Category Archives: Essen & Trinken

Tea House Nannuoshan

Cafés, die das nach ihnen benannte Getränk ausgeben, gibt es in der Oranienburger Straße zuhauf. Auch Tee kann man dort kaufen, mit schwankender Qualität. Wer aber keine Lust auf To-Go-Gebräu hat, darf im Tea House Nannuoshan Platz und vor allem sich Zeit nehmen. Denn die Inhaber Gabriele Messina und Michela Filippini haben Zeit für ihre Besucherinnen und Besucher, setzen sich zu ihnen und brühen professionell Tee auf. Bei Interesse bieten sie auch eine Teeverkostung an. Und die ist nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein kleines Erlebnis.

Teezubereitung im Nannuoshan

Zubereitet wird der Tee nämlich auf traditionelle, chinesische Art und Weise. Ein spezielles Teegeschirr beinhaltet dabei das Kännchen für heißes Wasser, ein Porzellantöpfchen für die Teeblätter, einen Teller und eine Schüssel, um das Wasser des ersten Aufgusses aufzufangen und nicht zuletzt eine kleine Tonfigur. Diese Glücksbringer werden mit heißen Wasser übergossen und sollen so für Glück und Zufriedenheit mit dem Tee sorgen.

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Diese Zeremonie ist für Michela und Gabriele sehr wichtig. Denn die Idee hinter ihrem Tea House Nannuoshan ist es, den Besucherinnen und Besuchern eine kleine Oase der Ruhe in der manchmal hektischen Spandauer Vorstadt zu bieten. Deswegen gibt es neben den servierten Teekännchen und -Verkostungen beispielsweise auch keinen Tee zum mitnehmen. Es geht den beiden gebürtigen Italienern um den Genuß von Tee und einer fast vergessenen Tugend des Sich-Zeit-nehmens. Und tatsächlich wirkt das Nannuoshan sehr entspannend, dank des klaren, ruhigen Innendesigns sowie seiner Lage. Denn das Teehaus befindet sich in den Heckmann-Höfen an der Oranienburger Straße, ein bisschen versteckt zwischen Starbuck’s und Imbissen. Dafür erfüllt diese Lage genau die Vorraussetzungen für entspanntes Teetrinken.

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Und Tee kann man ziemlich viel trinken: Das Tea House Nannuoshan bietet 45 chinesische Tees unterschiedlicher Arten an, sowie fünf japanische Tees. Die gängigen Sorten von weißem, grünen, schwarzen, gelbem, Oolong und Pu-Erh-Tee, also postfermentierter, nach der chinesischen Provinz Pu’er benannter Tee, werden angeboten. Für Hungrige gibt es zusätzlich noch Naschwerk einer japanischen Bäckerei zu kaufen, darunter auch vegane Süßigkeiten.

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Gabriele und Michela kaufen dabei direkt bei den Erzeugern in China ein. Dorthin reist Gabriele wenigstens einmal im Jahr, um direkt vor Ort die Tees zu verkosten und für den Laden einzukaufen. Dort stellt er auch sicher, dass die Teebauern fair behandelt und ordentlich bezahlt werden.

Soviel Sorgfalt hat natürlich einen Preis: Die Preise für den Tee liegen etwas höher als vielleicht von anderen Cafés und Teehäusern gewohnt. Durch die hohe Qualität des Tees wird dies jedoch ausgeglichen.

Fazit

Alles in allem bietet das Tea House Nannuoshan, benannt nach einem Teeberg in der chinesischen Provinz Yunnan, hochwertige Tees in einer sehr angenehmen und entspannten Atmosphäre. Wer also erschöpft ist von der To-Go-Mentalität vieler Cafés und Teestuben, sollte definitiv einen Blick in das kleine Teehaus in den Heckmann-Höfen wagen.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Nannuoshan:

Nannuoshan Tea House
Oranienburger Str. 32
Heckmann-Höfen
10117 Berlin

Mo-Sa: 12.00-20.00 Uhr
So: 10.00-18.00 Uhr

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Momos – Teigtaschen aus dem Himalaya

Das Momos ist umgezogen. Von der beschaulichen Fehrbelliner Straße in den Trubel der Chauseestraße – das ist natürlich einen Revisit wert!

Im Momos gibt es Momos. Ah, okay! Aber was bitte sind Momos? Martin, einer der beiden Betreiber, erklärt mir, dass es sich dabei um gefüllte Teigtaschen aus der Himalaya Region handelt. Auf einer gemeinsamen Nepal Reise waren Martin und Marc so begeistert von den kleinen Dumplings, dass sie spontan beschlossen, ein solches Restaurant in Berlin zu eröffnen.

Momos in Berlin

Sie besorgten sich noch auf der Reise die authentischen Rezepte und überredeten sogar einen einheimischen Koch, einen Tag lang in dessen Restaurantküche mitzukochen. Wieder zuhause haben sie die Originalrezepte dem deutschen Geschmack angepasst und das Momos zuerst in der Nähe des Sennefelder Platzes eröffnet. Bald war der Laden aber einfach zu klein und so ist er im Juli 2017 in die Chausseestraße 2 an der Ecke zur Torstraße umgezogen. Hier gibt es 40 Sitzplätze innen und 30 draußen. Der Gast kann zwischen kleinen Tischen oder einer langen Tafel (prima für große Gruppen) sowie einer lauschigen Sitzecke wählen. Geöffnet hat das Momos täglich außer sonntags von 12 bis 22 Uhr.

Modular aufgebaute Karte

Auf der Karte stehen nach wie vor sechs verschiedene Momo Sorten, wahlweise gedämpft oder angebraten. Vier davon sind vegan, zwei vegetarisch. Dazu gibt es drei verschiedene vegane Dips. Der Besucher wählt zwischen den Größen S, M und L. Für Leute, die sich – so wie ich – schwer entscheiden können, gibt es „Momo Experience“, das sind alle Sorten mit allen Dips, die Hälfte davon angebraten, die andere Hälfte gedämpft. Wer nicht nur Momos essen möchte, kann außerdem noch zwischen fünf Beilagen wählen, die auch in einer Kombination angeboten werden. Neben Klassikern wie Edamame, Sprossensalat und gedünsteten grünen Bohnen mit Ingwer lassen sich auch Ausgefallene finden, wie fermentierten Rettich oder Rotalge auf einem Gurkenwürfelbett.

Außerdem steht eine Momo-Suppe auf der Karte sowie drei verschiedene Nachspeisen. Alle Gerichte gibt es auch zum Mitnehmen oder werden auf Wunsch geliefert.

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Das Essen

Die frisch zubereiteten Momos sind schnell serviert und appetitlich angerichtet. Optisch sind besonders die gedämpften Momos ein absoluter Hingucker und mir persönlich schmecken sie auch ein bisschen besser als die angebratenen. Ich dippe jede Sorte in jeden Dip und freue mich, dass die Momos so immer wieder neue Geschmacksnoten bekommen. Gerade auch weil die Dips so unterschiedlich sind: erfrischende Zitrone-Minze, würziger Soja-Sesam-Dip und der fruchtig-scharfe Mitho-Dip (aus Tomate, Ingwer und Koriander).

Es fällt mir schwer mich für eine Lieblingssorte zu entscheiden, aber allgemein finde ich die exotischeren Varianten wie zum Beispiel Kürbis-Kichererbse geschmacklich spannender als eher klassische Geschmacksrichtungen wie Spinat-Schafskäse. Bei meinem erneuten Besuch probiere ich auch die Momo Suppe und bin hellauf begeistert von der feinen Gemüsebrühe und wie fluffig die Momos darin schmecken.

Der frisch gepresste Gurke-Apfel-Zitrone-Saft wird mein neues Lieblingsgetränk für diesen Sommer – so angenehm erfrischend! Bei den Beilagen begeistern mich besonders die grünen Bohnen: der fein gestiftete Ingwer und die Sesamkörner harmonieren hervorragend mit dem Geschmack der Bohnen. Aber auch die fermentierte Rettichwurzel überrascht mich positiv. Die Rotalge auf dem Gurkenbett sieht nicht nur super aus sondern schmeckt auch so.

Lecker sind auch die mit Banane gefüllten, süßen Momos zum Nachtisch und „Think Pink“, dass Bio-Himbeersorbet, das durch den Rosa Pfeffer ein interessantes Geschmackserlebnis bietet.

Nachhaltiges Konzept

Die Betreiber des Momos legen besonderen Wert auf ein nachhaltiges Konzept. So ist nicht nur das Essen zu 100% bio (und darauf kann sich der Gast dank des Ökozertifikats auch verlassen), auch die Zutaten kommen aus regionalem Anbau. Die Verpackungen sind biologisch abbaubar, die Besitzer achten darauf, dass möglichst wenig Müll anfällt, im Laden wird ausschließlich Ökostrom genutzt. Ausgeliefert wird über einen umweltfreundlichen Lieferservice und selbst das Geschäftskonto wird bei einer sozial-ökologische Bank geführt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Fazit

Momos sind mal etwas anderes. Alles ist frisch zubereitet und schnell serviert, sieht gut aus, schmeckt lecker, ist durch die verschiedenen Sorten und Dips sehr abwechslungsreich. Durch das modulare System lassen sich die Portionsgrößen prima dem Hunger anpassen und das nachhaltige Konzept hat mich wirklich überzeugt. Martin und Marc haben Spaß an dem was sie machen – und das merkt man als Gast. Das Momos hat uns sowohl beim ersten Besuch, als auch beim Revisit in der neuen Location, überzeugt!


Adresse und Öffnungszeiten vom Momos:

Momos
Chausseestraße 2
10115 Berlin

Mo-Fr: 12.00-15.00 Uhr & 18.00-21.30 Uhr
Sa: 13.00-16.00 Uhr & 18.00-21.30 Uhr

 

Ein paar Bilder vom früheren Standort:

NEST

Das NEST – wenn ich den Namen höre, kommt mir unweigerlich etwas gemütliches in den Kopf. Eine Location, die so heißt, kann doch einfach nicht unbehaglich sein und eigentlich kann sie auch nur tolles Essen anbieten – zumindest hoffte ich das bei unserem Besuch.

Brunch, Lunch & Dinner im NEST

Das Restaurant NEST versorgt euch zu jeder Tageszeit mit ziemlich tollem Essen. Das reicht von Frikassee bis hin zu Hot Dogs – das Restaurant selbst bezeichnet seine Küche übrigens als Weltküche mit Berliner Einschlag. Eigentlich der perfekte Ort für einen Besuch mit den Eltern – die vielleicht nicht gerade den neusten heißen Scheiß der Berliner Gastronomie ausprobieren wollen. Obwohl das nur der Auszug am Tag unseres Besuches war. Die Mittags- und Abendkarte wechselt nämlich täglich. Also lasst euch überraschen :)

Das einzig Beständige ist die Frühstückskarte, die werktags von 10.00 – 12.00 Uhr angeboten wird. Am Wochenende könnt ihr aber etwas entspannter bis 16.00 Uhr brunchen und euch die Teller mit den vielen Speisen vom Brunch-Buffet vollschlagen ;)

Käsekuchen und Kraftmalz

Ja, die Kombi ist vielleicht etwas seltsam, aber es gelüstete mir zu unserem Besuch exakt nach diesen beiden Sachen ;) Wie Kraftmalz schmeckt, wisst ihr ja wahrscheinlich und wenn es keine Produktiosnfehler gibt, schmeckt das auch immer gleich – anders ist es beim Käsekuchen.
Der hier ist, zumindest zum Teil mit Frischkäse angemacht. Zum einen bilde ich mir ein das heraus zu schmecken, zum anderen ist die Konsistenz einfach eine andere als würde nur Quark verwendet werden. So oder so, war der Käsekuchen verdammt lecker. Ein Hauch Limette, eine Prise Vanille und ganz viel Cremigkeit – super toll!

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Co-working Space über dem NEST

Jepp, über dem NEST verstecken sich noch ein paar Räume, die rough, aber hell und charmant eingerichtet sind. Die Wände glänzen mit Beton und im Flur reiht sich eine alte Leder-Design-Garnitur aneinander. Der Preis ist allerdings mit 400 EUR nicht ganz billig – dafür ist der Weg bis zum nächsten guten Essen überschaubar und nur eine Treppe weit entfernt.

Fazit

Die Atmosphäre ist gemütlich und sobald das Wetter es zulässt, könnt ihr auch draußen sitzen. Das Angebot wechselt stetig, ist aber immer lecker und empfehlenswert.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom NEST:

Nest
Görlitzer Str. 52
10997 Berlin

Mo: 10.00.16.00 Uhr
Di-Sa: 10.00-23.30 Uhr
So: 10-00-17.00 Uhr

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Mani in Pasta

Dieses Mal waren wir zu Gast bei Mani in Pasta, einer kleinen Pasta-Manufaktur, die vor gerade einmal vier Wochen die Pforten geöffnet hat. Ansässig ist sie in der Markthalle Neun in Kreuzberg. Hier wird die Pasta täglich frisch vor Ort hergestellt und eins vorneweg – man schmeckt es!

Frische Pasta im Mani in Pasta

Die Idee für die kleine, aber feine Pastawerkstatt entstand, als sich zwei Küchenchefs und ein Toningenieur bei der Arbeit in einem Restaurant kennen lernten und beschlossen, sich den Traum eines eigenen Geschäfts zu erfüllen.

Leider waren wir zu spät am Tag da, um die Dominioni, die Pastamaschine, in Aktion zu sehen. Die Pasta selbst wird ausschließlich aus Bioprodukten hergestellt, die vor Ort in der Markthalle eingekauft werden. Das Fleisch kommt direkt vom Stand Kumpel&Keule nebenan. Wir ergriffen die Gelegenheit beim Schopfe und schauten uns selbst einmal an, wo genau das Fleisch herkommt und es lässt sich sagen, man kann das Fleisch ohne schlechtes Gewissen genießen :)

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Es gibt eine Tageskarte mit ständig wechselnden saisonalen Gerichten. Es gibt jeweils ein komplett veganes Gericht, eins mit Fleisch und mehrere vegetarische Angebote. Wir entschieden uns für die Pasta Asparangi mit Cherry-Tomaten und die Pasta Salsicca Pomodoro e Peccorino. Wir konnten direkt beim Zubereiten der Gerichte zuschauen. Die Portionsgröße war für uns absolut angemessen – weder zu viel noch zu wenig, mit Platz für ein kleines Dessert.

Geschmacklich waren beide Gerichte top. Die Pasta war perfekt al dente und typisch italienisch mit sehr viel Öl angerichtet. Der Spargel war knackig und auf den Punkt gegart. Die Salsicca, eine italienische Wurst, war superlecker mit einem leichten Fenchelaroma, das super gepasst hat. 

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Das Ambiente war typisch Markthalle eben – authentisch, aber vielleicht nicht für ein romantisches Dinner geeignet. Da wir recht früh am Start waren, konnten wir uns gemütlich an eine Bierzeltgarnitur setzen, es ist aber durchaus denkbar, dass zu Stoßzeiten kein Platz mehr zu finden ist.

Preislich bewegten sich die Gerichte zwischen 6 und 8,50€, was gemessen an der Qualität der verwendeten Produkte und natürlich am Geschmack selbst absolut verhältnismäßig ist. Zu seinem Essen konnte man natürlich auch ein Glas Wein genießen oder eine leckere Limonade schlürfen. Man kann die selbstgemachte Pasta auch kaufen und zu Hause zubereiten.

Fazit

Wir waren begeistert. Das ist kein Fast Food, das ist echte italienische Pastaleidenschaft. Wer einmal Lust auf typisch mediterrane Küche oder eine Vorliebe für gute Pasta hat, sollte unbedingt einmal bei Mani in Pasta vorbeischauen und sich eine Portion der garantiert selbstgemachten Köstlichkeit gönnen.


Adresse und Öffnungszeiten vom Mani in Pasta:

Mani in Pasta
Eisenbahnstraße 42
10997 Berlin

Mo-Sa: 11.00-18.00 Uhr

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KOYOTE

UPDATE: Die Location ist dauerhaft geschlossen.

Kojoten sind laut Definition Steppenwölfe und gehören zur Familie der Hunde. Sie sind außergewöhnlich, weil sie sich weder äußerlich noch sonst direkt in eine bestimmte Schublade stecken lassen. Sie sind irgendwas zwischen Raubtier und Schoßhund und sehen dabei auch noch gut aus. Irgendwie edel und elegant, wie ein Fuchs.
Genauso möchte das Team des Kreuzberger Restaurants KOYOTE auch ihr Konzept verstanden haben. Irgendwas dazwischen, „ehrliche Küche“, die edel und raffiniert ist, gleichzeitig experimentell und gemütlich.

Lage und Atmosphäre vom KOYOTE

Sehr praktisch und abends gar romantisch hat sich der Laden ein Plätzchen an der Admiralsbrücke gesichert. Kopfsteinpflaster und Spreeufer wecken Vorfreude.
Die Atmosphäre im Inneren ist unaufgeregt und entspannt. In Kerzenlicht getauft, findet man sich zwischen dunklem Holz und kubanisch akzentuierten Wandfarben wieder.

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Die Musik ist nicht zu laut und nicht zu stressig, und man beginnt den Alltag zu vergessen, während man abgefahrene Sachen wie „Cevice“ serviert bekommt, ein aus Peru stammendes Fischgericht, welches jeder Küchenchef ein bisschen anders macht. In unserem Fall bestand es aus Kabeljau, roten Zwiebeln, Chilli und Limettensaft, garniert mit Granatapfelsplittern und Süßkartoffelmousse. Wir waren sehr beeindruckt.

Küche und Informationen

Wer denkt, diese Kombination sei bereits der Höhepunkt der kulinarischen Kreativität, irrt. Spanferkelschulter mit Quittenmarmelade (nur für ganz Mutige), Wolfsbarsch an Süßkartoffelpüree mit Kurkuma und Wurzelgemüse oder ein (super empfehlenswerter) Cheesecake mit Creme-Brulée Kruste sind weitere Beispiele für die gelungene Fusion aus französischen, spanischen, mexikanischen und anderen gastronomischen Einflüssen.

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Dem Team ist es dabei wichtig, die Qualität (frische, biologisch hochwertige Zutaten und Gewürze) hoch zu halten und deshalb die Auswahl auf der Karte nicht zu üppig zu gestalten. Trotzdem wird sich jeder Besucher, ob morgens (Pancakes, verschiedene spanische Eierspeisen, französische Klassiker), mittags oder zum Dinner kaum für einen Leckerbissen entscheiden können. Zusätzlich verändert sich das Angebot nach Inspiration der Betreiber und saisonalen Gegebenheiten im Wochenabstand.
Ein hübsches kleines Piano läd zu Life-Musik Abenden ein, die auch (in noch unregelmäßigen Abständen) zwischen Weißweinschorle und Guacamole-Creme statt finden sollen. Wir sind gespannt!

Fazit

Wie auch sein (Fast)Namensgeber, ist das KOYOTE edel und gleichzeitig unaufgeregt. Wer Lust auf Experimente hat, etwas feiern will oder die ewig gleichen Frühstücksflocken am liebsten ins Klo schütten würde, kann hier ab acht Uhr morgens (!!!) seine Geschmacksnerven Amok laufen lassen. Das sollte auch die etwas kostspieligere Preiskategorie rechtfertigen.

Für Leute, die schnell mal ihren Hunger mit etwas Käseüberbackenem stillen wollen ist das KOYOTE eher ungeeignet.

 
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Chutnify – Indian Street Food

Indische Restaurants in Berlin zu finden, ist eigentlich gar nicht so schwer. Allerdings gibt es nur wenige, bei denen nicht alle Gerichte gleich schmecken ;) Wenn man das Chutnify in Prenzlauer Berg betritt, riecht man schon die vielen Gewürze, mit denen die Speisen zubereitet werden… es kann nur gut sein!

Indian Street Food im Chutnify

Im Chutnify gibt es südindisches Essen, spezialisiert hat sich Aparna Aurora, die Besitzerin des Chutnifys, aber auf Dosas. Das sind Wraps, die aus Reis und Linsen bestehen und somit von Natur aus glutenfrei sind. Die Dosas können mit allerlei Füllungen daher kommen. Im Chutnify gibt es vegane, vegetarische Varianten, sowie welche mit Fleisch. Und weil Aparna selbst in Indien aufgewachsen ist, weiß sie, wie sie die Dosas und natürlich auch alle anderen Gerichte so zubereitet wie es auch in Indien geschieht. Aparna und ihr Team spielen mit den vielen verschiedenen Gewürzen und frischen Zutaten und entwickeln immer wieder neue Dosa-Varianten und Gerichte.

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Dosas – die Spezialität von Aparna und dem Chutnify

 

Das Indian Street Food bekommt man aber nicht nur im Chutnify selbst. Aparna ist auch oftmals auf den vielen Street Food Märkten in Berlin anzutreffen.

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Der Street Food Stand vom Chutnify – die orange-gelbe Farbe leuchtet schon von weitem ;)

 

Auf die Frage, warum Aparna von Indien nach Berlin gekommen ist:

“What makes Berlin perfect? I think it’s just a city where people are really open to new things!”

Da können wir ihr nur zustimmen. Berlin ist im ständigen Wandel und die Menschen hier haben keine Angst vor Neuem – im Gegenteil, sie sind neugierig auf alles, was da kommt. Und so findet man auch im Restaurants nicht die klassischen Buddhas und vielen Teppiche an der Wand, sondern Gegenstände, Bilder und Deko, die so auch im jetzigen Indien zu finden wären. Und die Besucher nehmen das mit Freude auf – das Chutnify ist selten leer, am besten ihr reserviert vorher.

Wer jetzt Hunger bekommen hat, kann sofort zuschlagen, ganz ohne Reservierung, und sich über hier über foodora ein Stück südindisches Flair nach Hause holen.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Chutnify:

Chutnify
Sredzkistraße 43
10435 Berlin

So-Do: 12.00-22.00 Uhr
Fr-Sa: 12.00-23.00 Uhr

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Berliner Kaffeerösterei

Während oft unser Fokus auf vielen neuen Cafés in Berlin Mitte, Kreuzberg, Prenzlauer Berg etc. liegt, versteckt sich in der Nähe des Ku’damms ein alt eingesessenes Café, das schon seit Jahren großen Wert auf die Kunst des Kaffeeröstens und Nachhaltigkeit legt. „Versteckt“ stimmt auch eigentlich nicht so ganz, denn die Berliner Kaffeerösterei ist mit ihrem Café und Ladenbereich in der Uhlandstraße unweit des Ku’damms eigentlich nicht zu übersehen.

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Berliner Kaffeerösterei – Auswahl

Wer die Berliner Kaffeerösterei betritt, dem wird klar, dass der Name auch tatsächlich Programm ist. Denn hier dreht sich alles rund um des Deutschen liebstes Heißgetränk. Ja, man findet auch Kuchen, Frühstück, Salate und kleinere Lunch-Gerichte auf der Speisekarte, klarer Fokus liegt aber auf dem Angebot zahlreicher Kaffeesorten und deren Beschreibung.

Die Getränkekarte gleicht schon fast einem kleinen Kaffee-Lexikon, das sehr ausführlich die Idee und Philosophie der Berliner Kaffeerösterei sowie die einzelnen Kaffeesorten beschreibt. Aber auch das Thema Tee wird nicht stiefmütterlich behandelt und Teeliebhaber kommen mit einer großen Auswahl an Teesorten ebenfalls auf ihre Kosten.

Die Getränke und Kaffeesorten an dieser Stelle aufzuzählen würde den Rahmen etwas sprengen, da die Auswahl dann doch sehr groß ist.

Wer ein Heißgetränk – also wahrscheinlich einen Kaffee ;-) – mit Milch bestellt, kann übrigens zwischen normaler, lactosefreier oder auch Sojamilch wählen. Die Milch gibt es selbstverständlich in Bio-Qualität.

Und Qualität hat seinen Preis. Ein Café Latte in normaler Kaffeetassengröße kostet bspw. 4,20 EUR.

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Tradition

Wer die Berliner Kaffeerösterei mit nach Hause nehmen möchte, kann das tun, indem er gleich nebenan shoppen geht. Neben verschiedenen Kaffeesorten gibt es eine köstliche Auswahl an Schokoladen, Pralinen und Gebäck. Hauseigenes „Berliner Kaffeerösterei“ Gebäck gibt es übrigens auch. Zudem gibt es verschieden Utensilien für den perfekten Kaffee zuhause.

Einziger Kritikpunkt: die Inneneinrichtung. Die könnte vielleicht noch optimiert werden. Während der Eingangsbereich, Laden und auch die kleine Bibliothek im hinteren Bereich eine schöne Atmosphäre haben, fehlt dem größten Raum dann doch etwas der Kaffeehaus Charme.

Fazit: Für alle Kaffee Fans ist der Besuch der Kaffeerösterei ein absolutes Muss!


Adresse & Öffnungszeiten der Berliner Kaffeerösterei:

Berliner Kaffeerösterei
Uhlandstr. 173/174
10719 Berlin

Mo-Fr: 09.00-20.00 Uhr
Sa: 09.00-19.00 Uhr

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Buddha Republic

Wir wissen, dass wir die Ecke rund um den Ku’damm / Savigny Platz mit unseren Restaurant Empfehlungen oft vernachlässigen ;-). Zu Unrecht natürlich, denn auch da gibt es selbstverständlich viele tolle Restaurants. Durch Zufall war ich letzte Woche im Buddha Republic, ein Indisches Restaurant in der Knesebeckstraße unweit des Savigny Platzes, das definitiv einen Abstecher wert ist.

Das kleine farbenfroh eingerichtete Indische Restaurant, das sich auf Tandoori Gerichte spezialisiert hat, bietet eine hervorragende frische indische Küche an. Übrigens kann man den Gerichten beim Garen zuschauen, da der Tandoori-Ofen für die Gäste sichtbar ist. Frisch mit qualitativ hochwertigen Zutaten und Gewürzen zubereitet, unterscheiden sich die Gerichte von denen der meisten doch eher durchschnittlichen Indischen Restaurants deutlich.

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Offener Tandoori-Ofen im Buddha Republic

Aber Qualität hat auch seinen Preis. Die Hauptgerichte liegen alle zwischen 15 und 20 EUR. Wer gerne scharf ist (sollte man eigentlich, wenn man zum Inder geht ;-)), dem kann ich vorab das Chili Naan wärmstens empfehlen, als Hauptspeise hatte ich ein klassisches Curry, was ebenfalls köstlich war.

Fazit: Tolles, kleines Indisches Restaurant, das sich hinsichtlich Qualität und Zubereitung von dem oft üblichen geschmacklichen Einheitsbrei abhebt und beweist, wie hervorragend die indische Küche sein kann.


Adresse & Öffnungszeiten im Buddha Republic

Buddah Republic
Knesebeckstraße 88
10623 Berlin

Di-So: 17.00-24.00 Uhr

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Booze Bar

Friedrichshain ist für vieles bekannt, nicht aber unbedingt für hochwertige Drinks und Cocktailkunst- zumindest nicht rund um die Simon-Dach-Straße. Happy Hour und günstige Drinks gibt es en masse inklusive Ballermann Stimmung mitten in Friedrichshain.

Eine Ausnahme stellt da sicherlich die Booze Bar dar. Die Barkeeper der Bar in der Boxhagener Straße verstehen ihr Handwerk. 2015 mit dem Mixology Award ausgezeichnet stehen außergewöhnliche und hochwertige Drinks auf der Getränkekarte der Booze Bar.

Ohne es mit der Cocktailkunst zu übertreiben und mit „offener Tür“ werden vom sympathischen Team immer wieder neue Cocktails kreiert. Lounge Sessel, ein langer Bartresen, Kicker – die Booze Bar ist der perfekte Ort in Friedrichshain für wirklich gute Getränke. Man kann a la carte bestellen, besser ist aber die persönliche Beratung :-).

Die Drinks haben natürlich ihren Preis, einen 3,50 EUR Cocktail wird man hier mit Sicherheit nicht finden- zum Glück.

Fazit: Ein tolle Bar in Mitten des „Ballermanns“ von Friedrichshain

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Zum Stammtisch

Um so häufiger ich in Eckkneipen gehe, desto mehr erfreue ich mich an der Heimeligkeit dort. Ein Ort, der wirklich sehr viel Familiäres hat, ist die Kneipe “Zum Stammtisch” in Moabit.

“Zum Stammtisch” seit 1969

Seit über 45 Jahren gibt es die Location schon, auch das ist ein Punkt, der diese Orte so besonders macht. Der Laden “Zum Stammtisch” ist Inhabergeführt von den beiden Besitzern Regina & Klaus. Die beiden junggebliebene Herrschaften nehmen uns freundlich auf und erzählen uns viel über den Laden und die Jahre, die sie hier als Wirte verbrachten. Ähnlich wie bei Gitti, ist auch bei Regina und Klaus noch kein Ende in Sicht. Sie wollen es nicht ewig machen, aber so lange die Freude und Gesundheit bleibt, werden die beiden den Laden noch weiter rocken.

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Die beiden Inhaber: Regina & Klaus

 

Über die Jahre sammeln die beiden das ein oder andere Bild und den ein oder anderen Nippes an. Das mag im ersten Moment trashig wirken, ist aber eigentlich ein toller Einblick in die Historie und auch in die Beiden als Menschen. So viel persönliches findet man in den neuen Bars wohl kaum noch.

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Die beiden Töchter des Wirtspaares – links ganz klein und rechts im erwachsenen Alter.

 

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Zum Stammtisch kurz nach der Eröffnung – unverkennbar dank der alten Autos ;)

 

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25 Jahre alt ist das Bild – im Sommer lässt es sich prima draußen sitzen.

 

Berliner Luft im Martini-Glas

Wir haben noch nie eine so wunderschöne Berliner Luft serviert bekommen. Der Pfefferminzlikör wird normalerweise immer in kleinen Shot-Gläsern kredenzt und so trinkt man die Berliner Luft auch eigentlich immer auf Ex. Nicht so im “Zum Stammtisch” – hier bekommt man die Berliner Luft in Martini-Gläsern mit Eiswürfeln und Limette. Und dann ist auch nichts mit “Auf Ex” – nein, wir schlürfen ganz genüßlich Schluck für Schluck unser Gläschen leer.

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Wer nicht nur tröpfchenweise an der Berliner Luft nippen möchte, bekommt auch verschiedene Biersorten und allerlei andere Spirituosen.

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Für den kleinen Hunger zwischendurch werden echte Berliner Bouletten, Wiener Würstchen & Co. gereicht, soll ja keiner vom Barhocker fallen ;)

Atmosphäre

Wie ihr wahrscheinlich schon in den ersten Zeilen heraus lesen konntet – die Kneipe “Zum Stammtisch” ist wie ein Besuch im Elternhaus oder bei alten Freunden zumindest aus meiner Sicht. Einfach weil es so gemütlich ist, die Menschen dort einen offen begrüßen und man schnell ins Gespräch kommt. Obwohl wir uns im ersten Moment wie Außerirdische im Vergleich zum Stammpublikum fühlen, dauert es keine Minute bis wir in die Runde aufgenommen wurden.

Fazit

Eine wirklich tolle und höchst gemütliche Kneipe, deren Besitzer zwei sehr charmante und gastfreundliche Leute sind. Ein Besuch ist unbedingt empfehlenswert.


Adresse und Öffnungszeiten von der Kneipe Zum Stammtisch:

Zum Stammtisch
Bredowstraße 15
10551 Berlin

Mo, Mi-So: 16.00-23.30 Uhr

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