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Gehobene französische Küche im Le Faubourg

Im Westen Berlins gibt es ein echtes Highlight was die gehobene französische Küche betrifft! Das Le Faubourg. Unserer Meinung nach ernstzunehmender Anwärter auf einen Michelinstern.

Le Faubourg – Stilvolles Ambiente trifft auf herzliche Gastfreundschaft

An einem Montagabend betreten wir das Restaurant Le Faubourg, das im Sofitel Hotel im Westen Berlins angesiedelt ist. Nach einer freundlichen Begrüßung, sind ist der erste Eindruck schon mal herausragend. Das Interieur ist fantastisch, insbesondere die Lampen haben es mir angetan. Die Atmosphäre dort ist ein gekonnter Mix aus klassischem Ambiente und einer herzlichen Gemütlichkeit. Man sieht zwar, dass man in einem gehobenen Restaurant weilt, aber dennoch strahlt der große Raum sehr viel Wärme aus. An warmen Tagen lässt es auch prima vor dem Restaurant sitzen.

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Gehobene französischen Küche, die sowohl traditionell als auch modern interpretiert wird

Natürlich ist der Gast in einem solchen Restaurant König, aber der Service ist nicht unterkühlt, sondern strotzt nur so vor Leidenschaft. Als wir am Platz saßen und ein paar Minuten durch die Abendkarte gestöbert hatten, erklärt uns der Service, was sich Chefkoch Felix Mielke bei der Zusammensetzung der Gerichte gedacht hat.

Wer mag oder sich nicht entscheiden kann, hat die Option sich mehrere Vorspeisen zu bestellen, die dann mittig auf dem Tisch platziert werden. Jeder erhält dann einen separaten Teller und kann sich durch die verschiedenen Gerichte durchprobieren. Der Gedanke dahinter gefällt mir super gut und erinnert mich sofort eine lange Tafel an der die ganze Familie isst, erzählt und beisammen ist. Das Essen etwas genußvolles, zwischenmenschliches ist, geht heutzutage ja immer noch zu oft verloren.

Die Hauptgerichte werden anhand der 5 Hauptbestandteile Kalb, Wachtel, Seeteufel, Wolfsbarsch und vegetarisch unterteilt und dann kann jeder Gast entscheiden, ob er es lieber traditionell französisch zubereitet haben möchte oder modern.

Positiv anzumerken ist auch, dass es noch eine separate Karte mit allen Allergenen gibt.

Was haben wir gegessen?

Kommen wir zum Essen, das dank des Sommelier Marcel Saavedra mit sehr leckeren Weinen begleitet wurde ♡ Von Wein zu Wein sind wir vom Geschmack und Geruch so sehr begeistert. Vor allem das Weingut Waßmut hatte es uns an dem Abend angetan.

Wir starten mit einem Brotkorb, Butter und einem fantastischen Olivenöl aus Frankreich, sowie mit dem Gruß aus der Küche in Form eines Maissüppchens, das uns, ihr ahnt es, schon begeistert.

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Erste Vorspeise

Die Vorspeise vor der Vorspeise sind die beiden Suppen, die auf der Karte stehen: Fenchel-Meerettich-Suppe und Hummerbisque. Beide Suppen erlangen erst am Tisch ihr Vollkommenheit, denn auf dem Teller vor uns präsentieren sich zunächst nur die Einlagen, bevor der Service die jeweilige Flüssigkeit langsam darüber fließen lässt. Vorteil dieser Art zu servieren ist nicht nur, dass man als Gast einen gewissen Wow-Effekt erlebt, sondern das der Geschmack der einzelnen Zutaten in der Suppe erhalten bleibt und sich nicht damit vermischt.

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Zweite Vorspeise

Weiter geht es mit unserer zweiten Vorspeise – und, what a suprise, ich wähle die Jakobsmuschel. Ich liebe sie einfach so sehr und zusammen mit Tomate, Topinambur, Anis, Avocado und Sesam ist mein kleines wahr gewordenes Dreamland.

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Bei Judith landen Rinderrippchen zusammen mit Rauchpaprika, Parmesan, Zwiebeln und Kräuter als Vorspeise auf dem Teller. Auch die sind mehr als gelungen, denn das Fleisch ist wunderbar zart und fällt beinahe wie von selbst vom Knochen ab. In dem Moment hätte fast mit meinen Jakobsmuscheln tauschen wollen, aber nur fast ;)

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Der Hauptgang

Wir lassen die ersten Gerichte ein wenig sacken, erfreuen uns an den Weinen, bis der Kellner freudestrahlend mit unseren Hauptgängen ankommt. Da die Hauptgerichte, wie erwähnt, zum Einen traditionell französisch und zum Anderen modern interpretiert werden, wählen wir auch entsprechend beide Varianten aus.

Auf unseren Tellern landen Seeteufel (klassisch) mit Chorizo, Paprika, Oliven und Kartoffelstampf, sowie ein Wolfsbarsch (modern) mit einer Karottenvariation, Spargel, Trauben, Joghurt und Zwartweizen. Die gemäldeartigen Teller sehen fantastisch aus und schmecken auch genau so. Nach den ersten Bissen schwelgen wir in Begeisterung, bevor wir weiter essen. Die Gerichte sind handwerklich perfekt zubereitet, fein abgeschmeckt und wir wünschten uns in dem Moment, dass wir ewig dort weiter sitzen und essen könnten ;)

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Das Dessert

Zu guter Letzt wurden wir noch in den siebten Pâtisserie-Himmel entführt. Judith ließ sich von “Rose und Veilchen” verführen, welches sich mit Litschi, Grapefruit und einer Ingwercreme präsentierte. Ich wählte ein, im übertragenen Sinne “Herrengedeck”: Eine Schokoladenzigarre mit einem wunderbar fluffigen, zarten Schokomousse und einem Drink in der cremigen, eisigen Variante aus Mojito, Baba und Zacapa. Und ja, ich wiederhole mich, aber auch die beiden Desserts waren sehr gelungen.

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Wer jetzt Preise von weit über 100 EUR im Kopf hat, irrt. Denn wir liegen bei 47 EUR für ein 3-Gänge-Menü bei 47 EUR, ein 5-Gänge-Menü kostet 65 EUR. Die passende Weinbegleitung kostet 16 bzw. 25 EUR. Eigentlich kaum zu glauben, denn das, was da auf unseren Tellern landete, hätte auch Locker in einem Sterne-Restaurant passieren können.

Fazit

Das Restaurant und das Team rund um Chefkoch Felix Mielke ist in der Lage euch so wunderschöne und schmackhafte Gerichte zu zaubern, dass ihr mit Lob nur so um euch schmeißen werdet. Geschmack, Komposition und Darstellung bilden eine wunderbare Einheit. So perfekt aufeinander abgestimmt wie die Gerichte ist auch das Interieur – klassisch, aber sehr harmonisch. Rundum empfehlenswert!

Wer jetzt hungrig geworden ist, reserviert sich am besten auf der Website einen Tisch.


Adresse vom Le Faubourg:

Le Faubourg
Augsburger Str. 41
10789 Berlin

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acht&dreissig – Deutsche Küche in Mitte

Seit Anfang April 2016 bereichert das Acht&Dreissig das kulinarische Angebot auf der Oranienburger Straße und wird bereits als Retter der guten Küche in der Gegend gefeiert. Keine Frage, da sollten wir die Probe aufs Exempel machen.

Genießen wie im Urlaub im Restaurant Acht&Dreissig

Sonntagabend, ein laues Lüftchen weht durch die Straßen, das die noch fast 30 Grad erträglich macht. Einige wenige Menschen flanieren die Oranienburger Straße entlang – der Großteil liegt wohl noch am See und genießt die letzten Sonnenstrahlen. Urlaubsfeeling kommt aber auch hier auf. Ein schöner Platz am offenen Fenster, ein bisschen Leute gucken, ein bisschen Cremant und Rhabarberschorle, herrlich! Ab und zu rauscht die Straßenbahn vorbei, aber auch dies ist eher interessant als störend.

Die Inneneinrichtung ist unaufdringlich und schick, eine unverputzte Wand, Industrielampen, warmes Holz, weiße Holz- und graue Stoffstühle. Eine hübsche in Leder gebundene Karte rundet das Bild ab. Das Restaurant bietet innen 70 Personen Platz und draußen nochmals 30. Genug Raum also auch für größere Gruppen, die z.B. an einer langen Tafel mit Blick auf die offene Showküche dinieren können. Alle sechs bis acht Wochen wechselt die Karte bis auf ein paar Klassiker und Bestseller. Gekocht wird vorrangig deutsch, mit diversen Einflüssen und einem modernen Twist. Man ist bedacht auf die Verwendung von regionalen und saisonalen Produkten, so startet gerade z.B. die Pfifferlingssaison und das Fleisch kommt aus Brandenburg. Auch der Alkohol kommt zum Großteil aus Deutschland, mit einer feinen Weinauswahl, Monkey Gin 47 aus dem Schwarzwald und Bränden von Fräulein Brösel aus Berlin.

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Sommer im Glas

Gleich zu Beginn flashen uns die beiden Sommergetränkekreationen, Lavender Collins (Gin, Lawendel Sirup, Eis) und Ginger & Prosecco mit frischer Minze. Beide sind super erfrischend und gleichzeit süß und herb – bitte mehr davon. Zu den Getränken wird Brot mit Olivenfrischkäse gereicht. Dies schmeckt so gut, dass wir uns zurückhalten müssen, um nicht schon bevor es richtig los geht, satt zu sein.

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Vorneweg…

Als Vorspeise wählen wir dann die Oldenburger Entenbrust mit Süßkartoffel, Granatapfel und Babyspinat sowie den Ziegenkäse mit Dörrobstchutney, Erdnüssen, Wildkräutern und Tapioka. Die Entenbrust lässt Gedanken an Familienfeste aufkommen, wirkt aber weder schwer noch altbacken und der Ziegenkäse, ein alter Bekannter unter den Vorspeisen, bekommt durch die Erdnüsse und das Chutney eine leicht asiatische Note. Beides sehr gut und in der richtigen Menge serviert. Wir freuen uns über den guten Start.

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Hauptsache…

Danach probieren wir folgende Hauptgänge: Apfel-Schweinebauch mit Jakobsmuschel, Meerrettichpüree und Ponzuzwiebeln und Wolfsbarsch mit Pfifferlingsrisotto, Chorizo und Zitronenmarmelade. Der Schweinebauch, vom Namen her ja erstmal nicht so attraktiv, schmeckt hervorragend. Das Fleisch ist super zart, hat eine knusprige Kruste und selbst der Speck, von dem ich normalerweise kein Fan bin, hat die richtige Konsistenz und Dicke. Das Ganze harmoniert fein mit dem Püree und den Zwiebeln, nur die Jakobsmuschel wirkt ein wenig verloren. Der Wolfsbarsch ist schön fest und der starke Geschmack der Chorizo und der Pfifferlinge passt gut dazu. Einzig die Zitronenmarmelade überfordert meinen Gaumen, ist sie doch zu aufdringlich.

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Danach…

Zum Dessert gibt es die sehr beliebte Schokoladenkugel mit Pfirsich, Joghurteis und rosa Pfeffer. Das Ganze wird mit warmer Karamellsoße übergossen und fällt langsam in sich zusammen – ein schönes Schauspiel und es schmeckt auch vorzüglich. Unser Dessert Nr. 2, die Rote Grütze mit Beeren, Apfeleis und Vanilleschaum, hat es nicht auf die neue Karte geschafft und wurde durch ein Champagnersüppchen ersetzt – das probieren wir dann das nächste Mal.

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Fazit

Das Acht&Dreissig ist einen Weg in die Oranienburger Straße wert. Traut euch unter die Touristen und lasst euch überraschen. Den ganzen Abend ist der Service exzellent. Auch mit höher werdender Gästezahl ist man sehr aufmerksam und äußert auskunfstfreudig. Das Personal punktet mit Wissen über die Karte und ganz viel Freundlichkeit.

Vielleicht sind die Preise (Hauptgänge zwischen 13 Euro und 25 Euro) weniger attraktiv für das vorbeilaufende Publikum, das einen schnellen Snack sucht, doch für ein nettes Abendessen mit Freunden, der Familie oder für ein Date eignet es sich auf alle Fälle. Solltet ihr noch nicht überzeugt sein, dann probiert doch mal die Mittagskarte aus. Hier gibt es zwischen 7,50 Euro und 10 Euro viele der Speisen als kleinere Version und auch wechselnde Tagesgerichte. Das Acht&Dreissig ist unter der Woche zwischen 12 und 23 Uhr und am Wochenende ab 17 Uhr geöffnet.


Adresse und Öffnungszeiten vom acht&dreissig:

acht&dreissig
Oranienburger Str. 38
10117 Berlin

Mo-Fr: 12.00-23.00 Uhr
Sa: 17.00-23.00 Uhr

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Vinpearl

Seit 2010 lockt das Vinpearl Freunde der vietnamesischen Küche in den Helmholtzkiez. Es wurde also Zeit, dass wir zum Testen kommen.

Das Vinpearl ist im Kiez bekannt & beliebt

Das Vinpearl bietet drinnen 32 und draußen nochmal 30 Personen Platz. Viele Stammgäste, Familien und auch Studenten, frequentieren das beliebte Restaurant am Rande des Helmholtzplatzes. Von Mittag bis Mitternacht kann man sich entweder vietnamesische Klassiker oder Sushi (oder beides) schmecken lassen. Diese Kombination kommt an und bei schönem Wetter ist draußen schwer ein Platz zu finden.

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Nach Möglichkeit werden regionale & saisonale Zutaten verwendet

Das Vinpearl achtet auf die Verwendung von frischen regionalen Zutaten wann immer möglich, ein Teil wird aber natürlich extra aus Asien importiert. Die Speisekarte wird saisonal mit z.B. Spargel-, Kürbis- oder Pilzgerichten ergänzt – immer mit einem vietnamesischen Twist. Gästefeedback ist durchaus erwünscht und das offene Publikum ist nicht schüchtern, die neuen Kreationen zu versuchen und zu beurteilen.
Da nehmen auch wir kein Blatt vor den Mund und möchten gleich eine kleine Empfehlung anbringen. Da ja nicht nur das Essen, sondern auch das gesamte Ambiente zum Erlebnis beiträgt, sollten die Speisekarten mal wieder aufgehübscht werden, da sie doch sehr alt und verschlissen aussehen. Das ist aber auch schon unser einziger Kritikpunkt was die Atmosphäre angeht.

“Made with Love”

Unsere kulinarische Reise beginnt mit einem Blick in die „Made with Love“ Sommergetränkekarte. Die Auswahl fällt schwer denn alles hört sich so gut und wundervoll frisch an. Mit dem Vorsatz nicht nach einem Getränk aufzuhören, können wir uns entscheiden und es werden der Yellow Chia Smoothie (Babybanane, Ananas, Kokosmilch, Chia und Crashed Ice) und Vinpearl’s Favourite (Heidelbeere, Orangen, Chia, Sodawasser und Basilikum). Für unter fünf Euro sind diese Drinks ein toller Deal und eines der Highlights unseres Besuchs. Die normale Karte hat aber mit z.B. dem Vinpearl Icetee (Eisteemischung von Oolong- & Pandantee mit frischen Limetten, Rohrzucker, Limejuice, Crushed Ice) für 3,30 Euro auch was zu bieten.

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Lasst die Gänge kommen

Als Starter entscheiden wir uns für die Sommerrollen, einmal mit Garnelen und einmal mit gebackenem Sojakäse – beides lecker, allerdings keine Offenbarung. Die Minzfischsoße, welche dazu gereicht wird, ist aber der Hammer. Auf Suppe verzichten wir, denn dafür ist es uns zu warm. Da kommen wir lieber nochmal im Winter wieder.

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Also auf geht’s zum Sushi Gang. Wir freuen uns schon sehr und werden nicht enttäuscht. Eine fantastische Auswahl – von Crispy Rolls mit Masago, Avocado und Lachs, über Unagi (Aal) Ebiten Rolls bis zu Nigiri (Hotategai- Jakobsmuschel) ist alles dabei – lässt uns schon reichlich voll und happy zurück. Gereicht wird es mit leckerer Unagisoße und den üblichen Verdächtigen Sojasoße, Wasabi und Ingwer.

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Kommen wir zum Hauptgang – hier wird es wieder vietnamesisch. Wir entscheiden uns für zwei Tagesempfehlungen des Chefkochs – Cá Com Nuong (Hühnerbrust in Currysoße mit Gemüse, Süßkartoffeln, Koriander und Duftreis im Tontopf) und Cá Hoi Nuong (Lachsfilet in Teriyakisoße mit Seetangsalat, Sesamdressing und Duftreis). Beides wird sehr ansprechend serviert, hat aber kleine Mängel und kommt nicht an das Level des Sushis heran. Beim Huhn hätten wir uns etwas weniger Salz gewünscht und beim Lachs mehr von der tollen Teriyakisoße. Alles in allem ist auch dieser Gang voll okay, aber viel mehr dann auch nicht.

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Zum Abschluss nochmals ein Höhepunkt. Es passt zwar eigentlich nichts mehr rein, aber ohne Dessert geht nicht. Banh Chuoi Nuong (gegrillter Bananenkuchen mit Klebereismantel mit gerösteten Sesamkernen und Erdnüssen mit karamellisierter Kokosnusssoße) und Xoi Xoai Nep Than (schwarzer Naturreis mit Kokosraspeln mit Mango-Kokosnusssoße) finden noch eine Lücke und sind ein glorreicher Abschluss.

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Fazit

Im Vinpearl kam man toll essen. Alle Gänge haben uns hervorragend geschmeckt, herausheben kann man aber das Sushi, die Desserts und die klasse Getränke. Unser Essen kam sehr schnell, der Service war sehr nett und aufmerksam und sie scheuen sich nicht auch mal Neues auszuprobieren.

Liefern lassen kann man sich die Gerichte vom Vinpearl nicht, was aber meiner Meinung nach gut ist, denn dies verlangsamt nur den Service für die Gäste vor Ort. Lieber direkt vorbeikommen und genießen.


Adresse und Öffnungszeiten vom Vinpearl:

Vinpearl
Raumerstraße 14A
10437 Berlin

Mo-So: 12.00-24.00 Uhr

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Brauhaus Lemke

Eigentlich habe ich das Brauhaus Lemke immer unter „Tourifalle“ am Hackeschen Markt abgestempelt. Kein wirklich gutes Essen und zudem noch überteuerte Preise. Aber da wir an dieser Stelle darüber schreiben, habe ich meine Meinung etwas revidiert ;-).

Nun gut, gefühlt sind größere und kleinere Touristengruppen in der deutlichen Mehrheit, auch das Preis-Leistung-Verhältnis könnte aus meiner Sicht besser sein. Nichtsdestotrotz kann ich allen Leuten einen Besuch empfehlen, die gerne Bier trinken und dazu eine deftige deutsche Küche bevorzugen. Ausgewählte regionale Bio-Spezialitäten aus nachhaltigem Anbau und glücklichen Tieren liegen hier mit Sicherheit nicht auf dem Teller. Das muss aber auch nicht immer sein ;-).

Es gibt Klassiker der deutschen Küche wie Thüringer Rostbratwurst mit Rotkohl, Haxen oder saisonale Speisen wie Spargelgerichte. Wie schon gesagt, qualitativ nicht herausragend, aber geschmeckt hat es. Besonders aufmerksam war bei uns übrigens der Service.

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Craft Beer im Brauhaus Lemke

Aber nun zu den Getränken, denn Bierliebhabern können wir auf jeden Fall einen Besuch empfehlen. Der Name verrät es schon, das Brauhaus Lemke braut natürlich sein Bier selber. Flaschenbier gibt es auch, aber die meisten kommen frisch vom Fass bzw. aus dem Zapfhahn.

Lemke war die erste Craft Beer Brauerei Berlins und wurde erst kürzlich für seine Biersorten prämiert.

Das Tolle: Mit dem Probierset kann man gleich alle Craftbeer Sorten mit den ( 0,1 l Gläser) testen. Mein Favorit: Das Stout.


Craft Beer Fan? Hier findest du noch mehr Craft Beer Bars in Berlin


Es gibt es auch zahlreiche Außenplätze im Hinterhof des Restaurants – mit Blick auf den Fernsehturm, so dass einem leckeren Feierabend Bier draußen im Biergarten nichts mehr im Wege steht. Preislich gibt es keine (positive) Überraschung. Die Preise bewegen sich leider auf Mitte Niveau. Das Spargel Gericht mit Schinken hat 17 EUR gekostet.

Fazit: Für alle, die eine gut bürgerliche Küche mögen und gerne Craft Beer trinken, sollten im Brauhaus Lemke mal vorbeischauen.


Adresse und Öffnungszeiten vom Brauhaus Lemke:

Brauhaus Lemke
Dircksenstraße 143
S-Bahnbogen
10178 Berlin

Mo-Do: ab 16.00 Uhr
Fr-So: ab 15.00 Uhr

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Parkstern

Das Restaurant Parkstern füllt eine Lücke in Berlin-Weißensee: Das Eck-Lokal dient als Quartier-Treffpunkt für Familien, beste Freunde und Pärchen. Neben der tollen Lage direkt beim Badesee bietet es frische Produkte und tollen Wein. Ein kleiner Geheimtipp, den wir uns natürlich angeschaut haben.

Im Parkstern werden nur Produkte hoher Qualität verwendet

Das Parkstern ist eine Herzangelegenheit, das merken wir sofort: Angefangen bei dem Sandkasten für die Kleinen, über den toll renovierten Innenbereich, bis zur verspielten Dekoration. Man erzählt uns, dass im Parkstern der Kunde nicht nur König, sondern Freund des Hauses ist und genauso fühlen wir uns auch.

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Die Bedienung ist sehr zuvorkommend und vor allem flink. Hungrig bestellen wir ein Kalbschnitzel mit Kartoffelsalat für 18 und den Parkstern-Burger für 11 Euro.

Die Köche lassen uns nicht lange warten und als die Teller vor uns stehen, muss ich mich zusammenreißen, erst ein paar Fotos zu schießen.

Das Schnitzel ist sehr dünn, die Panade knusprig aber im Vergleich zum Fleisch vielleicht eher zu dick. So geht leider der Geschmack vom Kalbfleisch etwas verloren, zart ist es aber auf jeden Fall und dank frischem Meersalz sehr lecker. Der Kartoffelsalat ist dafür perfekt: Mit Essiggurken und Kräutern und ohne dicke Mayonnaise-Sauce ein Highlight.

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Der Burger wird medium-rare gereicht, der Pattie ist schön groß. Der Kern war allerdings noch ein bisschen sehr roh. Allerdings hatten wir keinerlei Bedenken wegen der Frische, alle Zutaten im Parkstern schmecken qualitativ hochstehend. Dass ausgesuchte Zutaten eines der Hauptanliegen von Damian – dem Besitzer – sind, überrascht uns daher nicht. Highlight: Die tolle Avocado-Guacamole und die Zwiebeln machen den Burger ganz besonders.

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Als Nachspeise gönnen wir uns eine Crème brûlée für 5 Euro und auch diese ist ausgezeichnet. Man schmeckt die frische Vanille und die Karamellkruste ist perfekt gelungen. Ein toller Abschluss in diesem gemütlichen und voller Leidenschaft geführten Quartierrestaurant in Berlin-Weißensee.

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Erlesene Weine & Erfrischende Hauslimo

Neben ausgewählten Zutaten bietet das Parkstern fernab von jedem Großstadt-Trubel eine tolle Weinkarte. Wer einen besonderen Abend feiern möchte, sollte sich einen der „Wein-Raritäten“ gönnen: Von den ausgesuchten Tropfen gibt es jeweils nur eine Flasche, man hat die Wahl zwischen „Weißen“ und „Roten Wundern“. Die Bedienung ist super kompetent und berät jeden Besucher gerne.

Da es ein lauer Sommerabend ist, möchte ich unbedingt die hausgemachte Limo probieren. Diese wird mit Thymian, Ingwer, Minze und Zitrone vom Chef selber gemacht und ist wahnsinnig erfrischend. Unbedingt ausprobieren!

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Fazit

Das Team rund um Damian Sagan zeigt hier seit rund zwei Jahren einfach gute Küche mit Spitzenprodukten und einem tollen Service. Die Gerichte reichen von bekannten Klassikern bis zu saisonalen und fantasievollen Kreationen. Eine gemütliche Oase mit dem gewissen Etwas: Wir finden, das Parkstern ist einen Besuch wert.


Adresse und Öffnungszeiten vom Parkstern:

Parkstern
Parkstraße 31
13086 Berlin

Mi-Sa: 17.00-22.00 Uhr
So: 12.00-21.00 Uhr

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Le Bon

Vor nun mittlerweile über 2 Jahren eröffnete im Februar 2014 das Le Bon. Nachdem in der „Kaffeebar“ die Dinner Events so gut ankamen, ist dies nun ein vollwertiges Restaurant (und damit meine ich kein Vollkorn-Restaurant).

Atmosphäre im Le Bon

Eine Woche im März hatte das Restaurant für einen kleinen Umbau geschlossen und ist nun gemütlicher denn je. Der schöne Holztisch in der Mitte bleibt im Fokus und komplementiert das Industrial-Chic angehauchte Ambiente. Man fühlt sich auf jeden Fall sofort wohl und auch die Stimmung im Laden ist fröhlich – größtenteils Englisch hört man von den Nachbartischen – aber das ist ja mittlerweile schon normal.

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Saisonale und internationale Küche

Saisonale, internationale Küche steht auf der Mittagskarte, die sich wöchentlich verändert, aber sehr zu empfehlen ist. 

Wir waren zum Mittagessen da und bestellten das vegetarische und das Fleischgericht. Insgesamt kann man sich zwischen 3 unterschiedlichen Gerichten (Vegetarisch, Fleisch, Fisch) und 1 Suppe entscheiden. Aber auch für Veganer oder Allergiker sollte meist etwas dabei sein, denn der Service ist sehr freundlich und lässt auch gerne mal etwas weg oder „tauscht etwas aus“. 

Die Wartezeit auf das Essen wird euch mit einem köstlichen hausgebackenen Brot versüßt – definitiv eines der besten Brote, das ich bis jetzt gegessen habe.

Kommen wir zu unserem Essen:

Das Spargel-Risotto mit Rhabarber (dazu noch Rucola und Balsamico) konnte sogar mich begeistern, obwohl ich von keinem dieser Dinge ein großer Fan bin. Der Rhabarber war wunderbar eingelegt, so dass er leicht süßlich schmeckte – aber noch kein Marmelade-Niveau, so konnte man auch noch die Säure zu schätzen wissen. Insgesamt sehr cremig, aber nicht matschig – genauso wie es sein muss.

Auch das Fleischgericht (Merguez, Ziegenkäse, Aubergine-Sambal, Salat – für mich ohne Rote Beete und Linsen, weil ich die nicht so gerne mag) war sehr lecker und das Aubergine-Sambal ergänzte mit seiner leicht süßlichen Note perfekt die würzig-pikanten Merguez. Der cremige Ziegenkäse mit dünner Honigkruste war dann noch das I-Tüpfelchen.

Preislich liegt der Lunch bei 7-10 Euro für die Hauptgerichte, was für die Qualität der Produkte wirklich ein sehr fairer Preis ist.

Brunchen im Le Bon

Außerdem kann man im Le Bon auch wunderbar frühstücken und brunchen – besonders die „Weekend Brunch Specials“ können überzeugen – unbedingt den mit Rührei, italienischer Salami und Parmesan gefüllten Italian Scramble Croissant probieren. Aber auch der Klassiker die Eggs Benedict sind immer lecker und die gibt es auch unter der Woche.

Abends kann man natürlich auch hingehen, da gibt es seit kurzem eine neue Karte, die Köstlichkeiten wie Burrata oder Pulled Lamb (gaaanz lange geschmortes Fleisch, bis es „auseinanderfällt“) enthält.

Fazit

Hier ist wirklich für jeden etwas dabei – und man kann auch alles bedenkenlos bestellen, denn es schmeckt wirklich alles lecker. Probiert unbedingt den Mittagstisch aus. Und esst auch das Brot davor – sonst entgeht euch was. 


Adresse und Öffnungszeiten vom Le Bon:

Le Bon
Boppstraße 1
10967 Berlin

Mi-So: 10.00-16.00 Uhr
Di: 18.00-22.00 Uhr

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Fotocredit für alle Bilder: © Robbie Lawrence, Le Bon Berlin

Bellucci

Von außen wirkt das italienische Restaurant Bellucci eher unauffällig. Es liegt zentral am Adenauerplatz, in der Nähe des Ku’Damm, in good old Charlottenburg. In Charlottenburg mag man Klassik. Man mag es, wenn nicht nur italienisch drauf steht, sondern auch drin ist. Das Publikum hier steht eher auf Traditionen, als auf Experimente.

Das Bellucci als eine Hommage an Monica Bellucci

„Einige Stammkunden hier würden ausrasten, wenn plötzlich die arrabbiata auf der Karte fehlen würde.“, erzählt uns Adriano, der Besitzer des Ladens mit dem wohl klingenden Namen einer schönen italienischen Frau. Ins Bellucci kommen viele davon. Aber nicht nur italienisches Publikum und Stammkunden schätzen eine gute arrabbiata und die kleine, aber qualitativ hochwertige Weinkarte; auch Touristen kommen gern.

„Es soll eher so sein wie Essen mit Freunden. Niemand wird ausgeschlossen.“,

ergänzt Adriano. Das können wir uns gut vorstellen. Das Belluccis ist bis zwei Uhr nachts geöffnet, da wird gerne mal auf Berlin angestoßen und eine zweite Flasche Lugana geöffnet. In der Gastronomie ist es ja so: Man liebt sie oder man hasst sie. Und wenn man sie so liebt, wie Adriano Monica Bellucci, dann gibt es Essen so lange der Koch noch da ist. Dieses Konzept geht auf.

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Nach einem charmanten Empfang, nehmen wir an einem der weiß gedeckten Tische Platz und hoffen, dass der Wein nicht ganz so süßlich ausfällt wie die Musik, die aus den Lautsprechern klingt. Für meinen Geschmack etwas zu sehr 80ies und zu sehr Tränendrüse.

Ein Focaccia zum Niederknien

Die Vorspeise, gegrilltes Gemüse, serviert mit einem göttlichen warmen Focaccia, ist so lecker, dass ich mich sehr beherrschen muss, nicht auf der Stelle alles zu verschlingen und in ein Foodkoma zu fallen.

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Während wir uns also mühsam den Rest des Brotes verkneifen, bleibt etwas Zeit die Einrichtung zu betrachten: heller Tischschmuck, dunkle Tische und Bilder, die zur Musik passen. Ein bisschen kitschig. Steve McQueen auf Leinwand: ein Genießer, ein Hedonist, mit einer Liebe zu schnellen Autos und schönen Frauen.

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Apropos…Adriano kennt Monica Bellucci persönlich. Nach ihr hat er das Restaurant, welches bereits sechs Jahre in Betrieb ist, benannt. Sie haben sich in Monaco kennen gelernt, als Adriano auf Reisen war und mal hier und mal dort gearbeitet hat. Benebelt von ihrer Schönheit, Anmut und Sinnlichkeit, versprach ihr der Gastronom einen angemessenen Laden nach ihr zu benennen.

Weiter gehts zum Hauptgang: Pasta e Pasta

Im hippen Berlin. Der Anspruch ist also hoch, und der Sache gehen wir weiter auf dem Grund, indem wir nun unsere dampfende Pasta probieren. Ich habe Bandnudeln mit Pfifferlingen und Rahmsauce von der Wochenkarte gewählt und meine Begleitung bestellt eine vegetarische Pasta-Variante. Sehr empfehlenswert, sehr gut gewürzt und schmackhaft. Die Pfifferlinge sind frisch und mit Speck verfeinert. Das vegetarische Gericht ist vielleicht noch etwas ausbaufähig. Neben den allseits erwarteten und heiß geliebten italienischen Klassikern, bietet das Bellucci ständig wechselnde Speisen auf der Wochenkarte.

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Leider bleibt keine Gelegenheit und auch wenig Platz im Magen, um noch eine Panna Cotta oder ein Tiramisu zu probieren, aber ich bin sicher alle Desserts schmecken wie eine sinnliche Offenbarung.

Zur Abrundung des Abends plaudern wir noch etwas mit Adriano, der trotz seiner Reisen, immer ein echtes Ku’damm Kind war, wie er uns erzählt. Man merkt ihm und auch dem Rest des Teams die Leidenschaft für das Belluccis an. Besonders positiv fällt mir der Umgang mit den anderen Gästen auf, es wird hier und da ein Scherz gemacht, ein verstecktes Kompliment, Lachen, Gläserklirren.

Fazit

Der Wein und das Foccacia allein wären schon gute Gründe hier vorbei zu schauen. Auch wenn das Interieur mich bei anderen Italienern schon mehr begeistert hat, satt und zufrieden kann man im Belluci auf jeden Fall werden.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Bellucci:

Bellucci Ristorante
Brandenburgische Str. 35
10707 Berlin

Mo-Sa: 11.00-24.00 Uhr
So: 17.00-24.00 Uhr

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Anjoy – Vietnamesisch genießen

An einem grauen Sonntagnachmittag betreten wir das Anjoy. Ein vietnamesisches Restaurant im Prenzlauer Berg. Das Licht ist warm, die Möbel in gedämpften Holztönen und allein vom Geruch bekommt man schon Appetit.

Vietnamesisches Essen im Anjoy

Ich habe sehr großen Hunger mitgebracht und freue mich über die tolle Auswahl an Gerichten. Vorne weg bestellen meine Begleitung und ich hausgemachte Limonade und sogenannte Beef Ravioli. Das ist zartes Rindfleisch mit Avocado, eingerollt in gedämpften Reisteig. Diese werden mit einem kleinen Salat und selbstgemachter Avocado Creme serviert.

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Als Hauptspeise wähle ich das Lachsfilet mit verschiedenstem Gemüse, Salat und als Beilage Süßkartoffel Pommes. Wahlweise hätte ich stattdessen auch Jasmin Reis nehmen können.
Meine Begleitung bestellt den Anjoy Honey Salad, mit Honig-Pomelo, die des Geschmacks wegen extra aus Vietnam importiert werden, Lotuswurzeln, gedämpften Garnelen und gerösteten Erdnüssen. Eigentlich ist der Salat eine Vorspeise, wird auf Wunsch aber auch in groß serviert. Genau das richtige Essen im Sommer, leicht, fruchtig und trotzdem sättigend.

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Beim Dessert lassen wir uns beraten und nehmen die Pandan Panna Cotta, dafür wird der Saft des Pandan Blattes mit Panna Cotta Creme vermischt und bildet mit dem Mangomuß einen super leckeren Nachtisch. Außerdem probieren wir Che Sen, Lotuskerne in Kokoswasser mit Sesam. Ein sehr spezieller Geschmack, nussig, frisch und süß.

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Wer steckt hinter dem Anjoy?

Das Anjoy ist ein Familienbetrieb, Lai Quynh Anh macht zusammen mit ihrem Mann die Geschäftsführung, ihre Mutter ist die Inhaberin und steht in der Küche, wo die Gerichte alle frisch nach Rezepten der Großmutter kreiert werden. Für die Einrichtung haben sie mit einem Berliner Architekten aus Vietnam kooperiert, der genau die richtige Mischung aus modernem und klassisch vietnamesischem Geschmack trifft.

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Am wichtigsten ist es ihnen authentisch zu sein, sich mit der original vietnamesischen Küche von anderen Restaurants abzuheben. Deshalb finden sich auf der Karte Gerichte, die für Europäer vielleicht zunächst gewöhnungsbedürftig klingen, wie beispielsweise die traditionelle Fischsoße, Bananenblätter oder Lotuswurzeln.
Doch wer sich darauf einlässt, wird mehr als zufrieden wiederkommen.

Es gibt immer mal wieder Aktionswochen im Anjoy, wie die „Berliner Bulette auf Reise durch Vietnam“ 

Wir haben euch das Anjoy am Prenzlauer Berg schon einmal vorgestellt, doch vom 17.-23. Oktober lädt das vietnamesische Restaurant zu einem ganz besonderen Erlebnis ein: Das Menü vereint deutsche, gutbürgerliche Kost mit einem besonderen Twist aus Vietnam. Internetköchin Henriette Bulette und Geschäftsführerin des Anjoys, Quynh Anh Lai haben eine tolle Balance gefunden, sodass die Gerichte auch weniger mutigen Essern bestimmt schmecken. Gäste können dabei aus einer Vorspeise, zwei Hauptgängen und einem Dessert auswählen. Unser Tipp: Auf keinen Fall die Nachspeise auslassen, der neuerfundene Klassiker aus der deutschen Küche ist der perfekte Abschluss! 

Die Aktionswoche eignet sich vor allem für Leute, die gerne einmal “Fusion Kitchen light” ausprobieren möchten, denn die vietnamesische Note ist eher dezent. Buletten-Fans kommen aber voll auf ihre Kosten. Die Gerichte schmecken vertraut und doch irgendwie neu, ein schönes Erlebnis in toller Atmosphäre. 

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Fazit

Das Anjoy ist eine top Adresse für traditionell vietnamesische Küche. Und genau das Richtige für Gourmets, die nicht gehemmt sind Neues auszuprobieren.


Adresse und Öffnungszeiten vom Anjoy:

Anjoy
Rykestraße 11
10405 Berlin

Mo-Sa: 11.00-24.00 Uhr
So: 12.00-24.00 Uhr

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The Pub – Möpse trinken Bier

Nein, wir haben nicht irgendein Pub in Berlin besucht, sondern “The Pub” am Alexanderplatz. The Pub befindet sich auch nicht auf dem Alexanderplatz sondern versteckt sich vielmehr unter den S-Bahnbögen an der Rochstraße und ist viel weniger Pub als der Name es vermuten lässt.  Auf der Getränkekarte findet man genau ein typisches “Pub-Getränk”, nämlich ein Guiness sowie ein tschechisches Bier. Dennoch, das Thema Bier wird in “The Pub” trotzdem groß geschrieben. Warum?

Bier zum Selberzapfen in “The Pub”

Wer sich für ein Berliner Pilsener entscheidet, kann sich das direkt an seinem Platz selber zapfen. Mit Biergläsern, mehreren Zapfhähnen und Spülmöglichkeiten direkt am Tisch steht einem Trinkgenuss ohne Pause oder auch “Druckbetankung” nichts mehr im Wege – für durstige, ungeduldige Biertrinker somit die perfekte Location ;-). Aber nicht nur für die. Denn in “The Pub” gibt es gute Burger. Vom schlichten Hamburger für 11,50 EUR bis hin zum Surf & Turf Burger oder einem England Royal mit 300g Rindfleisch für je 20,50 EUR findet man ca. 20 Burger auf der Speisekarte. Die Burger werden mit Pommes Frites  (normal oder mit den mittlerweile ebenfalls üblichen Süßkartoffeln) serviert. Für Nicht-Burgerfans beschränkt sich dann die weitere Auswahl auf Fingerfood, Sandwiches sowie zwei Salate.

Und noch eine Besonderheit gibt es. Die Bestellung wird selber am Tisch über ein Display aufgegeben. Abgerechnet wird das Bier übrigens per Centiliter. Für einen halben Liter Bier bezahlt ihr 4,10 EUR.

Fazit: Ein etwas anderes Pub-Erlebnis mit guten Burgern!


Adresse und Öffnungszeiten vom The Pub:

ThePub
Rochstraße 14
10178 Berlin

Mo-So: ab 18.00 Uhr

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UMAMI II in Kreuzberg

“Jeder kann eine asiatische Mami haben!” heißt es beim UMAMI.. Auch ich kann eine asiatische Mami haben? Verheißungsvoll…ich probiere es aus. Am Muttertag noch dazu, haha, wie passend.

Das UMAMI II in Kreuzberg

Das UMAMI X-Berg in der Bergmannstraße, meine Begleitung und ich retten uns aus den Menschenmengen in das angenehme, leicht dunkle Ambiente des UMAMIs. Die natürliche Freundlichkeit der Bedienung fällt auf, angenehm.

Die Karte verheißt „gesunde Kost ohne Zusatzstoffe und Glutamat“. Gut, gesund ist nicht verkehrt. Was dann aber an den Nebentischen zu erblicken ist, sieht dermaßen lecker aus, dass uns plötzlich völlig egal ist, ob gesund oder nicht.

Los! Zur Vorspeise ordern wir wild. Tempeh-Streifen auf Süßkartoffelreibekuchen mit Sojachilidipp (Saigon Pancake) und scharf angebratene Großgarnelen mit Fisch-Ingwervinaigrette (Ho Tay´s Pancake) lassen uns erste wohlige Seufzer entfahren. Diese Sößchen..!

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Als ein Special von der Wochenkarte gönnen wir uns die Baby Dragons. Das sind knackige Garnelen im Kokosmantel auf einem Reiscracker, der mit einer sagenhaften Avocadocreme bestrichen ist (der Cracker bleibt dennoch kross!), und diese Garnelen dippen wir dann in diesen wirklich außergewöhnlichen Dipp aus Kumquat. Weitere Seufzer… Die Seufzer verklingen zu ehrfurchtsvollem Schweigen, als die gegrillten Jakobsmuscheln kommen. Sie erwarten uns gebettet auf hübschen Löffeln in einer Reduktion aus Wasabi und Sojahonig mit Ingwer-Julienne und Koriander(der Name trifft es auf den Punkt: Pearl on Spoon). Stille breitet sich aus. Wir müssen nicht reden. Wir wollen nur noch genießen.

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Next! Um weitermachen zu können – denn die Vorspeisen sind von angenehmer Größe, bei kleinem Hunger wären bereits sie durchaus ausreichend – konzentrieren wir uns einen Augenblick auf die dargebotenen Getränke: äußerst erfrischend der Coriander Mule – Limettensaft und Ingwerlimonade mit frischen Koriander, frischem Ingwer und Eis. Fruchtig-sämig fließt der aus frischen Erdbeeren zubereitete, mit Basilikum und Litschi abgerundete Cocktail Morgenrot, für süße Kehlen sorgt der fast schon obligatorische vietnamesische Kaffee, bei den Temperaturen in der eisgekühlten Variante zu haben unter dem verwegenen Titel: „Highland Refresher“.

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Wir würden ja gerne verweilen, doch das Leben ist kein Ponyhof, der Hauptgang wird serviert. Wer Lust auf noch mehr Garnelen hat, bestelle sich bitte (bitte!!) die BBQ Prawn: gegrillte Großgarnelen am Spieß, in Honigmarinade, auf einem Bett bissfest sautierter Gemüse, u.a. Cherrytomaten, Zuckererbsenschoten, Babymais und Edamame. Von der Seite duftet ein Berg Süßkartoffelstäbchen. Achtung: die BBQ-Soße hat höchstes Suchtpotenzial! Wollte es nur erwähnt haben!

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Meine Begleitung ist voll konzentriert auf ihren Buddha Burger, der den Namen zurecht träg: dick belegt mit Seitanstreifen thront das belegte Bao-Brötchen auf dem Teller, als hätte es geradezu auf unsere Begeisterung gewartet, die wir angesichts des Mango-Coleslaws und des Kimchi mit Mangokokoscreme an den Tag legen. Die Kombinationen sind wohlüberlegt, fein, überraschend. Der Gaumen jauchzt! Der Bauch ist voll, aber wir wollten es ja nicht anders!

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Das UMAMI & die Familie

In einem kleinen Päuschen vor dem Nachtisch erzählt uns Dikju Bui von sich und seinem Geschäftspartner, Binh Van Pham. Letzterer ist einer von vier Brüdern, alle sind sie Cousins von Dikju. Gemeinsam betreiben sie die UMAMI Filialen in Berlin.

“Familie ist, was zählt”,

sagt Dikju. Eigentlich hat er Design studiert, und das ist auch sein Hauptberuf – was, wenn man sich umschaut im Restaurant, in jedem kleinen Detail zum Ausdruck kommt. Sein Hang zur Ästhetik geht soweit, dass ich die Damentoilette eigentlich gar nicht mehr verlassen möchte, so wunderschön ist sie gestaltet. Bananenstauden, Hibiskus, Kerzen, Räucherstäbchen. Sogar die Decke ist einem Wellblechdach nachempfunden, so, wie es auch in Vietnam zu erwarten wäre.

Es gibt einen Loungebereich, leicht erhöht und mit Teppich ausgekleidet. Die Schuhe werden ausgezogen, bevor man sich an niedrigen Holztischen zu Rose on the Water (Rosenknospen auf Sencha-Teeblättern) oder einem White white East (Longan- und Litschifrucht, Kokosmilch, Holunder) niederlässt. Ideal auch für Familien mit Kindern, wie Dikju uns erklärt. Über allem liegen die dezenten Klänge alter, vietnamesischer Weisen. Die Musik aus den 50ern stammt von alten Schallplatten aus Dikjus Familie.

„Indochina ist Fusion! Unsere Küche ist nicht einfach Vietnamesisch, sie ist Fusion: Laos, Kambodscha, Vietnam, Frankreich – wir lassen uns inspirieren und kombinieren Alt mit Neu.“ Hier sei auch ein Hinweis für alle Superfood-Fans gegeben, denn das UMAMI hat von Ingwer, Matcha, Goji über Aloe Vera bis Akazienhonig so einiges im Repertoire.

Letzter Gang: Das Dessert

Finale. Angesichts der Strecke, die hinter uns liegt, teilen wir uns ein Green Piece. Das Matcha-Grüntee-Törtchen mit Mandelcreme, Heidelbeerentopping und Biscuit prodzziert den einzigen Wermutstropfen an diesem Nachmittag: es ist dermaßen fein gemacht und so außergewöhnlich lecker, dass wir richtig traurig sind, es nicht als Bestandteil der Dauerkarte im UMAMI zu wissen.

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Was ist das Besondere am UMAMI?

Wir fühlen uns wohl. Wir essen sehr gut und ausreichend. Es gibt Neues zu probieren, aber auch Gerichte, die nicht ganz so experimentierfreudigen Kandidaten munden. Das Auge isst mit, die Atmosphäre wirkt echt, unprätentiös. Es gibt was zu entdecken, man schaut sich gerne um. Der große Wert liegt in der Liebe zum Detail: schön gestaltete Speisen aus frischen, auf den Punkt zubereiteten Zutaten, überlegt zusammengestellte Kombinationen zu wirklich fairen Preisen. Hier komme ich wieder hin, allein, zu zweit, als Gruppe, in familia.

Das Motto mit der Mami klingt erst mal nach gutem Story Telling. UMAMI, das ist doch der 5.Geschmack, richtig? Richtig.

Dikju Bui verabschiedet sich. Er muss los – ist doch Muttertag! Er isst heute „UMAMI“. Denn UMAMI heißt auf Vietnamesisch „bei Mami“.


Fall euch Kreuzberg zu weit weg ist: Es gibt auch ein UMAMI in Prenzlauer Berg ;)

Adresse und Öffnungszeiten vom UMAMI X-Berg:

Umami X-Berg
Bergmannstraße 97
10961 Berlin

Mo-So: 12.00-24.00 Uhr

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Fotos: Nadja von Prümmer