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Foxtrail – Berlin spielend entdecken

Ihr liebt es zu spielen? Seid Escape Game Fans? Oder entdeckt gerne Städte via Schnitzeljagd? Dann haben wir für euch das passende Freizeitevent in Berlin – Foxtrail. Foxtrail vereint Schnitzeljagd, Stadtführung und Escape Game. Berliner werden jetzt wahrscheinlich denken, dass es für sie sicherlich nicht ganz so interessant ist. Nein, das können wir nicht bestätigen. Denn wie sooft nimmt man seine Umgebung gefiltert war und insbesondere Berlin als Flächenstadt bietet mit Sicherheit zahlreiche unerforschte Ecken. Berlin Mitte hingegen ist mir tatsächlich nicht ganz so unbekannt bzw. zumindest dachte ich das. Nichtsdestotrotz habe ich das erste Mal so wirklich – ich verrate es natürlich nicht – bestimmte Ecken und „Gegenstände“ bewusst wahrgenommen und Berlin wieder ein Stück mehr entdeckt. Aber in erster Linie geht es bei Foxtrail auch nicht ums Entdecken, sondern um den Spiel- und Rätselspaß. Und der kommt mit Sicherheit nicht zu kurz.

Aber zurück auf Start –  Foxtrail im Detail

Wer Foxtrail bucht, beginnt sein Spiel in einem Store in der Friedrichstraße – vorausgesetzt ihr habt die „Berlin Mitte“ – Variante gebucht. Von dort aus werdet ihr ausgestattet mit ein paar wenigen Utensilien in die weite Mitte-Welt hinaus geschickt, um den Fuchs zu jagen. Genau „Foxtrail“, hier schließt sich der Kreis. Und der Fuchs bzw. seine zum Teil auch digitale Fährte führt euch ca. 4 km durch Irrungen und Wirrungen des wahrscheinlich meist besuchten Stadtteil Berlins. Mehr verrate ich an dieser Stelle auch nicht. Ich habe schon einige Escape Games gespielt und bin großer Rätsel-Fan. Foxtrail bietet hier auch zum Teil technisch aufwändige Rätsel, die mit jedem klassischen Escape Game mithalten können. Wer nicht weiter kommt, hat übrigens ebenfalls wie beim Escape Game die Möglichkeit entweder in den zu Beginn ausgehändigten Spielunterlagen nach einer Hilfestellung zu suchen, via SMS oder im schlimmsten Fall auch per Anruf die erlösenden Tipps zu erfragen.

Foxtrail | Fazit  

Pro Person kostet das Spiel 25 EUR. Die Gruppengröße ist rein theoretisch nicht begrenzt. Wichtige Voraussetzung, ihr solltet gerne zu Fuß unterwegs sein. Denn für das Spiel könnt ihr ca. 3 Stunden einplanen. Und nur einen kleinen Anteil dieser Zeit werdet ihr nicht laufen. Auch eine altersmäßige Beschränkung gibt es nicht. Insbesondere Kinder haben hier oft den Blick fürs Detail. Einziges Manko – mir persönlich hat etwas der Wettbewerbscharakter gefehlt.  Es gibt keine zeitliche Beschränkung sowie kein gegnerisches Team. Aber gut. Ein zeitliches Ziel könnt ihr euch natürlich selber stecken. Letztendlich ist Foxtrail eine gelungene Kombination aus Spielspaß und Stadtentdeckung. Auf der Website könnt ihr das Spiel direkt buchen. 

Yafo Berlin – Gastfreundschaft & Essen aus Tel Aviv

Habt ihr schon mal bewusst auf den Moment geachtet, wenn ihr durch die Tür kommt und ein Restaurant betretet? Der erste Moment ist für mich immer besonders, weil er sofort die Atmosphäre des Restaurants transportiert. Als wir das Yafo in Mitte betreten haben, entgegnete uns ein Gastraum voll gut gelaunter Menschen. Alle sitzen beisammen in Gruppen an großen und kleinen Tischen. Es wird gegessen, getrunken, aber auch geredet und gelacht. Die Stimmung ist locker, positiv und lebensbejahend. Nur Sekunden später werden wir vom Service in Empfang genommen und an unseren Platz gebracht. Eigentlich wundert es auch nicht, dass das Yafo so aufgeweckt und fröhlich wirkt. Shani, die Besitzerin, kommt aus Tel Aviv und wie auch schon in anderen israelischen Restaurants, geht es hier mehr um die gemeinsame Zeit als ums reine Essen. Wobei das im Yafo genauso sensationell ist. 

Das Gefühl Tel Avivs mitten in Berlin

Unser Platz ist direkt unter dem großen Foto einer alten Dame. Wie Shani uns erzählt, ist es ihre Urgroßmutter, die bereits über 100 Jahre ist. Gleichzeitig fügt Shani hinzu, dass es die positive Lebenseinstellung ist, die ihre Uroma hat so alt werden lassen. Auch Shani selbst ist ein Energiebündel mit einer wunderbar positiven Ausstrahlung. Und genau dieses positive Gefühl überträgt sich auf das Team und auf die Gäste. Auch wenn wir uns das Treiben im Restaurant noch eine Weile hätten anschauen können, so waren wir natürlich auch gespannt auf die Speisen im Yafo. Auf der Speisekarte stehen etwa 12 Gerichte zwischen 6,00-13,50 EUR, dazu gibt es wöchentliche Specials und ein Lunchangebot für 8,50 EUR. Weil wir uns nicht so richtig entscheiden können, lassen wir uns eine Empfehlung aus der Küche zusammenstellen. 

Der Geschmack Tel Avivs mitten in Berlin

Als Knabberei vorab erhalten wir marinierte Kichererbsen, die gerade für ein neues Gericht feingetunt werden. Allein das Pitabrot war sensationell fluffig, weich und lecker. Das Hummus zusammen mit der gebackenen Aubergine überzeugte uns genauso wie das Seafood-Special mit Linsen. Auch der Ziegenkäse mit den Walnüssen war ein Traum, ebenso wie der „Parmesanberg“ unter dem sich Spinat, Brokkoli und Erbsen befanden. Zwischendurch ertönte eine Glocke, die alle Gäste zum gemeinsamen Shot trinken aufruft. Gut, wer dann in der Nähe der Theke sitzt und sich rasch noch einen Shot bestellen kann. Es sind diese kleinen Momente, die das Yafo so besonders machen. Als Dessert erhalten wir eine Variation aus Tiramisu, Mousse au Chocolat und Mahalabeya. Letzteres ist ein arabischer Milchpudding mit Rosenwasser, Granatapfelkernen und Pistazien, der jedoch deutlich fester ist als wir Pudding hierzulande kennen. Die Speisen waren allesamt so frisch, lecker und fein abgeschmeckt, dass ich euch nicht sagen kann, was mein absolutes Highlight war. Obwohl es meistens bekannte Zutaten waren, so ist die Kombination und die Art der Zubereitung doch so anders, dass die Speisen uns immer überraschten. 

Fazit zum Yafo

Es ist ganz wunderbar, dass es immer mehr Locations gibt wie das Yafo. Diese Gastfreundschaft erlebt man in Berlin ja nicht in jeder Location. Dass es aber viel cooler ist, Menschen mit einem Lächeln zu begrüßen als mit verzogener, ausdrucksloser Miene bestätigt das Yafo ein Mal mehr. Das Yafo bringt Schwung in die Berliner Gastro-Szene und wir lassen uns so gerne davon anstecken. Freunde, geht ins Yafo (reserviert unbedingt) und ihr werdet einfach einen ganz wundervollen Abend erleben. 

GOOD TO KNOW
Atmosphäre
 | Fröhlich, ausgelassene Stimmung
Preisniveau | Speisen 6,00-13,50 EUR, Cocktails ab 8,50 EUR
Besonderheiten | Das Yafo kann für Events gemietet werden, Business-Lunch von 12.00-16.00 Uhr

KONTAKT
Adresse | Gormannstraße 17B, 10119 Berlin
Haltestelle | U Rosenthaler Platz
Öffnungszeiten | Mo-So: 12.00-3.00 Uhr 

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Royals&Rice – Restaurant, Galerie, Jazz-Konzerte

Vietnamesische Restaurants gibt es in Berlin wahrscheinlich mehr als Currywurstläden. Pho ist mittlerweile genauso wenig exotisch wie Döner. Lampions und Bambuspflanzen hat man auch schon öfter gesehen. Es ist nicht leicht sich abzuheben mit Reis und Sommerrollen. Die asiatische Küche boomt. Wenn man vor Überangebot überlegt, das Curry doch in den eigenen vier Wänden zuzubereiten, sollte man sich für die Wände der Brüder Butch und Bubinin der Torstraße 164 entscheiden. Das Royals&Rice bietet nicht nur gemütliche Wohnzimmeratmosphäre, sondern ist gleichzeitig außergewöhnlich ungewöhnlich.

Das Royals&Rice: Kleine Karte, großes Angebot

Auf den ersten Blick erscheint das Royals&Rice wie jedes andere hippe Restaurant in Mitte. Minimalistisch-industrielles Design, viele Pflanzen, holzverkleidete Wände, Kerzen in Einmachgläsern, Ginflaschen als Blumenvasen. Auf Kreidetafeln steht das Wochenmenü, in der Bar hängen Bananenkisten voller Spirituosen. Auf den zweiten Blick entdeckt man die Couches in den Winkeln des Restaurants, die über den Tischen schwebenden Lampen, die ungewöhnlichen Bilder an den Wänden. Die Einrichtung ist nicht nur cool, sondern auch sehr liebevoll. „Alles selbst gebaut“, sagt Butch und grinst. Als sein Bruder und er das Restaurant vor fünf Jahren eröffnet haben, hatten sie kein Geld für einheitliche Möbel oder aufwendiges Design. Die Tischplatten sind recycelt, die Accessoires bunt zusammengewürfelt.

Knackig-frisch: Papayasalat und veganes Suhsi

Auch in der Karte erkennt man die Kreativität und den guten Geschmack der Brüder aus Saigon. Obwohl die Karte sehr übersichtlich ist, lebt sie von experimenteller Vielseitigkeit. Die Vorspeisen sind klassisch. Zwischen Kimchi, Wan Tan und Dumplings entscheiden wir uns für einen Papaya-Salat und die veganen Avocado-Sommerrollen von der Wochenkarte, die mittags 2,50€ und abends 3,50€ kosten. Sommerrollen schmecken, denkt man, wie Sommerrollen eben schmecken, wenn sie gut gemacht sind: frisch und leicht. Nicht im Royals&Rice. Wahrscheinlich ist es die kreative Zutatenkomposition in Kombination mit der würzigen Hosin-Sate-Soße, die diese Sommerrollen so besonders machen. Wir waren positiv überrascht, auch vom knackigen Papaya-Salat mit dem hauseigenen Limetten-Dressing.

Veganes Sushi und preisgekrönte Burger

Warum eigentlich „Royals&Rice“, fragen wir uns, als wir die hausgemachte Granatapfel-Limonade probieren.

„Vietnam ist kein reiches Land. Da kann nicht jeder essen, was er will. Nur Reis. Reis ist für alle da“,

sagt Butch.

Er wollte einen Ort erschaffen, an dem sich jeder alles leisten kann. Im Royals&Rice sind quasi alle Royals. Die Philosophie des Restaurants spiegelt das bunte Klientel wieder. Neben Familien sitzen junge Pärchen, Studentengruppen, Rentner, Geschäftsfrauen. Die Atmosphäre ist so gemütlich, dass man tatsächlich vergessen kann, nicht im eigenen Wohnzimmer zu sitzen. Wir können uns, mit Blick auf die Teller an den anderen Tischen, kaum entscheiden, was wir als Hauptspeise bestellen wollen.

Aus der Qual der Wahl wird die Empfehlung des Hauses

Wir lassen uns von Butch die Entscheidung abnehmen. Auf unserem Tisch landen zarte Rindfilet-Würfel auf knackfrischem Gemüse mit Reis und veganes Sushi. Genauso schön, wie das Essen angerichtet ist, schmeckt es auch. Das Rindfilet ist butterweich und auf den Punkt gebraten. Das Dressing ist eher herb-sauer und mit vielen Kräutern bestückt. Umgehauen hat uns allerdings das vegane Sushi, das in der Karte als „Old Berlin Queen“ angeboten wird. Die Gemüsekombination aus Spargel, Aubergine, Avocado, Tomate und Gurke passt perfekt zu der knusprigen Ummantelung und der fruchtig-frischen Guacamole. Ich bin eigentlich kein großer Sushi-Fan. Hatte aber beim Essen das Gefühl, selten etwas so leckeres gegessen zu haben. Weil die Portionen doch sehr groß sind, haben wir es nicht mehr geschafft, den preisgekrönten Banh Bao Burger zu probieren. „Vier Mal haben wir mit dem schon gewonnen“, sagt Butch und meint das Burgers&Hip-Hop Festival, das sich einst großer Beliebtheit erfreute.

Das Royals&Rice ist nicht nur ein Restaurant, sondern Wohnzimmer, Atelier, Konzertraum

Zwischen Hauptspeise und Dessert brauchen wir eine kleine Pause. Wir haben Zeit, uns im Restaurant umzuschauen, das viel größer ist, als man denkt. Im hinteren Teil befindet sich noch ein extra Zimmer. 140 Leute haben insgesamt Platz. Die Bilder an den Wänden heben sich vom Design des Restaurants ab. „Ja“, sagt Butch und nickt. Alle drei Monate bieten die Brüder einem neuen Künstler die Möglichkeit, in ihrem Restaurant Bilder aufzuhängen, Menschen zu inspirieren und bei Interesse auch zu verkaufen. „So ändert sich unser Restaurant immer wieder, nicht nur auf der Wochenkarte“, sagt er. Und die holzverkleidete Erhebung im linken Teil des Restaurants? „Jazz&Soul“, sagt der Besitzer. Am Wochenende ab 20 Uhr gibt es hier Livemusik. Wohnzimmer, Atelier, Konzertraum: das Royals&Rice ist ein Ort der andersartigen Überraschungen.

Mochi, Matcha und vietnamesischer Kaffee

Wir sind jetzt bereit für den Nachtisch und nach allem was wir gehört haben, noch gespannter. Den vietnamesischen Kaffee, mit karamellisierter Kondensmilch zubereitet. „Müssen wir probieren“. Dazu entscheiden wir uns für Mochi, japanische Reiskuchen mit süßer Bohnenpastetenfüllung, und eine Matcha Crème brûlée. Der Kaffee, importiert aus Vietnam, wird frisch am Tisch aufgegossen, ist sehr stark und durch die Kondensmilch lieblich-süß. Lecker, aber weniger besonders als erwartet. Was uns allerdings geschmacklich überwältigt sind die beiden Desserts. Es lohnt sich, Platz für japanischen Reiskuchen zu lassen. Die Konsistenz ist verrückt und der Geschmack exotisch. Die Bohnenpastete schmeckt wie eine Mischung aus Zartbitterschokolade und Erdnussbutter und ist in Kombination mit dem Reiskuchen einzigartig. Auch die mit Cranberries bestückte Matcha Crème brûlée überrascht uns positiv. Sie ist grün, schmeckt aber weniger intensiv nach Matcha, als sie aussieht. Die Portionen sind üppig und ein wenig zu viel für einen kleinen Nachtisch.

Fazit zum Royals&Rice

Das Royals&Rice lebt von seiner exotischen Andersartigkeit. Butch und Bubin haben es mit ihren bunten Gerichten geschafft, den Geschmack Vietnams neu zu verpacken. Die Küche ist kreativ und authentisch gleichermaßen. Man schmeckt die Energie, das Herzblut und die Liebe zum Detail, die das Restaurant ausmachen. Die Atmosphäre ist gemütlich und herzlich. Ich würde jederzeit wiederkommen: mit meinen Freundinnen, mit meinen Eltern, mit meiner Oma, mit meiner Chefin und mit meinem Date. Das Royals&Rice hat keine Zielgruppe und die moderaten Preise erlauben es fast jedem, in eine Welt einzutauchen, die mehr ist als Curry und Bambuspflanzen.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre
 | Gemütlich, für alle Altersgruppen
Preisniveau | Vorspeisen: 4,00 – 9,00 Euro, Hauptgerichte:  11,00 – 16,00 Euro, Nachtisch: 4,50 EUR
Besonderheiten | Banh Bao Burger war mehrfacher Gewinner bei Burgers&HipHop

KONTAKT
Adresse | Torstraße 164, 10115 Berlin
Haltestelle | U Rosenthaler Platz
Öffnungszeiten | Mo-So: ab 11.00 Uhr 

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Beavis Bar – Berlins neue Craft Spirits Tasting Bar

Die Beavis Bar in Mitte hat es geschafft, ein völlig andersartiges Barkonzept auf die Beine zu stellen. Über 600 Spirituosen, vornehmlich aus kleinen Manufakturen können hier verkostet werden. Auch wenn es sicherlich zig Möglichkeiten an Cocktailkreationen geben würde, klassisches Bartending steht hier nicht an erster Stelle. Es ist vielmehr eine feine Tasting Bar mit Spirituosen aus der ganzen Welt. Wem also schnell langweilig wird und Lust hat, Neues zu probieren, ist hier genau richtig.

Die Beavis Bar und die Qual der Wahl mit über 600 Spirituosen

Normalerweise erfreuen wir uns ja immer an eher kleiner gehaltenen Karten, weil es meist für mehr Qualität bei den Produkten steht. Anders ist es in der Beavis Bar. Mehr als 600 Spirituosen (davon etwa 60-65 Ginsorten), die vor allem auf Reisen oder über persönliche Kontakte ausgesucht wurden, schmücken die Theke. Schriftlich festgehalten sind die Meisterwerke in einem großen schwarzen Buch, ich nenne sie mal liebevoll die „Holy Spirits Bible“. Wer sich jetzt auf eine schier unendliche Anzahl an Cocktails und Longdrinks freut, liegt jedoch falsch. In der Beavis Bar werden die Spirituosen in 3er-Flights verkostet. Dabei könnt ihr zwischen bereits zusammengestellten Flights wählen oder euch vom Team direkt etwas kreieren lassen. Selbst die Reihenfolge wird euch empfohlen, damit ihr den perfekten Trinkgenuss erlebt. Wer sich für süß und cremig begeistern kann, sollte unbedingt den Chocolate Orange Geist & Korn Flight wählen. Daraus durften wir zum Abschluss noch einen Kurzen trinken, der sensationell lecker war. 

Doch Lust auf einen Longdrink?

Wer nicht an sich halten kann und doch einen Longdrink präferiert, bekommt ganz im Beavis-Bar-Style alle Zutaten einzeln serviert. Bei einem Gin Tonic ist das beispielsweise Gin und nein, nicht einfach nur Tonic. In der Beavis Bar ist eben alles ein bißchen anders. Ihr bekommt also Gin, einen Tonicsirup und Wasser, das besonders sprudelig ist. Alle drei Sachen könnt ihr dann ganz nach eurem Gusto zusammenführen. Das Gleiche wird u.a. auch mit einem Quittenbrand angeboten, was mir ganz exzellent geschmeckt hat. 

Rustikales Barfood für Zwischendurch

Wer eine solche beeindruckende Auswahl an Spirituosen hat, glänzt auch beim Barfood. Südtiroler Schüttelbrot und eine Auswahl an Entensalami und großen Kapern sorgte bei uns dafür, dass der Alkohol nicht zu schnell zu Kopfe steigt. Wer kein Fleisch mag, kann auch auf eine Käseplatte freuen. 

Little Bar Convent Berlin

Als wir so in der Beavis Bar saßen, kam mir unweigerlich der Vergleich zum Bar Convent in Berlin. Die Fachmesse für die Bar- und Getränkeindustrie verwandelt die Station am Gleisdreieck jedes Jahr für drei Tage in ein riesiges Spritiuosen-Craft-Beer-Coffee-Paradies… und mit riesig meine ich wirklich ausufernd. An einem Tag ist es nicht machbar, sich alle Stände anzusehen (und dort auch jedes Mal etwas zu verkosten). Lange Rede, kurzer Sinn. Ab sofort gibt es das Bar Convent praktisch das ganze Jahr über in der Beavis Bar. Die Auswahl an handgemachten Spirituosen kleiner Manufakturen ist sehr wahrscheinlich sogar vielfältiger. Also liebe Gastros, lasst euch von der Beavis Bar doch mal inspirieren. Und alle Craft-Spirits-Enthusiasten haben jetzt sozusagen eine neue Hausbar, eben nur mit einer dezent größeren Auswahl als daheim.

Fazit zur Beavis Bar

Die Beavis Bar ist schon eher eine (hochprozentige) Nerd-Bar im positiven Sinne. Wer keinen Fabel für Spirituosen aller Art hat, wird hier wahrscheinlich nicht ganz glücklich werden. Es ist keine Kneipe, keine Cocktailbar. Aber wenn sich eurer kleinen oder großen Leidenschaft, Neugier und Wissensdurst paart, ist die Bar in der Veteranenstraße genau eure Adresse. Zu fast jeder Flasche gibt es einen Entdeckungsgeschichte, was die ganze Atmosphäre dann wiederum ganz heimelig macht. Zukünftig sind übrigens auch Tastingevents im hinteren Raum geplant. 

GOOD TO KNOW
Atmosphäre
 | Super gastfreundlich, sehr kleiner, heller Vorderraum mit etwa 12 Sitzplätzen
Preisniveau | 3er Flight ab 11,00 EUR
Besonderheiten | Über 600 Spirituosen aus der ganzen Welt
Rauchen | Nein

KONTAKT
Adresse | Veteranenstraße 11, 10119 Berlin
Haltestelle | U Rosenthalter Platz, Tram Brunnenstr. / Invalidenstr.
Öffnungszeiten | Di-Sa: ab 17.00 Uhr

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Die Ausspanne – Deutsche Küche im Traditionslokal

In Berlin ist das Angebot an internationaler Küche so riesig, dass man sich keine großen Gedanken machen muss, wo man als nächstes hingehen könnte. Aber was, wenn einen mal die Lust packt, gute, bodenständige, deutsche Küche auf dem Teller zu haben? Wir haben da einen Tipp: ab in die Ausspanne in Prenzlauer Berg, oder, genauer gesagt, in die Kastanienallee.

Bevor wir zum Essen kommen, erstmal etwas zur Geschichte der Ausspanne. Die Kastanienallee spielt da nämlich eine gar nicht mal so unwichtige Rolle. Die Familie Hauptmann, die die Ausspanne betreibt, blickt auf eine bereits 95-jährige Familiengeschichte in dieser Straße zurück. Und genau das nehmen Otto, Uwe und Maximilian Hauptmann in ihrem Restaurant in Form von Dekoration wie alten Blechschildern, Vasen und Bildern auf. Die Lampe über unserem Tisch zum Beispiel, gedenkt dem Urgroßvater, der in der Kastanienallee eine Fleischerei betrieb. 

Die richtige Umgebung für einen Abend mit gutbürgerlicher deutscher Küche hatten wir also schon mal gefunden, als nächstes wollten wir natürlich testen, ob das Essen genau so überzeugt. 

Deutsche Küche modern interpretiert in der Altberliner Schankwirtschaft Ausspanne

Als Erstes gab es einen kleinen Gruß aus der Küche. Wir bestellten Grauburgunder und, ganz klassisch, Bier zum Essen und überbrückten die Zeit bis zur Vorspeise damit, uns all die Deko in dem kleinen, gemütlichen Speiseraum anzusehen.

Da sowohl ich als auch meine Begleitung keine besonders guten Entscheidungstrefferinnen sind – schon gar nicht, wenn es ums Essen geht – bestellten wir zwei verschiedene Vorspeisen und teilten. Wir entschieden uns für einen gemischten Salat mit eingelegten Schwarzwurzeln und frischem, selbstgebackenem Zwiebelbrot. Der Salat schmeckte nicht nur sehr gut. Er sah, dank essbarer Blumendeko, auch noch besonders schön aus. Das frische, warme Brot passte perfekt dazu und hätte meiner Meinung nach gern auch noch mehr sein können, allerdings hätten dann vielleicht die noch kommenden Gänge nicht mehr reingepasst. Unsere zweite Vorspeise waren Rindermaultaschen mit Babyspinat, Birne und Bergkäseschaum. Die waren so gut, dass wir sie gerne auch bei den Hauptspeisen, als größere Portion, gesehen hätten. Genau wie unser Tischnachbar, der danach beim Bestellen auch fragte.

Welche Hauptspeisen haben wir gegessen?

Alternativ bestellten wir zum Hauptgang Zanderfilet und Kalbstafelspitz – und wir waren nicht enttäuscht. Das gebratene Zanderfilet mit Grauburgunder-Soße, Minz-Erbsen und Nussbutter-Stampf war nicht nur super zart. Die Zutaten waren von Küchenchef André Pilz auch perfekt aufeinander abgestimmt. Tafelspitz klang für mich und meine Begleitung bisher immer irgendwie langweilig und wurde von uns mit Essen konnotiert, welches man als Kind nicht mochte, trotzdem aber essen musste. Wir nahmen die Herausforderung an und siehe da: gebratener und gesottener Kalbstafelspitz mit Wurzelgemüse, Apfel und Bouillionkartoffeln überzeugte uns direkt. Ein traditionelles Gericht modern interpretiert. Genau darum geht es in der Küche der Ausspanne auch. An die Leber, die trotz der wechselnden Gerichte immer auf der Karte steht, haben wir uns dann doch noch nicht ganz rangetraut, sind uns aber sicher, dass wir uns beim nächsten Besuch auch davon überzeugen lassen können. 

Zum Abschluss gab es für uns noch eine Käseplatte und einen Mumpe-Schnaps als Absacker. Sehr gesättigt durften wir dann noch mit Uwe Hauptmann eine Runde durch die Räumlichkeiten drehen und uns viele spannende Geschichten zur Kastanienallee und dem Haus anhören.

Und wer sich, wie wir, nach einem Abend mit deutscher Küche kaum noch bewegen kann, der kann direkt ins angrenzende Hotel Kastanienhof einchecken und in einem der Zimmer ein Verdauungsschläfchen halten – umgeben von Malereien des historischen Berlins, Relikten aus vergangenen Zeiten und einer sehr gemütlichen Atmosphäre.

Fazit zur Ausspanne

Wir kommen sehr gerne wieder. Die Ausspanne können wir für einen gemütlichen Abend mit sehr leckerer deutscher Küche und freundlichen, aufgeschlossenen Mitarbeitern nur weiterempfehlen! Das liegt nicht zuletzt daran, dass wir mit den Worten «Berlin, ick liebe dir och» von Restaurantleiter Uwe Hauptmann verabschiedet wurden. Wir haben wohl definitiv etwas gemeinsam!

GOOD TO KNOW
Atmosphäre
 | Gemütlich, urig und sehr gastfreundlich
Preisniveau | Hauptspeise 15-18 EUR, Wein 0,2l ab 5,40 EUR 
Besonderheiten | Ein Besuch ist wie eine Zeitreise durch die Berliner Geschichte

KONTAKT
Adresse | Kastanienallee 65, 10119 Berlin
Haltestelle | Tram Zionskirchplatz
Öffnungszeiten | Mo-So: 16.00-24.00 Uhr

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Night Kitchen – Die Top-Location aus Tel Aviv

Ein ganz besonderer Ort in Berlin, irgendwo in einem Hinterhof in Mitte, aber voller Stimmung und Herzlichkeit. Das Night Kitchen hat uns auf allen Ebenen überzeugt und wird auch euch einen tollen Aufenthalt bescheren. Es ist nicht einfach nur ein Restaurant, sondern eine Location für den ganzen Abend. Die Stimmung ist locker, international und so offen, dass euch gar nicht der Sinn nach einem Locationwechsel steht. Auch wenn das Drumherum uns begeistert hat, das Essen bleibt unser Highlight. Die israelische Küche hier geht weit über Hummus hinaus und kombiniert bekannte Zutaten so, das wir jedes Mal von Neuem mit einem breiten Grinsen da saßen. 

Israelische Esskultur im Night Kitchen

Wer im Night Kitchen isst, hat die Wahl zwischen vielen einzelne Speisen. Wie in Tel Aviv und überhaupt im Nahen Osten üblich, eignen sich die Gerichte perfekt dazu sie untereinander zu teilen. Das mit den drei Gängen ist hier zwar gelernt, aber auch nur, weil es die französische Küche vor ein paar Jahrzehnten so festlegte. Mir persönlich entspricht es viel mehr, wenn der Tisch voll mit unterschiedlichen Leckereien steht und man überall probieren kann. Es ist so viel kommunikativer und jeder kann so essen wie er möchte. Ein weiterer Vorteil: Es gibt keinen Futterneid!

Welche Gerichte stehen im Night Kitchen auf der Speisekarte?

Insgesamt stehen 20 Gerichte auf der Karte, die von der Größe her eine Mischung aus Vorspeise und Hauptspeise sind. Preislich liegen die Gerichte zwischen 4-23 EUR. Unser Tipp ist aber das „Dinner with Friends“ Menü, dass ab 38 EUR losgeht. Ihr sagt dem Service was ihr gerne mögt, was gar nicht geht oder ob ihr irgendwelche Allergien habt und erhaltet dann eine Art Überraschungsmenü aus der Karte. Genau das taten wir bei unserem Besuch im Night Kitchen auch. Auf unserem Tisch landeten:

  • Jakobsmuschel mit einer Fenchelcreme, Zwiebel und Chiliöl
  • Tomaten-Carpaccio mit Frischkäse, Oliven, Auberginenpüree und Basilikumöl 
  • Fenchelsalat mit frischer und frittierten Fenchel, Oliven und Kapern
  • Za’atar Salad mit Rindfleisch, Joghurt mit Za’atar (Gewürzmischung), roten Zwiebeln, Croutons und Chili
  • Slow-Cooked Short Ribs mit Honig und Blumenkohlsalat
  • Spring Chicken mit Zwiebelmarmelade, Chili, Salat und Walnüssen
  • Gegrillter Pulpo mit Sellerie und Meerrettichcreme
  • Tiramisu mit Blaubeerrum und Coffee Crumble
  • Night Cheesecake


Wenn ich jetzt sagen müsste, was mir am besten geschmeckt hat – ich wüsste es nicht. Es war alles auf den Punkt gegart, alles war aromatisch, alles war perfekt abgeschmeckt. Auch die restlichen Gerichte klingen so lecker, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass hier irgendwas nicht schmeckt. Selbst das Brot zum Beginn, das eine Mischung aus Brioche und Rührkuchen ähnelt, begeisterte zusammen mit der Tahini-Butter.

Essen, Trinken, Quatschen, Feiern

Wir saßen direkt an der Bar an einem großen Holztisch, der sich um die Theke zieht und wurden begrüßt mit einem Shot. So macht man das in Tel Aviv, wurde uns gesagt. Weitere sollten über den Abend verteilt folgen. Dort vermischen sich Essen, Trinken und eine ausgelassene Stimmung. Niemand sitzt steif am Tisch und achtet auf die Etikette – nein, jeder feiert das Leben. Vielleicht schließen sich die beiden Sachen nicht aus, aber in hiesigen Restaurants geht es doch überwiegend ruhiger vor.

Wer also während oder nach dem Essen noch Lust auf Longdrinks und Cocktails hat, bleibt und trinkt einfach. Ähnlich wie das B.Horn in Neukölln, ist das Konzept darauf ausgerichtet dort zu bleiben und keinen Bruch durch den Wechsel zu einer Bar auszulösen. 

Israelischer Brunch am Wochenende 

Wie lässt sich ein Tag am Wochenende am besten beginnen? Genau, mit einem ausgedehnten Frühstück. Wer für seinen nächsten Brunch mal eine besondere Location aufsuchen möchte, ist jeden Samstag und Sonntag ab 11 Uhr herzlich im Night Kitchen willkommen. Ganz in Tel Aviv Manier müsst ihr nicht zum Buffet gehen und euch womöglich noch über Menschen ärgern, die denken sie würden die nächsten Wochen nichts mehr zu essen bekommen. Die große Platte mit verschiedenen Salaten und Speisen wird direkt zu euch an den Tisch gebracht. Dazu gesellen sich Pitabrot, Tahini und eingelegtes Gemüse. Schon der Anblick wird euch das Wasser im Mund nur so zusammenlaufen lassen. Für den größeren Hunger gibt auch ein größeres Brunchmenü, das zusätzlich noch eine der Hauptspeisen enthält. Wer sich für die Spring Chicken Pita entscheidet, dem sei der Tipp gegeben, dass ihr die Pitahälften zusammenklappen müsst. Man isst das Gericht praktisch wie eine Art Burger. Unser Dessert-Tipp: Die Peanut Butter Chocolate Truffles sind der Hammer! Und Freunde des schwarzen Wachmachers sollten unbedingt den Kaffee probieren. Der hat kaum Säure und schmeckt fantastisch. Da gute Laune und Lebensfreude fest in der DNA des Night Kitchen integriert sind, könnt ihr auch ohne Bedenken oder Scham bereits zum Brunch einen Cocktail genießen. Keine Angst, die hauen euch nicht gleich von den Beinen. Wie auch schon beim Dinner, sind wir vollends begeistert von der Frische, der Qualität, der Vielfalt und dem Geschmack des Essens. Das normale Brunchmenü liegt preislich bei 11 EUR, das große bei 18 EUR pro Person.  

Fazit zum Night Kitchen

Leider können die Fotos und auch die Worte nicht wiedergeben, wie die Atmosphäre im Night Kitchen tatsächlich ist. Für uns gehört das Restaurant aber nicht zuletzt genau wegen dieser besonderen Atmosphäre zu den Top-Locations in ganz Berlin. An diese ausgelassene und freie Stimmung muss man sich als Kind deutscher Etikette erstmal gewöhnen, aber nach ein paar Minuten fängt sie dich einfach ein. Dazu das hervorragende Essen, Freunde, Gespräche, gute Musik – Herz was willst du mehr?

Noch ein Tipp: Es gibt auch einen verhältnismäßig großen Außenbereich, der gerade an warmen Sommerabenden grandios ist. Zudem kann der obere Bereich für private oder auch Firmenevents gemietet werden. Weitere Infos erhaltet ihr direkt auf der Website.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre
 | Stimmungsvoll, gemütlich, angenehmes Licht, perfekt für ausgedehnte Abende mit Freunden
Preisniveau | Speisen zwischen 4-23 EUR, Cocktail ab 8,50 EUR
Besonderheiten | Das ganze Night Kitchen ist eine Besonderheit für sich

KONTAKT
Adresse | Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin
Haltestelle | S Oranienburger Straße
Öffnungszeiten | Mo-Fr: ab 17 Uhr, Sa-So: ab 11 Uhr (Ende ist täglich dann, wenn der letzte geht)

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Ngon Berlin – Asiatische Esskultur im Nikolaiviertel

Die meisten Berliner halten sich selten hier im Nikolaiviertel auf. Die Umgebung rund um den Alexanderplatz ist eher für seine Touristenmassen, als für gutes Essen bekannt. Wer sich vom Gegenteil überzeugen will, sollte den Weg ins traditionsreiche Nikolaiviertel wagen. In der Rathausstraße 23 wartet, unscheinbar und von außen leicht zu übersehen, ein Restaurant der anderen Art. Ein Fleck Entschleunigung und Entspannung, mitten in Berlin Mitte. Ein Besuch im Ngon.

Little Vietnam im Ngon Berlin

Bereits der Eingangsbereich lässt vermuten, dass dieser Vietnamese ein bisschen anders ist. Man stolpert nicht direkt in einen überfüllten, kleinen Raum, der mit Bambus geschmückt ist und nach Curry riecht. Sondern man wird von einem kleinen Gabenaltar und einem pompösen, mit roten Kugeln verkleideten Flur empfangen. Über ein Treppenhaus gelangt man in den ersten Stock, wo sich das geräumige Restaurant befindet. Der Besitzer erzählt uns, dass er auf diese Größe sehr stolz ist. Antike Möbel, bestückt mit bunten Kissen stehen auf den Fliesen, riesige Lampions hängen von der Decke. Pflanzen und Gewürze stehen in Regalen aus dunklem Holz. Berliner Hipstertum ist hier Fehlanzeige, auch Minimalismus und industriellen Charme findet man nicht.

Wir setzen uns an einen großen Tisch und blicken durch die Fensterfront direkt auf den Fernsehturm, der uns daran erinnert, noch in Berlin zu sein und nicht in Hanoi. Manager Minh bringt uns die Karte, die im Vergleich zu den meisten anderen vietnamesischen Restaurants sehr lang ist. Auf den ersten Blick sind vegetarische und vegane Alternativen rar, auf Nachfrage kann aber alles an die persönlichen Essensgewohnheiten angepasst werden.

Als Starter bestellen wir gefüllte Reispapierrollen mit Kräutern, Tofu und Hoisin-Soße, gedämpfte Reismehlrollen und Sojabohnenkugeln. Minh empfiehlt uns dazu den Hauswein aus eigener Produktion in Südafrika. Wir sind überrascht, als wir probieren. Vor allem die Soßen schmecken sehr intensiv und experimentell. Auch Geschmack und Konsistenz der Sojabohnenkugeln sind neu für uns und eine schöne Alternative für Vegetarier, die nicht immer nur Tofu essen möchten. Die Vorspeisen kosten alle knapp 6 Euro, was ich ein bisschen viel finde, für die Größe der Portionen.

Butterweicher Lachs und außergewöhnliche Soßen

Als Hauptspeise entscheiden wir uns für ein Special auf der Tageskarte, vegane Rippchen an Tamaridensoße aufgemischtem Gemüse und Reis, und ein gegrilltes Lachsfilet mit Ingwer-Chili-Soße, Mangosalat und Reis. Während wir auf das Essen warten erzählt uns Duy, dass er mit dem Ngon ein Stück echte Kultur nach Berlin holen möchte.

„Vietnam ist nicht nur arm, Vietnam kann mehr als Street-Food“,

sagt Duy und lacht.

Die Deutschen hätten sich so an das vietnamesische Curry gewöhnt, dass sie kaum noch etwas anderes probieren wollten. Das Ngon sei nicht experimentell, sondern traditionell. Das schmecken wir, als wir die Hauptgerichte probieren. Auch hier überzeugen uns die Soßen komplett und bei jedem Bissen überkommt uns das Gefühl, etwas vollkommen Neues zu schmecken. Der Lachs ist butterweich, die Komposition mit der Soße perfekt und das Gemüse knackfrisch. Im Gegensatz zu den teuren Vorspeisen bewegen sich die Preise für die Hauptgerichte zwischen 9 und 14 Euro, was für Qualität, Portionsgröße und Geschmack sehr moderat ist. Auch der hauseigene Rotwein ist ungewöhnlich lecker und definitiv zu empfehlen.

Desserts für Experimentierfreunde

Die Dessertauswahl ist übersichtlich. Wir entscheiden uns für etwas Traditionelles und etwas Bekanntes: einen Wasserkastanien-Cocktail auf Kokosmilch und gebackene Bananen. Duy hat recht, wenn er sagt, dass das Konzept seines Restaurants „schwierig“ ist, weil es Zeit braucht, Menschen an Geschmäcker zu gewöhnen. Auch wir haben Schwierigkeiten mit dem wackelpuddingartigem Cocktail. Die Wasserkastanien schmecken wie Litchis und harmonieren sehr gut mit der Kokosmilch. Das Gel allerdings kann uns nicht überzeugen und weil dieser Nachtisch eher ein Eis-Cocktail ist, würde ich ihn Experimentierfreunden an warmen Tagen empfehlen. Die gebackenen Bananen allerdings sind außergewöhnlich lecker und saftig-zart. Die Portion ist so groß, dass wir nicht einmal die Hälfte schaffen und auch beim Dessert scheinen 6 Euro angemessen. Der grüne Tee und der Kaffee, den wir zum Abschluss trinken, sind ebenfalls sehr lecker. Hier fällt die Liebe zum Detail besonders auf. Das Geschirr ist sehr schön und zu jeder Tasse Tee wird eine kleine Kanne gereicht.

Fazit zum Ngon Berlin

Ngon heißt übersetzt „lecker“, nach unserem Besuch würde ich es außerdem mit Herzblut übersetzen, und mit Wohlfühloase. Es fällt leicht, dort die Zeit zu vergessen. Die Atmosphäre ist warm und trotz der außergewöhnlichen Größe des Restaurants sehr gemütlich und entspannend. Für einen kleinen Imbiss ist das Restaurant die falsche Anlaufstelle. Wenn man allerdings die vietnamesisch-traditionelle Küche, fernab von Curry, geschmacklich und visuell erleben will, ist man hier genau richtig. Es lohnt sich, Gerichte zu bestellen, die einem fremd sind. Unbedingt nach vegetarischen und veganen Alternativen fragen, auch wenn diese nicht explizit auf der Karte stehen! Vietnamesisch kann man definitiv günstiger essen gehen, bis auf die etwas zu teuren Vorspeisen finde ich die Preise aber vollkommen gerechtfertigt und würde mich für das Ngon jederzeit wieder in den Touristentummel des Alexanderplatz-Umfeldes begeben.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre
 | Gemütlich, großzügiger Innenraum, besondere und überraschende Einrichtung
Preisniveau | Hauptgericht 9-14 EUR, Wein 0,1 l ab 4,50 EUR
Besonderheiten | Asiatische Speisen, die sonst eher selten auf der Karte stehen

KONTAKT
Adresse | Rathausstraße 23, 10178 Berlin
Haltestelle | S+U Alexanderplatz
Öffnungszeiten | Mo-Fr: 12.00-23.00 Uhr 

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Transit Restaurant – Ein südostasiatischer Tapas-Traum

Das Transit Restaurant gibt es sowohl in Friedrichshain als auch in Berlin Mitte. Die Küche vereint Gerichte aus Südostasien, insbesondere aus Thailand und Indonesien. Im Transit werden vor allem asiatische Tapas gereicht. Wer damit jedoch so gar nichts anfangen kann, findet euch ein paar wenige große Speisen auf der Karte. Das Restaurant ist stets gut besucht. Wer sicher gehen möchte einen Platz zu erhalten, sollte auf jeden Fall reservieren.

Das Transit und ein Tisch voller asiatischer Tapas

Es ist mitten in der Woche, wir sind mit lieben Freunden verabredet. Das Transit in Mitte ist komplett ausgebucht. Nur noch drei reservierte Tische sind frei, wovon einer uns gehört. Wir hoffen auf den Platz am Fenster und haben Glück. Die Bestellung läuft über einen langen Zettel aus dünnem Papier, worauf wir die Nummern unserer Tapas eintragen. Obwohl die Karte im Prinzip fast nur Speisen mit Fleisch oder Seafood enthält, so lassen sich eigentlich alle Gerichte auch mit Tofu bestellen. Dazu genügt eine Notiz auf dem Bestellzettel. Eine Schale Nudeln oder Reis liegt bei 1,00 EUR, die Tapas kosten pro Schale 3,50 EUR.

Welche Tapas haben wir im Transit gegessen?

Es soll nicht lange dauern und unser Tisch füllt sich mit einer Vielzahl an asiatischen Tapas. Obwohl ich euch sonst oftmals sehr genau durch unser Menü durchführe, würde es in diesem Fall wohl einem Roman gleich kommen. Wer eine Empfehlung möchte: Meine Lieblinge sind nach wie vor der grüne Papaysalat (Nr. 07) und ein gelbes Curry Tofu mit Süßkartoffeln (Nr. 18). Neu für mich entdeckt hatte ich dieses Mal die knusprigen Rollen mit Gemüse, Tofu und Limettensauce (Nr. 02). Aber wir hatten auch bei allen anderen Speisen (mit und ohne Fleisch) nichts auszusetzen. Je nach Hunger, reichen etwa 3-4 Tapas plus eine Schälchen Reis oder Nudeln.

Nichts für Ruhesuchende

Das Transit ist eigentlich immer gut gefüllt, gerade in den Abendstunden. Aber auch mittags zum Lunchen wird es schnell voll in der Location in Mitte. Entsprechend ist die Lautstärke im Innenraum. Ihr könnt euch noch unterhalten, aber wer ein ruhiges Abendessen mit seinem Schatz verbringen möchte, findet woanders eher sein Glück.

Der Service hat manchmal so seine Schwächen, aber geht auf die Jungs und Mädels einfach zu und sagt, was ihr wollt. Freundlich waren sie auf jeden Fall, es ist wohl eher zu dunkel und zu viel los. Wir hatten 16 Tapas und wenn jeder Tisch eine solche Anzahl bestellt, stelle ich mir das in der Küche in Hochphasen auch nicht ganz so einfach vor.

Fazit zum Restaurant Transit

Das Essen im Transit hat uns super geschmeckt und ich stehe nach wie vor auf Gerichte in Tapasform. Gerade wenn man mit Freunden unterwegs ist, ist es einfach toll zu teilen und so in den Abend zu starten. Aber wie eingangs erwähnt, würde ich auf jeden Fall reservieren.

El Colmado – Eine wirklich authentische Tapas Bar am Alex

Es gibt ja durchaus die ein oder andere Tapas Bar in Berlin, allerdings kennen wir keine, die so authentisch ist, wie die El Colmado Tapas Bar am Alexanderplatz. Wer schon mal in Spanien in einer Tapas Bar war, wird sich in diese Location sofort verlieben. Schon von außen fühlt man sich direkt nach Spanien gebeamt. Im Innenraum werden viele spanische Produkte angeboten, aber noch viel schöner ist es, dort gemütlich ein Glas Wein zu trinken und die leckeren Tapas zu genießen.

Das El Colmado bringt das spanische Lebensgefühl nach Berlin

Es ist einer dieser warmen Sommerabende in Berlin. Von der Temperatur hinken wir Spanien diesen Sommer wohl kaum hinterher. Von außen lachen uns die Bocadillos und die kleinen Tüten mit Schinken- und Käsesorten an. Noch mehr Produkte, Tapas, Weine und Schinken erwarten euch dann aber im Innenraum. Alle aus Spanien und alle für zuhause oder auch zum Verschenken. Während es sich in den warmen Monaten super draußen sitzen lässt, könnt ihr an den kalten Tagen an der Theke im Innenraum sitzen. Und das direkt unter einem kleinen Bäumchen. Mein Design-Highlight sind übrigens die Stühle im Innenraum, die einem riesigen Korken nachempfunden sind. An solch Details kann ich mich ja immer sehr erfreuen!

Tapas, Jamón, Cava, Tinto de Verano und spanische Weine

Das El Colmado ist wirklich wie ein kulinarischer Kurzurlaub. Wir probieren uns durch verschiedene Tapas mit Jamón Ibérico, Sardinen und spanischem Käse. So sehr ich es liebe in gehobenen Restaurants zu essen, so sehr feiere ich aber auch die einfache Küche. Wenige, aber absolut hochwertige Produkte reichen, um tolle kleine Leckereien zu produzieren. Dazu gibt es Rotwein und Tinto der Verano. Herz, was willst du mehr? Um uns herum versammeln sich fast ausschließlich spanische Landsleute, was ja immer ein gutes Zeichen ist. Auf der Karte stehen auch einige warme Speisen und typisch spanische Desserts wie Ensaimada & Tarta de Santiago. Beides sind eine Art Mandelkuchen, jedoch unterschiedlich zubereitet. Preislich liegen die meisten Speisen zwischen 4,00 – 8,00 EUR. Das teuerste Gericht ist das Kalbfleisch mit Trüffeln für 14,90 EUR.

Mary’s Meals – Unterstützung für Kinder in Not

Als wäre das Spanienflair nicht schon ausreichend genug für jede Menge Lob, setzt sich das El Colmado auch für Kinder in Not ein. In Zusammenarbeit mit dem Projekt Mary’s Meal geht pro verkauftem Produkt oder Speise auch eine Mahlzeit an ein Hunger leidendes Kind. So konnten beispielsweise bereits über 660 Schulmahlzeiten für Kinder in Malawi ermöglicht werden. Überzeugt von der Einstellung, dass jeder seinen Beitrag für eine bessere Welt leisten kann, werden im El Colmado auch ausschließlich biologisch abbaubare Produkte eingesetzt. Denn nicht nur der weltweite Hunger, auch die Überfrachtung von Plastikmüll ist höchst problematisch.

Fazit zum El Colmado

Wer ein echtes Stück spanisches Lebensgefühl genießen möchte, sollte unbedingt das El Colmado besuchen. Ob es ein Bocadillo oder die typischen Tüten Ibérico-Tüten auf die Hand sind oder ihr den Abend mit Tapas und Wein ausklingen lasst – wir können euch die Tapas Bar nur wärmstens ans Herz legen. Auf der Website findet ihr auch nochmal weitere Infos.

Restaurant 1687 – Ein neues Berliner Spitzenrestaurant

Im Herzen Berlins am Neustädtischen Kirchplatz hat sich ein neues Spitzenrestaurant niedergelassen. Das Restaurant 1687 liegt zwar sehr zentral, aber dennoch so ruhig, dass wir dort einen sehr entspannten Abend verbringen konnten. Unweit des Café Einstein befindet sich das Restaurant in einem preisgekrönten Gebäude und hat hohes Potenzial der neue Hotspot für das politische Berlin zu werden. Die stilvolle Einrichtung und natürlich das leckere mediterran-französische Essen sind nur zwei Gründe, die dafür sprechen. Es ist aber vor allem auch der perfekte Service, der unauffällig und charmant den Abend an unserer Seite verbrachte.

Kreative, mediterrane Küche im Restaurant 1687

Es ist einer dieser warmen Tage im Sommer 2018, aber oder gerade deshalb zieht es uns auf die Außenplätze vor dem Restaurant 1687. Neugierig und hungrig lesen wir die Speisekarte. Bereits anhand der gewählten Zutaten ist klar, dass es sich hier um ein besonderes und gehobenes Restaurant handelt. Die Handschrift von Tomasz Trabski, Koch des Jahres 2017, zieht sich wie ein roter Faden durch die Gerichte und steigert unsere Vorfreude. Kreativ, mutig und raffiniert, aber dennoch bodenständig präsentieren sich die Speisen, die allesamt den mediterranen Einschlag besitzen.

Unser 4-Gänge-Menü – Was haben wir gegessen?

Na dem Gruß aus der Küchee und dem Brotkorb mit französischer Butter, starten wir mit den Vorspeisen. Die Wolfsbarsch-Ceviche ist eigentlich fast zu schön, um sie zu essen. Aber auch die Jakobsmuscheln müssen sich keinesfalls verstecken. Beide Gerichte sind super abgeschmeckt und die Jakobsmuscheln waren perfekt gegart.

Wolfsbarsch-Ceviche mit Bergamotte, mexikanischer Gurke, Apfel, Wasabi & Koriander
Wolfsbarsch-Ceviche mit Bergamotte, mexikanischer Gurke, Apfel, Wasabi & Koriander für 13,00 EUR

Jakobsmuschel mit Thunfisch Botarga, Mango, Passionsfrucht & Blutorange für 17,00 EUR

Als nächstes freuen wir uns über eine feine und sehr aromatische Hummer-Bisque und einen gerollten Lammbauch. Einen Lammbauch hatte Trabski übrigens auch als Vorspeise in seinem Menü zum Koch des Jahres gekocht. Und auch mir schmeckt das Gericht richtig gut. Besonders interessant fand ich das Amaranth, dass nicht gar und weich, sondern roh und knackig auf dem Teller arrangiert wurde.

Hummer-Bisque mit Thunfisch, Flußkrebsen, Fenchel & Crème fraîche für 12,00 EUR
Hummer-Bisque mit Thunfisch, Flußkrebs, Fenchel & Crème fraîche für 12,00 EUR

Lammbauch mit Amaranth, Perlzwiebel, Aubergine & Joghurt für 12,50 EUR
Lammbauch mit Amaranth, Perlzwiebel, Aubergine & Joghurt für 12,50 EUR

Wenn ihr Freunde des Weines seid, könnt ihr euch zu jedem Gang das passende Tröpfchen servieren lassen. Wir können euch die Weinbegleitung nur empfehlen, denn uns begeistern alle präsentierten Weine. Sie sind so gut, dass es fast schon schade wäre, sich nicht durchzuprobieren.

Als Hauptspeise wählt Judith den Kalbsrücken. Auch bei diesem Gericht können wir einfach nichts negatives sagen. Das Fleisch ist zart und die weiteren Zutaten ergänzen sich prima.

Kalbsrücken mit Cafe de Paris, Kapern Bäckchen, Sellerie & Beurre Noisette für 27,00 EUR
Kalbsrücken mit Cafe de Paris, Kapern, Bäckchen, Sellerie & Beurre Noisette für 27,00 EUR

Mich lachte der wilde Baby-Steinbutt auf der Speisekarte an und auch wenn das Wort „Baby“ enthalten ist, dürft ihr keinesfalls eine kleine Portion erwarten. Direkt am Tisch filetiert, werden die vier Teilstücke zur Gemüsevariation angerichtet. Eine tolle Kombination, die nicht nur in sich stimmig war, sondern dank der Leichtigkeit auch mit den warmen Außentemperaturen harmonierte.

Der Steinbutt wurde erst vor unseren Augen am Tisch filetiert.

Wilder Baby-Steinbutt mit grüne Erbse, Gurke, Apfel, wilder Brokkoli & Fenchel Veloute für 34,00 EUR
Wilder Baby-Steinbutt mit grüner Erbse, Gurke, Apfel, wilden Brokkoli & Fenchel Veloute für 34,00 EUR

Nach einer kurzen Verdauungspause stürzen wir uns auf den Nachtisch

Draußen ist es bereits dunkel geworden, aber dank der Beleuchtung um uns herum entsteht eine sehr gemütliche Atmosphäre. Wir fühlen uns fast wie im Urlaub. Und obwohl uns beide die Valrhona-Schokolade anlacht, lassen wir uns vom Service überzeugen und wählen die beiden anderen Desserts. Ich mag es ja, wenn Köche mutig sind… und freue mich über den deutlichen Geschmack des Grand Manier.

Meringue mit Grand Marnier, Sablé, Kirsche & Orange für 10,00 EUR
Meringue mit Grand Marnier, Sablé, Kirsche & Orange für 10,00 EUR

Bergamotte mit Stachelbeere & weißer Schokolade für 8,50 EUR
Bergamotte mit Stachelbeere & weißer Schokolade für 8,50 EUR

Service und Ambiente setzen dem Restaurant 1687 das i-Tüpfelchen auf

Ein Besuch im Restaurant 1687 ist rundum stimmig. Ich habe es ja zu Beginn schon durchblicken lassen, dass wir auch im Hinblick auf den Service echt begeistert waren. Was bringt schon hervorragendes Essen, wenn das Drumherum nicht stimmt? Das Serviceteam ist bereits eine eingespielte Mannschaft, bei der die Mischung aus Etikette und eigener Persönlichkeit eine angenehme Lockerheit mit sich bringt.

Diese Mischung findet sich dann auch in der Inneneinrichtung wieder, für die ein italienischer Designer engagiert, der sein Handwerk offenbar ziemlich gut versteht. Die Wahl der Farben und Materialien schafft eine tolle Atmosphäre. Besonders imposant empfand ich den hinteren Raum, der trotz seiner Größe Gemütlichkeit und Wärme ausstrahlt. Es gibt Rückzugsmöglichkeiten für Geschäftsessen und sogar einen separaten Raum, in dem ihr dann völlig ungestört seid.

Fazit zum Restaurant 1687

Es gibt schon wirklich ganz fantastische Restaurants in Berlin. Das Restaurant 1687 ist ein solches Prachtstück! Wir können uns nicht vorstellen, das jemand dieses Restaurant mit einem negativen Eindruck verlässt. Wer zwischen Brandenburger Tor, Friedrichstraße und Unter den Linden ein erstklassiges Restaurant sucht, ist im 1687 genau richtig.

Noch ein Tipp: Wer sich bereits zum Mittag etwas gönnen möchte, darf sich über den wöchentlich wechselnden Mittagstisch freuen.

Weitere Infos und das komplette Menü findet ihr auf der Website.

Hochwertiges Design, aber dennoch ungezwungen präsentiert sich der vordere Innenraum des Restaurants 1687.
Hochwertiges Design, aber dennoch ungezwungen präsentiert sich der vordere Innenraum des Restaurants 1687.

Der hintere Raum bietet viel Platz, aber gleichsam auch viel Gemütlichkeit.
Der hintere Raum bietet viel Platz, aber gleichsam auch viel Gemütlichkeit.

Das Herz des großen Raumes ist der Weinkeller.

So lange es die Temperaturen zulassen, könnt ihr euch super draußen hinsetzen.
So lange es die Temperaturen zulassen, könnt ihr euch super draußen hinsetzen. Da keine große Straße entlang führt, können Abgase oder Straßengeräusche euren Aufenthalt auch nicht stören.