Das Sticks’n’Sushi gibt es mittlerweile seit gut einem Jahr in Berlin und seit jeher verzaubert es uns mit unglaublich gutem Sushi und vielen anderen Leckereien. Schon beim Blick in die Karte lässt sich erahnen: hier kommt so richtig gute Küche auf den Tisch. Neben dem japanischen Reis-Klassiker gibt es in dem schicken Restaurant auch eine große Auswahl an Yakitori-Spießen und diversen anderen Snacks.

Ein Restaurant mit Wohlfühl-Atmosphäre

Das Sticks’n’Sushi kommt ursprünglich aus Dänemark und eröffnete dort 1994 sein erstes Restaurant. Mittlerweile gibt es im Ursprungsland im Norden bereits sehr viele Filialen, einige in London und seit knapp einem Jahr die Erste in Deutschland – nämlich hier in Berlin. Dabei versteht sich das Sticks’n’Sushi allerdings nicht an eine gewöhnliche Kette, sondern ein Restaurant mit eigener Arbeitsweise und Philosophie. Hier will man den Gästen nicht nur ein tolles Essen, sondern auch eine angenehme und glückliche Atmosphäre bieten. Auch die Angestellten selbst sollen sich hier wohl fühlen und gerne arbeiten. Deswegen gibt es verschiedene Grundsätze und Prinzipien nach denen hier gearbeitet wird. Eines davon beispielsweise heißt: du darfst schimpfen – aber nur über dich selbst, nicht über andere. Und das betrifft jeden – den Angestellten im Service, den Küchenchef und den Manager gleichermaßen. Hier geht es um ein gemeinschaftliches Miteinander, gegenseitige Hilfe und Freude bei der Arbeit. Und genau das merkt man den Angestellten hier auch an. Jeder hat stets ein Lächeln auf den Lippen, ist unglaublich nett und wir fühlen uns einfach rundum wohl und willkommen. Ein freundschaftliches und fröhliches Flair, das sonst in dieser Form nur selten zu finden ist.

Der Innenraum des Sticks’n’Sushi

Cocktails mit japanischem und dänischem Twist

Nun kommen wir aber zum kulinarischen Teil des Vergnügens. Bevor es ans Essen geht, nehmen wir noch kurz an der schicken Bar im vorderen Bereich des Raumes Platz. Auch hier werden wir total freundlich empfangen und direkt nach unserem Geschmack und Wünschen gefragt. Auf Empfehlung des Barkeepers gönnen wir uns daraufhin erst einmal einen leckeren Drink aus französischem Safran-Gin, Vanille und Nashi-Birne – super lecker! Wie uns erklärt wird, wird auch in der Getränkekarte darauf geachtet stets japanische oder dänische Elemente mit in die Drinks einzuarbeiten.

Zu Beginn gibt’s einen Drink aus Safran-Gin, Vanille und Nashi-Birne

Nach diesem gelungenen Einstand geht es nun aber auch an unseren Platz, wo wir erst einmal ein warmes Tuch bekommen um uns die Hände zu säubern. Anschließend gibt es direkt eine Karaffe Wasser auf den Tisch und die nette Bedienung erklärt uns kurz die Karte. Mit der sind wir danach trotzdem noch maßlos überfordert. Nein, nicht weil sie so kompliziert wäre – es sieht einfach alles so unglaublich gut aus. Sushi, Yakitori-Spieße, Süppchen, Salate und Snacks. Natürlich alles mit frischen Zutaten von Fleisch über Fisch bis hin zu vegetarisch – hier ist wirklich für jeden etwas dabei.

Yakitori-Spieße und leckere Bites

Nun gut, wir fangen erst einmal klein an und bestellen uns in der ersten Runde Yakitori-Spieße mit Süßkartoffel mit Teriyaki (2,70 Euro), Kräuterseitling mit Miso-Kräuterbutter (3,00 Euro) und Lachs mit Teriyaki (3,00 Euro). Dazu gibt es außerdem eine gegrillte Avocado mit Wasabi und Ponzu, einer typisch japanischen Sauce mit Soja und Zitrone (3,20 Euro) und Topinambur mit einer Miso-Aioli (4,00 Euro). Von diesen ersten Leckerbissen sind wir schon einmal mehr als begeistert und bekommen direkt Lust auf mehr. Alle Speisen sind richtig gut abgeschmeckt und super aromatisch – yummy!

Yakitori-Spieße mit Kräuterseitling, Lachs und Süßkartoffel sowie Topinambur und gegrillte Avocado

Das Restaurant ist übrigens recht groß und hat auch eine zweite Etage mit Sitzplätzen, von denen man einen tollen Blick über den unteren Sitzbereich hat. Dadurch ist die Location auch sehr offen und weit. Trotzdem kommt man sich hier nicht verloren vor – eher ist es gemütlich uns lauschig. Die Einrichtung dazu ist sehr modern und simpel. Wenn man unten sitzt, hat man außerdem stets einen Blick in die offene und große Küche und kann zusehen, wie die Angestellten alles Speisen wirklich sorgfältig und mit Hingabe zubereiten. By the way: bedrohte Fischarten kommen hier übrigens nicht mit in die Karte. Das loben wir uns doch.

Sushi und co. der Extraklasse

Aus der Küche kommt nun auch unsere zweite kulinarische Runde. Diesmal mit dabei: ein Yakitori-Spieß mit misomariniertem Black Cod, also schwarzem Kabeljau (10,00 Euro), gegrillter Mais (4,50 Euro), Tempura-Garnele (9,00 Euro), Nigiris mit Tofu und Kräuterseitling (je 2,50 Euro) sowie das Green Maki mit Topinambur, Avocado, Chili und Koriander (5,00 Euro für 8 Stk.) und die Gypsy Roll mit flambiertem Fisch, Avocado, Gurke, Ingwer, Chili und rote Zwiebel (8,50 Euro für 6 Stk.). Ebenso wie die Gerichte davor schmecken auch diese Speisen durchweg fantastisch. Alles ist toll gewürzt und hat einen sehr intensiven Geschmack. Mein absolutes Highlight ist der Yakitori-Spieß mit Black Cod – unfassbar aromatisch und zart. Aber: insgesamt war wirklich alles richtig, richtig lecker und unsere Erwartungen wurden definitiv übertroffen.

Auch von den Speisen in der zweiten Runde sind wir hin und weg

Kreative Desserts zum krönenden Abschluss

Obwohl wir schon recht satt sind, lassen wir uns nicht lumpen und bestellen aus einer Auswahl an kleinen Dessert (je 3,50 Euro) noch Fondant mit dunklem Schokoladenkaramell, Pfefferminzkern und karamellisierten Haselnüssen, Cheesecake mit der Zitrusfrucht Yuzu und Umeshu (japanischer Likör aus Aprikose) und eine weiße Mousse mit Lakritz und Beerenschaum. Auch diese kleinen Naschereien haben toll geschmeckt und unseren Abend wunderbar abgerundet. Dazu gab es übrigens noch frisch gepresste Säfte und diverse Cocktails (alle ca. 9,00 Euro), die allesamt super geschmeckt haben – ein Blick in die Cocktailkarte kann ich also nur empfehlen. Nach den Desserts sind wir auch wirklich mehr als satt. Leider! Denn zu gerne hätten wir noch viel mehr aus der Karte hier probiert!

Die Desserts haben den Abend perfekt abgerundet

Fazit

Das Sticks’n’Sushi ist ein wirklich klasse Restaurant aus dem wir unglaublich glücklich herausspaziert sind. Das Lokal spiegelt wahrlich nicht den Eindruck einer Kette wider, sondern erfreut mit toller Küche, gut gelaunten und freundlichen Angestellten und einer wunderbaren Wohlfühl-Atmosphäre. Klar, teilweise sind die Preise auf den ersten Blick etwas höher, allerdings ist die Qualität der Speisen auch unschlagbar und es wird sehr frisch und mit vielen speziellen und exklusiven Zutaten gearbeitet. Somit ist das Preis/Leistungs-Verhältnis wirklich fair und die Preise definitiv gerechtfertigt. Wir sind wirklich mehr als begeistert und können den Laden wirklich jedem ans Herz legen – er ist definitiv einen Besuch (oder auch mehrere) wert!

Die Yakitori-Spieße sind toll gewürzt und richtig lecker
Die Tempura-Garnele wir mit Miso-Aioli, Chili, Limette und Koriander serviert
Eines meine absoluten Highlights: der Yakitori-Spieß mit Black Cod (ganz links im Bild)
Die frisch gepressten Säfte und die Cocktails ergänzen das Essen wunderbar
Im Sticks’n’Sushi haben alle Cocktails einen dänischen oder japanischen Touch
An der Bar werden tolle Drinks und Cocktails zubereitet
Blick in die Küche
Das Sticks’n’Sushi liegt in der Potsdamer Straße in Mitte

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