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JAJA – Naked Wine

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich von Naturweine gehört habe – vielleicht 1,5 Jahre. Als Food-Enthusiast interessiert mich seither der Geschmack. Wie unterscheidet sich konventioneller Wein von deine Naturableger, der ohne Schwefel auskommt und auf einem biodynamischen Anbau basiert?

JAJA – Naked Wine aka. Naturweine in Neukölln

Die Weinbar JAJA in Neukälln hat ausschließlich Naturweine im Angebot und davon gar nicht mal so wenige. Die verschiedenen Flaschen reihen sich auf den Regalen, des eher rough gehaltenen Innenraums. Es gibt sicher Leute, die kein Verständnis für die unverputzten Wände haben und der Meinung sind, dass es eher den Hipster-Neukölln-Einrichtungsstil widerspiegelt. Meiner Meinung nach passt die (Nicht-)Gestaltung zu diesem Laden wirklich mal so richtig gut.

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Schließlich gibt es hier Naturweine, wobei die Winzer bei der Herstellung auf Spontangärung setzen. Es werden keine Stoffe zu Filterung eingesetzt und auch sonst ist der Wein, eben einfach nur Wein. Die Trübung ist ebenso charakteristisch wie der eher säuerliche Geschmack. Naturwein hat seine Ecken und Kanten und ist daher auch nicht bei Jedermann beliebt. Es mag etwas philosophisch wirken, aber würde der Innenraum super schick daher kommen, wäre es für mich ein totaler Stilbruch.

Weißwein, Rosé-Wein und Rotwein – wir probieren uns quer durch die Farbvielfalt

Ohne uns abzusprechen, wählt lustigerweise jeder eine andere Sorte. Die Preise liegen zwischen 5-6 EUR für 12,5 cl. Nicht ganz günstig, aber Qualität hat eben seinen Preis. Aber es soll sich hier auch niemand zulaufen lassen, sondern den Geschmack der Naturweine auf sich wirken lassen. Und der ist dann doch überraschend anders, aber wahnsinnig spannend. So wirklich in Worte fassen kann man es gar nicht, aber ich würde es so beschreiben, dass man mehr verschiedene Aromen schmeckt. Der Wein wirkt nicht so „glatt“, das Geschmacksprofil ist bereits beim ersten Schluck vielfältiger.

Ich würde es irgendwie mit der Homogenisierung von Milch oder Pflanzenmilch umschreiben wollen, die im Ergebnis eben eine homogene Flüssigkeit erzeugt. Wer schon mal nicht-homogenisierte Sojamilch hatte, kennt die kleinen „Stückchen“, die einen zunächst vermuten lassen, dass das Produkt nicht mehr gut sei. Ist es aber, nur hat die Sojamilch eben noch mehr Profil.

Was wir bei allen Varianten festgestellt haben, ist der höhere Säureanteil, insbesondere beim Natur-Rotwein. Zudem schmeckten alle etwas herber, als wir es sonst gemeinhin gewohnt sind.

Mir hat der Weißwein aber echt gut geschmeckt, aufgrund des, für mich, tieferen, vielschichtigeren Aromas. Aber probiert es einfach selbst aus ;)

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Im JAJA – Naked Wine gibt es übrigens auch ein paar Snacks. Wir selbst hatten keine bestellt, da wir kurz vorher im Schwammerl gegessen haben, aber die Teller sahen richtig lecker aus.

Das Publikum ist international, die beiden Besitzer super sympathisch. Der kleine Laden auf der Weichselstraße gefällt mir extrem gut und wenn ich wieder in der Nähe bin, mache ich dort auf jeden Fall wieder einen Abstecher.

Fazit

Tolle kleine Weinbar mit einer guten Auswahl an Naturweinen. Wer ebenso mal Naturweine ausprobieren möchte, ist dort bestens aufgehoben. Auch ohne Test, lässt sich dort ein wundervoller Abend verbringen.


Adresse und Öffnungszeiten vom JAJA – Naked Wine:

JAJA Naked Wine
Weichselstraße 7
12043 Berlin

Di-Sa: 18.00-23.00 Uhr

 

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Kantine Kohlmann

An einem lauen Sommerabend besuchen wir die Kantine Kohlmann. Kantine? Klingt erstmal nicht so sexy, eher tun sich bei dem Wort Bilder von großen Massenfütterungen hungriger Großbetriebsangestellte auf. Aber diese Bilder im Kopf haben nichts mit der Realität des Restaurants in Berlin Kreuzberg zu tun.

Die Kantine Kohlmann begrüßt dich mit rougher Eleganz

Im Gegenteil. Wir werden freundlich begrüßt und statt weiße Neonlicht-Kantinenstimmung, landen wir einer gemütlichen, stilvollen, aber unaufgeregten Atmosphäre. Der Stil gefällt mir auf Anhieb total. Die Wände sind ein bißchen rough, aber stehen zu einem tollen Kontrast zu den Ledersofas, die in einem unheimlich tollen tiefsatten Blau erstrahlen. Die Holztische passen farblich perfekt und sind bereits mit Weingläsern, Besteck und einer Serviette eingedeckt. Auch hier findet sich die Mischung aus edel und rough wieder, denn die Servietten sind zwar aus Stoff, aber so alten Leinenküchentücher. Der Mix aus schlichter Eleganz und den kleinen „rauen“ Details erfreut mich ja sehr. Gelungenes Interieur ist einfach sooo viel wert.

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Da es aber warm genug ist, setzen wir uns nach draußen mit Blick auf die U-Bahn und die Skalitzer Straße. Ganz ruhig ist es dort natürlich nicht, aber der Platz vor dem Restaurant ist trotzdem groß genug, dass es nicht störend wirkt.

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Zu Vorspeise gibt es ein paar Happen aka. Tapas

Die Karte in der Kantine Kohlmann wechselt etwa alle 3 Monate, da die Gerichte saisonale Komponenten haben. Eine Besonderheit sind die „Happen“, die ähnlich wie Tapas, kleine Gerichte sind. Wer möchte, kann sich auch einfach 4-6 Happen (je nach Hunger) bestellen und kann sich so ein Mal quer durch die Karte futtern. Wir wählen die scharfen Kartoffeln (3,50 EUR), die Roastbeef Nigiri (7,50 EUR), das Rote-Bete-Koriander-Tatar (4,00 EUR) und meine heiß geliebten Freunde Jakob und Muschel (6,00 EUR). Der teuerste von den insgesamt elf Happen ist übrigens das Black Angus Tatar für 13,00 EUR.

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Mein Rote-Bete-Koriander-Tatar ist frisch und ganz leicht, zusammen mit dem Sauerrahm bekommt es eine schön cremige Note. Den Koriander schmecke ich nur ganz leicht raus, was mir gut gefällt. Häufig ist der Koriandergeschmack so stark im Vordergrund, dass alle anderen Aromen kaum mehr wahrzunehmen sind, aber den Köchen hier ist die Gesamtkomposition gut gelungen.

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Die Jakobsmuscheln mit den kleinen Perlen aus Zitronengel sind wunderbar angebraten und lecker wie immer. Sie hätten fast noch 3 Sekunden früher aus der Pfanne gekonnt, damit der Kern noch ein Tick glasiger ist. Die Beilage wiederum hab ich separat gegessen, denn die Schärfe war für meinen Geschmack zu stark für das zarte Aroma der Jakobsmuschel. Ich esse gerne scharf und als solches fand ich es auch sehr lecker, aber in der Kombination mit der Jakobsmuscheln war es zu heftig.

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Die Hauptgerichte: Wiener Schnitzel & schwarze Tagliatelle

Nicht zusammen, das sind beides Gerichte für sich. Das Wiener Schnitzel für 18,00 EUR wird mit einem leichten Kartoffel-Gurken-Salat gereicht und auf Wunsch gibt es natürlich auch die Preiselbeeren. Die Panade erstrahlt in einem warmen goldbraun, ist knusprig und hauchdünn geschnitten. Mjam.

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Neben den schwarzen Tagliatelle für 17,50 EUR gesellen sich Pfifferlinge, fermentierte Kirschen und Meerrettich auf meinen Teller. Die Pasta und die Pilze waren schön bissfest und bildeten mit der leichten Süße der Kirschen ein tolles Geschmackserlebnis. Überhaupt waren die Tagliatelle als solches schon wirklich lecker – zusammen mit den anderen Zutaten bildeten sie ein wirklich harmonisches Bild in meinem Mündchen.

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Dessert: Schokoladenmousse & Tapioka-Kokospudding

Es ist dunkel geworden und wir schon ziemlich satt, aber was geht immer? Genau, das Dessert :) Zumindest, wenn es keine mehrstockige Sahnetorte ist, aber die steht ein Glück auch nicht auf der Karte… anstatt dessen nehmen wir Mille Feuille mit Schokocreme, Schokomousse und Brombeerschaum (8,00 EUR) und den Tapioka-Kokospudding mit einem Schaum von weißer Schokolade, Mandelkrokant und eingelegtem Pfirsich (7 EUR). Beide Dessert stimmen uns glücklich und zufrieden. Was mir persönlich auch gut gefällt, ist, dass es einfach auch nicht zu schwer ist. Diese Desserts, die man eigentlich auch als Hauptgericht essen kann, wenn man vom Sättigungsgrad ausgeht, sind einfach vollkommen überholt. Diese kleinen feinen Variationen sind fantastisch.

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Begleitet wurden wir an dem Abend übrigens von Herrn Knisper, seines Zeichens ein Cuvée aus Chardonnay & Weißburgunder. Der Weißwein ist zwar trocken, aber trotzdem fruchtig und sehr angenehm auf der Zunge. Gut gekühlt erfreuten wir uns an seiner Gesellschaft.

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Wer nach dem guten Essen noch ein paar Drinks einnehmen will, kann das direkt nebenan tun. Dort ist sozusagen Teil II der Kantine Kohlmann: Eine Bar.

Der Service ist aufmerksam, aber nicht aufdringlich und total freundlich. Wir haben uns wirklich gut aufgehoben gefühlt, denn nichts ist schlimmer als zu viel Service, die ständig fragen, ob es denn noch was sein darf oder aber alles gut sei oder aber das Gegenteil, wenn der Service sich selbst zu geil findet und man als Gast nur das Gefühl hat geduldet zu werden. Aber wir wurden hier weder mit dem einen, noch mit dem anderen Extrem konfrontiert.

Fazit

In der Kantine Kohlmann kann meinen einen wirklich tollen Abend verbringen. Durch die lange Bank draußen und die lange Sitzecke drinnen, eignet sich die Location auch gut für eine größere Gruppe. Die Atmosphäre gefiel mehr sehr gut und das Essen ebenso. Feine Sache!

Kleiner Tipp: Holt euch den Taste Twelve Restaurantführer und spart ein paar Euros beim Besuch!


Adresse und Öffnungszeiten von der Kantine Kohlmann:

Kantine Kohlmann
Skalitzer Str. 64
10997 Berlin

Mo-So: ab 16.00 Uhr

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Birra – Italian Craft Beer

In Mitten Berlin Prenzlauer Berg ist diese Bar etwas ganz Besonderes: Italienische Herzlichkeit trifft auf ausgezeichnetes Craft Beer. Ohne lästiges Kofferpacken und mit der M10 statt dem Flugzeug geht es so direkt nach Italien.

Birra – Das ist Liebe, Leidenschaft und Respekt für Bier

Die Gründer von Birra sind alte Hasen im Craft Beer Geschäft: Erfolgreich führen sie seit 2001 drei Bars in Italien und die Brauerei Birrificio Lambrate in Mailand. So erstaunt es nicht, dass auch der Ableger in Berlin bereits vier Monate nach Eröffnung ein großer Erfolg ist. Wir haben sie gefragt, weshalb sie sich für Berlin entschieden haben:

„Berlin hat das Potenzial, ein neues und wichtiges Zentrum der europäischen Craft Beer Szene zu werden. Wir möchten gerne unseren Teil dazu beitragen.“

Man glaub sofort, dass sie das schaffen werden, denn die Leidenschaft und Liebe für das Bier ist groß und in jedem Satz spürbar: Für Birra ist Bier „for the people“, Gäste sollten problemlos einen ganzen Abend in der Bar verbringen können. Deshalb ist „Drinkability“ und Frische für sie Hauptmerkmal eines guten Bieres.

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Es stehen 18 Biere zur Auswahl, sechs davon aus der eigenen Brauerei, die restlichen von Gastbrauereien aus Italien und Deutschland. Das wechselnde Angebot reicht von einem Weizen über ein Bock, Double IPA, West Coast Pils, Stout, Amber Ale bis zum Extra Special Bitter und einem Barley Wine.

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Übrigens: Birra hat als eine der wenigen Bier-Bars in Berlin Cask Beers auf ihrer Liste, also Biere gezapft mit einer Handpumpe und so ärmer an Kohlensäure. Die Preise für 0,3 Liter sind zwischen 3,50 und 4€, 0,5 Liter erhält man für 6€.


Craft Beer Fan? Hier findest du noch mehr Craft Beer Bars in Berlin


Wir probierten das Double IPA von Lambrate, es schmeckte ausgezeichnet: Ein ganzer Fruchtkorb eröffnet sich im Mund, perfekt abgestimmte Bitterkeit und Süße runden das Erlebnis ab. Ein Bier, wie man es sich an einem warmen Sommertag wünscht.

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Lokale Leckereien aus Norditalien

Neben dem Bier, der italienischen Atmosphäre und der gemütlichen Einrichtung, ist das Essen ein weiteres Highlight: Wir genießen eine Platte mit Parmaschinken, Salami, Bergkäse und einem köstlichen Blauschimmelkäse, der direkt auf der Zunge schmilzt. Die Köstlichkeiten stammen aus Norditalien, die Produzenten kennt man persönlich. Dazu wird Brot und mehr Bier gereicht, dieses Mal ein leichteres Pils.

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Wir verstehen, was die Brauer mit „Drinkability“ meinen, das Bier ist gut ausbalanciert und unkompliziert. Unser Tisch füllt sich, Freunde der Betreiber treffen ein und es wird ein immer geselligerer Abend. Wir fühlen uns sehr willkommen, dass immer gefüllte Glas und die Gespräche und Gott, die Welt und natürlich Bier helfen dabei.

Fazit

Mit der italienischen Herzlichkeit und Gastfreundschaft, dem ausgezeichneten Bier und den ausgewählten Spezialitäten aus Norditalien ist Birra ein echtes Highlight. Die vielen italienischen Gäste machen das Gefühl, in Italien zu sein, perfekt. Für Bierfans und Liebhaber des Mittelmeerstaates ein Muss!


Adresse und Öffnungszeiten vom Birra – Italian Craft Beer:

Birra
Prenzlauer Allee 198
10405 Berlin

Mo-So: ab 18.00 Uhr

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Rosis Kiezkneipe

So sehr ich neue Bar- und Restaurantkonzepte schätze und liebe, so wunderbar erfreue ich mich an Kneipen, die es seit Jahren gibt… die Kiezkneipen haben es uns angetan. Wobei – es gibt solche und solche.

In den einen Kneipen hängen dann doch primär Leute mit einem kleinen oder größeren Alkoholproblem rum – das meine ich nicht abwertend, aber es herrscht dort einfach eine andere Atmosphäre als in den Kneipen, die dank ihrer Stammgäste und der Herzlichkeit der Besitzer so wunderbar einladend und down to earth sind.

Rosis Kiezkneipe im Wedding ist ganz vorne dabei, was die Herzlichkeit betrifft!

Wir gehen durch die Tür und fühlen uns sofort wohl. Der große Runde Tisch, an dem wir Platz nehmen, ist sauber und mit einem kleinen Pflänzchen dekoriert. Das, was ich hier und auch in anderen Kneipen immer als erstes mache: Staunen und Begutachten. Die vielen Deko-Artikel, die Bilder und Bierkrüge – es gibt immer so viel zu gucken. Und wer denkt, dass das alles Trash sei: Nein, ist es nicht. Fragt die Besitzer, sie erzählen dir zu allem eine Geschichte.

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Gastfreundschaft wird hier noch groß geschrieben

Wir waren im Rahmen der Kiezkneipentour mit Moovit dort und haben uns vorher bei Rosi angemeldet. Irgendwann kam sie zu unserem Tisch und strahlte übers ganze Gesicht und hieß uns noch mal persönlich willkommen. Sie freute sich sehr darüber, dass wir jungschen Leute die „Tradition“ des Stammtisches zelebrierten und sie in ihrer Kneipe besuchten. Ganz stolz berichtete sie uns von dem DJ, den sie extra an dem Tag für uns engagierte. Normalerweise legt er eher zu besonderen Anlässen oder am Wochenende auf, nicht aber an einem Mittwochabend.

Oh mein Gott, ich finde das wirklich sooo wunderbar.

Kurz danach brachte sie uns Knabberschüsseln im Großformat mit allerlei Salzstangen und Erdnüssen. Das bekommt man ja mittlerweile eher selten. Wenn auf Nachfrage oder für 1-3 EUR. Ansonsten trinken wir das typische Kneipenbier namens Schultheiss und genehmigen uns noch einen Kurzen, den Rosi eisgekühlt an unseren Tisch bringt.

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Fazit

Wirklich, ich bin wirklich, wirklich beeindruckt von Rosi und ihrer Kiezkneipe. Warum? Das hab ich mich auch schon gefragt. Vielleicht, weil unsere Mamis und Daddies ja oft nicht hier in Berlin leben, zumindest ist es bei uns so. Aber die Damen und Herren in den Kiezkneipen bringen einem das Gefühl zurück. Das ist für mich wahrscheinlich auch der Grund, warum ich diese Locations so lieb gewonnen hab. Tolle Atmosphäre, super günstiges Bier und eine tolle Kneipenbesitzerin namens Rosi.


Adresse und Öffnungszeiten von Rosis Kiezkneipe:

Rosis Kiezkneipe
Bastianstraße 9
13357 Berlin

Mo-Sa: 15.00-23.00 Uhr
So: 11.00-19.00 Uhr

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CRACKERS – Fine Dining in einer einmaligen Atmosphäre

Das Crackers hat mich wirklich begeistert – vom Gesamterlebnis erinnert es mich an das Fame Restaurant (ehem. Katerschmaus), weil es in sich einfach sehr stimmig ist. Das Essen und auch die Drinks sind lecker, die Atmosphäre ist so gemütlich und gesellig, dass man gar nicht mehr gehen möchte und der Service ist charmant und aufmerksam.

An einem Donnerstagabend sind wir im Crackers verabredet. Weil mir irgendwer mal den Floh ins Ohr gesetzt hat, dass das Cookies Cream zugemacht wurde, um dort das Crackers zu öffnen, fahre ich natürlich zum Eingang vom Cookies Cream… wer den kennt, weiß, dass der Eingang super versteckt über einen Hinterhof zu finden ist. Dumm nur, dass die Türen zu waren.. also weiter suchen. Wie ich dann heraus gefunden hab, ist der Eingang vom Crackers kaum versteckt und direkt an der Friedrichstraße – also eigentlich ganz einfach ;)

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Endlich angekommen, öffnet sich die schwere Eisentür nachdem wir artig geklingelt hatten. Wir gehen einen langen Gang entlang, an der Küche vorbei und gelangen in den großen Restaurantbereich, der einst ein Club war. Wir werden freundlich in Empfang genommen und dann nimmt der Gaumenschmaus seinen Lauf.

Das Essen im Crackers ist eine Mischung aus internationalen & regionalen Einflüssen

Zur Vorspeise bestellen wir auf Empfehlung mehrere Gerichte: Fenchelsalat, Tatar vom Rinderfilet und Burrata mit schwarzem Trüffel – dazu bekommen wir noch einen Gruß aus der Küche in Form von eingelegten Sardinen.

Der Feldsalat bekam durch den Pecorino eine schöne würzige Note und die gerösteten Pistazien sorgten für den Crunch im Gericht. Perfekt für warme Tage.

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Das Tatar wurde mit einem Messer in kleine, aber verhältnismäßig grobe Stücke geschnitten, wodurch jeder Gast die wirklich tolle Fleischqualität zu spüren bekommt. Zusammen mit einem Scharlottenschmand, dem Petersiliensalat und dem gebratenen Brot ergibt es ein wirklich tolles Geschmackserlebnis.

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Der Burrata, ein Mozarella auf Kuhmilchbasis, braucht nicht mehr als ein bißchen schwarzen Trüffel und Krustenbrot, um sein volles Aroma zu entfalten.

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Kommen wir zu den Sardinen – ich mag gar keine Sardinen, wollte aber auch nicht unhöflich sein und probierte. Ein Glück, denn zusammen mit den Tomaten, Sardinen und der Kresse war es eine tolle Kombination.

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Die Vorspeisen waren schon wirklich toll, vor allem das Rindertatar und der Fenchelsalat haben es mir angetan – ich kann euch beides nur empfehlen und freute mich wie ein Kleinkind auf die Hauptspeisen. Wenngleich wir die Starters erstmal sacken lassen musste, um Platz zu schaffen.

Zum Hauptgang wählten wir mit dem schwarzen Risotto eine vegetarische Variante und mit dem Kalbskarree eine Fleischgericht.

Was ich noch positiv hervor stellen möchte: Bei allen Gerichten mit Fleisch oder Fisch steht sowohl die Herkunft als auch die Haltung in der Karte. Sehr schön. Das Crackers arbeitet mit kleinen Bauernhöfen zusammen & kennt die Züchter ♡

Das Kalbskarree wird 6 Stunden in Marinade eingelegt und ist butterzart mit feinen Röstaromen. Dazu kann man sich verschiedene Beilagen bestellen – ich hab den Brokkoli gewählt, weil er scharf angemacht wird mit Chili und Ingwer. Hier wäre dann wohl auch mein einziger Kritikpunkt, denn Schärfe hab ich kaum geschmeckt.

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Eine echte Glanzleistung was das schwarze Risotto mit dem geräucherten Radiccio. Würde man das Gericht mit geschlossenen Augen essen, käme einem wohl nicht der Gedanke an ein vegetarisches Gericht in den Kopf… zu sehr erinnert das Rauch-Aroma an eine Fleischkomponente. Für alle, die sich vegetarisch ernähren: Unbedingt bestellen!

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Letzte Runde: Der Nachtisch. Auch hier folgen wir der Empfehlung und wählen die Bubble Berries, sowie den New York Cheese Cake.

Ich steh ja drauf, wenn man Dinge zweckentfremdet einsetzt… die vielen feinen Bläschen der Bubble Berries werden mittels Pumpe und Schlauch von Aquarien hergestellt ;) Zusammen mit dem Buttermilcheis ist das Dessert ein toller und leichter Abschluss.

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Im Gegensatz zum New York Cheese Cake, der nicht ganz so leicht ist, aber dafür super gut. Die Konsistenz ist so wunderbar cremig – obwohl wir eigentlich schon pappsatt waren, wir haben ihn einfach ausgegessen :)

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Die Bar im Restaurant

Was einen Abend im Crackers so gelungen macht, ist wohl auch die Bar auf der einen Seite des Restaurants. Zwischen den Gängen könnt ihr hier noch Drinks zu euch nehmen oder eine rauchen. Keine Angst, im eigentlichen Restaurantbereich ist davon nichts zu merken, die Belüftung sorgt ist sehr gut.

Bei den Drinks lasst euch am besten was auf Empfehlung mixen, der Barkeeper macht einen guten Job und euch wird der Drink garantiert schmecken.

Und ein kleiner Tipp: Fragt mal nach einem Brand auf Basis von Rote Beete, sofern ihr Rote Beete mögt. Der Schnaps ist erstklassig, denn er brennt komplett gar nicht und schmeckt einfach mal nach Roter Beete. Super gut! Hab ich so noch nie getrunken ;)

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Fazit

Das Crackers ist ein tolles gehobenes Restaurant, in dem sich einfach ein ganz wundervoller Abend verbringen lässt.

Durch die Sitzecken oder Sitzlounges eignet es sich auch sehr gut für Business Meeting.


Adresse und Öffnungszeiten vom CRACKERS:

Crackers
Friedrichstraße 158
10117 Berlin

So-Do: ab 19.00 Uhr
Fr-Sa: ab 18.30 Uhr

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Mauerwinzer

Seit September 2015 gibt es den Mauerwinzer an der Ecke Wolliner Straße und dem Postenweg, dort wo DDR-Grenzposten entlang der Mauer ihre Patrouille liefen. Der kleine, aber sehr gemütliche Laden, ist eine Mischung aus Weinverkauf und Weinausschank.

Große Auswahl an Weinen im Mauerwinzer

In den hohen Regalen lassen sich mehr als 100 verschiedene Weine und Sekte aus allen Anbaugebieten Deutschlands finden. Dabei haben die beiden Inhaber auf eine ausgewogene Mischung gesetzt: Von noch unbekannten Weingütern, namhaften Weinbaubetrieben und den Großen der Weinszene ist alles dabei. Auch gibt es regelmäßig ausländische Gastweine mit Bezug zu Deutschland, eine Auswahl an Vintage-Weinen, sowie vegetarische und auch vegan hergestellte Rebensäfte. Die Preise für Weinflaschen zum Mitnehmen beginnen bei 7,90 Euro. Da alle Weißweine und Sekte gekühlt sind, kann man sich prima spontan dazu entschließen, eine Flasche in den nahe gelegenen Mauerpark mitzunehmen, um sie dort beim Sonnenuntergang zu genießen.

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Essen und Getränke

Das Essensangebot ist klein, aber dafür sehr fein: Verschiedene Flammkuchen – auch vegetarische Varianten – die frisch belegt und stilecht im Steinofen gebacken werden. Darüber hinaus Platten mit dem exquisiten Käse von Blomeyer (den man aus vielen gehobenen Restaurants in Berlin kennt) und Wurstspezialitäten von kleinen, ausgesuchten Metzgereien aus Deutschlands Weinregionen. Zu trinken gibt es außer Wein Craft Beer aus Friedrichshain sowie Alkoholfreies wie Wasser, Trauben- und Apfelsecco und verschiedene Kaffeevariationen.

Wir beginnen unseren Abend mit einer Maibowle, deren dezenter Waldmeistergeschmack mit frischen Erdbeeren aufgepeppt wird – lecker!

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Dazu bestellen wir einen Flammkuchen mit Ziegenkäse und Birne und einen großen Wurst- und Käseteller.

Der Boden des Flammkuchens ist herrlich dünn und knusprig. Beim Belag scheiden sich ein wenig die Geister – während mir die feine Note reicht, hätte sich meine Begleitung ein bisschen mehr Ziegenkäse gewünscht. Geschmeckt hat es uns allerdings beiden.

Auf dem gemischten Teller begeistert uns eigentlich jede der verschiedenen Käsesorten und vor allem das Pfälzer Riesling-Sauschwänzel. Das ist eine Art Salamiwurst, die durch ihre Form tatsächlich an ein geringeltes Schweineschwänzchen erinnert.

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Die Preise für das Essen sind durch die gebotene Qualität durchaus angemessen. Bei den offenen Weinen ist für jedes Budget etwas dabei und selbst die günstigeren Weine auf der Karte überzeugen.

 

Veranstaltungen und Location

Der Mauerwinzer bietet immer wieder Weinabende mit verschiedenen Schwerpunkten an. Sonntags wird auch schon mal der „Tatort“ auf Großbildleinwand übertragen, wenn dieser einen Bezug zu Wein hat. Es lohnt sich also, immer mal wieder einen Blick in den Veranstaltungskalender zu werfen.

In den warmen Monaten können die Gäste die Abendsonne auf rund 24 Außenplätzen und der kleinen Terrasse genießen. Für Kinder steht Kreide bereit, mit der sie im kleinen, eingezäunten Hof nach Herzenslust kreativ werden können. Im Winter sorgt ein Kamin im Inneren für romantische Stimmung.

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Die Picknick-Tüte für den Sommer

Neu im Mauerwinzer und klare Empfehlung für alle, die guten Wein beim Sonnenuntergang im Mauerpark oder – noch romantischer – im Birkenwäldchen erleben möchten: Die Mauerwinzer Picknicktüte zum Mitnehmen!
Drin sind zwei Weingläser, ein leckerer Rieslingringel, dazu knuspriges Brot und wahlweise eine gekühlte Flasche Grauburgunder Heiligenberg (der herrlich dezent auf der Zunge prickelt) oder Riesling brut für 14, 90 Euro (Wein) bzw. 19,90 Euro (Sekt).

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Fazit

Der Mauerwinzer ist ein idealer Ort, um ein Weinchen (oder Bierchen) in der Abendsonne zu genießen. Wer dabei Hunger bekommt, kann sich einen Flammkuchen oder die ausgewählten Wurst- und Käsespezialitäten schmecken lassen. Mauerparkbesucher, die keine Lust auf das typische Spätkaufangebot der Umgebung haben, können sich hier mit Wein in Trinktemperatur eindecken.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Mauerwinzer:

Mauerwinzer
Wolliner Str. 20
10435 Berlin

Mo-So: 16.00-23.00 Uhr

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Booze Bar

Friedrichshain ist für vieles bekannt, nicht aber unbedingt für hochwertige Drinks und Cocktailkunst- zumindest nicht rund um die Simon-Dach-Straße. Happy Hour und günstige Drinks gibt es en masse inklusive Ballermann Stimmung mitten in Friedrichshain.

Eine Ausnahme stellt da sicherlich die Booze Bar dar. Die Barkeeper der Bar in der Boxhagener Straße verstehen ihr Handwerk. 2015 mit dem Mixology Award ausgezeichnet stehen außergewöhnliche und hochwertige Drinks auf der Getränkekarte der Booze Bar.

Ohne es mit der Cocktailkunst zu übertreiben und mit „offener Tür“ werden vom sympathischen Team immer wieder neue Cocktails kreiert. Lounge Sessel, ein langer Bartresen, Kicker – die Booze Bar ist der perfekte Ort in Friedrichshain für wirklich gute Getränke. Man kann a la carte bestellen, besser ist aber die persönliche Beratung :-).

Die Drinks haben natürlich ihren Preis, einen 3,50 EUR Cocktail wird man hier mit Sicherheit nicht finden- zum Glück.

Fazit: Ein tolle Bar in Mitten des „Ballermanns“ von Friedrichshain

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Zum Stammtisch

Um so häufiger ich in Eckkneipen gehe, desto mehr erfreue ich mich an der Heimeligkeit dort. Ein Ort, der wirklich sehr viel Familiäres hat, ist die Kneipe „Zum Stammtisch“ in Moabit.

„Zum Stammtisch“ seit 1969

Seit über 45 Jahren gibt es die Location schon, auch das ist ein Punkt, der diese Orte so besonders macht. Der Laden „Zum Stammtisch“ ist Inhabergeführt von den beiden Besitzern Regina & Klaus. Die beiden junggebliebene Herrschaften nehmen uns freundlich auf und erzählen uns viel über den Laden und die Jahre, die sie hier als Wirte verbrachten. Ähnlich wie bei Gitti, ist auch bei Regina und Klaus noch kein Ende in Sicht. Sie wollen es nicht ewig machen, aber so lange die Freude und Gesundheit bleibt, werden die beiden den Laden noch weiter rocken.

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Die beiden Inhaber: Regina & Klaus

 

Über die Jahre sammeln die beiden das ein oder andere Bild und den ein oder anderen Nippes an. Das mag im ersten Moment trashig wirken, ist aber eigentlich ein toller Einblick in die Historie und auch in die Beiden als Menschen. So viel persönliches findet man in den neuen Bars wohl kaum noch.

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Die beiden Töchter des Wirtspaares – links ganz klein und rechts im erwachsenen Alter.

 

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Zum Stammtisch kurz nach der Eröffnung – unverkennbar dank der alten Autos ;)

 

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25 Jahre alt ist das Bild – im Sommer lässt es sich prima draußen sitzen.

 

Berliner Luft im Martini-Glas

Wir haben noch nie eine so wunderschöne Berliner Luft serviert bekommen. Der Pfefferminzlikör wird normalerweise immer in kleinen Shot-Gläsern kredenzt und so trinkt man die Berliner Luft auch eigentlich immer auf Ex. Nicht so im „Zum Stammtisch“ – hier bekommt man die Berliner Luft in Martini-Gläsern mit Eiswürfeln und Limette. Und dann ist auch nichts mit „Auf Ex“ – nein, wir schlürfen ganz genüßlich Schluck für Schluck unser Gläschen leer.

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Wer nicht nur tröpfchenweise an der Berliner Luft nippen möchte, bekommt auch verschiedene Biersorten und allerlei andere Spirituosen.

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Für den kleinen Hunger zwischendurch werden echte Berliner Bouletten, Wiener Würstchen & Co. gereicht, soll ja keiner vom Barhocker fallen ;)

Atmosphäre

Wie ihr wahrscheinlich schon in den ersten Zeilen heraus lesen konntet – die Kneipe „Zum Stammtisch“ ist wie ein Besuch im Elternhaus oder bei alten Freunden zumindest aus meiner Sicht. Einfach weil es so gemütlich ist, die Menschen dort einen offen begrüßen und man schnell ins Gespräch kommt. Obwohl wir uns im ersten Moment wie Außerirdische im Vergleich zum Stammpublikum fühlen, dauert es keine Minute bis wir in die Runde aufgenommen wurden.

Fazit

Eine wirklich tolle und höchst gemütliche Kneipe, deren Besitzer zwei sehr charmante und gastfreundliche Leute sind. Ein Besuch ist unbedingt empfehlenswert.


Adresse und Öffnungszeiten von der Kneipe Zum Stammtisch:

Zum Stammtisch
Bredowstraße 15
10551 Berlin

Mo, Mi-So: 16.00-23.30 Uhr

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The G&T Bar

Die G&T Bar war bis vor kurzem noch in der Friedrichstraße auf einem Hinterhof zu finden. Das Licht der Welt entdeckte die Bar als Pop-Up-Bar. Der Erfolg, der sich mit einer doch sehr monothematischen Bar erzielen ließ, hätte damals wohl keiner vermutet.

Zu Beginn sollte es die G&T Bar etwa ein halbes Jahr geben. Doch das Ende der Bar wurde immer ein Stück weiter nach hinten verschoben. Jetzt, Mitte Januar 2016, war es dann doch so weit. Die G&T Bar wurde geschlossen – aber nicht für immer. Die Bar hat ein neues Zuhause gefunden.

Die G&T Bar im Hotel ZOE

Die Bar mit den vielen Gin-Sorten ist in das Hotel ZOE, dass zur Amano Group gehört, am Hackeschen Markt gezogen. Entsprechend ist auch die Atmosphäre deutlich stylischer, aber auch etwas kühler geworden. Das viele Grün der ehemaligen G&T Bar ist einem tiefen Schwarz gewichen. Stammgäste der alten Bar werden die Vitrine wieder erkennen, die jetzt deutlich besser zu Geltung kommt.

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Mit etwas über 50 Ginsorten sollte jeder Gin-Liebhaber glücklich gemacht werden können. Zudem werden auch immer wieder neue Ginsorten ins Sortiment aufgenommen. Die Drinks reichen vom klassischen Martini bis hin zu selbst kreierten Gin-Cocktails – natürlich gibt es auch den Namensgeber Gin Tonic ;) Preislich zahlt ihr im Schnitt etwa 10-15 EUR, damit liegen die Preise doch schon über denen der damaligen G&T Bar.

Bereits getestet und für gut befunden: Den Garden Gin mit Sellerie und Gurke.

 

Atmosphäre

Es gibt nun ein paar Sitzplätze und Couchecken, in die man sich reinsetzen kann. Viel schöner ist es aber direkt an der ziemlich langen Theke. Von da aus lassen sie die vielen Ginsorten bestaunen und den Bartendern beim Mischen über die Schulter schauen. Ziemlich süß sind die vielen kleinen Mini-Ventilatoren, die an der Decke angebracht sind.

Was aber fehlt, sind die übercoolen Tanqueray-Lampen. Wir haben uns sagen lassen, dass die im Keller gelandet sind – wahrscheinlich weil die neue Hausmarke Gin Sul (aus Hamburg) das nicht so witzig gefunden hätte ;)

Ach so, und die G&T Bar ist nach wie vor eine Raucherbar.. aber gut belüftet.

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Fazit

Die Bar ist toll, nach wie vor. Dennoch scheint sie irgendwie erwachsen geworden zu sein… Die Preise sind höher, das Interieur edler. Ein Umzug vom stilvollen WG-Zimmer zur Loft-Wohnung im Townhouse fände ich als Vergleich ganz passend ;)


Adresse und Öffnungszeiten von der G&T Bar:

G&T Bar im Hotel Zoe
Große Präsidentenstraße 6-7
10178 Berlin

Wegen Corona vorübergehend geschlossen.

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The Hat – Jazzbar

Eines, der coolsten Erlebnisse ist es doch, wenn man nichts erwartet und mit etwas ganz tollem überrascht wird. The Hat hat genau das geschafft. Wir waren bei Michael Nast und haben uns die Gründe und Nicht-Gründe für die Generation Beziehungsunfähig angehört – ob es an den Worten lag oder wir einfach noch eine Runde quatschen wollten… wir wissen es nicht, es war wohl eine Mischung aus beidem, dass dazu führte, dass wir in Westberlin etwas verzweifelt nach einer tollen Bar suchten. Gesucht, aber auch gefunden!

Die Jazzbar „The Hat“

Die Jazzbar „The Hat“ liegt in den S-Bahn-Bögen am Zoologischen Garten, sobald ihr aber den Raum betretet, fühlt ihr euch sofort wie in einer anderen Stadt. Es hat was von Südstaatenflair, mich persönlich erinnerte es aber an eine Bar in Brooklyn/ NYC namens St. Mazie, die ebenso Live-Musik spielte, die auch diesen langen Tresen hatte und tolle Cocktails ausschenkte, während die Rotorblätter des Ventilators für ein bißchen Frischluft sorgten. Die Bar „The Hat“ lässt mich sofort ein bißchen wehmütig werden und an die Zeit in NYC zurückdenken.

In der Bar gibt es jeden Abend Live-Musik – mal mit und mal ohne Sänger/in, aber immer ohne dass dafür extra Eintritt gezahlt werden muss. Die Akustik des Raumes ist super, denn, obwohl die Bar nicht gerade als weitläufig zu beschreiben ist, dröhnt die Musik dennoch nicht so stark, dass man sich nicht mehr unterhalten kann. Live-Musik ist schon wirklich klasse und verleiht dem Abend und dem Aufenthalt in einer Bar gleich einen ganz anderen Charme.

Drinks im „The Hat“

Ein Teil der Karte ist direkt über dem Tresen und den ganzen Spirituosen zu finden, den Rest erzählen euch die Bartender ;) Fragt sie nach einer Empfehlung!

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Eigentlich wollten wir auch nur noch ein Weinchen trinken – aber in einer solchen Bar ist das praktisch unmöglich. Es geht einfach nicht. Die Atmosphäre verlangt einfach einen Longdrink oder Cocktail. Etwas stilvolles. Etwas in tollen Gläsern.
Wir entschieden uns für einen Gin Tonic mit Gin Sul aus Hamburg, Orange und Rosmarin. Hervorragend. Allerdings war das tolle Geschmackserlebnis bei einem Preis von 11,00 EUR auch Vorraussetzung ;)

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Die Atmosphäre

Die Bar ist eine Raucherkneipe – wie ihr aber an den Fotos sehen könnt, ist das mit der Rauchbelästigung durchaus erträglich. Viel besser noch, im Prinzip merkt man es gar nicht ;) Das Publikum ist eher etwas älter, viele tragen Anzug (aber leger, nicht im Banken-Style), sodass sich die Herrschaften recht gut in das Bild einer Jazzbar einfügen. Auch wenn es Live-Musik gab, so tanzte doch niemand. Vielleicht wird am Wochenende eher mal das Tanzbein geschwungen, anbieten würde es sich ja, auch wenn es nicht sooo viel Platz dafür gibt.

Das „The Hat“ gibt es übrigens auch noch mal in St. Petersburg – wer mal zufällig dort ist: Schreibt uns mal, ob der Laden genauso ist wie in Berlin ;)

Fazit

Das The Hat ist eine wirklich tolle Jazzbar. Ihr braucht ein bißchen mehr Geld, um dort den ganzen Abend zu verbringen, erhaltet dafür aber auch fantastische Live-Musik und einen Hauch New York.


Adresse und Öffnungszeiten vom The Hat:

The Hat Bar
Lotte-Lenya-Bogen 550
10623 Berlin

Mo-So: 20.00-2.00 Uhr

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