Viele Berliner sehnen sich ja immer mehr nach der Ursprünglichkeit der Natur. Mit dem Brandenburger Umland könnte es uns Großstädter sicherlich schlechter erwischen. Da aber wohl nur die wenigsten von uns nach der Arbeit noch einen Ausflug dahin machen können, sind solch kleine Oasen wie der Gemeinschaftgarten Himmelbeet eine wahre Freude. Mitten in Wedding, nur wenige Fußminuten vom U-Bahnhof Leopoldplatz liegt das 1.700 m² große Areal. Neben dem Anbau verschiedener Nutzpflanzen, ist auf dem Gelände auch ein kleines Café zu finden.

Das Himmelbeet: Urban Gardening und gemeinschaftliche Veranstaltungen

Schreitet ihr durch den Eingang, begrüßen euch viele grüne Pflanzen, die in einzelnen Beeten angesiedelt sind. Wer mag, kann sich beteiligen und mitmachen. Vor allem alte Sorten stehen hier im Mittelpunkt. Wer Lust darauf hat, informiert sich am besten direkt auf der Website. Helfende Hände sind sehr willkommen, also keine Scheu.

Neben den Beeten, gibt es regelmäßig verschiedene Veranstaltungen. So könnt ihr zum Beispiel lernen, wie sich aus Kräutern eigene Naturkosmetik herstellen lässt. Solche und andere Workshops bringen euch wieder ein Stück näher zur Natur zurück und die Kosten werden so kalkuliert, dass sie absolut fair bleiben. Das Himmelbeet ist gemeinnützig und erzielt keine Gewinne.

Selbstgebrautes Bier und vegetarisch-vegane Speisen im Garten-Café

Kommen wir zum Kulinarischen. Das Garten-Café im Himmelbeet bietet ein paar kleinere Gerichte an. Suppen, kleine Salate, selbstgemachter Kuchen oder belegte Stullen stehen jeden Tag auf der Karte. Mein Tipp ist jedoch der Schwarze Bohnen Burger, der allerdings nur am Wochenende angeboten wird. Aber wer, so wie wir, am Sonntagabend noch mal innehalten möchte, ist im Himmelbeet sehr gut aufgehoben. Wir bestellen uns also den Burger und freuen uns über das saftige Patty und ein „echtes“ Bauernbrötchen. Dazu gibt es einen grünen Salat, der natürlich aus den eigenen Beeten stammt. Das schmeckt man dann auch einfach. Allein die Zartheit der Salatblätter ist nicht vergleichbar mit den Produkten, die im Supermarkt angeboten werden.

Als wir vor der Tafel mit dem Speisenangebot stehen, zieht das selbstgebraute Bier sofort meine Aufmerksamkeit. Ganz klar, ich muss es probieren! Obwohl die Anfangsnote fruchtig und leicht ist, hat der Abgang eine ziemlich starke Bitternote. Da es mir persönlich dann doch zu bitter wurde, blieb es bei dem einen Glas. Wer sein Bier jedoch genau so mag, darf sich freuen.

Auch ziemlich cool ist, dass ihr dort keinen Verzehrzwang habt. Wer mag, kann sich auch einfach sein Essen und Trinken selbst mitnehmen und es sich auf den vielen Holzbänken und Sitzgelegenheiten gemütlich machen.

Und noch ein letzter Tipp: Freitags ist Backtag. Jeden ersten Freitag im Monat ist von 16.00 – 20.00 Uhr Pizzabacken angesagt, an allen anderen Freitagen werden Brot & Brötchen von 18.00 – 20.00 Uhr gebacken.

Fazit zum Himmelbeet

Da ich doch durch und durch ein Großstadtmädchen bin, ist das Himmelbeet für mich genau die richtige Portion Natur, die ich im Alltag ab und an einfach brauche. Beim ersten Schritt auf das Gelände stellt sich ein Gefühl von Entspannung ein. Kommerz, Trubel und Lärm scheinen sofort viele Kilometer weit weg zu sein. Das Essen hat mir sehr gut geschmeckt und ich freue mich schon auf einen der Pizzatage!