I will wait, dachten sich wahrscheinlich Mumford and Sons, da sie erst nach zwei Vorbands gegen 22 Uhr die Bühne des Velodrom betraten. Aber das Warten hatte sich gelohnt, es war ein tolles Konzert, das meine Erwartungen erfüllte.

Dennoch gab es für mich zwei Wehmutstropfen: Gefühlt war es kürzer als andere Konzerte und die kleineren Konzert-Locations Astra und Columbia-Halle, in denen sie die letzten beiden Berlin-Konzerte gegeben haben, waren besser für die Stimmung. Damals waren Mumford and Sons noch nicht so bekannt wie heute, aber das Publikum war irgendwie enthusiatischer.
Aber ich möchte nicht mit Vergleichen aus der Vergangenheit den Eindruck des Konzerts schmälern, denn alles in allem war es super-toll. Und ich bin sehr froh, dass ich überhaupt eine Karte bekommen habe, denn im November war das Konzert binnen weniger Tage ausverkauft: 1000-Dank an Jessyka, dass ich eine Karte haben konnte.

Bereits beim ersten Lied sang das Publikum (12.000 Leute) mit und ließen sich von Mumford and Sons charakteristischen Sound einfangen. Es ging schwungvoll los, bevor die ruhigeren Lieder folgten, um dann die großen Hits anzuschließen. Um kurz ein paar Titel zu nennen, bei denen die Stimmung für mich besonders war: „Little lion man“, „Lover of the Light“ und ganz am Ende bei „The Cave“. Sehr schön war auch die Idee, bei der Zugabe die sehr stimmungsvoll beleuchtete Bühne zu verlassen und auf der gegenüberliegende Seite der Halle auf einem Podest ein paar Songs als reine Akustik-Version darzubieten – da waren auf einmal alle Gäste im Velodrom ganz still.

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und dass mich das Konzert beeindruckt hat, habe ich auch an meinem Ohrwurm gemerkt. An den nächsten beiden Tagen summte ich gedanklich ganz oft „And I will wait I will wait for you. And I will wait I will wait for you….“