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Freiluftkino Friedrichshain

Das Kino ist für mich eines der schönsten Kinos in Berlin.

Sicherlich, einen wirklichen Vergleich mit den anderen Kinos kann man natürlich nicht ziehen, da das Kino kein wirkliches Kino ist, sondern eine Riesenleinwand inmitten der Natur.

Das Freiluftkino im Volkspark Friedrichshain

Von Mai bis September verwandelt sich nämlich die Freiluftbühne des Volksparks Friedrichshain nach Einbruch der Dunkelheit in ein Kino, veranstaltet vom Radiosender Radio 1. Es wird ein Mix aus Filmklassikern und im Kino bereits gelaufenen Arthouse Filmen gezeigt. Aktuelle Filme werden nicht gezeigt.

Kinoprogramm im Freiluftkino Friedrichshain

Das Kinoprogramm ist perfekt, um verpasste Filme des aktuellen Kinojahres zu schauen oder einen Lieblingsfilm in toller Kulisse noch ein zweites Mal zu sehen.

Es könnte wirklich so schön sein, wenn da nicht der deutsche Sommer wäre, der allzu oft die Pläne eines Kinobesuchs durchkreuzt. Die Gleichung aus Zeit + Film, den ich sehen will + gutes Wetter = Freiluftkino geht leider oft nicht auf und somit beschränken sich meine Besuch auf nur wenige Abende.

Wenn das Wetter aber gut ist, sollte man früh da sein, da sich dann lange Schlagen vor dem Eingang bilden.

Das Kino eignet sich zudem perfekt dazu, ein leckeres Picknick + Film schauen zu verbinden. Trotz des Verkaufs von Getränken und Snacks im Kino eigenen Kiosk ist es den Besuchern erlaubt auch eigene Getränke und Essen mitzubringen.

Mit einer Decke kann man es sich dann auf einer der großzügigen Rasenflächen neben den Sitzreihen bequem machen und einen Filmabend in toller Atmosphäre genießen!

 


Adresse vom Freiluftkino Volkspark Friedrichshain:

Freiluftkino Volkspark Friedrichshain
Landsberger Allee 15
10249 Berlin

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Das Kochhaus

Es gibt viele neue Ideen und Start-Ups. Berlin sprießt nur so davon, aber das Kochhaus liegt auf meiner persönlichen Bestenliste ganz weit vorne. Letztens habe ich ein T-Shirt Aufdruck gesehen „Berlin Mitte Inspires“. Das stimmt, aber natürlich nicht nur Berlin Mitte –  sondern auch Schöneberg, denn da hat 2010 das erste Kochhaus seine Türen geöffnet.

Kochhaus – das begehbare Rezeptbuch

Eine Freundin erzählte mir von dem Konzept des begehbaren Kochbuchs und den passend portionierten Zutaten für verschiedene Rezepte.

Es hat dann doch noch etwas gedauert bis ich das erste Mal da war. Mittlerweile gibt es „Kochhäuser“ auch über die Grenzen Berlins hinaus, ich bin regelmäßiger Gast und das Kochbuch habe ich mir dann auch irgendwann gekauft.

Tolle Rezepte im Kochhaus

Getreu dem Motto „Das Leben ist zu kurz, um schlecht zu Essen“, findet man im Kochhaus hochwertige Lebensmittel, die nicht nach Produktgruppen sondern nach Rezeptideen sortiert sind.

  • Samtige Suppe von Pastinake und Apfel mit Ingwer und Dill verfeinert
  • Gebratener Ziegenkäse mit Rucola und Portweinfeigen
  • Rotbarsch in der Krabbenchipskruste mit Wasabi-Kartoffel-Gurkensalat
  • Mit Schokolade gefüllte Topfenknödel auf karamellisierten Zwetschgen

…nur um mal einige der saisonal wechselnden Rezepte zu nennen.

Und wie sieht das nun konkret aus?

Insgesamt gibt es ca. 14-18 Rezeptvorschlägen, die nach Vor-, Haupt- und Nachspeise aufgeteilt sind und regelmäßig wechseln. Die Zutaten dazu sind jeweils für 2 Personen portioniert. Alles was für das Rezept notwendig ist, angefangen von der Butter oder dem Öl bis hin zu den Gewürzen, befindet sich auf oder an (in Tiefkühltruhen) einem „Rezepttisch“. Und damit auch wirklich nichts schief geht, gibt es dazu die Rezeptkarte, die die Zutaten und jeweiligen Zubereitungsschritte detailliert abbildet und dokumentiert.

Der Kochhausbesucher kann zudem Weine, eine Auswahl an Snacks und Gewürzen kaufen. Natürlich fehlen auch die üblichen Kochutensilien nicht.

Und wer mit hungrigen Magen das Kochhaus betritt, kann einen kleinen Snack in Form von Suppen oder selbstgemachte Quiches genießen.

Sicherlich ganz günstig ist der Einkauf nicht. Aber die Qualität ist hervorragend und als Nicht-Profikoch kann man tolle Gerichte zaubern, die eigentlich immer gelingen.

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Berliner Honig

Honig aus Berlin. In Berlin leben über 3.000 Bienenvölker. Insgesamt werden über 150 Tonnen Honig in Berlin produziert. Den Berliner Honig gibt es in 3 verschiedenen Sorten (Berliner Frühling, Berliner Sommer und Hauptstadtlinde).

Im Geschenkset gibt es alle Sorten verpackt in kleinen Gläsern.

Den Berlin Honig kann man im Kaisers kaufen.

Berliner Fassbrause

Kreuzbär – Berliner Fassbrause aus Berlin Kreuzberg.

Die Fassbrause – vor über 100 Jahren in Berlin erfunden – kehrt in 0,33 l Steinie – Glasflaschen zurück nach Berlin.  Wer den Geschmack aus Zitronen, Kräutern und Malz mag sollte die Fassbrause unbedingt probieren.Die Berliner Fassbrause gibt es im Kaisers zu kaufen.

Kino International

Das Kino International an der Karl-Marx-Allee in Berlin Mitte, das in diesem Jahr sein 50. Jubiläum gefeiert hat, ist ein Stück Zeitgeschichte und steht mittlerweile unter Denkmalschutz.

Das Kino International- das alte Premierenkino der DDR

Bis 1989 war es das Premierenkino der DDR und auch heute wird das Kino aufgrund seiner besonderen Atmosphäre wieder als Premierenkino und bei der alljährlichen Berlinale als „Berlinale Kino“  genutzt.

Sowohl die gemalten überdimensionalen Filmplakate an der Außenseite des Kinos als auch der Kinosaal und das Foyer mit riesiger Glasfront und Blick auf die Karl-Marx-Allee machen das Kino zu etwas Besonderem.

Mit nur einem Kinosaal bietet das Kino International insgesamt Platz für 551 Kinobesucher.

Von der Yorck Kinogruppe betrieben laufen im Kino International ausgewählte, immer sehr sehenswerte Filme.


Adresse vom Kino International:

Kino International
Karl-Marx-Allee 33
10178 Berlin

Tom Odell sang sich in die Berliner Herzen

Heute Abend stand der Newcomer Tom Odell im ausverkauften Kesselhaus in der Kulturbrauerei auf der Bühne. Diese Location bot sich gut an: mittelgroß und gut zu füllen. Genau die richtige Größe für jemanden, der erst seit Anfang des Jahres (gefühlt seit dieser Zeit) die Menschen mit seiner Musik erreicht.

Das Konzert war gut. Tom Odell erreichte mit seiner gefühlvollen Musik die Herzen der Gäste. Diese ist aber keinesfalls nur „kuschelig“ – nein, auch rockige Elemente sind enthalten. Dafür standen nehmen dem Sänger auch seine dreiköpfige Band, bestehend aus Schlagzeug, Gitarre und Bass (zeitweise Kontrabass) auf der Bühne. Das wichtigste Instrument und zentraler Bühnenbestandteil ist jedoch das Klavier von Tom Odell.

„Kein Lied ohne Klavier“ könnte man zu diesem Konzert auch sagen. Um diesen Mittelpunkt zu fokussieren, war die gelungene, reduzierte Bühnendeko und Ausleuchtung ideal. Keine Ablenkung vom jungen 23-jährigen Sänger mit der eindringlichen, sehr schönen Stimme. Vom ersten bis zum letzten Song hing das Publikum förmlich an seinen Lippen. Höhepunkt war dabei sicherlich sein bisher größter Hit „Another Love“ – sehr berührend und zum Mitsingen schön. Leider war das Konzert nur knapp 1,5 Stunden lang…aber es gibt schließlich auch erst ein Album.

Aber warum war das Konzert „nur“ gut. Das ist meine persönliche Einschätzung, denn es gibt ein Vergleichskonzert, das diesen Abend relativiert. Im Mai war Tom Odell zum ersten Mal in Berlin – damals in Kreuzberg im Privatclub. Diese Konzertlocation ist wesentlich kleiner und intimer. Daher hat es aber den positiven Nebeneffekt, dass Konzerte persönlicher sind.

Und genauso war es bei Tom Odell: damals fühlte ich mich weit mehr von der Musik berührt und eingefangen. Es war ein einmaliges Erlebnis und eine Momentaufnahme. Diese lässt sich nicht zurückholen oder auf eine viel größere Halle übertragen. Nichtsdestotrotz war es heute ein schöner Abend und toll Tom Odell am Klavier zuzuhören.

Berlin-Film „Oh Boy“

Der Berlin Film „Oh Boy“ – Eine deutsche Tragikomödie, die durch berührende Momentaufnahmen und Dialoge voll trockenem Humor begeistert. Der Film spielt in Berlin und spiegelt das Lebensgefühl vieler Mitt- und Endzwanziger wider, die vor lauter Multioptionalität in einer Blase der eigenen Gedankenwelt festzustecken scheinen. Wie keine andere deutsche Stadt symbolisiert Berlin genau dieses Gefühl. Alles ist möglich, jeder kann so sein wie er möchte, aber um voran zu kommen, muss man erstmal zu sich selbst finden.

Der Film „Oh Boy“ spielt an einem Tag und der darauf folgenden Nacht und zeigt einen Lebensausschnitt von Niko (Tom Schilling). Niko, ein junger Mann Ende Zwanzig, der sein Studium abgebrochen hat und seitdem in Berlin ziellos in den Tag hinein lebt. In einzelnen Episoden werden Berliner Klischees und Lebensschicksale portraitiert. So trifft er auf die Latte-Macchiato-Fraktion aus dem Prenzlauer Berg, gescheiterte Existenzen, Lebenskünstler, betrunkene Jugendliche, einen miesgrämigen Beamten, eine kindheitsgeschädigte Mitschülerin und einen geheimnisvoll wirkenden alten Mann.

Besonders wird der Film „Oh Boy“ nicht zuletzt aufgrund der schwarz-weiß Bilder, in denen der Regisseur Jan-Ole Gerster es schafft, eine Stimmung zu kreieren, die den Zuschauer ein reales, aber auch sehr emotionales Gefühl vom leben junger Erwachsener einführt.

 

 

Kulinarischer Ausflug im Goldhahn und Sampson

Diese kleine Reise muss keine einmalige Sache sein, sondern man kann diese im „Goldhahn und Sampson“ so oft antreten wie man möchte. Von außen sieht der kleine Laden am Helmholtzplatz aus wie ein Feinkostladen. Aber von innen bietet er weit mehr.

Goldhahn und Sampson – Kochbücher, Kochkurse und viel Feinkost

Genussvolle Lebensmittel in schönen Verpackungen, frisches Brot, ein großes Weinregal, damit ein passender Wein zu jedem Essen gefunden werden kann und vieles Leckere mehr. Dennoch ist dies noch längst nicht alles, was auf der relativ kleinen Verkaufsfläche geboten wird. Es gibt eine Abteilung mit Kochbüchern aller Art und auf der anderen Seite im hinteren Bereich eine Küche, denn es werden fast täglich abends Kochkurse angeboten. Wer will, kann somit ganz in die kulinarische Welt einer anderen Essenkultur unter professioneller Anleitung eintauchen.

Gute Getränkeauswahl im Goldhahn und Sampson

Das „Goldhahn und Sampson“ gibt es bereits seit 2006 und die beiden Gründer stehen oft selbst im Laden. Dieser ist sehr liebevoll und mit Sinn für Details eingerichtet. Man wird sehr gut beraten, wenn man Fragen stellt. Genauso gut ist es aber möglich sich von dem Angebot inspirieren zu lassen und etwas Neues auszuprobieren einfach weil die Verpackung des Lebensmittels gut aussieht.

Ich kenne den kleinen „Tante-Emma-Laden“ (so eine naheliegende Assoziation) seit ca. 3 Jahren. Dann bekam ich 2011 einen Gutschein zum Geburtstag und machte einen mexikanischen Kochkurs. Das Konzept hat mir so gut gefallen, dass ich auch meine Freunde überzeugte. Neben dem Thai-Kochkurs haben wir mittlerweile auch zwei Getränke-Kurse absolviert. Zum einen den Wein-Kurs mit Rot und Weiß-Wein-Testing und zum anderen den Champagner-Kurs, in dem wir uns wissen auf diesem Gebiet aneigneten.

Ein Besuch im „Goldhahn und Sampson“ ist sehr empfehlenswert. Die Lebensmittel sind mit Sorgfalt ausgewählt, das Koch-Kursangebot ist spitze und die Atmosphäre allgemein sehr schön, so dass es sich immer wieder lohnt, vorbei zu schauen. Sehr gut, ist auch die mediale Erreichbarkeit, aber seht selbst. :-)

Dussmann – nicht nur ein Buchladen, sondern das Kulturkaufhaus

Jeder der in Berlin in der Friedrichstraße ist, kann Dussmann nicht übersehen. Mit seinen fünf Etagen und der großen Schaufenster-Front kommt man nicht darum herum, den „Buchladen“ wahrzunehmen. Die Auslage zeigt auf der einen Seite Bücher. Diese sind immer wieder interessant arrangiert und zeitlich relevanten Hauptstadt-Themen angepasst. Auf der anderen Seite werden die Musikliebhaber neugierig gemacht, denn es werden CDs gezeigt. So macht bereits der erste visuelle Eindruck neugierig.

Dussmann –  Bücher, CDs, Filme u.v.m auf 4 Etagen in Mitte

Aber der Dussmann bietet weit mehr: einen englischen Bookshop, ein Cafe, eine Ticketkasse, Bücher über Bücher (in die man in Lese-Ecken reinschnuppern kann), CDs, DVDs, Kalender. Also alles, was das Herz in Richtung Literatur, Musik, Film begehrt. Als Käufer findet man alles und wenn ein Artikel mal nicht da ist, wird er vom freundlichen Personal gern bestellt. Überhaupt helfen die Mitarbeiter sehr gern weiter und geben Tipps.

Veranstaltungen im Dussmann

Ein weiteres Angebot, welches dazu beträgt, dass es seinen Namen „Kulturkaufhaus“ zu Recht trägt, sind die Veranstaltungen. Dazu zählen Lesungen und Konzerte (verschiedener Musikrichtungen), die das breite Spektrum verdeutlichen.

Mein persönliches Highlight sind jedoch die Öffnungszeiten. Von Montag bis Freitag kann man von 9 – 24 Uhr einkaufen, samstags bis 23.30 Uhr – das ist für mich moderner Service in Berlin. Dieser trägt dazu bei, doch im Handel zu kaufen anstatt bei Amazon ein neues Buch zu bestellen.

Ich gehe am liebsten wochentags abends in den Dussmann. Dann genieße ich die Zeit, um in Ruhe durch die Etagen zu schmöckern, dabei den ein oder anderen Klappentext zu lesen und mich inspirieren zu lassen. Es ist eine angenehme Atmosphäre und die Umgebung wirkt nach der Hektik des Alltags sehr beruhigend. Das führt dazu, dass ich selten ohne ein neues Buch den „Dussmanns“ (wie ich fälschlicherweise oft sage) wieder verlasse und spätestens in ein paar Wochen zurück bin im Berliner Kulturkaufhaus.