Jeden morgen fahre ich mit meinem Rad die gleiche Strecke zur Arbeit. Eigentlich ist der Weg recht unspektakulär, was vielleicht auch daran liegt, dass er nur 10 Minuten dauert. Jetzt gab es aber endlich mal was zu entdecken und zwar The Klub Kitchen.

Das Essen

Die Speisekarte hat mich anfangs irgendwie irritiert. Nicht weil sie auf Englisch ist, sondern weil ich die Kombinationen teilweise zwei Mal lesen musste, bis ich verstand, was nach der Bestellung in etwa auf meinem Teller landen könnte. Wir bestellten die Sultan Eggs mit Süßkartoffeln und Glasnudeln mit Tofu, Gemüse und Sesam. Die Glasnudeln waren echt lecker und hatten eine leichte, ganz feine Schärfe im Abgang. Das, was als Gemüse auf der Karte steht, waren am Ende Spinatblätter und Karottenstreifen. Die Glasnudeln sahen auch nicht nach klassischen Glasnudeln aus. Mich erinnerten sie eher an eine Süßkartoffel-Glasnudel-Variante.. allseits bekannt aus dem Biomarkt ;)

Die Sultan Eggs sind einfach nur gekochte Eier, die in einer Joghurtsoße mit geräucherter Paprika-Butter gereicht werden. Normalerweise werden die Eier sehr weich serviert, aber – wie auch beim Fleisch, könnt ihr euren Garpunkt bei der Bestellung angeben. Was uns nicht so ganz überzeugte, waren die Süßkartoffeln. Es gibt ja verschiedene Süßkartoffelsorten und hier werden hellbraune Varianten serviert. Unsere Portion war leider zu trocken und geschmacklich nicht sooo toll, wie man es von der orangenen Sorte gewohnt ist.

Der Laden ist noch recht neu, aber wir vermuten, dass die Gerichte wöchentlich wechseln. Die Preise liegen zwischen 4 – 9 EUR, was ich total in Ordnung finde.

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Das Ambiente

Ohne es negativ zu meinen, hab ich mich gefühlt wie in einem Yoga-Health-Food-Selbstfindungs-Hotel im Alpenvorland. Warum auch immer ich dieses Gefühl hatte, irgendwie war es da. Es ist alles recht clean, mit hellen Erdtönen eingerichtet. Über der Theke ist der Name Klub Kitchen in Lampenbuchstaben gefasst, was echt schön aussieht. Also eigentlich alles ganz hübsch, trotzdem stelle ich mir so auch Detox-Yoga-Hotels vor. Dafür könnt ihr, sobald es war ist, draußen vor dem Restaurant in den Fenstern sitzen. Dort sind kleine Holzbretter eingesetzt, auf denen ihr recht chillig eurer Essen vertilgen könnt.

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Der Service

Schwierig. Freundlich, aber schwierig. Ich lasse es gerne auf einen zweiten Besuch ankommen, weil ich das Essen schon ganz lecker fand. Vielleicht muss sich das Team auch erst einspielen. Aber die Begrüßung war eher mäßig. Auch als wir an unserem Platz saßen, wurden wir nicht weiter beachtet, obwohl der Tisch in unmittelbarer Nähe gerade Getränke bekam. Wären wir nicht an die Theke gegangen, hätten wir wohl nie Essen bekommen ;) Obwohl der Laden nicht gerade voll mit Leuten war, wurde sich leider nicht um uns gekümmert. Auch das Essen mussten wir uns von der Theke abholen. Andere bekamen es serviert. Daher bin ich mir noch unschlüssig, aber erstmal gibt’s da leider einen Minuspunkt auf dem Karma-Konto.

// Update: Es bleibt leicht chaotisch und es ist Self Service ;) Dann macht der erste Eindruck natürlich Sinn und die Bedienung am Tisch war wohl eher eine Ausnahme. Trotzdem wünschen wir uns mehr Freude und Aufgeschlossenheit, aber das kommt sicher mit der Zeit, wenn sich alles eingespielt hat. Wir sind guter Dinge, dass sich das Karma-Konto ganz schnell erholen wird.

Fazit

Netter Laden mit interessanten Essenskreationen, die irgendwie mal was anderes sind. Das zu schaffen in der Fülle des Angebots in Berlin, ist schon mal einen Besuch wert, auch wenn der Service noch Nachholbedarf hat.


Adresse und Öffnungszeiten vom The Klub Kitchen:

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