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Das Dong Xuan Center in Berlin Lichtenberg

Dong Xuan Center? Ein vietnamesischer Großmarkt in Lichtenberg. Das hört sich jetzt erst mal nicht so spektakulär an. Es gibt viele Großmärkte und Einkaufszentren, aber das Dong Xuan Center sollte für jeden Berliner und Asienfreund ein Pflichtbesuch sein. In Berlin Lichtenberg liegt das 2006 eröffnete vietnamesische Einkaufszentrum bzw. Großmarkt.

Das Dong Xuan Center | Ein Stück Vietnam in Berlin

Es gibt einige Orte in Berlin, an denen man sich nicht wie in Berlin fühlt – und das Dong Xuan Center gehört definitiv für uns dazu. Wer also mal schnell Ausflug nach Vietnam machen möchte, ist hier genau richtig. Ein riesen Gelände mit zahlreichen Hallen und Verkaufsboxen und Ständen, die sämtliche Produkte – meist in den kleinen Asiamärkten der Stadt wiederzufinden – verkaufen, erwarten den Besucher des Dong Xuan Centers. Kleidung, Spielzeug, Lebensmittel, Möbel, ja ganze Nagelstudios werden hier verkauft- und das Ganze in einem Überangebot, das einen fast „erschlägt“ und, um es mal vorsichtig auszudrücken, schon recht farbenfroh ist.

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Wer nicht nur shoppen möchte, kann auch gleich seine Haare und Fingernägel vor Ort machen lassen. Und natürlich gibt es vietnamesische Restaurants auf dem Gelände – ein Grund, warum wir auch das Dong Xuan Center aufgesucht haben, denn unser Plan war es mal so richtig, richtig Vietnamesisch zu Essen.

Pho & Frühlingsrolle im Dong Xuan Center

Das Essen war definitiv gut, aber für uns auch nicht besser als in der Stadt. Wir hatten auch den Eindruck eher eine „Touristenversion“ auf dem Teller zu haben.  Egal, es war trotzdem lecker. Und da man ja gefühlt in Vietnam ist, existiert auch kein Rauchverbot und somit können die Raucher unter den Gästen ganz entspannt zwischen 2 Gängen am Tisch rauchen.

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Supermärkte & springende Fische

Ein Highlight sind natürlich die Supermärkte. Gemüse, Früchte, Fisch, Fleisch, Gewürze, Teigwaren- hier gibt es alles in großen Mengen, was das Herz eines jeden Fans der asiatischen Küche höher schlagen lässt.  Fische, die aus dem Becken gefühlte 1 Meter hoch herausspringen gibt es noch als Showseinlage gratis dazu. Willkommen in Berlin – Wer keinen asiatischen Snack zu sich nehmen möchte, wird auf dem Parkplatz fündig. Für die wenigen Deutschen, die sich in das Dong Xuan Center verirren, steht eine Currywurstbude auf dem Parkplatz. Leider.

Fazit: Ein Shoppingerlebnis der besonderen Art

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Die Stadt kocht – Buchvorstellung im Wein & Glas

Die Stadt kocht – Berlin-Der Sommer ist ein etwas anderes Kochbuch, das gestern im Wein & Glas am Prager Platz in Anwesenheit der Autorin Cathrin Brandes und des Fotografens Florian Bolk vorgestellt wurde.

Das Buch, das die Berliner Gastroszene dokumentiert, ist eigentlich weit mehr als ein Kochbuch, denn es porträtiert über 40 Köche, Bartender etc., die Berlin mit ihrem Angebot und Kreativität zu einer Stadt machen, die mittlerweile kulinarisch weit vorne ist.

Für das leibliche Wohl sorgte das Team von Paco Pérez, dem katalanischen Sternekoch, der mit seinem Restaurant „5- Cinco by Paco Pérez“ in Berlin Tiergarten sein erstes Restaurant außerhalb Spaniens eröffnete. Jamon Iberico, eine köstliche Gaszpacho im Glasfläschen, Ceviche und eine der besten Creme Catalan, die ich seit langem gegessen habe, haben mich daran erinnert, doch bald unbedingt im Cinco essen zu gehen.

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Fazit: Ein tolles Buch mit einer informativen Mischung aus Berliner Foodszene und Rezepten. Der einzige Nachteil: Das Buch ist leider schnell überholt. Es ist nichts Neues, dass die einzige Konstante in Berlin der stetige Wandel ist und insbesondere trifft dies auf die experimentierfreudige Foodszene zu.

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Sommer in Berlin – No. 2: Festivals und Open Airs

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Es gibt in Berlin eigentlich an jedem Wochenende irgendein ein Festival oder Open Air. Und lasst es noch so klein und niedlich sein, es ist die Stimmung und das Gefühl an diesen Orten, weshalb ihr mindestens einen Sonntag auf einer derartigen Veranstaltung verbringen solltet.

Egal, ob ihr in der Rummelsberger Bucht, in einem Club oder auch inoffiziell in einen der vielen Parks ein Open Air besucht… Man ist draußen, die Sonne scheint oder auch nicht, aber zumindest ist es warm. Beim Regen raten wir euch tendentiel eher davon ab, obwohl auch das sicher ganz lustig werden kann. Um euch herum sind lauter Menschen, die das gleiche vorhaben wir ihr – nämlich Musik hören, tanzen, lachen, quatschen, was trinken und einfach ne gute Zeit haben. Und dann ist es egal, ob ihr dort mit 200 oder mit 2.000 anderen Menschen seid. Wenn ihr euch drauf einlassen könnt, nimmt euch jedes Open Air auf einen kleinen Trip mit.

Wir waren auf dem muxmäuschenwild-Mini-Sommer-Festival.

Headliner war die Band Berge. Marianne und Rocco sind die beiden Köpfe der Berliner Band, die in Richtung Singer-Songwriter-Indie-Hippi-Musik geht. Es ist eher ruhige, chillige Musik, die mich aber recht schnell gecatcht hat. Ich bin immer überrascht, wenn es Musiker schaffen, mich so fix abzuholen und zu begeistern. Normalerweise muss ich Lieder immer erst ein paar mal hören, bevor sich ungebrochene Begeisterung breit macht.

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Berge hat, wie gesagt, einen kleinen Hippi-Touch und so gab es auf dem Gelände einen kleinen Stand, der Blumenkränze bastelte, die auch durchaus ihre Abnehmer fanden. Das lustige an Festivals, egal wie groß, ist, dass viele sich dort freier fühlen und sich das nicht nur in der Grundstimmung wiederspiegelt, sondern häufig auch in der Kleidung. Egal wie freaky das anfangs machmal auf euch wirken mag, ohne die Leute würde defintiv etwas fehlen. Es ist halt ein kleines Stück Freiheit, dass sie sich in dem Moment nehmen.

Flockys Schneeeis-Truck verkaufte Eis aus Eiskristallen – bedeutet, von einem Eisblock werden mit einer Maschine kleine Eiskristalle behobelt, die ohne künstliche Zusätze mit Geschmack versehen werden. Zu trinken gab es unter anderem die Wilde Susi. Wer das nicht kennt: Es ist eine Weinschorle in Flaschen abgefüllt – ideal für solche Veranstaltungen.

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Damit es auch wirklich nicht langweilig werden kann, gab es eine Tischtennisplatte und ein kleines Kickertunier – für mich fast schon ein No Go sowas nicht vor Ort zu haben.

Übrigens fand das muxmäuschenwild-Festival auf einem nicht allzu großen Hof in der Torstraße statt, also Mitten in Berlin. Was zum Anfang etwas etwas seltsam wirkte, ist aber eigentlich ziemlich cool, einfach weil es mitten in der Stadt ist, man davon aber überhaupt nichts mehr mitbekommt. Gefühlt hätte wir auch ganz woanders sein können.

Fazit.

Im Sommer gibt es in Berlin nichts besseres als draußen zu sein und sich treiben zu lassen. Wir finden Open Airs oder Festivals am Sonntag besser als Samstagabend in einem Club abzuhängen – denn im Sommer ist Sonntag der neue Samstag.

                                                       

In English, please:

Things, you have to do in summer in Berlin: Go to an open air or festival. No matter, if it’s big or not, because the atmosphere doesn’t depent on how many people there are. Relax, gossip, drink something, listen to music (in best case it’s live music) and have a good time with the other folk.

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Ein Ausflug in den Tierpark Berlin

Obwohl ich schon lange in Berlin lebe, habe ich es bisher irgendwie nie in den Tierpark Berlin geschafft. Die Gründe dafür sind vielfältig: mal ging es in den Zoo, mal war das Wetter schlecht und mal die Zeit begrenzt. Aber nun – im Frühling war es soweit: der Besuch des Tierparks im Stadtteil Friedrichsfelde (in Lichtenberg) stand auf dem Programmplan.

Um es vorweg zu nehmen: Der Besuch hat sich gelohnt

Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist ganz einfach. Mit der U5 bis zur Haltestelle „Tierpark“, der Eingang ist gut ausgeschildert, lässt sich aber auch nicht verfehlen.

Nach dem Eingang eröffnet sich das großzügige Parkgelände und bereits nach den ersten Metern ist klar: der Tierpark ist wirklich der größte Landschaftstiergarten in Europa. So dauerte es ein wenig, bis die Orientierung vollständig da war, aber dank der guten Ausschilderung fand ich mich schnell zurecht.

Links und rechts der Parkwege gibt es viele Tiere zu bestaunen. Die Website verrät, dass in etwa 7.500 Tiere (900 Arten) dort zu Hause sind. Da habe ich wohl bei weitem nicht alle gesehen, aber eine ganze Menge verschiedener Arten waren es an diesem Tag. Eigentlich waren alle Tiere dabei, die ich spontan bei einem Zoobesuch erwarten würde. Elefanten, Giraffen, Krokodile, Schildkröten, Affen, Bären, Löwen, Zebras, unzählige Vogelarten, Schlangen und, und, und… Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, aber da dafür reicht zum einen der Platz nicht und zum anderen möchte ich auch nicht alles verraten. Selber entdecken ist an dieser Stelle meine Aufforderung und Empfehlung.

Warum?

Es macht Freude durch den Tierpark, welcher viel Platz bietet, zu schlendern. Da das Gelände bzw. die Tiergehege, in dem bereits 1955 gegründeten Tierpark, großzügig angelegt sind, hatte ich das Gefühl, dass die Tiere hier relativ viel Platz haben (auch im Vergleich zum Zoo). Der Park lädt aufgrund seiner Größe und die Art, wie er insgesamt angelegt ist, zum Verweilen ein. Ein Tagesausflug lohnt sich und soweit ich das Beurteilen kann: für die ganze Familie, insbesondere mit Kindern gibt es vieles zu Entdecken.

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Der Tierpark hat von 9-19 Uhr geöffnet. Genug Zeit also um den Tag zu nutzen und über das großzügige Parkgelände zu schlendern. 12 Euro kostet eine Tageskarte für Erwachsene (was ich okay finde), es gibt ermäßigte Preise für bestimmte Personen (am besten mal auf der Website nachschauen) und Kinder unter 5 Jahre haben sogar freien Eintritt. Weiterhin gibt es Jahreskarten.

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David Bowie Ausstellung in Berlin

David Robert Jones, besser bekannt als David Bowie, ist einer der einflussreichsten Künstler der modernen Geschichte. Neben seinem musikalischen Schaffen mit Hits wie „Space Oddity“ oder „Heroes“, hat er gleichermaßen auch als Schauspieler, Maler oder Produzent Erfolge gefeiert. Im Martin-Gropius-Bau läuft noch bis zum 10. August 2014 eine multimediale Ausstellung, die das Leben von David Bowie in den Mittelpunkt stellt.

Ausgestattet mit einem Audioguide geht es los auf die etwa 2-stündige Tour durch die verschiedenen Schaffensepochen von David Bowie. Als erstes fällt auf, dass dieser Audioguide gar nicht unbedingt ein Guide ist – vielmehr bekommt man mit ihm eine musikalische Untermalung des Gesehenen oder den Ton zu den diversen Bildschirmen, auf denen Interviews, Performances oder Konzertmitschnitte zu sehen sind.

Die Ausstellung ist anfangs chronologisch sortiert. Man startet in der Kindheit des 1947 geborenen Engländers und bekommt ein Gefühl dafür, unter welchen Umständen er aufgewachsen ist. Es werden die frühen Gehversuche auf der Bühne und das erste Ausrufezeichen bei „Top of the Pops“ in England gezeigt. Die folgenden Räume sind der Entwicklung weg von dem schüchternen Jungen aus den Vororten Londons hin zu der Kunstfigur Ziggy Stardust gewidmet; jenem extrovertiertem, androgynem und nicht fassbaren Alter Ego von Bowie. Der Weg hierhin war alles andere als einfach, da Bowie mit vielen Konventionen brach und sich gegen die damals geltenden Moralvorstellungen durchsetzen musste.

Es werden original handgeschriebene Songtexte, die phantastischen Kostüme seiner Bühnenshows und seltene Mitschnitte von Auftritten als Musiker oder aber auch Pantomime gezeigt. Ein Highlight der Ausstellung ist sicherlich der große, abgedunkelte Raum, wo auf einer großen Videoleinwand Konzertmitschnitte aus den verschiedenen Epochen von Bowies Schaffen gezeigt werden. Hier kann man sich hinsetzen und die intensive Atmosphäre und großen Hits auf sich wirken lassen.

Der Berliner Zeit von David Bowie, in der mit „Heroes“ auch einer seiner größten Hits entstand, ist ein eigener Raum gewidmet. Zusammen mit Iggy Pop kam er 1976 nach Berlin, wo er bis 1978 in Schöneberg wohnte. Allerdings ist dieser Raum ein wenig enttäuschend, da nur ca. 25 Fotos und rudimentäre Informationen über diese Zeit ausgestellt werden. Hier wäre es schön gewesen, wenn ein wenig ausführlicher auf diese Zeit eingegangen worden wäre.

Insgesamt ist die Ausstellung absolut lohnenswert. Durch den Audioguide von der Außenwelt abgeschottet, ist diese Ausstellung eher ein Solo- als ein Gruppenerlebnis. Abgesehen von den ein wenig spärlichen Informationen zu der Berliner Zeit kann man in das Leben von David Bowie eintauchen, seinen außergewöhnlichen Lebensweg mitverfolgen und herausfinden, von wem David Bowie das Pantomimen-Spiel gelernt hat, mit wem er den Song „Fame“ geschrieben hat oder woher eigentlich der Künstlername „Bowie“ kommt.

Sommer in Berlin – No.1: Grillen auf dem Tempelhofer Feld

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Der Sommer in Berlin ist großartig – okay zugegeben kann es hier richtig heiß werden, dann steht die Luft und man fragt sich, ob man in Mitten der Kalahari-Wüste gelandet ist. Aber Berlin weiß das alles zu entschuldigen.

Sonntage bieten so viel und häufig weiß man nicht, was man als erstes machen soll… Kater auskurieren, weiterfeiern auf einem der Open Airs, Mitgrölen beim Mauerpark-Karaoke, Flohmarkt-Shopping, endlos Brunchen, Austellungen besuchen, … ich könnte das jetzt ewig so fortführen, aber dann lest ihr den eigentlichen Text wohl nicht mehr.

Wir schreiben euch hier unsere persönlichen Highlights zusammen – all die Dinge, die ihr auf jeden Fall im Sommer in Berlin machen solltet. Einfach, weil sie euch glücklich machen werden, versprochen.

No. 1 – Grillen auf dem Tempelhofer Feld.

Die Sonne scheint, ihr habt ein paar Freunde im Schlepptau, Essen, Trinken und irgendwas in Form eines Grills. Es sollte nicht zu heiß sein, denn es finden sich kaum Bäume auf dem Tempelhofer Feld, ab 30° wird’s dann also schwierig. Falls ihr kein Grill habt, die Esso-Tanke am Tempelhofer Damm ist bestens ausgestattet und versorgt euch mit Einmal-Grills.

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Genau so ein Teil hatten wir uns auch mitgenommen. Angekommen auf dem Tempelhofer Feld waren wir erstmal erstaunt, wie professionell manche ausgestattet waren – teilweise wirkte das wie ein Campingplatz. Bierbänke, Tische und Grills, bei denen man sich fragte, wie sie auf das Feld gelangen konnten.

Ein paar Herren erinnerten uns an die Ladies im Thai Park. Sie hatten diverse Fladenbrote, einen großen Kanister Wasser und massig Würstchen – aber garantiert nicht für den Eigenbedarf. Wer also mega faul ist, kann auch nur so tun als ob, die anderen den Grillmeister spielen lassen und sich dann vor Ort was kaufen.

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Warum das Tempelhofer Feld?

Es gibt sicherlich noch viele andere schöne Plätze, um in Berlin zu grillen. Das schöne an diesem Ort ist die Weitläufigkeit. Der Platz ist riesig (war ja schließlich mal ein Flughafen) und unbebaut. In der Ferne sieht man das alte Schild mit dem Schriftzug, was dem ganzen Platz eine besondere Atmosphäre verleiht.

Ein weiterer Grund ist der Sonnenuntergang. Ihr solltet unbedingt so lange da bleiben und ihn euch anschauen. Die Sonne geht genau hinter dem Hauptgebäude unter und lässt die Silhouette wie ein Scherenschnitt aussehen.

sonnenuntergang-grillen-tempelhoferfeld-berlinNoch ein paar Tipps.

Falls ihr einen Einmal-Grill nutzt, denkt daran Steine oder so mitzunehmen, damit der Grill nicht direkt auf dem Rasen ist. Wenn es wärmer wird, trocknen die Flächen sicher schnell aus und dann habt ihr möglicherweise ein größeres Feuer als euch lieb ist.

Denkt an was Süßes. Wir hatten Muffins – homemade & vegan – und Erdbeeren. Nach dem ganzen herzhaften Kram, gibts nichts besseres, glaubt mir.

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Die Grillplätze sind nicht frei wählbar, sondern nur in bestimmten Bereichen erlaubt. Insgesamt gibt es drei davon, die aber weit voneinander entfernt liegen. Am besten ihr sucht euch das vorher raus und verabredet euch am entsprechenden Eingang.

Es gibt Toiletten, die man aber nur im Notfall benutzen sollte. Anscheinend gibt es dort niemanden, der sich um die Klos kümmert und entsprechend siehts da aus. Aber zur Not geht’s dann auch irgendwie.

                                                

In English, please:

Things, you have to do in summer in Berlin: No. 1 – BBQ at Tempelhofer Feld.

It’s a lovely place to have a barbecue because of the open space – contrary to most places anywhere else in Berlin. If you forget something to buy, you can probably get it at the „Esso“ gas station at Tempelhofer Damm. Watch the sunset…and don’t forget the sunblocker as there are no trees at the barbecue area.

Berliner Unterwelten – Kindl Brauerei Tour

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Ab unter die Erde – klingt komisch, ist aber in Berlin eine ganz coole Angelegenheit. Der Verein Berliner Unterwelten e.V. macht das möglich und bietet verschiedene Touren an, u.a. auch eine namens „Kindl-Areal Neukölln“, die uns die Kunst und Historie des Bier-Brauens näher brachte.

Die Bierbrauer als Wegbereiter der Unterwelten.

Wer machte sich den Bereich, auf dem wir laufen, als erstes zu Nutze? Nein, nicht die U-Bahnen, auch nicht die Kanalisation, Abbau von Gesteinen oder Wohnungsbau – es waren die Bierbrauer, zumindest in Berlin. Die Brauereien waren auf der Suche nach großen Lagern und Kellern, um ihr Bier gären zu lassen. Da Berlin und das Umland nicht gerade vor Bergen strotzt, machten sie sich im 19. Jahrhundert die kleinen Erhebungen im heutigen Neukölln, Prenzlauer Berg und Kreuzberg zu Nutze.

Viel blieb davon bis heute nicht übrig. Keiner der damaligen Keller wird heute noch zur Produktion des einstigen Gerstensaftes genutzt. Aber die alten Kindl-Brauerein in Neukölln sind noch gut erhalten und geben einen tollen Einblick.

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Die Bierbraukunst und das Reinheitsgebot.

Das Bier hat eine lange Vergangenheit – erstmalig erwähnt wurde es im 8. Jahrhundert. Die guten Klösterbrüder entwickelten das die Kunst des Brauens anschließend immer weiter, allerdings war die damalige Zusammensetzung der Biere nicht mit der heutigen vergleichbar. Bier diente vor allem auch als Nahrungsmittel. Das ist heute bei einigen nicht ganz anders – denn wir wissen ja, 6 Bier sind auch ein Schnitzel.

Auf die Idee mit dem Reinheitsgebot kam Wilhelm der IV. Anfang des 16. Jahrhunderts. Er legte zwar die Zutaten fest, die dann jedoch durch Louis Pasteur finalisiert wurden. Ein schlauer Franzose, dem auffiel, was so ein Hefepilz alles kann und wie man damit die Bierherstellung normieren konnte. Bis zu dem Zeitpunkt war das Brauen eher Zufallskunst, denn häufig gelang es einfach nicht. Daher: Danket nicht dem Herrn, danket Louis Pasteur.

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Wie läuft die Tour ab?

Zum Start erhält man eine Einführung in die Historie des Brauens, allgmein und bezogen auf Berlin. Anschließend geht es in die Räume der Privatbrauerei am Rollberg. Sehr imposant sind die riesigen Kessel unter denen man steht. Ich stellte mir kurzzeitig die Frage, ob das Teil auch wirklich fest verankert ist, denn so ganz wohl war mir irgendwie nicht. Ihr schnuppert an den reinen Zutaten, die zum Brauen genutzt werden und dürft tolle kleine blaue Plastik-Überzieher tragen.

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Danach kommen die Taschenlampen zum Einsatz. Als wir rüber in die dunklen Kellerräume der ehemaligen Kindl Brauerei gingen, setzte bei uns vollkommen automatisch der Entdecker- und Spieltrieb ein. Für 30 Sekunden spielten wir James-Bond bzw. Polizei, das wir dann aber sein ließen, um die Gruppe nicht so sehr aufzuhalten… an sich gibt es nicht so wahnsinnig viel zu sehen, es sind eben alte, leere Kellerräume. Aber es ist alles dunkel bzw. so finster, dass man komplett nix sieht und man hat nur seine Taschenlampe. Ganz natürlich leuchtet man erwartungsvoll in sämtliche Räume und Löcher und fühlt sich wie ein kleiner Entdecker. Ich steht da ja voll drauf.

Facts.

Die Tour findet jeden Samstag um 17.00 Uhr statt. Ihr solltet euch rechtzeitig an der Privatbrauerei am Rollberg einfinden, denn Tickets kann man nur vor Ort erwerben. Wichtig: Tragt festes Schuhwerk und bringt eine Taschenlampe mit. Zur Not könnt ihr euch die aber auch da kaufen. Dauer: ca. 90 Minuten. Kostenpunkt: 10 Euro (ermäßigt 8 Euro).

Wer möchte, kann sich übrigens auch Fleisch, Würstchen, Fisch, Gemüse einpacken und nach der Tour noch eine Runde grillen. Vor der Rollberg Brauerei steht nämlich ein Grill zu freien Verfügung. Ach so, und Kohle bräuchtet ihr natürlich auch.

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Noch mehr Fotos von der Tour findet ihr auf Flickr.

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Douglas Dare @ #SpotifySession

Die mit Abstand besten Mittagspausen finden im Gibson Showroom in der Münzstraße statt – und zwar immer dann, wenn die nächste Office Session von Spotify in deren Räumen veranstaltet wird. Wie schon letztes Mal bei Hundreds, fand das Konzert am frühen Nachmittag statt. Es war hell, es war warm und es war 14.30 Uhr. Perfekt also für ein kleines Konzert zwischendurch.

Douglas Dare ersang sich einen Platz in meinem Musikherzen.

Ich bin völlig ahnungslos zur Session gegangen. Nicht einen Fetzen Musik habe ich mir vorher angehört. Eine Freundin meinte auf dem Weg zum Gibson Showroom, es wäre was mit Klavier. Super, dachte ich mir nur, Klavierspieler finde ich meistens ziemlich doll toll (was sicherlich daran liegt, dass ich das selbst mal gelernt habe, aber nach zwei Jahren wieder aufgegeben habe).

Douglas Dare kommt aus London und gehört zu den Singer-Songwritern dieser Welt.

Er spielt, wie gesagt, Klavier und hat eine sehr klare und kraftvolle Stimme, die ich auch als ziemlich einzigartig beschreiben würde. Wobei sie live noch sehr viel stärker hervorsticht als in den Studioaufnahmen fürs Album. Zugegebener Maßen irritierte sie mich anfangs etwas. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet und so war mein erster Kontakt visuell. Auf der Bühne stand ein schlanker Junge, nicht allzu groß, blonde Haare. Als er anfing zu singen, musste ich mich die ersten 30 Sekunden erstmal an die Kombi aus audio und visuell gewöhnen, da es im ersten Moment nicht so ganz zusammenpassen wollte. Die gefühlt Unstimmigkeit verging dann aber recht schnell und ich ließ mich von seiner Stimme und dem Gefühl darin mitreißen.

Eine kleine Kostprobe: „Clockwork“ und „Unrest“ – Das letztere wurde übrigens wie folgt angekündigt: „If you have a vinyl, it’s the first song on the second side.“ Joa, als das Wort „Vinyl“ fiel, zog sich ein zaghaftes Schmunzeln durch die Reihe. Denn so cool Vinyl-Platten auch sind, zumindest schienen aus dem Publikum nicht so viele diese Form der Musikwiedergabe zu Hause zu haben.

Der Herr Dare steht aber nicht alleine auf der Bühne, sondern wird von einem weiteren jungen Herren („Fab“) akustisch begleitet. Das tolle an Fab ist seine Hingabe an den Drums und den ganzen andere Gerätschaften zur Beaterzeugung. Er ist dabei völlig abgegangen und war gefühlt komplett in seiner Musikwelt verschwunden. Hätte man ihn ansprechen wollen, keine Chance, zu sehr vertieft war er in den Momenten des Spielens.

Hot or not?

Definitiv hot, aber man muss dafür in der Stimmung sein. Die Songs sind alle eher ruhig und leicht melancholisch, also nichts für den Freitag- oder Samstagabend. Aber für die ganze restliche Zeit definitiv zu empfehlen.

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Hundreds Konzert – Aftermath Tour 2014

Die Vorfreude war groß und sollte nicht im Mindesten enttäuscht werden. Nachdem ich auf der Spotify Sessions Hundreds das erste mal live gesehen habe, wollte ich das Geschwisterpärchen unbedingt noch Mal live sehen. Und genau so ging es mir auch nach diesem Konzert, sprich, ich würde den beiden Hübschen sofort einen dritten Konzertbesuch abstatten.

Tolle Lichtshow und eine beeindruckende Stimme.

Hundreds spielte an dem Abend einen Mix aus neuen und alten Liedern. Was Hundreds meines Erachtens nach auszeichnet, ist die Mischung aus ihrer Stimme, seinen Klavierkünsten und den Elektro-Beats. Es gab gestern ein Lied, dass eher in Richtung Pop ging. Klar, bewegt man sich dazu irgendwie automatisch, weil der Bass der Anlage einmal komplett durch den Körper strömt und die Muskeln wie durch kleine Elektroschocks in Wallung bringt, aber es passte nicht ganz zu ihrem sonstigen musikalischem Profil. Die restlichen Songs waren aber wunderschön.

Was ganz geil kam: Die Lichtshow wurde analog zu den Beats eingesetzt, hieß für uns, dass wir tlw. im absoluten Blizlichtgewitter standen, wodurch wir aber nur noch mehr mitgerissen wurden.

Was mich unabhängig davon immer wieder aufs neue in Begeisterungstürme versetzt, ist ihre Stimme. So viel Kraft von einer so zierlichen Person und so viel Gefühl in ihren Texten und Melodien.. hach, da bekomme ich sogar beim Gedanken daran, also jetzt gerade während des Schreibens dieser Textzeile, wieder Gänsehaut.

„Ihr seid so viele, Wahnsinn!“

Den Worten nach würde ich vermuten, dass das Konzert am Freitag Hundreds‘ größtes war. Es gab zwei Zugaben und die beiden schienen wirklich berührt gewesen zu sein, von so viel Zustimmung für ihre Musik.

Was mich auch überraschte, war, dass Eva (die Sängerin) auf der Bühne tanzte und sprang und sehr ausgelassen war. Auf der Spotify Sessions wirkte sie eher schüchtern und zurückhaltend. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben.

Übrigens war auch die Vorband Talking to Turtles richtig gut.

Wir haben sie zwar nicht von Anfang an gehört, aber das brauchten wir auch gar nicht, um sie gut zu finden. Spätestens bei dem Lied „Passenger Seat“ waren wir Pre-Fans.. zumindest ich, denn um mir ein komplettes Urteil zu ermöglichen, muss ich mir erstmal das Album anhören. Talking to Turtles  spielt übrigens im September im Privatklub in Berlin Kreuzgberg.

Fazit.

Auch, wenn euch die Musik nur ein wenig gefällt, geht zum Konzert. Live ist Hundreds noch viel beeindruckender, das kann eine Studioaufnahme nicht wiedergeben.

 

 

Der 1. Mai in Big Berlin

Die ersten Gedanken, die einem da kommen, sind wahrscheinlich Krawalle, Pflastersteine und Wasserwerfer, geparrt mit Bildern von aggressiven Menschen, die widerwillig von der Polizei festgenommen werden. Ja, gibt es auch, aber es geht auch anders.

Wir starteten den Tag auf dem ehemaligen Gelände der Bar 25.

Warum? Weil die Besitzer, die bis Anfang des Jahres noch auf der gegenüberliegenden Uferseite das Kater Holzig betrieben haben, rüber machten und hier ihr neues Domizil aufschlugen – wir wollten wissen, wie der Status Quo ist und konnten uns das natürlich nicht entgehen lassen.

„Gekommen, um zu bleiben.“

„Ein Mörchen wird war.“ 

„We all are Holzmarkt.“

Die Sprüche ließen sich ewig so weiter führen, denn die kreativen Köpfe hinter dem Projekt sind anscheinend voll damit. Und voll von Ideen, Visionen und Plänen. Das tolle ist, dass sie ihre Pläne auch umsetzen. Es sind keine Luftschlösser und wenn doch, werden sie auf  Berliner Boden gebaut.

Die Location hat, sicher nicht zuletzt weil dort die legendären Bar-25-Abende statt fanden, eine unglaublich inspirierende Atmosphäre. Irgendwie scheint die Welt hier noch in Ordnung zu sein, obwohl sie eigentlich voll von exzessiver Feierei ist. Trotzdem oder gerade deswegen schwingt auch immer das Gefühl von Freiheit mit. Viel mehr will ich gar nicht verraten, man muss hingehen und Musik, Atmosphäre und Leute auf sich wirken lassen.

Wie ist der Status Quo? 

Es gibt hüttenähnliche Barstände, umfunktionierte Wohnwagen, Blümchenbeete und in der Mitte ein zweitstöckiges Haus mit viel Glas. Wir vermuten, dass hier der Nachfolger vom Katerschmaus platziert sein wird. Worauf wir auch schon mega gespannt sind, denn das Katerschmaus war eines unserer liebsten Locations.

Next: Das Myfest in Kreuzberg.

Eigentlich ein typisches Straßenfest, eigentlich. Wäre da nicht der erste Mai… und Kreuzberg.

Zur Hauptzeit, also von Mittags an bis zum späten Nachmittag braucht man viel Geduld und strapazierfähige Nerven, dann ist das Fest nämlich gnadenlos überlaufen, außer es regnet in Strömen. Könnte man sich fragen, warum wir dennoch, und das zum wiederholten Male, dort hingehen?

Was mir persönlich so daran gefällt, ist die Vereinigung vieler verschiedener Personengruppen. Damit meine ich nicht nur die Hautfarbe, Religion oder die Nationalität. Es gibt diverse Bühnen mit unterschiedlichen Musikrichtungen. Rock, Metal, Folk, HipHop und so weiter. Im Prinzip ist es ein Querschnitt der Berliner Bevölkerung, nur nicht separiert durch was auch immer, sondern zusammen auf der Straße. Was ich auch immer toll finde, sind die viele kleinen Stände mit türkischen Muttis, die ihre originalen Speisen anbieten. Ich mag das sehr, die sind irgendwie so süß (wenn sie vom Tag noch nicht komplett kaputt sind) und man hat das Gefühl, dass das Essen echt original zubereitet wird. Restaurants können das noch so plakativ auf ihre Karten schreiben, aber wenn da zwei Muttis stehen, glaube ich es auf jeden Fall.

Wir haben uns gegen 19-20Uhr wieder auf den Weg gemacht. Klassischer Weise leert sich dann das Fest und die Abendstunden können schon mal unruhig werden, müssen aber nicht, wie in diesem Jahr.

 

Fazit.

Am 1. Mai in Berlin muss man raus. Raus auf die Straßen. Berlin ist an den Tagen losgelöst. Die Menschen sind irgendwie freier als sonst und das hängt sicher nicht damit zusammen, dass sie nicht zur Arbeit müssen. Das Lebensgefühl der Stadt wird deutlich spürbar, was man sonst in der Intensität eigentlich nur am 21.6., am Tag der Fete de la musique erlebt.