macht pappsatt. Ich bin glücklich und zufrieden. Auch die Speisen auf meinen Nebentischen sehen ausnahmslos ziemlich köstlich aus und den Gesichtern der Gäste nach zu urteilen, schmecken sie auch.

Insgesamt fühlt man sich im Roamers wohl und gut aufgehoben. Die Angestellten sind nett und das Flair ausgelassen und entspannt. Besonders zum Frühstücken und Lunchen eignet sicher der kleine Laden super. Die Preise sind nicht übertrieben aber auch nicht für den ganz kleinen Geldbeutel. Für das Flair und das schicke und leckere Essen zahlt man eben seinen Preis. Dafür stimmen Qualität und Menge aber alle Male.

Im Roamers herrscht hippes California-Flair
Das French Toast sieht nicht nur gut aus, es schmeckt auch köstlich
Der frische Thymian-Tee ist einfach lecker
Auch vor dem Roamers kann man es sich gemütlich machen

Leckere Kuchen und Snacks im Homemade in Friedrichshain

Die Simon-Dach-Straße ist eine DER Kneipen-Straßen in Berlin schlechthin. Zentral im Friedrichshain gelegen ist im Kiez immer etwas los. Doch auch hier findet sich die ein oder andere gemütliche Ruhe-Oase, mitten im Tumult. Eine davon ist das süße Café Homemade, mittig in der Simon-Dach-Straße gelegen.

Eine Ruhe-Oase mitten in der Simon-Dach-Straße

Bereits draußen, vor dem Café, stehen einige gemütlich Sitzgelegenheiten und Tische. Besonders im Sommer lasse ich mich hier gerne nieder, um bei leckerem Kuchen oder anderen Köstlichkeiten das rege Treiben auf der Simon-Dach zu beobachten. Aber auch im bunten und leicht schrillen aber dennoch gemütlichen Innenraum finden sich zahlreiche Sitzplätze.

Draußen kann man es sich gemütlich machen und dem Treiben auf der Simon-Dach-Straße zusehen

Die Karte bietet alle gängigen Tees und Kaffeespezialitäten – für einen kleinen Aufpreis gibt es auch Soja- statt normaler Kuhmilch. Außerdem stehen diverse Limos aus der Flasche, frisch gepresster Orangensaft und zwei Sorten hausgemachte Limonade auf dem Programm. Ich habe mir zum meinem Cappuccino, wie so häufig, eine rote hausgemachte Limo (3,10 Euro) geordert. Die besteht aus Granatapfel, Rosmarin und Zitrusfrüchten und ist nicht nur erfrischend, sondern auch ziemlich lecker.

Hier gibt’s leckeres Frühstück, Snacks und Kuchen

Zum Essen gibt es diverse Frühstücksteller, Eierspeisen, Paninis, wechselnde Suppen, Salate und diverse Kuchen und Torten. Morgens gönne ich mir hier liebend gerne das süße Frühstück mit frischem Brot und Brioche, Früchten, selbstgemachter Marmelade und Nutella. Da ich diesmal jedoch gegen Nachmittag dort war, durfte diesmal ein leckeres Tomate-Mozzarella Panini für 3,50 Euro für mich herhalten. Frisch getoastet und mit Tomate, Mozzarella, Rucola, Basilikum und Pesto belegt, ein super Snack für Zwischendurch.

In der Vitrine liegen viele leckere Kuchen und Torten aus

Auch die Kuchen in der Vitrine sind jedes Mal wieder ein Highlight. Alleine beim Anblick läuft mir gerne das Wasser im Munde zusammen und die Entscheidung fällt nie wirklich leicht. Meist bleibe ich aber bei meinem Favoriten, den ich an dieser Stelle noch wärmstens empfehlen möchte: den Blueberry Cheesecake. Anders als gängiger Cheesecake hat dieser hier einen recht dicken und fluffigen Schokoteig-Boden mit Schokostücken. Obendrauf findet sich eine Käsekuchen-Blaubeeren Mischung. Einfach super lecker!

Fazit

Insgesamt ist das Homemade wirklich ein sehr schönes und mit Liebe betriebenes Café. Die Angestellten dort sind immer freundlich und gut gelaunt und auch das Flair ist sehr entspannt und locker. Besonders gerne komme ich zum Frühstücken oder Kaffee und Kuchen her, doch auch die warmen Speisen und (Mittags-)Snacks sind wirklich gut. Hier kann man es sich für ein paar Stündchen schon ganz gut gehen lassen – ob alleine oder mit Freunden. Ja, das Homemade ist und bleibt eine kleine Wohlfühl-Oase, mitten im lauten und hektischen Friedrichshain-Getümmel.

Neben leckeren Paninis gibt es auch hausgemachte Limo
Erfrischend und lecker: die hausgemachte Limo mit Granatapfel, Rosmarin und Zitrusfrüchten
Panini und Limo: super als Mittagessen oder Snack für zwischendurch
Der Innenraum ist bunt und gemütlich eingerichtet

Guter Kaffee aus selbstgerösteten Bohnen im Café Populus in Neukölln

Das Populus, eine hippe Kaffeerösterei inklusive Café liegt in bester Kreuzköllner Lage am beliebten Maybachufer und in der Theke liegen bereits einige fein aussehende Gebäckstücke aus. Die sind, bis auf die Croissants, alle hausgemacht. Hinter der Theke steht eine Siebträgermaschine, Filterkaffeekannen, Bohnen und ein Schild mit den aktuellen Kaffeesorten und -spezialitäten. Darüber und drum herum hängen und stehen Monstera und andere angesagte Grünpflanzen und sorgen für ein frisches Flair.

Nach reichlicher Überlegung entscheide ich mich für einen Double Cappuccino für 3,00 und eine Zimt-Rolle für 2,50 Euro. Ein paar der Gebäckstücke hier sind auch als vegan gekennzeichnet und wer beim Kaffee keine Kuhmilch möchte, kann sich alternativ für 20 Cent Hafermilch bestellen. Geordert und gezahlt wird in der Theke, die Bestellung aber wird dir an den Tisch gebracht und auch bei Extrawünschen oder Fragen kommen die durchaus netten Baristas und Angestellten gerne nochmal rum und bringen dir aufgeschäumte Milch oder Zucker vorbei.

Das hausgemachte Gebäck sah wirklich lecker aus

Guter Kaffee im hippen Flair

Durch einen Gang hinter der Theke kann man direkt in die hauseigene Rösterei spitzen und daneben stehen diverse Holztische und Stühle bereit, auf denen man sich breitmachen kann. Das Ganze erinnert etwas an Klassenzimmer-Möbel, allerdings auf hip und gepimpt mit hübschen Tulpen, Grünpflanzen und diversen Bildern an den teils weiß und hellgrün gestrichenen und teils unverputzten Wänden. Auch die Atmosphäre hier ist etwas schulisch, denn ein Großteil der Gäste ist alleine und tippt geschäftig in ihre Laptoptastatur. Im Hintergrund hingegen läuft entspannte Musik – irgendwas zwischen Klavierspiel und Elektro – und lockert die Business-Atmosphäre auf.

Mein Cappuccino schmeckt übrigens sehr gut und der doppelte Espresso-Shot gibt dem Ganzen eine gewisse Bitternote – ganz nach meinem Gusto. Wer es nicht so intensiv und säuerlich mag, sollte sich jedoch besser auf einen Shot beschränken. Und meine Zimtrolle? Die schmeckt wunderbar zimtig-lecker und der Hefeteig ist schön frisch und leicht matschig. Yum!

Das Café Populus ist stilvoll und mit vielen Pflanzen eingerichtet

Neben diversen Gebäckstücken gibt es hier auch noch belegte und gut aussehende Stullen (5,00 Euro), Overnight Oats and Fruits (4,50 Euro) oder Granola Yogurt Fruits (ebenfalls 4,50 Euro). Apropos: die Karte ist natürlich in Englisch gehalten und begrüßt wird man ebenfalls mit „Hey there!“. Logisch, wir sind schließlich im internationalen Szenecafé. Und das soll jetzt gar nicht negativ klingen, denn ich zumindest mag dieses gewisse multikulturelle Flair ganz gerne.

Fazit

Insgesamt ist das Café Populus wirklich sehr stilvoll und hübsch eingerichtet. Es trifft den modernen Hipster-Zeitgeist-Nagel auf alle Fälle bestens auf den Kopf – das lässt sich nicht leugnen. Die vielen Pflanzen strahlen eine angenehme Frische aus und insgesamt fühle ich mich sehr wohl. Besonders zum Arbeiten scheint sich das Café beliebt zu sein – ich könnte mir aber auch gut vorstellen hier mal zum entspannten Plausch mit Freunden einzutrudeln. Achja, draußen, vor dem Café, gibt es übrigens auch noch die ein oder andere Sitzgelegenheit. Und zu meinem kleinen Vormittags-Snack kann ich sagen: sowohl der Kaffee als auch das Gebäck waren wirklich gut und haben mich zufrieden in den Tag starten lassen.

Der Cappuccino wird mit Bohnen aus der hauseigenen Rösterei hergestellt
Die Zimtrolle war frisch und einfach lecker
Ein bisschen wie im hippen und stilvollen Klassenzimmer
Eine kleine Karte mit leckeren Getränken und Speisen
Auch draußen gibt es einige Sitzgelegenheiten

Leckere Waffeln im gemütlichen Lê Lê in Kreuzberg

Das Lê Lê ist ein sehr kleines und schnuckeliges Café im Kreuzberger Wrangelkiez. Ein paar Sitzgelegenheiten finden sich draußen, vor dem Gebäude, und eine weitere Handvoll drinnen wieder. Bei mehr als etwa sechs Leuten sollte es aber schon recht kuschlig werden. Deswegen bietet es sich gut an, das Essen einfach mitzunehmen oder die Bestelloption zu nutzen: Foodora ist hier nämlich auch am Start.

Im süß eingerichteten Laden gibt es Limos, frisch gepressten Orangensaft und alles an Kaffee, was die schicke Siebträgermaschine hergibt. Natürlich wird dabei gegen einen kleinen Aufpreis auch Sojamilch nicht außen vor gelassen. In einer Auslage auf der Theke liegen für den kleinen Hunger schon Croissants, kleine Kekse, Kuchen und deftige Flammkuchen- und Pizza-Cookies bereit und auch eine kleine Auswahl an Eis (1,20 Euro pro Kugel) wird hier geboten. Ab 3,90 Euro kann man sich außerdem frisch belegte Bagel gönnen. Beispielsweise mit Mozzarella, Tomate, Pesto und Rucola oder mit Lachs, Frischkäse und ebenfalls Rucola.

Hier gibt’s Lütticher und Brüsseler Waffeln

Doch auch wer es lieber etwas süßer mag und gerade mal keine Lust auf Kuchen hat, kommt auf seine Kosten: für diejenigen bietet das Lê Lê nämlich frisch gemachte Waffeln an. Und dabei hat man sogar noch die Qual der Wahl, denn man kann zwischen Lütticher Waffeln und Brüsseler Waffeln (pur je 2,50 Euro) entscheiden. Erstere beinhaltet weniger Ei, dafür aber deutlich mehr Zucker und ist somit etwas fester und süßer. In die Brüsseler Variante kommt viel Ei, dafür weniger Zucker. Für diese Option habe ich mich entschieden. Sie wird direkt vor meinen Augen, hinter der Theke, zubereitet und kommt wunderbar warm und fluffig bei mir an. Wer Lust hat, kann sich seine Waffel außerdem mit ein paar leckeren Toppings aufpimpen lassen. Für jeweils 60 Cent gibt es beispielsweise Schokosoße, Nutella, Honig oder Marmelade.

Mit den Waffeln verhält es sich wie mit dem Café selbst: weniger ist manchmal mehr. Der Fokus liegt auf der frisch gemachten Waffel selbst und nicht darauf mit besonders ausgefallenen Toppings und wilden Kreationen aufzufahren. Geschmacklich ist die fluffige Leckerei top – Waffelfreunde gehen hier sicherlich mit einem Lächeln auf dem Gesicht wieder raus und auch das Preis/Leistungsverhältnis ist wirklich fair.

Klein und lauschig im Wrangelkiez

An den kleinen Holztischen im Innenraum kann man es sich sehr bequem machen und die lauschige Stimmung im Laden genießen. Im Hintergrund läuft entspannter Hiphop und gerade bei dem regnerischen Wetter fühle ich mich hier bestens aufgehoben. Auch die Bedingung ist freundlich und bereitet mit Sorgfalt alle Speisen frisch zu. Wer es sich hier alleine bequem macht, kann sich außerdem mit einer guten Auswahl an Zeitschriften und ein paar Büchern vergnügen.

Insgesamt ist das Lê Lê definitiv ein Besuch wert. Es hat den gewissen Kiez-Café Charme und ist in der Tat: klein aber sehr fein. Und genauso ist es auch mit der Auswahl an Speisen und Getränken: keine große Karte, dafür aber sehr gute Qualität. Das weiß zu gefallen.

Das Milch&Zucker im Herzen Kreuzbergs

Das Milch&Zucker ist ein etwas größeres aber dennoch gemütliches Café auf Kreuzbergs belebter Oranienstraße – dass hier ganz schön was los ist, ist deshalb nicht verwunderlich. Eine weitere Filiale befindet sich außerdem in Friedrichshain auf der Warschauer Straße.

Hier gibt es leckere Kuchen

In einer Theke liegt ein guter Schwung Kuchen und Torten, beispielsweise Cheesecake, Schokotorte oder Möhren-Nuss-Kuchen, aus. Da habe ich mir doch glatt ein Stück Apfelkuchen (3,00 Euro) und dazu eine heiße Schokolade (klein 2,60 Euro) gegönnt. Der Kuchen war lecker und fruchtig und die heiße Schokolade war wirklich heiß (nicht wie so häufig einfach nur lauwarm) und hat zum Kuchen bestens geschmeckt – da kann man nicht meckern. Daneben gibt es natürlich auch Tee und alle gängigen Kaffeespezialitäten. Wer auf Kuhmilch verzichten will, hat hier übrigens die Qual der Wahl: für 40 Cent kann man diese nämlich durch Soja-, Hafer- oder ReisMandel-Mich ersetzen.

Im Milch&Zucker gibt es eine leckere Kuchenauswahl

Wer in den Morgenstunden hierher kommt, kann sich außerdem ein leckeres Rührei-Frühstück aus drei Bio-Eiern gönnen. Das Ganze ist in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise mit Kräutern oder Feta, erhältlich und liegt preislich zwischen 5,50 und 6,90 Euro. Außerdem gibt’s zwei Müslis (je 6,50 Euro), Smoothies (ab 3,50 Euro) und Snacks wie Croissants, belegte Brote und Couscous-Salat.

Zum Mittag gibt es täglich wechselnde Gerichte

Aber auch zur Mittagszeit ist das Café ein beliebter Hotspot, denn es gibt eine kleine aber feine und täglich wechselnde Karte für den Mittagstisch. Auf dieser stehen immer ein, zwei Suppen (rund 5,00 Euro), ein Salatteller (6,50 Euro) und drei Hauptgerichte für rund 7,00 Euro zur Wahl. Dabei wird hier auch an jeden gedacht, denn eines der Gerichte ist mit Fleisch oder Fisch, eines ist vegetarisch und eines vegan. Als ich dort war gab es als vegane Variante beispielsweise Penne mit Linsen-Gemüse-Bolognese und Salat (6,50 Euro) und Spinat-Lachspastete mit Kräuterhollandaise und Salat (7,50 Euro) als Fisch/Fleisch-Option. Wer in der Gegend arbeitet, kann hier seine Mittagspause sicherlich bestens verbringen. Viele Kunden nehmen sich ihre Bestellung außerdem auch to go mit.

Mit heißer Schokolade und Kuchen kann man es sich hier besonders gemütlich machen

Gemütlich machen kann man es sich auf einem Mix aus modernen Hochtischen und -stühlen, sowie ein paar älteren Modellen und bequemen Sofas. Von der Decke hängen lose Glühbirnen an dicken, stylischen Kabeln, die Wände sind mit bunten Bildern oder Retro-Tapete gepimt und im Hintergrund läuft Soul-Musik. Auch auf dem Gehsteig vor dem Café stehen schöne Holztische und Bänke. Da sitzt es sich auch besonders gut, denn dank der kiezigen Lage hat man hier immer was zu beobachten und zu entdecken.

Fazit

Fazit: Das Milch&Zucker ist ein schönes Café mit einer guten Auswahl an Kaffee und Kuchen für den Nachmittag und einer kleinen, dafür aber hochwertigen und leckeren, Auswahl an Frühstücks- und Mittagsgerichten. Aufgrund der Lage geht es hier schon recht trubelig und nicht ganz leise zu und ist somit nichts zum ausgiebigen entspannen. Wer es sich jedoch in ausgelassener Stimmung mit Freunden oder zum snacken gemütlich machen will, ist hier bestens aufgehoben.

Das Milch&Zucker liegt direkt an der Oranienstraße in Kreuzberg
Hier ist Platz für viele Gäste
Die Theke gibt einiges her
Der Apfelkuchen ist lecker und fruchtig
Ein wunderbarer Snack für den Nachmittag
Das Milch&Zucker befindet sich im Herzen Kreuzbergs

Das Café Kiezeklein in Kreuzberg

Schnuckelig und lauschig – so ist das Kiezeklein in der Mariannenstraße im Herzen Kreuzbergs. Ein kleines Café mit absoluten Kiezflair und Wohlfühlatmosphäre. Besonders nachmittags ist hier immer viel los, manchmal ist es da gar nicht so leicht noch einen Sitzplatz zu finden.

Dank Siebträgermaschine gibt es alles, was das Kaffeeliebhaber-Herz begehrt: Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato – alles da. Und wer keine Kuhmilch möchte, kann diese ohne Aufpreis durch Sojamilch ersetzten. Außerdem gibt’s drei Varianten heiße Schokolade, offene Tees und ein paar Limos.

Zum Essen liegen in einer Vitrine frische belegte Bagel, Brote und Fladen, beispielsweise belegt mit Tomate Mozzerella, Gouda oder Pute oder Lachs (je nach Belag ca. 3,50 Euro). Außerdem gib es diverse Salate, vom einfachen grünen Salat mit Feta für 3,90 Euro über Kichererbsensalat bis hin zu Nudelsalat und für den kleinen Hunger stehen Snacks, wie Humus mit Falafel, bereit. Einige der Speisen, beispielsweise die Brote und Bagel, kann man sich erhitzen lassen und selbstverständlich vor Ort essen oder sich zum Mitnehmen einpacken lassen.

Der vielleicht beste Kuchen im Kiez

Mein persönliches Highlight im Kiezeklein aber sind die hausgemachten Kastenkuchen. Von denen liegen immer ein paar große und frische Exemplare, beispielsweise Zitronen- oder Marmorkuchen, in der Theke bereit. Da die Stücke sehr großzügig abgeschnitten werden, kann man mit einem schon sehr gut satt werden und noch dazu sind sie verdammt lecker. Für 2,20 Euro absolut empfehlenswert! Mein Favorit: der Zucchini-Schokokuchen. Unglaublich fluffig und ein wunderbar schokoladiger Genuss. Yummy! Neben den Kastenkuchen gibt es hier außerdem Croissants, kleine Tartes und verschiedene andere Kuchenkreationen, beispielsweise Himbeer- oder Erdnuss-Käsekuchen oder Nusstarte. Dazu noch einen großen Latte Macchiato für 3,10 Euro und der kulinarische Genuss am Nachmittag ist perfekt.

Entspanntes Café mit Kiezflair

Die Einrichtung ist recht einfach gehalten: diverse unspektakuläre Holzbänke und Holztische im Innenraum und auch draußen kann man es sich auf kleinen Bänken und Stühlen gemütlich machen und das Treiben am Heinrichplatz beobachten. Von der schönen Stuckdecke im Café hängen alte Vintage-Lampen und teilweise einfach nur Glühbirnen und die grünen Wände sind bepinselt mit schönen Zeichnungen und Sprüchen. Insgesamt wirkt es hier nicht super durchstrukturiert und auf schick gemacht, sondern lebendig und ausgelassen und genau das macht den Charme des Cafés aus.

Im Hintergrund läuft hier stets entspannte Musik, die Stimmung der Gäste und Angestellten ist angenehm und dank Wlan kann man sich hier auch gut zum gemütlichen Arbeiten niederlassen. Aber auch zum Lesen oder Treffen mit Freunden ist das Kiezeklein bestens geeignet. Insgesamt einfach ein süßes Café, in dem man definitiv einige Stunden verbringen kann.

Frische Waffeln im Waffel oder Becher in Mitte

Bereits durch den Namen kann man erahnen, mit welchen Leckereien das Waffel oder Becher in Mitte für uns auffährt: hier gibt’s Eis s(elbstverständlich in der Waffel und im Becher erhältlich) und außerdem: frisch zubereitete Waffeln. Yummy!

Eine einfache Kugel hausgemachtes Eis bekommt man für 1,50 Euro und für 80 Cent kann man sich zusätzlich ein paar feine Toppings dazu gönnen. Zur Auswahl stehen beispielsweise Marshmallows, Browniestückchen und Schokoladensoße. Wem das nicht reicht, kann sich mit Eis Shakes (je 4,50 Euro) oder einer Auswahl von sechs Eisbechern (je 7,50 Euro) vergnügen. Vom noch gesünderen Fit Cup mit Waldbeer-Joghurteis, Mangosorbet, hausgemachter Erdbeersoße, Granola und frischen Früchten bis hin zum Amaretto Cup mit Espresso- und Vanilleeis, hausgemachter Vanille-Amaretto-Creme, Schlagsahne und Amarettini ist für jeden Gaumen etwas dabei.

Hausgemachtes Eis und frische Waffeln

Ebenso vielfältig ist das Waffel-Angebot. Den schlichten Klassiker mit Zimt und Zucker gibt es bereits für 3,20 Euro und die Variante mit Schokosoße für 4,00 Euro. Es geht aber auch kreativer: Für 6,20 Euro kann man sich hier beispielsweise eine Variation mit hausgemachter Blaubeersoße, Ricotta, hausgemachter Zitronencreme und gerösteten Pistazien oder eine Waffel mit einer Kugel Vanilleeis, karamellisierten Bananenscheiben, gerösteten Mandel und Karamellsoße gönnen. Nach langem hin und her habe ich mich schließlich für die Option Erdbeer Weiße Schokolade (ebenfalls 6,20 Euro) entschieden. Hier mit dabei: hausgemachte Erdbeersoße, frische Erdbeeren, frische Schlagsahne, weiße Schokoladensoße und geröstete Pistazien. Die Waffeln werden direkt hinter der Theke frisch zubereitet und das schmeckt man auch. Warm, fluffig und nicht übertrieben süß – genau wie eine Waffel sein soll. Auch die Toppings passen gut zusammen und besonders die selbstgemachte Erdbeersoße überzeugt. Alles in einem gibt es hier nichts zu meckern. Es schmeckt – und ziemlich gut noch dazu.

Zum Trinken bietet das Waffel oder Becher neben Softdrinks außerdem diverse Sorten Smoothies (je 4,50 Euro), Eistees und Eiskaffees, sowie Tees und die gängigen Kaffeespezialitäten an.

Der Laden hat eine große Theke hinter der alle Getränke und Speisen frisch zubereitet werden, ist mit Bildern und vielen Grünpflanzen geschmückt und wirkt durch die große Glasfront und die hohen Decken, trotz der dunklen Möbel, sehr hell und offen. Bequem machen kann man es sich am Tisch oder auf gemütlichen Sofas und Sesseln. Durch eine große Schreibe in der Hinterwand kann man außerdem direkt ins kleine Eislabor blicken und gegebenenfalls zusehen, wie das Eis frisch hergestellt wird. Für alle Smartphone-Junkies oder diejenigen, die hier ein bisschen Arbeiten wollen, steht außerdem Wlan zur Verfügung.

Durch die unmittelbare Nähe zum Alexanderplatz ist hier so einiges was los. Besonders zur Mittagszeit ist das Café gut gefüllt und wird sowohl von Touristen als auch von Einwohnern aufgesucht. War es etwas ruhiger mag sollte also eher gegen Nachmittag hier eintrudeln.

Fazit: Die Einrichtung ist gut aufeinander abgestimmt und wirkt sehr einladend, das Personal ist freundlich und man fühlt sich einfach wohl. Die angebotenen Getränke und Speisen werden frisch zubereitet und auch viele der einzelnen Zutaten sind hausgemacht – das macht sich in der Qualität und im Geschmack definitiv bemerkbar.

Das Café Cassonade in Kreuzberg

Im Herzen von Kreuzberg, mitten auf der Oranienstraße und unweit vom Heinrichplatz, befindet sich das kleine aber feine Cassonade. Ein Café, das bereits seit 15 Jahren belgische Spezialitäten verspricht und schon von weitem durch seine rote Fassade ins Auge sticht.

Im kulinarischen Fokus stehen hier Crêpes und Waffeln. In einer kleinen Auslage unter der Theke finden sich zudem ein Kuchen und ein Blech mit Cookies wieder. Außerdem gibt es diverse Heißgetränke wie Tees, unterschiedliche Sorten Chai Latte und heiße Schokolade und eine Siebträgermaschine sorgt für feinen Espresso, Latte Macchiato, Cappuccino und co. Natürlich steht dabei auch Sojamilch als vegane Alternative zu Wahl.

Die Crêpes gibt es ab 2,90 Euro nicht nur in allen erdenklichen süßen Ausführungen, sondern von Montag bis Freitag auch als deftige Variante, beispielsweise mit Feta, getrockneten Tomaten, Ruccola und Walnüssen oder mit Schinken, Pilzen, Emmentaler und Béchamelsoße (beides 5,90 Euro).

Crêpes ab 2,90 EUR im Cassonade

Die Waffeln sind in den gleichen süßen Ausführungen wie die Crêpes erhältlich. Wer jetzt allerdings an die fluffigen, dünnen Waffeln aus dem Eisen denk, liegt daneben. Hier gibt es Lütticher-Waffeln, die belgische Variante quasi. Die sind nicht ganz so groß, dafür jedoch deutlich dicker und fester. Leider liegen sie bereits vorgefertigt hinter der Theke bereit und werden nicht frisch zubereitet –  kurz aufgewärmt werden sie allerdings trotzdem. Die schlichte Variante mit Zimt und Zucker gibt es bereits für 2,00 Euro. Es geht aber auch ausgefallener: beispielsweise mit Karamell, Eis, Sahne und Haselnuss-Krokant oder mit Kirschgrütze und Sahne (beide 3,90 Euro).

Ich habe mich für einen Klassiker entschieden: Nutella und Banane. Geht einfach immer! Die Waffel mit den beiden Toppings kostet 3,00 Euro und wird mir innerhalb kürzester Zeit an den Tisch gebracht. Die Portion macht gut satt, denn sowohl an den Bananen, als auch am Nutella wird wirklich nicht gespart. Freunde der beliebten Nuss-Nougat-Creme kommen hier somit allemal auf ihre Kosten. Leider schmeckt man jedoch auch, dass die Waffeln nicht backfrisch sind.

Die Einrichtung im Laden ist übersichtlich, dafür aber sehr bunt. Die Wände bestehen teilweise aus unverputzten Steinfassaden, teilweise aus wilden Kritzeleien. Aber so ein bisschen abstrakte Kunst hat ja noch niemandem geschadet. Bequem machen kann man es sich auf einer langen Bank oder Stühlen mit bunt gemusterten Polstern und um das Flair zu unterstreichen stehen auf den kleinen Holztischen in Alufolie verpackte Vasen mit vertrockneten Rosen. Insgesamt scheint das Interieur ein wenig zusammengewürfelt und ungeordnet, sorgt aber für eine unkonventionelle und entspannte Wohnzimmeratmosphäre. Die lässige Musik aus internationalen Klassikern und 80ern im Hintergrund passt da nur zu gut mit ins Bild. Bei gutem Wetter kann man es sich außerdem auf kleinen Biertischgarnituren vor dem Café gemütlich machen und sich vom chaotischen Treiben, teilweise mit Actionfilm-Charakter, auf der Oranienstraße berieseln lassen.

Insgesamt lässt sich gegen das Preis-Leistungs-Verhältnis nichts sagen. Die Bedingung ist freundlich und hilfsbereit und sowohl der Kaffee, als auch die Waffeln, schmecken gut – obgleich ein gewisses Steigerungspotential nicht zu leugnen ist. Alles in einem ein Café in das man sich gut und gerne nachmittags mal für ein, zwei Stündchen mit Freunden oder zum gemütlichen Arbeiten im unkonventionellen Flair niederlassen kann.

Die Primo Cafebar in Berlin Mitte

Mein erster Gedanke zur Primo Cafebar war eher aus der Kategorie „nicht noch eine langweilige Cafékette in Mitte“. Aber eins kann ich vorwegsagen: dieser Eindruck hat sich ganz und gar nicht bestätigt!

Die Primo Cafebar bringt alpenländisches Flair nach Berlin

Ihren Ursprung hat die Primo Cafebar in Südtirol, was man auch direkt bei einem Blick durch das schöne, helle Café in den kleinen Details der Einrichtung wiedererkennen kann. Rustikale Holzbretter an den Wänden, dunkles Leder auf den Stühlen und die Front der Theke nimmt die Form der Alpen auf. Sehr schöne Details in einem sonst sehr modern und stylisch eingerichteten Café.

Das Flair in der Primo Cafebar in Berlin Mitte

Chefbarista Shahram verwandelt jede Kaffeebohne in kleine Kunstwerke

Aber kommen wir mal zu dem Essentiellen eines Cafés: dem Kaffee. Der wird hier nämlich nicht von irgendjemandem gemacht, sondern vom hauseigenen Coffeologen und Chefbarista Shahram, der aus jeder Tasse des schwarzen Goldes ein kleines Kunstwerk zaubert. Ein Genuss für Gaumen und Augen, sag ich euch. Die Kaffeebohnen erhalten eine eigene Röstung von Primo, die ihr in der Cafebar sogar auch für zuhause kaufen könnt.

Cappuccino und Milchkaffee in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Chefbarista bereitet in der Primo Cafebar in Mitte Kaffee zu

Der Kaffee hat mich zwar schon optisch und geschmacklich direkt überzeugt, die Tatsache, dass er fairtrade ist und man hier generell großen Wert auf Nachhaltigkeit und faire Behandlung legt, ist auf jeden Fall noch ein Pluspunkt. Außerdem sind alle Produkte, die in der Cafebar angeboten werden bio und werden von regionalen Bäckern und Händlern bezogen. Hier könnt ihr also wirklich ganz ohne schlechtes Gewissen und zudem auch noch 100 % klimaneutral genießen!

Fair Trade und Bio-Kaffee in der Primo Cafebar in Berlin Mitte

Alpentoast, Jausenbretter und Flammkuchen

Und genießen könnt ihr hier nicht nur Kaffee in allen erdenklichen Varianten, sondern auch wirklich sehr leckeres Essen. Auch in der Speisekarte findet sich der Einfluss Südtirols wieder, zum Beispiel beim Alpentoast mit gegrilltem Bergkäse oder den Südtiroler Jausenbrettern in verschiedenen Variationen. Eine ganz klares ‚Daumen hoch‘ geht auch raus an den Flammkuchen mit Räucherlachs und Kaffee-Pumpernickelflocken. Klingt verrückt, aber passt wirklich hervorragend zusammen!

Das Alpentoast der Primo Cafebar in Berlin Mitte Alpenländische Küche in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Flammkuchen mit Lachs in der Primo Cafebar in Berlin Mitte

Ihr seht schon, in der Primo Cafebar wird gern herzhaftes serviert und das geht mit den Südtiroler Knödelspezialitäten auch so weiter. Spinatknödel mit Parmesan? Aber ja doch!

Fazit

Die Primo Cafebar ist wirklich alles andere als eine langweilige Cafékette und ich kann euch nur empfehlen mal vorbeizuschauen, sei es in der Mittagspause für einen leckeren Snack oder für eines der kleinen Kaffeekunstwerke von Shahram. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen!


Adresse und Öffnungszeiten der Primo Cafebar Berlin:

Primo Cafebar Berlin
Caroline-Michaelis-Straße 1
10115 Berlin

Mo-Fr: 8.00 – 18.00 Uhr
Sa-So: 10.00 – 17.00 Uhr

Eistee in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Speisekarte in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Speisekarte mit Heißgetränken in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Interieur in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Der Innenraum der Primo Cafebar in Berlin Mitte Die Primo Cafebar in Berlin Mitte von außen

Mirage – Ein neues Café & Bar in Wedding

Das kleine Mirage Bistro im Wedding hat Anfang August eröffnet und verspricht leckere französische Küche. Gegründet wurde das stilvoll eingerichtete Lokal von vier Freunden: zwei Deutsche und zwei Franzosen, die allesamt selbst im Wedding leben. Gemeinsam gründeten sie das Lokal, das besonders gut in ihre Nachbarschaft passt – denn der Wedding lag früher im französischen Sektor. Außerdem galt er stets als Arbeiterbezirk, weshalb die Besitzer nicht mit einem schicken Restaurant mit abgehobenem Essen und Feinkost auffahren wollten, sondern mit Bistro-Flair, ehrlicher Küche und einer kleinen Auswahl einfacher aber qualitativ und geschmacklich hochwertiger Speisen.

Davon habe ich mich nun endlich selbst überzeugt, als ich zum Mittagessen dort war. Auf der einseitigen Karte finden sich alle gängigen Kaffeespezialitäten wieder, die direkt hinter der Theke an einer Siebträgermaschine zubereitet werden. Außerdem gibt es diverse Tees, Softdrinks, Säfte und Bier.

Hier schlürft man im angenehmen und entspannten Ambiente

Frankreich-Feeling dank leckerer Bouillabaisse im Mirage

Zum Ankommen gab es für mich erst einmal ganz schlicht und einfach einen leckeren Cafe Crema für 1,80 Euro. Danach wurde es schon schwieriger: Zum Mittag stehen regelmäßig wechselnde Suppen sowie Quiche und Salate auf dem Programm: nach bester Empfehlung habe ich mich für die Bouillabaisse (6,90 Euro) entschieden – natürlich hausgemacht, wie alles andere auf der Mittagskarte auch.

Serviert wurde der französische Fisch-Eintopf mit geröstetem Brot und alleine optisch machte das Gericht schon ganz gut was her. In der aromatischen Brühe tümmelten sich Krabben, unterschiedliche Fischsorten, Tomaten, Fenchel und weiteres Gemüse und geschmacklich war das Ganze einfach fantastisch – es hat richtig, richtig gut geschmeckt und wenn man die Augen schloss, hätte man meinen können man sei in Frankreich. Ich hätte glatt eine zweite Portion verdrücken können.

Zum Frühstück gibt es hier außerdem diverse belegte Baguettes (je 4,90 Euro), unterschiedliche Varianten French Toast (ca. 3,00 Euro) und Cocotte, also Rührei aus dem Ofen (zwischen 6,50 und 7,50 Euro), Müsli, Croissants und ein paar andere Leckereien. Zudem gibt es täglich wechselnde Desserts, Süßspeisen und Kuchen. Bis auf die Croissants sind im Mirage übrigens alle Gerichte selbst gemacht.

In der Theke liegen leckere Desserts aus

Abends gibt es Tapas

Am Abend kann man es sich hier außerdem mit feinen Tapas gemütlich machen. Die kosten jeweils um die 6,00 Euro und sind nicht ausschließlich Französisch, sondern international – wenn auch mediterran und angepasst an die kulinarische Auslegung des Bistros. So gibt es beispielsweise Oliven, Käse, luftgetrocknete Salami, eingelegten Fisch aus der Dose, der direkt aus Portugal importiert wird und Lachs-Paté.

Angerichtet werden die Speisen im stilvollen und thematisch passenden Geschirr – doch auch die Einrichtung des Lokals selbst überzeugt auf voller Linie. Dank großer Fensterfronten ist der nicht allzu große Speiseraum wunderbar hell. Die hübschen Holztische und -stühle wurden sparsam aufgestellt und verleihen dem Mirage eine gute Weite und Offenheit. Die sonstige Einrichtung besteht teils aus modernen Elementen, teils aus Vintage-Möbeln und gibt somit einen tollen Mix ab. Außerdem ist der Raum bestens ausgestattet mit allerlei Grünpflanzen, die sich auf dem Boden, Tisch oder von der unverputzten und mit schwarzen Rohren durchzogenen Decke hängend breitmachen. Insgesamt ist das Mirage wirklich stilvoll und mit Liebe zum Detail eingerichtet und hat einen gewissen hippen und modernen gleichzeitig aber auch urbanen Charm.

Auch die anderen Gäste sind mehr als glücklich mit ihrem Essen

Donnerstags und freitags finden hier übrigens auch Konzerte statt, bei denen einer der Besitzer selbst mit schöner Musik für einen guten Abend sorgt. Außerdem etablieren die Gründer momentan ein vielfältiges Kulturprogramm, unter anderem mit Lesungen und Vorträgen, das jeden Samstag stattfinden soll. Und in einem ihrer Fenster werden regelmäßig Kunstwerke und -installationen zu sehen sein. Demnächst beispielsweise kann man hier analoge Fotografie aus Island bestaunen.

Mein Fazit

Das Mirage Bistro – ein Lokal, dass gute französische Küche mit Musik und Kultur vereint und ein kleines bisschen Frankreich in den Wedding bringt. Mich hat das Bistro auf voller Line überzeugt: das Essen war unglaublich lecker, die Einrichtung schön und auch das Ambiente hat gestimmt. Ich habe mich hier pudelwohl gefühlt und bin der Meinung: auch wenn man nicht im Wedding wohnt, lohnt sich eine kleine Berlin-Reise hierher.

Der Cafe Crema war lecker, das Geschirr stillvoll
Der Innenraum ist hell und großzügig
Die stilvolle Einrichtung ist ein Mix aus alt und neu
Urbaner Touch mit frischen Pflanzen
Fast etwas unscheinbar: das Mirage im Wedding

 


Adresse vom Mirage in Wedding:

Mirage
Reinickendorfer Str. 110
13347 Berlin

So-Do: 9.00-19.00 Uhr
Fr-Sa: 9.00-22.00 Uhr