Schlagwort-Archive: Friedrichshain

Ausgewählte Weine in der Barrel Weinbar in Friedrichshain

Berlin im Juni 2020. Wer nun wieder einen guten Wein in netter Gesellschaft in Friedrichshain trinken möchte, sollte und kann wieder die Barrel Weinbar besuchen. Direkt am Petersburger Platz gelegen könnt ihr ohne großen Rummel draußen oder auch drinnen sitzen und einen der köstlichen Weine genießen. 

Die beiden sympathischen Inhaber Martin und Simone bieten eine reichhaltige Weinauswahl an und beraten euch gerne bei der Wahl des richtigen Tropfens. Wer nur einen ausgelassenen Abend mit viel italienischem Wein einplant, sollte ein gut gefülltes Portemonnaie mitnehmen. Denn der Qualität entsprechend liegen die Preise auf einem für Friedrichshain eher untypisch höheren Niveau. Ab ca. 4 EUR (0,1) geht es los.

Italienische Spezialitäten in der Barrel Weinbar

Frisch aus Italien importiert gibt es passend zum Wein leckere Kleinigkeiten wie Käse, Oliven, Antipasti und Brot. Für den größeren Hunger werden Tagesgerichte wie eine vegetarische Lasagne angeboten. Die Barrel Weinbar bietet in „normalen“ Zeiten auch Workshops und andere Events rund um das Thema Wein an. Übrigens könnt ihr die Bar auch für private Feiern anmieten.

Wir waren Anfang Februar da und haben zu dem Zeitpunkt noch einen ausgelassenen Samstag Abend erlebt.

Fazit: Wer guten Wein in ruhiger und persönlicher Atmosphäre liebt, ist in der Barrel Weinbar bestens aufgehoben.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre | Legere Atmosphäre mit gehobenen Weinen. Ruhige Sitzplätze draußen
Preisniveau | Wein (0,1) ab 4 EUR
Besonderheiten | Über 170 Weine

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Ort | 
Petersburger Pl. 1, 10249 Berlin
Öffnungszeiten | Täglich, 17 Uhr – 1 Uhr
OnlineWebsite

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Vincent Vegan – Fast Food für die #postmeatgeneration

Als die Beyond Meat Burger noch in ihrer embryonalen Phase steckten und vegane Burgerpatties primär aus Gemüse oder gummiartigem Sojaproteinisolat bestanden, revolutionierte Vincent Vegan den rein pflanzlichen Burgermarkt. Wie so oft in den vegangenen Jahren, startete auch das Team als reines Foodtruck Business. Dank auffälliger, aber charmanter Kommunikation und ihren ziemlich leckeren Burgern, sollte schon bald der erste Laden in der Heimatstadt Hamburg dazu kommen. In Berlin sind die Jungs seid Eröffnung der East Side Mall 2018 dauerhaft am Start – der ein oder andere kennt den gelben Foodtruck vielleicht auch noch von dem alljährlichen veganen Sommerfest am Alex. 

Vincent kann nicht nur vegane Burger braten

Gute Burger sind ein Gesamtkunstwerk. Nicht nur das Patty ist super wichtig, sondern vor allem auch das Burgerbrötchen. Geprägt durch präpubertäre McDonalds-Erfahrungen liebe ich einfach weiche Burgerbrötchen aka. Brioche Buns. Da diese in ihrem Ursprung nicht rein pflanzlich sind, greifen viele vegane Burgeranbieter auf normale und Vollkornbrötchen zurück. Ist für mich dann nur immer mehr ein belegtes Brötchen und weniger ein Burger. Bei Vincent Vegan stimmt für mich aber alles – Patty, Brötchen, Saucen und Gemüse. 

Neben diversen Burgervarianten (für alle Kohlenhydratverweigerer und Proteinverliebte werden die Zutaten auch im Salatblatt kredenzt), könnt ihr euch durch Curry Vurst und VegNuggz futtern. Ein Highlight sind definitiv auch die Chili Cheese Fries oder Kebab Fries. Sprich, Pommes mit einer Ladung Essen oder Käse drauf. In Kombi mit einem Burger braucht ihr allerdings eine Menge Platz im Magen. 

Apropos Beyond Meat: Es gibt in den Läden einen Beyond Meat Burger im Vincent Vegan Style für 10,90 EUR.

Apropos McDonalds: Wer als bekennende #postmeatgeneration dem McSundae nachtrauert, schnappt sich bei Vincent Vegan einfach einen VegSundae. Dort hat sogar eine meiner Love Brands ihre Fingerchen im Spiel, denn das Eis ist auf Basis von Oatly-Hafermilch. Btw., dass ich mal ein Fangirl eines Hafermilch-produzierenden Unternehmens werde, hätte ich vor 10 Jahren auch nicht geglaubt.

Spoiler: Vincent zieht nach Prenzlauer Berg

„Ist das vegan oder kann das weg?“ prankt direkt am Eingang der Schönhauser Allee Arcaden. Ab April versorgt euch der gelbe Fast Food Anbieter auch im Stadtteil Prenzlauer Berg. Einziger Nachteil ist sicherlich die Atmosphäre. Da die Imbisse von Vincent Vegan stets in Einkaufscentern platziert sind, ist das drumherum meist etwas wuselig.

Nicht ganz unwichtig heutzutage: Die Getränkebecher, in denen die hausgemachte Limo serviert wird, sind plastikfrei (yay!) und auch sonst sucht man nach erdölhaltigen Verpackungen vergebens – so wie es sein sollte. 

GOOD TO KNOW
Atmosphäre | Food-Court-Einkaufscenter-Atmosphäre
Preisniveau | Burger ab 5,90 EUR, Fries ab 2,90 EUR, Limo 2,95 EUR
Besonderheiten | Beyond Meat Burger, Fries mit Toppings, nahezu plastikfrei

KONTAKT
Haltestelle | 
Friedrichshain: S+U Warschauer Straße, Prenzlauer Berg: S+U Schönhauser Allee Arcaden (ab April 2020)
Öffnungszeiten | Mo-Sa: 10.00 bis 21.00 Uhr
Website | Online

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Drag Night im Monster Ronson’s

Dragqueen PansyDie Karaokebar Monster Ronson‘s Ichiban (langer Name, ich weiß) liegt direkt am S – und U–Bahnhof Warschauerstraße und ist, sowieso und generell, einer meiner absoluten Lieblingsspots, gerade wenn man unter der Woche einen drauf machen will. Besonders Dienstagabend sind die Auswahlmöglichkeiten an guten Clubs recht gering. Doch gerade dann ist das Monster Ronson‘s ein absoluter Garant für eine unvergessliche Nacht. Denn jeden Dienstag geben sich hier gleich zwei der größten Berliner Dragqueens die Klinke, für ihre jeweils eigene Show, in die Hand. Gieza Poke und Pansy (Foto) moderieren „Gieza‘s PokeHouse“ mit Beginn um 21:00 Uhr und „The House of Presents“, Beginn um ca. 22:00 Uhr.

Eine total inklusive Dragshow

Das Konzept der beiden Dragshows ist im Grunde gleich. Beide geben verschiedenen Berliner Performer*Innen die Möglichkeit für einen kurzen Auftritt. Dabei wird sich abgewendet vom klassischen, recht exklusiven Konzept gängiger Dragshows, in welchem nur, Hyperfemininität performierende, Männer auf die Bühne dürfen. Das Konzept der beiden ist zu 100% inklusiv, weswegen hier sowohl die „klassische Dragqueen“ auftritt, als auch BurlesqueperformerInnen und PerformancekünstlerInnen aller Art. Es ist nicht auf ein Geschlecht, eine Identität oder gewählte Form der Selbstdarstellung beschränkt. Jeder kann mitmachen. Auch wenig bis keine Bühnenerfahrung sind kein Grund für Gieza Poke jemanden nicht auf die Bühne zu lassen. Das Format ihrer Show richtet sich ausdrücklich an unerfahrene PerformerInnen, die sich ausprobieren möchten.

Ein Auftritt dauert im Schnitt nur fünf Minuten. Dazwischen unterhalten Gieza und Pansy das Publikum und informieren über ihre vielen anderen Veranstaltungen und Partys, denn die Queens sind schwer beschäftigt damit Berlin mit queerer Kunst zu versorgen. Daneben werden sie nicht müde, jede Woche wieder über Verhütung, Safe Sex und Akzeptanz für die LGBTQAI+ – Community zu sprechen.

Bunt gemischtes Publikum sorgt für gute Atmosphäre

Das Publikum der Shows ist komplett gemischt. Zwar trifft man immer wieder die gleichen Gesichter, Fans der Show und Freund*Innen der PerformerInnen, doch gesellen sich auch viele Touristen dazu. An einem Dienstagabend in Friedrichshain ziehen marodierende Horden australischer Backpacker auf der Suche nach der ultimativen „Berlin Experience“ auf dem RAW – Gelände von Bar zu Bar und stolpern dann, zwangsweise, irgendwann ins Monster Ronson‘s. Und was ihnen dort geboten wird, ist an „richtigem Berlin“ fast nicht zu übertreffen. Die buntesten Paradiesvögel Berlins treffen sich dort jede Woche um ihre Individualität zu feiern. Dabei ist es selbst im weltoffenen und toleranten
Berlin nicht ganz ungefährlich für die Performer*Inne in Drag auf die Straße zu gehen. Abwertende Blicke von Passanten bis hin zu tätlichen Angriffen auf Queens in der U –Bahn – die Welt außerhalb des Monster Ronson‘s kann ein gefährlicher Ort sein. Gerade Pansy ist wichtig auch genau das anzusprechen. In ihren langen Überleitungen zwischenden Auftritten spricht sie über Akzeptanz, Selbstliebe und darüber, dass die Bühne im Ronson‘s ein sicherer Ort für die Performer sein soll. Sie bittet das Publikum um respektvollen, liebevollen Umgang miteinander, auf und vor der Bühne. Ihre harten, aber herzlichen Gardinenpredigten wirken: Die Stimmung bei den Shows ist unvergleichlich
inklusiv und entspannt. Alle feiern zusammen, Dragqueens und Touris, Berliner und Zugezogene.

Queere Kunst auf Spendenbasis

Der Eintritt zur Show kostet um die 8€, desweiteren sammeln die Moderatorinnen Spenden während der Show. Wichtig zu erwähnen ist, dass beide Moderatorinnen Englischsprecherinnen sind, weswegen die Show auch auf Englisch gehalten wird. Getränke gibt es, wie sonst auch immer, an der Bar. Im Ronsen‘s darf nicht geraucht werden. Es gibt allerdings einen kleinen separaten Raucherraum und Sitzgelegenheiten vor der Tür. Die Show beginnt gerne mit etwas Verspätung und endet selten vor 00:30 Uhr morgens. Wer am nächsten Tag arbeiten muss, macht sich also am besten einen doppelt so starken Kaffee wie sonst. Das Geld fürs Taxi und das lästige Warten auf irgendwelche Nachtbusse spart man sich, wenn man am besten in der ersten Pause der zweiten Hälfte geht, denn die letzten Bahnen fahren ja schon gegen 00:40.

Wer ein echtes Stück queerer Berliner Kultur erleben möchte, der ist am Dienstag im Monster Ronsen‘s genau richtig. Die vielfältige Kunst und unvergleichliche Stimmung suchen, selbst in der breit aufgestellten Kunst – und Kulturszene Berlins, ihres gleichen.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre | Vielfältige Künstler und super Energie im Publikum
Preisniveau | Eintritt ca. 8€, Bier ca. 3€, Longdrinks ca. 8€
Besonderheiten | Findet JEDEN Dienstag statt

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Datscha – eine Berliner Legende für russisches Essen

Es war an der Zeit, dass wir das legendäre russische Café-Restaurant besuchen. Der gute Ruf eilt dem „Datscha“ voraus, das für seine russischen Spezialitäten bekannt ist. In Friedrichshain ist es seit vielen Jahren eine feste Institution, später kamen die Ableger in Prenzlauer Berg und Kreuzberg dazu. 

Wir entschieden uns, dass Datscha zu Mittag zu besuchen. Neben den regulären Speisen auf der Karte, die von Frühstück bis zum Abendessen reichen, gibt es zu dieser Zeit auch ein spezielles Mittagsangebot. Ganz typisch ist, dass alle Speisen aus frischen und saisonalen Zutaten bereitet werden. Außerdem haben viele Gerichte russische Namen und vereinen, laut einem Statement auf der Website, ganz bewusst traditionelle Aspekte der typischen Landesküche mit aktuellen Koch-Trends.

Im Datscha wird man satt – Nachtisch darf aber nicht fehlen

Als wir ankamen, war es bereits relativ voll – und das um kurz nach 12 Uhr, aus unserer Sicht ein gutes Zeichen. Die zwei freundlichen Bedienungen waren gut beschäftigt, dennoch mussten wir nicht lange warten, bis wir bestellen konnten.

Die Auswahl fiel nicht leicht. Die Karte ist durch die klare Aufteilung in Kategorien, z.B. Suppen, russische Teigtaschen meiner Meinung nach gut zu erfassen, aber die Entscheidung fällt trotzdem schwer, weil sich alles so lecker anhört. Wir entschieden uns für eine Vorspeise (Soljanka) und freuten uns sehr auf die Hauptgerichte. Zum einen gab es Beef Stroganoff, das bereits vor dem ersten Bissen köstlich nach Pilzen duftete, welche zusammen mit Rindfleisch in der Soße sind. Zum anderen wählten wir die Vladivostok Bowl mit Sesam-Lachs, Wildbrokkoli, Wildkräutern und anderen aufeinander abgestimmten Zutaten. Beides war sehr lecker und machte in der gereichten Portionsgröße gut satt. Nach einer kleiner Essenspause wollten wir uns den Nachtisch nicht entgegen lassen und aßen Schokoladniza. Was das genau ist? Probiert es selbst, es ist köstlich und Nachtisch geht ja bekanntlich immer.

Der Service – Aufmerksam und zuvorkommend

Hier noch etwas, dass wir aufgeschnappt haben: am Nachbartisch saßen Gäste, die sehr viel bestellten. Wir fanden gut, dass die Bedienung auf die Portionsgröße hingewiesen hat. Sie meinte es gut, denn sie wollte vermeiden, dass zu viel Essen nicht gegessen und weggeschmissen werden muss. Daumen hoch für diese tolle Beratung.

Fazit

Die Datscha bietet gut schmeckendes Essen, welches außerdem auf den Tellern gut aussieht. Das Ambiente besticht durch die kleinen Details, wie z.B. Lampen, Deko oder die Art der Salz- & Pfefferstreuer. Es ist einfach nur gemütlich – wie eine Datscha auf dem Land eben sein sollte. Für alle, die das Wort nicht kennen: „Gartenhaus zum Erholen“ trifft es ganz gut.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre | Entspannt und Hingucker mit Liebe zum Detail
Preisniveau | Mittagsmenü inkl. Getränk 9,00 EUR, Speisen zwischen 6,00 – 16,00 EUR, Bier 0,5l für 4,50 EUR
Besonderheiten | Keine Kreditkartenzahlung möglich, EC-Karte ab 10 Euro;
Frühstück von Montag bis Sonntag; im Sommer kann man auch draußen sitzen

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Haltestelle | M13 Simplonstraße | S-Bahn Warschauer Straße
Öffnungszeiten | Mo-So: 10:00 bis ca. 01.00
Online | Website

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BBB Berlin – Kreative Burger am Ostkreuz

Die Sonntagstraße am Ostkreuz hat kulinarisch einiges zu bieten. Da fällt ein Burgerladen mehr oder weniger fast gar nicht auf. Warum ihr aber unbedingt den Burgerladen BBB Berlin auschecken solltet, erklären wir euch jetzt. 

Vor allem das individuelle Menü unterscheidet BBB Berlin deutlich von vielen anderen Burgerläden. Bei rund 12 Euro für einen Burger schluckt man vielleicht erst einmal beim Blick in die Speisekarte. Qualität, Atmosphäre und Geschmack machen den stolzen Preis allerdings wieder wett. Alle Burger stehen hier unter der Kategorie «Specials» und das auch zu Recht, denn alle Burger, die auf dieser Karte angeboten werden, sind, was ihre Zutaten angeht, ziemlich besonders, vor allem seit dem Launch des neuen Menüs vor ein paar Wochen. Dazu aber später mehr, denn zu einem guten Essen gehört natürlich auch eine ordentliche Vorspeise.

Die Speisekarte im BBB Berlin ist definitiv alles andere als langweilig

Für uns gab es gleich vier Variationen der besagten Vorspeise, da wir uns bei der Auswahl schwer auf nur eine festlegen konnten. Also wanderten gegrillte, mediterrane Aubergine auf Tahini, Chicken Wings in Chilisoße und Sesam, Batatas, also mit Blauschimmelkäse überbackene Süßkartoffelspalten sowie panierte grüne Bohnen zusammen mit zwei unfassbar leckeren Gin Basil Smash direkt auf unseren Tisch. Die panierten grünen Bohnen hätten an dieser Stelle eigentlich einen eigenen Artikel verdient. Meine Begleitung und ich waren uns nämlich einig, dass dieses simple Gericht eines der besten war, die wir seit langem hatten. Die Idee dazu ist dem BBB Berlin-Koch beim Rumexperimentieren in der Küche gekommen – zur Freude der Gäste. Aber bei der ganzen Schwärmerei über das panierte Bohnenwunder sollen Aubergine, Batatas und Chicken Wings natürlich nicht zu kurz kommen, denn auch diese drei Vorspeisen waren so lecker, dass wir fast vergessen hätten, dass noch Burger folgen sollten. Die Aubergine hat es vor allem meiner Begleitung angetan, die sich vegan ernährt und an dem Abend absolut keine Probleme hatte, die passenden Gerichte zu finden. Und das in einem Burgerladen, der sich vor allem durch sein qualitativ hochwertiges und jeden Tag frisch vor Ort zubereitetes Fleisch auszeichnet. 

BBB Berlin – Burger essen in amerikanischer Diner-Atmosphäre

Die Starters hatten uns also schon mal überzeugt und der Blick in die Burger-Karte ließ auch nichts anderes erwarten. Auf Empfehlung entschied ich mich für den «Florentine», der mit Spinat in cremiger Soße, Ziegenkäse und einem saftigen Burgerpatty daherkommt. Da im BBB Berlin großen Wert auf Side Dishes gelegt wird, konnten wir nicht nur zwischen normalen- und Süßkartoffelpommes wählen, sondern zusätzlich zwischen Salat, gegrillten Bohnen und Potato Wedges. Zum «Florentine» gab es für mich gegrillte grüne Bohnen. Irgendwie schon ziemlich ungewöhnlich, dieses bohnenlastige Menü in einem Burgerladen, aber eine perfekte Alternative zu Pommes und vor allem: super lecker! Für meine vegane Begleitung gab`s den «Vegan» mit einem Patty aus geräucherter Aubergine, dazu Teriyaki-Soße und extra Avocado oben drauf. Dazu gab es fast schon ganz klassisch die Süßkartoffelpommes. Das BBB Berlin bietet ohnehin schon eine große Auswahl an veganen und vegetarischen Optionen, auf Anfrage versuchen die Mitarbeiter aber auch die Gerichte, die nicht von Grund auf vegan oder vegetarisch sind so umzuwandeln, dass jeder Gast auf seine Kosten kommt. 

Mediterrane und amerikanische Nachspeisen

Wir waren sowohl von den Burgern als auch von den Side Dishes mehr als überzeugt. Die Pattys waren auf den Punkt gebraten und geschmacklich wirklich mal was anderes als der 0815-Cheeseburger. Gekrönt wurde das Ganze dann vom Malabi, einem Dessert aus Milchpudding, Grenadine und gerösteten Pistazien. Leider waren wir dann natürlich schon mehr als satt und verzichteten bei unserem Besuch darauf noch einen Milchshake hinterher zu kippen. «Oreo», «Nutella» und «Schoko Mocha» hören sich nämlich ziemlich gut an und werden auf jeden Fall bei unserem nächsten Besuch getestet. Dafür gab es für uns zum Abschluss noch einen Tequila, mit dem wir zusammen mit unserer Bedienung auf den erfolgreichen und leckeren Abend angestoßen haben. 

Bei BBB Berlin keine Ausnahme: Super freundliche Mitarbeiter

Apropos: Die Mitarbeiter des BBB Berlin waren an diesem Abend ausnahmslos super freundlich, zuvorkommend und entspannt, auch als es mit voranschreitender Uhrzeit immer voller wurde. Das internationale Team liefert einen tollen Service, der für einen Burgerladen ohnehin nicht selbstverständlich ist. 

Ein weiterer Pluspunkt ist übrigens die Atmosphäre im BBB Berlin. Hier isst man seine Burger in amerikanischem Diner-Flair gepaart mit dem Stil einer hochklassigen Cocktailbar. Die Musik wird der Tageszeit angepasst und geht von spanischen Popsongs über lockeren Elektro über in Techno, je später der Abend wird. Im Sommer wird die riesige Fensterfront einfach komplett geöffnet und so sitzt man auch drinnen fast irgendwie draußen. In den riesen Lederbänken kann man dann nach dem ein oder anderen Burger ordentlich versacken und warten, bis wieder Platz für einen Milchshake ist. Das BBB Berlin ist ein etwas anderer Burgerladen und das Auge isst ja bekanntlich mit – auch wenn es nur um die Einrichtung geht, in der man seine Burger verdrückt. 

GOOD TO KNOW

Atmosphäre | Amerikanische Diner-Atmosphäre, große Fensterfronten, Außenplätze vorhanden
Preisniveau | Burger ab 10,50 EUR, Vorspeisen ab 4,90 EUR, Milkshakes ab 7,00 EUR
Besonderheiten | Burgerpatties werden täglich frisch gewolft, viele vegane Optionen

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Haltestelle | S Ostkreuz
Öffnungszeiten | Mo-So: ab 12.00 Uhr
Online | Website, Instagram

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Veganes Sushi im Secret Garden Berlin

Sushi ohne Fisch? Für viele ist die traditionelle und angesagte japanische Speise ohne tierische Produkte kaum vorstellbar. Völlig zu Unrecht, wie das Secret Garden in Friedrichshain bestens beweist. Eröffnet hat das liebevoll gestaltete Restaurant erst vor wenigen Wochen. Freunden der veganen Küche dürfte die Location an der Warschauer Straße keine Unbekannte sein: auch schon die Vorgänger-Restaurants (zuletzt das „The Bowl“) basierten auf rein pflanzlicher Küche und im selben Gebäude befindet sich unter anderem der beliebte vegane Supermarkt „Veganz“.

Erst mal gibt’s kreative asiatische Vorspeisen

Nun aber zum Wesentlichen: dem Essen im Secret Garden. Bevor wir uns ans Sushi machen, stöbern wir erst einmal durch die Vorspeisen und Häppchen. Obwohl die Karte relativ klein gehalten ist, fällt die Wahl schwer. Denn eines haben alle Gerichte gleich: sie klingen verdammt lecker!

Schließlich entscheiden wir uns für würzig marinierte Sojawürfel am Spieß mit einer sehr kräftigen und aromatischen Yakitori Sauce (4,00 EUR), ein Onigiri (4,00 EUR), was etwa einem kleinen dreieckigem Sandwich aus Reis, gefüllt mit Avocado, Ingwer und Karotte, gleicht und Nasu Dengaku (4,00 EUR). Bei Letzterem handelt es sich um gegrillte Aubergine mit Miso-Creme, Lauchzwiebeln, gerötetem Sesam und einer Prise Rauchsalz – das Gericht hat es auf alle Fälle in sich und macht mit nur wenigen Zutaten etwas ziemlich Besonderes aus einer einfachen Aubergine. Eines meiner Favoriten und wärmstens zu empfehlen.

Yakitori, gegrillte Aubergine und Sommerrollen

An Sommerrollen führt natürlich auch kein Weg vorbei und deshalb gönnen wir uns außerdem noch den „Pink Panther“, Sommerrollen gefüllt mit Rote Beete Reisnudeln, geschmorrten Sojastreifen, Avocado, Sesam, Erdnüssen und Hoisin Sauce, und „Spicy Shroom“, Sommerrollen mit Champignons, Kräuterseitlingen, Shiitake aus dem Wok, Salat, Cashewkernen, Ingwer und Shiitake-Trüffel Sauce. Gerade die Sommerrollen mit den Rote Beete Reisnudeln waren einmal was ganz anderes, hatten einen intensiven und frischen Geschmack und reihen sich definitiv mit in meine Favoriten im Secret Garden.

An Vorspeisen finden sich im Menü außerdem noch diverse asiatische Salate und Dumplings – auch die klingen verlockend, doch müssten diesmal ausgespart werden. Schließlich wollten wir auf keinen Fall das Sushi verpassen und müssten noch etwas Platz in unseren Mägen lassen. Das gleiche galt für eine Handvoll Hauptspeisen, beispielsweise Ramen oder Hokkaido mit Tempeh Spießen, Avocado und schwarzem Reis. Selbst wer also kein Sushi-Fan ist, ist im Secret Garden gut aufgehoben und hat eine gute Auswahl an Vorspeisen und Hauptgerichten ganz ohne Algen-Geschmack.

Sushi – ganz ohne Fisch

Wir aber lieben Sushi und sind nicht zuletzt deswegen hier. Acht unterschiedliche Variationen des japanischen Klassikers zieren die Karte und keine davon klingt langweilig. Ganz im Gegenteil: jede Variante hört sich spannend und kreativ an und so fällt uns auch hier die Entscheidung wieder alles andere als leicht. Anders als meist wird das Sushi hier mit schwarzem Reis gezaubert – das macht das Essen zu einem wahren Hingucker. Wer es trotzdem lieber klassisch mag, kann auch weißen Reis ordern. Kostenpunkt pro Variante: 4,30 Euro für vier Stück oder 8,00 Euro für acht Stück. Für uns gibt es einmal

  • „Angry Samurai“ mit Avocado, Mango, gezupften Sojastreifen, asiatischem Krautsalat und Tomaten-Chili Sauce on Top;
  • „Golden Koi“ mit Avocado, Sojastreifen, Gurke, getoppt mit Butternut Kürbis sowie Mandel-Pesto;
  • „Geisha in Love“ mit veganem Thunfisch, rote Beete, Rucola, und on Top Kidneybohnen-Kokospüree und Rote-Beete-Himbeer-Sauce
  • und last but not least eine frittierte Rolle: „Tempura Tiger“ mit gegrillter Zucchini, Champignons und Knoblauch.

Wir sind absolut glücklich mit unserer Auswahl. Der Fisch fehlt keineswegs, die Variationen sind kreativ und die unterschiedlichen Zutaten haben bei jeder Rolle toll harmoniert. Unsere Favoriten sind der „Angry Samurai“ und der „Tempura Tiger“, doch auch an den anderen Optionen haben wir nichts zu meckern. Inklusive mit dabei ist übrigens ein toller Raucheffekt beim Servieren – der dient aber lediglich der Optik.

Time for Dessert

Eigentlich sind wir schon recht satt, doch das Dessert darf natürlich nicht fehlen. Deswegen gibt es zum Abschluss eine Zartbitter Mousse au Chocolat aus Seidentofu mit Beeren on Top und einen sehr erfrischenden Avocado-Matcha-Cheesecake mit einem Boden aus Schoko Biskuite. Beide Desserts liegen preislich bei 4,00 Euro, sind ganz nach unserem Geschmack und hinterlassen uns nicht nur sehr satt, sondern auch sehr glücklich.

Zu den vielen leckeren Speisen schlürften wir übrigens nicht weniger gute Cocktails. Die kosten grob zwischen 7,00 und 8,00 Euro, sind allesamt asiatisch angehaucht und fruchtig frisch.

Wie die Speisen und Drinks ist auch das ganze Interieur liebevoll gestaltet. Schöne Holzmöbel schmücken die Räumlichkeiten, Pflanzen sorgen für das nötige Grün und die Dekoration erinnert an Asien – ist dabei aber nicht übertrieben. Und on Top: die Angestellten waren durchweg freundlich und sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre.

Fazit zum Secret Garden Berlin

Wer asiatischen Aromen mag, ist im Secret Garden gut aufgehoben und kann es sich wirklich gut gehen lassen. Auch am Fisch wird es hier, dank der tollen und schmackhaften pflanzlichen Alternativen, sicherlich keinem mangeln. Wir haben den Abend hier wirklich genossen und kommen sehr gerne wieder.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre
| Großzügig, asiatische Dekoelemente und Lampions, lange Holzbänke
Preisniveau | Sushi 4 Stück ab 4,30 EUR, Cocktails 7,00-8,00 EUR
Besonderheiten | Veganes Sushi

KONTAKT
Adresse | Warschauer Str. 33, 10243 Berlin
Haltestelle | S+U Warschauer Straße
Öffnungszeiten | Mo-So: 12.00-23.00 Uhr
Online | Facebook

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Fotocredits: © Secret Garden Berlin

Restaurant 1990 Vegan Living

Das Restaurant 1990 Vegan Living in Friedrichshain trifft den Nerv der Zeit und bietet vegan-vietnamesische Bowls an. In der großen Variante als Hauptgericht oder mit mehreren kleinen Bowls als Tapas. Auch die anderen Speisen und Getränke sind komplett vegan, selbst der Wein. Das Restaurant ist eigentlich immer gut besucht. Überall ertönen Gespräche, es wird gelacht und natürlich gegessen. Die Einrichtung wird von dunklem Holz dominiert. Das Vietnamgefühl wird durch viele kleine und große landestypische Deko-Elemente transportiert. Wer einen ruhigen Platz sucht, sollte jedoch woanders essen gehen. Zudem empfiehlt sich eine Reservierung vorab. Das 1990 Vegan Living gehört übrigens zur Gastro-Familie, die auch das Cat Tuong in Prenzlauer Berg und Secret Garden in Friedrichshain betreiben.

Vegane Tapas im 1990 Vegan Living

Bei unserem Besuch haben wir nicht reserviert und Glück gehabt, den der Laden ist fast bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt. Bestellt wird im 1990 Vegan Living über Zettel, auf denen hinter dem jeweiligen Gericht die Menge eingetragen wird. Wer sich komplett oder teilweise vegan ernährt, wird wissen, dass es viele vietnamesische Restaurants mit veganen Gerichten gibt. Das Besondere hier ist, dass die Gerichte und Zutaten deutlich vielfältiger und ausgefallener sind. Wer Lust hat, mal was anderes als Tofu-Curry-Reis-Gerichte zu essen, ist hier goldrichtig. Geschmacklich haben uns eigentlich alle Tapas überzeugt, die wir bestellten. Einzig der Papayasalat hatte mir persönlich zu wenig Tiefe und Würze. Dennoch freue ich mich schon die nächsten Tapas auszuprobieren und auch die Bowls. Wenn ich über dem Restaurant wohnen würde, wäre ich wohl Stammgast bis ich alles durchprobiert habe.

Fazit zum 1990 Vegan Living

Wer Lust auf die vegane Küche hat, sollte sich das Restaurant 1990 Vegan Living auf seine Liste setzen. Die Gerichte sind lecker, besonders, kreativ und preislich vollkommen angemessen. Der Service war freundlich, die Atmosphäre locker, sodass jeder hier einen wirklich schönen Abend verbringen kann.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre
 | Gemütlich, gesprächig, meist sehr gut besucht, Außenplätze vorhanden
Preisniveau | Tapas: 3,50 EUR, Bowls: 8,50 EUR, Wein 0,2l ab 4,80 EUR
Besonderheiten | Komplett vegan, überwiegend Bio, Vielfalt auf der Speisekarte

KONTAKT
Adresse | Krossener Str. 19, 10245 Berlin
Haltestelle | Tram Grünberger Str./ Warschauer Str.
Öffnungszeiten | Mo-So: 12.00-23.00 Uhr 

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Aleppo Supper Club: So schmeckt die Levante Küche!

Die Levante Küche fasziniert mich seit einiger Zeit. Allein das Spiel mit den Gewürzen ist bemerkenswert, da sie doch von Hause aus deutlich vielfältiger ist als es die heimische Küche bei uns vermag. Der Aleppo Supper Club serviert syrische Spezialitäten. Dass es sich um ein Projekt von Geflüchteten handelt, möchte ich hier nur beiläufig erwähnen. Der Aleppo Supper Club ist übrigens auch primär auf das Catering von Events, Hochzeiten oder andere besondere Anlässe spezialisiert.

Wohlfühlessen im Aleppo Supper Club

Vor einiger Zeit haben wir eher zufällig in geselliger Runde Samer kennengelernt. Ihm gehört das kleine Restaurant in der Rigaerstraße 58. Mit viel Stolz erzählte er uns von seiner Location und so machten wir uns neugierig auf die Küche etwa zwei Wochen später auf den Weg.

Das Bistro-Café verfügt wirklich nur über wenige Sitzplätze. Mit einer Gruppe, die mehr als vier Personen umfasst, wird es schon schwierig. Wir nutzen den noch warmen Oktoberabend und nehmen draußen Platz.

Kabsa, Sanbusak & Magluba – Whaaat?!

Die handgeschriebene Speisekarte erklärt zum Glück, was die uns noch unbekannten Gerichte beinhalten. Es stehen auch noch einige weitere Speisen auf der Karte, aber die Portionen sind groß und so beschränken wir uns auf die Genannten plus Hummus und Shakshuka.

Hummus ist sicherlich jedem von euch ein Begriff, aber wie so oft gibt es auch beim Hummus große Unterschiede. Im Aleppo Supper Club ist der Hummus nicht nur unfassbar cremig, sondern zusammen mit den Granatapfelkernen auch richtig lecker. Wer noch nie Hummus gegessen hat, ist hier definitiv an der richtige Adresse!

Weiter geht es mit dem nächsten, mittlerweile durchaus bekannten Gericht: Shakshuka. Ein paar Mal hatte ich es schon gegessen, aber das Shakshula hier ist jetzt meine absolute Nummer 1. Warum? Es ist die Würzigkeit, die Aromen, die den Unterschied machen. Zudem wird das Gemüse recht grob geschnitten hinzugefügt, während ich es bislang eher püreeartig vorfand. Auch wenn ihr bei eurer Auswahl nicht viel falsch machen könnt, das Shakshuka kann ich euch wärmstens empfehlen.

Kommen wir zu den drei Unbekannten. Sanbusak (Samosa ist der geläufigere Begriff) sind kleine frittierte Teigtaschen, in unserem Fall mit Käse gefüllt. Ursprünglich diente das Gericht häufig dazu, das Resteessen nicht nach eben solchem aussehen zu lassen. Gerichte des Vortags wurden in die Teigtaschen gefüllt und schwuppdiwupp erhielt man ein neues. Die vier Stück könnt ihr super als Vorspeise nutzen und euch teilen.

Kabsa und Magluba waren völlig neu für mich. Beide Speisen haben Reis als Basis, der aber nicht so schnöde weiß daher kommt. Eigentlich mag ich Reis gar nicht so gerne, aber so aromatisiert und gewürzt, steigt er in meiner Beliebtheitsskala weit nach vorne.

Während Kabsa mit Gemüse, Mandeln, Rosinen und speziellen Gewürzen gereicht wird, kommt Magluba mit Auberginen, Mandeln und Cashewnüssen daher. Die eigentlich einfachen Gerichte, erwärmten mein Herz und erfreuten meine Geschmacksknospen.

Süßer Mozzarella als Nachtisch

Die Überraschungen sollten nicht enden. Als wir uns, eigentlich schon gut gesättigt, doch noch für ein Dessert entscheiden, wählen wir den Mix aus verschiedenen Süßspeisen. Mit dabei ist ein süßer Mozzarella (original heißt das Gericht Halawet al Jibben). Die Speise, so erzählt man uns, ist vor allem in der syrischen Stadt Hama sehr beliebt. Zusammen mit Gries, Zucker, einer Puddingfüllung (Ashta) und einigen weitere Zutaten entsteht die leckere Süßspeise. Ebenso mega fand ich die kleine baiserartigen Kekse, die aus Kichererbsenmehl und Zucker bestehen. Klingt nicht so aufregend, ich weiß, geschmacklich aber eine feine (und süchtig machende) Sache!

Fazit zum Aleppo Supper Club

Die Küche aus dem Nahen Osten ist mehr als einfach nur Falafel. Es gab kein Gericht, das mir nicht entzückte. Zwar stehen auch Fleischgerichte auf der Karte, vieles ist aber vegetarisch oder vegan, was mir einfach total entgegen kommt. Zudem freue ich mich stets über neue kulinarischen Eindrücke und Einflüsse. Wer jetzt genauso neugierig geworden ist oder mal ein neues Catering ausprobieren möchte: hier geht es zur Website.

Delabuu Ice Cream – Thailändische Eisröllchen

Seit Januar 2018 versüßt der Delabuu Ice Cream Shop sowohl ansässigen Friedrichshainern, wie auch Besuchern dieses beliebten Fleckchens, den Tag. Angefangen hat alles mit einer Urlaubsidee und einem mobilen Verkaufstresen. Nachdem das Eis von unzähligen Eisliebhabern auf Berlins Märkten getestet und für gut befunden wurde, wagte Inhaber und Eistüftler Parvez den Schritt zum eigenen Laden – das Delabuu war geboren.

Im Moment, bei unaufhörlichen 30 Grad plus, brummt der Laden natürlich – schon wenn die Türen um 13 Uhr öffnen stehen oft Schlangen vor der Tür. Doch selbst im Berliner Winter waren viele so gespannt auf diese Eiskreation aus Thailand, dass es an Kunden nicht mangelte.

Kreiere deine eigenen Eisröllchen im Delabuu Ice Cream aus über 70 Zutaten

Doch von was reden wir hier eigentlich? Ist Eis nicht gleich Eis? Keineswegs. Im Delabuu ist der Kunde quasi Teil des kreativen Prozesses, kann er sich doch über 70 (!) verschiedene Zutaten (Früchte, Schokoriegel, Saucen, etc.) unter die Basis oder Rohmasse mischen lassen. Diese Basis, nach Parvez‘ eigener Rezeptur, ist das Geheimnis des Erfolgs und tatsächlich glutenfrei und vegan. Wäre sie nicht so schön formbar, nichts wäre es mit den charakteristischen Rollen, in denen das Eis angeboten wird.

Anders als in unseren bekannten Eiscafés wird hier nämlich das Eis auf super kalten Platten erst vor den Augen der Kunden gefroren. Vorher werden besagte Zutaten – chop chop chop – dazu gemischt und am Ende sieht alles im Becher ganz hübsch wie kleine Crepes Rollen aus. Man wird allerdings schnell daran erinnert, dass es sich dann doch um Eis handelt, wenn das kleine Kunstwerk zu schmelzen beginnt und am Becher runterläuft. Also besser schnell wegfuttern.

Wie haben uns die Ice Cream Rolls geschmeckt?

Nun gibt es auch für uns was zu naschen. Die Auswahl fällt sehr schwer, möchte man doch am liebsten alles probieren. Ich wähle Himbeere, Giotto, Erdnussbutter, karamellisierte Haselnüsse und Koala Bären als Toppings aus. Noch schnell ein Foto gemacht, so wie etwa 90 Prozent der Kunden und dann aber fix essen, damit man auch noch was davon hat und nicht nur was fürs Auge bzw. fürs Profil.

Unsere zweite Kreation besteht aus Mango, Kinder Pingui, Ovomaltine und Rafaello und Haselnüssen und beides wird von uns als sehr lecker befunden. Der kleine Becher kostet 3,60 Euro und der große 4,60 Euro. Jeweils ein Mixling (Zutat), die Saucen und Toppings sind inkludiert. Jeder weitere Mixling kostet zwischen 30 und 70 Cent extra.

Fazit zum Delabuu Ice Cream

Parvez merkt man an, dass er unglaublich viel Spaß bei der Sache hat. Klar, seine Kunden kommen schon mit einem Lächeln in den Laden und gehen so auch wieder heraus. Gerade steht er selbst jeden Tag von früh bis spät im Laden, da auch einige seiner Mitarbeiter die Urlaubszeit nutzen. Noch ist er Vorreiter in Berlin, also, schaut euch das Original mal an und lasst euch das leckere Eis schmecken.

Bars in der Simon-Dach-Straße

Eine der beliebtesten Barszenen befindet sich in Friedrichshain – wenn man von hier aus die Simon-Dach Straße entlang schlendert, steht einer ausgiebigen Kneipentour nichts mehr im Weg.

Das sind beliebte Bars in der Simon-Dach-Straße

Friedrichshain ist nicht zu Unrecht bekannt und beliebt für seine Ausgehszene. Hier kann man sogar in derselben Straße bleiben und hat immer noch eine Riesenauswahl an Bars, Kneipen und Restaurants. Ob man lieber an einem Ort verweilt oder weiterzieht ist jedem selbst überlassen – in der Simon-Dach-Straße hat man alle Möglichkeiten.

01 | BLECHBILDERBAR | Kiez-Bar

Anfangen kann man zum Beispiel in der Blechbilderbar um sich zu stärken bevor man weiterzieht: hier gibt es ein breites Angebot an Speisen, von gut bürgerlicher Küche bis hin zu Pub-Klassikern wie Burger. Es lohnt sich aber auf jeden Fall auch länger zu bleiben, die gemütliche Atmosphäre und große Auswahl an Bieren und Spirituosen – besonders Whiskeys – lassen wirklich keine Wünsche offen. Die Bar öffnet täglich von 10 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachts.

  • Atmosphäre | Kiez-Kneipe mit gutbürgerlicher Küche und Frühstück
  • Preisniveau | Bier 2,40 EUR
  • Besonderheiten |  Berliner Charme, gutbürgerliches Essen
  • Rauchen | Nein
  • Öffnungszeiten | Mo-So: ab 10.00 Uhr

02 | PRIMITIV BAR |Gemütliche Bar im Stil der 1920er-Jahre 

Weitergehen könnte der Abend zum Beispiel in der Primitiv Bar. Das Besondere hier: die hippe Atmosphäre und die tollen Cocktails – besonders der Mojito und White Russian genießen einen sehr guten Ruf. Jeden zweiten Sonntag gibt es hier außerdem Burlesque Shows und regelmäßig auch andere Veranstaltungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Locations darf hier auch noch geraucht werden – das gefällt nicht jedem, aber dafür müssen die Raucher nicht in der Kälte stehen. Geöffnet hat die Bar täglich ab 16 Uhr.

  • Atmosphäre | Swing- oder Rockabillymusik Nostalgie 
  • Preisniveau | Cocktails ab 11,00 EUR 
  • Besonderheiten | 15 Sorten Absinth und 13 Sorten Wodka,
  • Rauchen | Nein
  • Öffnungszeiten | Täglich von 16.00 – 3.00 Uhr  

03 | ASTRO BAR | Futuristische Retro-Bar

In der Astro Bar fühlt man sich schlagartig in der 70er Jahre versetzt: die Beleuchtung, die Roboter-Deko, die Flipper und die Musik erinnern alle an das Kult-Jahrzehnt. Hier gibt es echt günstige Cocktails, die meisten kosten nur um etwa 5 € – daher ist die Bar in der Simon-Dach-Straße vor Allem bei Studenten sehr beliebt. Für die musikalische Untermalung sorgen hier DJs und nutzen dafür ganz authentisch Vinyl. Die gemütliche Einrichtung lädt täglich 18-6 Uhr zum Verweilen ein – kurzum: ein echtes Highlight.

  • Atmosphäre |Futuristisch, Berlin-verpeilt
  • Preisniveau | Günstig
  • Besonderheiten | Berlin, Berlin ! Ein Muss für jeden Simon-Dach-Straßen Besucher
  • Rauchen | Ja
  • Öffnungszeiten | Mo-So: ab 17.00 Uhr – bis morgens

04 | BAR & CAFE HIMMELREICH| Schwul-lesbische Tanzbar 

Die Bar & Café Himmelreich ist ein Klassiker. Hier wird ausgelassen getanzt, getrunken – Stammgäste und Besucher jeden Alters fühlen sich hier pudelwohl. Günstige Cocktails und ein abgetrennter Raucherbreich sorgen zusätzlich dafür. Als LGBTI Treffpunkt trägt die Bar wesentlich zur Diversität im Simon-Dach Kiez bei bereichert Berlins Partyleben. Die Bar öffnet an allen Tagen von 18 Uhr bis „spät“ ihre Türen, nur sonntags geht’s bereits um 16 Uhr los.

  • Atmosphäre | Rough, etwas spartanisch eingerichtet, aber gastfreundlich und kiezig
  • Preisniveau | Günstig
  • Besonderheiten | Für Freunde des gleichen Geschlechts
  • Rauchen | Ja
  • Öffnungszeiten | Mo- SA: ab 18.00 Uhr | SO: ab 16 Uhr  

05 | ROCKZ |Bar mit Flipper, Darts und Kicker

Im Rockz steht die Musik im Vordergrund: die Dekoration aus Plattencovern und Gitarren an den Wänden heben die Liebe zur Rockmusik der Inhaber hervor. Eine große Auswahl an Biersorten, Flipper, Darts und Kicker runden das Erlebnis ab: hier wird einem garantiert nicht langweilig. Das Rockz öffnet täglich ab 17 Uhr seine Türen, im Sommer schon ab 15 Uhr.

  • Atmosphäre | Rockig
  • Preisniveau | Günstig
  • Besonderheiten | Spiel-Freunde sind willkommen
  • Rauchen | Nein
  • Öffnungszeiten | Mo-So: ab 15 Uhr ( Sommer Öffnungszeiten )

06 | DACHKAMMER | Kiez-Kneipe mit Balkon, alten Möbeln, Sofas und Steinwänden 

Das Café Dachkammer kann man Kaffee oder Cocktails genießen – je nach Tageszeit oder Laune. Auf den zwei Etagen wird es zu Stoßzeiten schon mal richtig voll. Es fühlt sich hier trotzdem an wie im zweiten Wohnzimmer: viele Sofas und alte Möbel machen es hier so richtig gemütlich. Im Sommer kann man hier auch wunderbar draußen sitzen und die Sonne genießen.

  • Atmosphäre | Geräumiger, uriger und rustikaler Innenräume mit Balkon und Wohnzimmern in der 2. Etage
  • Preisniveau | Bier 0,3l ab 2,60 EUR
  • Besonderheiten | Die Kult-Bar in der Simon-Dach-Straße mit Balkon
  • Rauchen | Ja
  • Öffnungszeiten | Ab morgens geöffnet

07 | KÜRBISHÜTTE | Bar

In der Kürbishütte 1905 gibt’s neben Getränken und stimmiger Atmosphäre auch spezielle Events wie den Poetry Club oder das Rocktoberfest. So verwöhnen die Gastgeber ihre Gäste täglich von 17-3 Uhr mit Rockmusik, guten Cocktails und unterhalten sie – ein rundes Erlebnis.

  • Atmosphäre | Alt-Berliner Stil
  • Preisniveau |  Günstig
  • Besonderheiten | Rockmusik
  • Rauchen | Nein
  • Öffnungszeiten | Mo-So: 17.00 -3.00 Uhr

08 | EAST WEST BRIDGE | Bar

Das East West Bridge erinnert mit seinem Namen an die Zeit, in der Berlin noch geteilt war und Friedrichshain zu Ost-Berlin gehörte. Die Cocktailbar ist aber auch von Innen mit Anspielungen auf die DDR gespickt, wodurch eine trashige Atmosphäre entsteht. Hier kann man täglich von 12-2 Uhr Indisch essen und dazu super Cocktails schlürfen, zu einem vergleichsweise erschwinglichen Preis.

  • Atmosphäre | Alt-Berlin-Flair, urig, fast wie ein kleines Museum
  • Preisniveau | Bier 0,3l ab 3,20 EUR, Wein 0,2l ab 5,00 EUR
  • Besonderheiten | Jeden Sonntag Live Jazz Brunch 
  • Rauchen | Nein
  • Öffnungszeiten | Mo-So: ab 12.00 Uhr 

09 | MOJITO – CANTINA MEXICANA |Mexikanisches Essen & Tequila-Specials

Auch das Mojito – Cantina Mexicana macht seinem Namen alle Ehre: mexikanische Speisen und Cocktails stehen hier im Vordergrund. Von Nachos über Quesadillas bis hin zu Burritos und mehr gibt es hier alle mexikanischen Klassiker. Unbedingt probieren sollte man natürlich auch den Namensgeber der Bar, den Mojito – der Klassische besteht aus weißem Rum, Limette, Minze, Rohrzucker und Soda, für Neugierige gibt es aber auch einige spannende Variationen. Essen und Trinken kann man hier täglich von 12 bis open end.

  • Atmosphäre | Restaurant-Atmosphäre
  • Preisniveau | Günstig
  • Besonderheiten | Mexikanisches Essen
  • Rauchen | Nein
  • Öffnungszeiten | Mo-So: ab 12.00 Uhr 

10 | PLACE CLICHY | Weinbar

Das Place Clichy ist eine kleine französische Bar und hat auf der Simon-Dach-Straße auch ihr Zuhause gefunden. Anders als in vielen der anderen Bars liegt hier der Fokus nicht auf Cocktails, sondern auf Weinen, davon gibt es eine beeindruckende Auswahl. Von diesen feinen Tropfen kann man sich täglich außer montags von 19-3 Uhr verwöhnen lassen.

  • Atmosphäre | Weinbar
  • Preisniveau | Mittel
  • Besonderheiten | Wein, Wein…
  • Rauchen | Nein
  • Öffnungszeiten | Di -So: 19.00 -3.00 Uhr