Category Archives: Essen & Trinken

Berlin Beer Week 2016

Vom 22. bis 30. Juli ist es wieder so weit: die Berlin Beer Week steht vor der Tür! An neun Tagen wird an verschiedenen Orten verteilt über ganz Berlin die Bierkultur in der Hauptstadt gefeiert. Über 70 Brauereien, Bierfachgeschäfte und Restaurants werden den Besuchern dieses Jahr die handwerkliche Bierkultur- und gemeinschaft bei mehr als 50 Veranstaltungen näher bringen.

Mit dem Craft Beer Dampfer in 9 Tage Biergenuss starten

Los geht es am 22. Juli mit einem ganz besonderen Eröffnungsevent, der „Craft Beer Cruise“, einer Dampferfahrt quer durch Berlin.

3 Stunden lang genießen die Gäste eine entspannte Bootstour und genießen dabei aus einer Auswahl von über 35 Bieren von lokalen, nationalen und internationalen Brauereien Craftbeer so viel sie wollen. Begrüßt wird jeder Gast mit einem Glas des offiziellen Beer Week Getränks: einem Berliner Original mit dem gewissen Etwas, welches es die ganze Beer Week über zu kaufen geben wird. Der Preis für die Fahrt inklusive Bier, so viel man trinken kann, liegt bei 39,00 €.

Zur Afterparty legt der Dampfer dann am Biteclub an, wo es leckere Gourmet-Straßenküche, Bier von Stone Berlin und natürlich einen Tanzfläche geben wird. Wie könnte man besser in 9 Tage voller Craft Beer-Genuss starten?

Bei über 50 Events kann man Bier ganz neu entdecken

Nach der Eröffnungsparty geht es dann jeden Tag mit neuen, aufregenden Veranstaltungen weiter. Unter anderem wird es Bierverkostungen, Kunst in allen möglichen Formen, Pop Up-Biergärten- und Beachbars, Tap Takeovers, Braukurse, Kiezfeste und vieles mehr geben. Zum Beispiel im gerade erst im März eröffneten Birra in Prenzlauer Berg. Eine Karte mit einer Übersicht zu allen Locations findet ihr direkt auf der Website.

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Brandenburger und Berliner Craft Biere sorgen für den perfekten Abschluss

Zum Abschluss gibt es dann noch mal ein Highlight. Am 29. und 30. Juli wird unter dem Motto „Craft Beer made in Berlin“ auf dem RAW Gelände noch einmal alles gegeben. Zusätzlich gibt es das Brandenburger Craft Beer Spacial. Hier könnt ihr euch zum Beispiel auf Bier von LaBieratorium, einer brandenburger Brauerei freuen. Verhungern muss auch niemand, denn es wird neben Bier auch wieder eine menge leckeres Street Food in einer entspannten Atmosphäre geben. Das klingt doch nach einem perfekten Abschluss einer gelungenen Berlin Beer Week, oder?

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Le Bon

Vor nun mittlerweile über 2 Jahren eröffnete im Februar 2014 das Le Bon. Nachdem in der „Kaffeebar“ die Dinner Events so gut ankamen, ist dies nun ein vollwertiges Restaurant (und damit meine ich kein Vollkorn-Restaurant).

Atmosphäre im Le Bon

Eine Woche im März hatte das Restaurant für einen kleinen Umbau geschlossen und ist nun gemütlicher denn je. Der schöne Holztisch in der Mitte bleibt im Fokus und komplementiert das Industrial-Chic angehauchte Ambiente. Man fühlt sich auf jeden Fall sofort wohl und auch die Stimmung im Laden ist fröhlich – größtenteils Englisch hört man von den Nachbartischen – aber das ist ja mittlerweile schon normal.

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Saisonale und internationale Küche

Saisonale, internationale Küche steht auf der Mittagskarte, die sich wöchentlich verändert, aber sehr zu empfehlen ist. 

Wir waren zum Mittagessen da und bestellten das vegetarische und das Fleischgericht. Insgesamt kann man sich zwischen 3 unterschiedlichen Gerichten (Vegetarisch, Fleisch, Fisch) und 1 Suppe entscheiden. Aber auch für Veganer oder Allergiker sollte meist etwas dabei sein, denn der Service ist sehr freundlich und lässt auch gerne mal etwas weg oder „tauscht etwas aus“. 

Die Wartezeit auf das Essen wird euch mit einem köstlichen hausgebackenen Brot versüßt – definitiv eines der besten Brote, das ich bis jetzt gegessen habe.

Kommen wir zu unserem Essen:

Das Spargel-Risotto mit Rhabarber (dazu noch Rucola und Balsamico) konnte sogar mich begeistern, obwohl ich von keinem dieser Dinge ein großer Fan bin. Der Rhabarber war wunderbar eingelegt, so dass er leicht süßlich schmeckte – aber noch kein Marmelade-Niveau, so konnte man auch noch die Säure zu schätzen wissen. Insgesamt sehr cremig, aber nicht matschig – genauso wie es sein muss.

Auch das Fleischgericht (Merguez, Ziegenkäse, Aubergine-Sambal, Salat – für mich ohne Rote Beete und Linsen, weil ich die nicht so gerne mag) war sehr lecker und das Aubergine-Sambal ergänzte mit seiner leicht süßlichen Note perfekt die würzig-pikanten Merguez. Der cremige Ziegenkäse mit dünner Honigkruste war dann noch das I-Tüpfelchen.

Preislich liegt der Lunch bei 7-10 Euro für die Hauptgerichte, was für die Qualität der Produkte wirklich ein sehr fairer Preis ist.

Brunchen im Le Bon

Außerdem kann man im Le Bon auch wunderbar frühstücken und brunchen – besonders die „Weekend Brunch Specials“ können überzeugen – unbedingt den mit Rührei, italienischer Salami und Parmesan gefüllten Italian Scramble Croissant probieren. Aber auch der Klassiker die Eggs Benedict sind immer lecker und die gibt es auch unter der Woche.

Abends kann man natürlich auch hingehen, da gibt es seit kurzem eine neue Karte, die Köstlichkeiten wie Burrata oder Pulled Lamb (gaaanz lange geschmortes Fleisch, bis es „auseinanderfällt“) enthält.

Fazit

Hier ist wirklich für jeden etwas dabei – und man kann auch alles bedenkenlos bestellen, denn es schmeckt wirklich alles lecker. Probiert unbedingt den Mittagstisch aus. Und esst auch das Brot davor – sonst entgeht euch was. 


Adresse und Öffnungszeiten vom Le Bon:

Le Bon
Boppstraße 1
10967 Berlin

Mi-So: 10.00-16.00 Uhr
Di: 18.00-22.00 Uhr

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Fotocredit für alle Bilder: © Robbie Lawrence, Le Bon Berlin

Bellucci

Von außen wirkt das italienische Restaurant Bellucci eher unauffällig. Es liegt zentral am Adenauerplatz, in der Nähe des Ku’Damm, in good old Charlottenburg. In Charlottenburg mag man Klassik. Man mag es, wenn nicht nur italienisch drauf steht, sondern auch drin ist. Das Publikum hier steht eher auf Traditionen, als auf Experimente.

Das Bellucci als eine Hommage an Monica Bellucci

„Einige Stammkunden hier würden ausrasten, wenn plötzlich die arrabbiata auf der Karte fehlen würde.“, erzählt uns Adriano, der Besitzer des Ladens mit dem wohl klingenden Namen einer schönen italienischen Frau. Ins Bellucci kommen viele davon. Aber nicht nur italienisches Publikum und Stammkunden schätzen eine gute arrabbiata und die kleine, aber qualitativ hochwertige Weinkarte; auch Touristen kommen gern.

„Es soll eher so sein wie Essen mit Freunden. Niemand wird ausgeschlossen.“,

ergänzt Adriano. Das können wir uns gut vorstellen. Das Belluccis ist bis zwei Uhr nachts geöffnet, da wird gerne mal auf Berlin angestoßen und eine zweite Flasche Lugana geöffnet. In der Gastronomie ist es ja so: Man liebt sie oder man hasst sie. Und wenn man sie so liebt, wie Adriano Monica Bellucci, dann gibt es Essen so lange der Koch noch da ist. Dieses Konzept geht auf.

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Nach einem charmanten Empfang, nehmen wir an einem der weiß gedeckten Tische Platz und hoffen, dass der Wein nicht ganz so süßlich ausfällt wie die Musik, die aus den Lautsprechern klingt. Für meinen Geschmack etwas zu sehr 80ies und zu sehr Tränendrüse.

Ein Focaccia zum Niederknien

Die Vorspeise, gegrilltes Gemüse, serviert mit einem göttlichen warmen Focaccia, ist so lecker, dass ich mich sehr beherrschen muss, nicht auf der Stelle alles zu verschlingen und in ein Foodkoma zu fallen.

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Während wir uns also mühsam den Rest des Brotes verkneifen, bleibt etwas Zeit die Einrichtung zu betrachten: heller Tischschmuck, dunkle Tische und Bilder, die zur Musik passen. Ein bisschen kitschig. Steve McQueen auf Leinwand: ein Genießer, ein Hedonist, mit einer Liebe zu schnellen Autos und schönen Frauen.

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Apropos…Adriano kennt Monica Bellucci persönlich. Nach ihr hat er das Restaurant, welches bereits sechs Jahre in Betrieb ist, benannt. Sie haben sich in Monaco kennen gelernt, als Adriano auf Reisen war und mal hier und mal dort gearbeitet hat. Benebelt von ihrer Schönheit, Anmut und Sinnlichkeit, versprach ihr der Gastronom einen angemessenen Laden nach ihr zu benennen.

Weiter gehts zum Hauptgang: Pasta e Pasta

Im hippen Berlin. Der Anspruch ist also hoch, und der Sache gehen wir weiter auf dem Grund, indem wir nun unsere dampfende Pasta probieren. Ich habe Bandnudeln mit Pfifferlingen und Rahmsauce von der Wochenkarte gewählt und meine Begleitung bestellt eine vegetarische Pasta-Variante. Sehr empfehlenswert, sehr gut gewürzt und schmackhaft. Die Pfifferlinge sind frisch und mit Speck verfeinert. Das vegetarische Gericht ist vielleicht noch etwas ausbaufähig. Neben den allseits erwarteten und heiß geliebten italienischen Klassikern, bietet das Bellucci ständig wechselnde Speisen auf der Wochenkarte.

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Leider bleibt keine Gelegenheit und auch wenig Platz im Magen, um noch eine Panna Cotta oder ein Tiramisu zu probieren, aber ich bin sicher alle Desserts schmecken wie eine sinnliche Offenbarung.

Zur Abrundung des Abends plaudern wir noch etwas mit Adriano, der trotz seiner Reisen, immer ein echtes Ku’damm Kind war, wie er uns erzählt. Man merkt ihm und auch dem Rest des Teams die Leidenschaft für das Belluccis an. Besonders positiv fällt mir der Umgang mit den anderen Gästen auf, es wird hier und da ein Scherz gemacht, ein verstecktes Kompliment, Lachen, Gläserklirren.

Fazit

Der Wein und das Foccacia allein wären schon gute Gründe hier vorbei zu schauen. Auch wenn das Interieur mich bei anderen Italienern schon mehr begeistert hat, satt und zufrieden kann man im Belluci auf jeden Fall werden.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Bellucci:

Bellucci Ristorante
Brandenburgische Str. 35
10707 Berlin

Mo-Sa: 11.00-24.00 Uhr
So: 17.00-24.00 Uhr

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Eatalian Food Week

Es ist wieder so weit – die Eatalian Food Week geht in Berlin in die nächste Runde.

Die Deutschen lieben ja italienisches Essen und wer seinen Lieblingsitaliener mal auf die Probe stellen oder zumindest mal über den geliebten Tellerrand schauen möchte, kann genau das zwischen dem 13.-19.06. tun.

Ausgewählte italienische Restaurants kreieren eigens für die Eatalian Food Week ein 3 Gänge Menü – Vorspeise, Hauptgang und Dessert sind für gerade mal 20 EUR zu haben. Und natürlich darf ein gutes Glas Wein dazu nicht fehlen und ist daher ebenso im Preis inklusive.

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Ziel der Eatalian Food Week ist es, allen Leute, die sich für gutes (italienisches) Essen begeistern können, weitere Restaurants vorzustellen, die sie bislang vielleicht noch nicht kennen. Denn sind wir mal ehrlich, hat man ein Mal einen tollen Italiener gefunden, kehrt man immer wieder gerne dorthin zurück und übersieht vielleicht auch andere tolle Locations.
Nutzt die Chance in den 7 Tagen der Eatalian Food Week mal ein paar neue Restaurants zu erkunden.. der Preis ist ja kaum zu toppen :)

Euch läuft schon das Wasser im Mund zusammen? Auf der Website der Eatalian Food Week seht ihr alle Italiener, die mitmachen, die Menüs, sowie die Kontaktdaten zum Reservieren.

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Superfoods & Organic Liquids

Seit fast einem Jahr gibt es in Berlin ein weiteres Geschäft für alle Menschen, die sich gerne gesund und trendig ernähren – das „Superfoods and Organic Liquids“ am Rosenthaler Platz.

Superfoods & Smoothies wohin das Auge sieht

Hier gibt es alles, was das vegane Trendsetter-Herz begehrt: Chia Pudding, Acai-Bowl, Green Smoothies und glutenfreie Backwaren. Viele der dort angebotenen Speisen wurden extra mit einer Ernährungsexpertin besprochen und perfektioniert. Die Besitzer legen viel wert darauf alles frisch zuzubereiten: Smoothies werden direkt hinter der Theke gemixt, Obst und Gemüse wird in der Küche zu Saft verarbeitet und auch die Salate werden ständig neu kreiert.

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Superfood-Smoothie

Ich durfte zunächst einen Tropical Green Superfood-Smoothie probieren. Einen Smoothie, unter anderem mit Ananas, Matcha, Spinat und Chia-Samen- Preis: 6,50 Euro. Gar nicht so billig, dafür bekommt man aber auch ein recht großes Glas und alle Zutaten wurden frisch zusammengemixt. Geschmacklich konnte mich das Getränk auf jeden Fall überzeugen und noch dazu macht es recht gut satt. Für alle die es lieber fruchtiger und süßer mögen gibt es auch einige normale Smoothies ohne Salat.

Acai-Bowl

Danach habe ich mich zum aller ersten Mal an eine Acai-Bowl, ein ursprünglich brasilianisches Gericht, gewagt. Hierbei handelt es sich um einen Brei aus Acai-Beeren und Bananen. Das ganze wird mit Toppings wie Buchweizen, Kakao-Nibs und Bananenscheiben verziert und liegt preislich bei 7,50 Euro. Nach meinem Smoothie macht mich diese Bowl ganz schön satt – und lecker und gesund ist das ganze auch noch.

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Wer es lieber etwas günstiger mag kann sich alternativ auch eine Chia-Bowl, eine Bircher-Müsli-Bowl oder eine Joghurt-Bowl für jeweils 4.50 Euro aussuchen.

Alle gibt es in unterschiedlichen Ausführungen mit unterschiedlichen Fruchtpürees, Superfoods oder Toppings. In jedem Gericht sind viele Superfoods untergebracht. Sie enthalten viele wichtige Nährstoffe und Vitamine. Hat man mal Extrawünsche sind die Servicekräfte sehr offen und ändern die Gerichte auch speziell für den Kunden ab. So kann man gegebenenfalls Zutaten hinzufügen oder weglassen.

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Suppen und Sandwiches

Hat man mal keine Lust auf was Süßes, so gibt es auch verschiedene Salate für jeweils 7,00 Euro, eine täglich wechselnde Suppe für 5,50 Euro und Sandwiches ab 3,00 Euro. Wer es mal nicht vegan mag kommt auch hier auf seine Kosten denn nur zwei der Sandwiches sind mit Käse. Alles andere was der Laden zu bieten hat ist ausschließlich vegan.

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Kaffee & Energie Shot

Zum Abschluss habe ich mir neben einem Kaffee noch einen frisch gepressten Energie Shot aus Grapefruit und Kurkuma-Wurzel gegönnt. Hier kommt man für 100 ml auf 3,50 Euro. Ein stolzer Preis für diese Menge, dafür ist es geschmacklich aber auch sehr intensiv. Für die ganz Harten gibt es auch einen Shot aus 100 Prozent Zitrone und Ingwer. Das war doch ein Ticken zu viel des Guten für mich!

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Wer jetzt noch eine Nachspeise braucht, ist an der Bäckertheke richtig. Hier gibt es verschiedene Backwaren ab etwa 3,00 Euro. Vieles davon glutenfrei.

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Das Geschäft selbst ist recht schlicht und eher kühl und modern eingerichtet. Keine überflüssige Deko sondern gerade Linien und wenig Farbe. Wenn man Glück hat und das Wetter gut ist, gibt es auch draußen einige Tische an die man sich setzen und das rege Treiben auf dem Rosenthaler Platz beobachten kann. Alle Gerichte gibt es übrigens auch To-go oder lassen sich über Deliveroo oder foodora bestellen.

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Fazit

Alles was ich probiert habe, schmeckte auch. Ich bin vom Smoothie und der Acai-Bowl schnell satt geworden, aber es lag nicht wie ein Stein im Magen. Die verschiedenen Zutaten haben immer gut zusammen gepasst und die verschiedenen Smoothie- und Bowlkreationen haben mich begeistert und inspiriert.

Der Laden liegt total im momentanen gesunden und veganen Ernährungstrend und dafür zahlt man auch einen teilweise recht stolzen Preis. Also nicht unbedingt etwas für den kleinen Geldbeutel. Dafür muss man aber fairerweise auch noch einmal betonen, dass alle Zutaten sehr hochwertig sind und alles frisch zubereitet wird. Außerdem wird man recht schnell satt und tut seinem Körper etwas Gutes.

Eine kleine Kritik habe ich jedoch noch: Wer neben der veganen Ernährung auch Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit legt, wird nicht hundert-prozentig glücklich. Viele der Zutaten und Superfoods sind nicht aus der Region sondern exportierte Ware, obwohl es auch hier zu Lande sehr viele in der Wirkung ähnliche Produkte gibt. Im Vordergrund des Geschäftskonzepts scheint also neben dem Gesundheitsaspekt vor allem wichtig zu sein, im aktuellen Trend zu liegen. Wer das verschmerzen kann, kann sich hier ab und an aber auf jeden Fall was Leckeres gönnen.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Superfoods & Organic Liquids:

Superfoods & Organic Liquids
Weinbergsweg 23
10119 Berlin

Weitere Filialen: 
Friedrichstraße 63
10117 Berlin

Schlüterstraße 37
10629 Berlin

Mo-Fr: 7.30-19.00 Uhr
Sa: 9.00-19.00 Uhr
So: 10.00-18.00 Uhr

 

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Martins Place

Ein kleiner Laden kann so große Freude machen! Mit diesem Gedanken verließen wir bei unserem letzten Besuch die Kuchenmanufaktur Martin‘s Place in der Pannierstraße 29 in Neukölln.

Martins Place serviert Kuchen, die schon fast kleine Kunstwerke sind!

Was der Besitzer und Kuchenmeister Joseph Martin in der Nähe vom Maybachufer seinen Gästen serviert, schmeckt einfach fantastisch. Der ursprünglich aus Tel Aviv stammende Besitzer war zunächst viele Jahre im Hotelfach tätig, bis er schließlich seiner Leidenschaft nachging und sich in Paris eineinhalb Jahre lang zu einem professionellen Konditormeister ausbilden ließ. Nun ist er seit einiger Zeit stolzer Besitzer des Martins Place, backt täglich frisch und lässt seiner Kreativität dabei freien Lauf.

Da bei unserem Besuch ein sehr heißer Tag war, gab es vor allem sommerlich-frische Sorten an Torten, Kuchen, Baisers und vielen weiteren süßen Leckereien zu erstehen. Die Auswahl, die man dabei hat, ist wirklich besonders vielfältig – für jeden Geschmack ist etwas dabei!

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Zitronen-Limetten Torte und Birnen-Käse Tarte

Da uns schon vom bloßen Anschauen das Wasser im Mund zusammenlief, entschieden wir uns schnell für eine Zitronen-Limetten Torte und eine Birnen-Käse Tarte. Das große Stück Torte war recht süß, bekam aber durch frischen Zitronen- und Limettenabrieb eine herb-frische Note und passte gut zu den aktuellen Temperaturen. Die Birnen Tarte war weniger süß, konnte aber durch den intensiven Birnengeschmack punkten.

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Da wir richtig auf den Geschmack gekommen waren, und die vielen unterschiedlichen Sorten zumindest probieren wollten, bestellten wir nach Empfehlung der sehr netten Gastgeber: Apfelkuchen nach „Omas“ Rezept, israelischen Sesamkuchen und Schokotorte „Katharina“. Alle drei Sorten waren handwerklich sehr gut gemacht und unterschieden sich deutlich.

Apfel- und Sesamkuchen

Der Apfelkuchen war mit gehobelten Apfelscheiben und sehr weichem Teig gefüllt, angenehm kühl und sehr erfrischend. Der Sesamkuchen schmeckte für den deutschen Gaumen erst etwas ungewöhnlich, begeisterte dann aber durch die Kombination aus herzhaftem Sesam und süßem Teig. Eine absolute Empfehlung! Die saftige und durchaus mächtige Schokotorte bildete den krönenden Abschluss und ließ uns mehr als gesättigt zurück.

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Zu den täglich wechselnden Süßspeisen kann man natürlich auch die übliche Auswahl an verschiedenen Kaffees und Kaltgetränken genießen. Ein Stück Kuchen bzw. Torte kostet etwa zwischen 3,00 und 4,00 Euro. Das Geld ist aber definitiv gut angelegt. Die Portionen sind sättigend und die verschiedenen Zutaten, insbesondere das Obst, sind alle frisch.

Hier wird wirklich noch alles selbst gemacht

Der Teig wird schon Tage vorher zubereitet damit er lange ziehen kann, die Äpfel für den Kuchen werden alle selbst geschält und gehobelt und gebacken wird alles direkt neben der Theke in der Backstube. Hier bekommt man authentische Backwaren mit hoher Qualität und das schmeckt man wirklich bei jedem Bissen.

Das wissen auch die Stammkunden des Martin’s Place zu schätzen und nehmen deswegen den Weg bis aus Charlottenburg, Pankow oder Gatow auf sich um regelmäßig einen von Herrn Martins Kuchen zu genießen. Besonders an Sonntagen ist hier viel los, weswegen für diesen Tag um die 28 verschiedenen Süßspeisen hergestellt werden. Viel Arbeit aber trotzdem ist der Konditor immer noch mit viel Freude und Leidenschaft dabei, erzählt er uns. Außerdem kann man sich bei jedem Besuch aufs Neue überraschen lassen denn die angebotenen Kuchen und Torten unterscheiden sich täglich.

Fazit

Alles in einem kann man sagen: wir sind begeistert. Die Gastgeber waren super freundlich und haben uns gut beraten und die Süßspeisen haben allesamt lecker und frisch geschmeckt. Wir können das Geschäft definitiv weiterempfehlen und werden auch selbst bestimmt bald wieder hin gehen um weitere Kuchenvariationen zu genießen.

 


Adresse und Öffnungszeiten von der Kuchenmanufaktur Martins Place:

Martins Place
Pannierstraße 29
12047 Berlin

Mi-Fr: 11.00-18.00 Uhr
Sa-So: 12.00-18.00 Uhr

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Mauerwinzer

Seit September 2015 gibt es den Mauerwinzer an der Ecke Wolliner Straße und dem Postenweg, dort wo DDR-Grenzposten entlang der Mauer ihre Patrouille liefen. Der kleine, aber sehr gemütliche Laden, ist eine Mischung aus Weinverkauf und Weinausschank.

Große Auswahl an Weinen im Mauerwinzer

In den hohen Regalen lassen sich mehr als 100 verschiedene Weine und Sekte aus allen Anbaugebieten Deutschlands finden. Dabei haben die beiden Inhaber auf eine ausgewogene Mischung gesetzt: Von noch unbekannten Weingütern, namhaften Weinbaubetrieben und den Großen der Weinszene ist alles dabei. Auch gibt es regelmäßig ausländische Gastweine mit Bezug zu Deutschland, eine Auswahl an Vintage-Weinen, sowie vegetarische und auch vegan hergestellte Rebensäfte. Die Preise für Weinflaschen zum Mitnehmen beginnen bei 7,90 Euro. Da alle Weißweine und Sekte gekühlt sind, kann man sich prima spontan dazu entschließen, eine Flasche in den nahe gelegenen Mauerpark mitzunehmen, um sie dort beim Sonnenuntergang zu genießen.

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Essen und Getränke

Das Essensangebot ist klein, aber dafür sehr fein: Verschiedene Flammkuchen – auch vegetarische Varianten – die frisch belegt und stilecht im Steinofen gebacken werden. Darüber hinaus Platten mit dem exquisiten Käse von Blomeyer (den man aus vielen gehobenen Restaurants in Berlin kennt) und Wurstspezialitäten von kleinen, ausgesuchten Metzgereien aus Deutschlands Weinregionen. Zu trinken gibt es außer Wein Craft Beer aus Friedrichshain sowie Alkoholfreies wie Wasser, Trauben- und Apfelsecco und verschiedene Kaffeevariationen.

Wir beginnen unseren Abend mit einer Maibowle, deren dezenter Waldmeistergeschmack mit frischen Erdbeeren aufgepeppt wird – lecker!

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Dazu bestellen wir einen Flammkuchen mit Ziegenkäse und Birne und einen großen Wurst- und Käseteller.

Der Boden des Flammkuchens ist herrlich dünn und knusprig. Beim Belag scheiden sich ein wenig die Geister – während mir die feine Note reicht, hätte sich meine Begleitung ein bisschen mehr Ziegenkäse gewünscht. Geschmeckt hat es uns allerdings beiden.

Auf dem gemischten Teller begeistert uns eigentlich jede der verschiedenen Käsesorten und vor allem das Pfälzer Riesling-Sauschwänzel. Das ist eine Art Salamiwurst, die durch ihre Form tatsächlich an ein geringeltes Schweineschwänzchen erinnert.

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Die Preise für das Essen sind durch die gebotene Qualität durchaus angemessen. Bei den offenen Weinen ist für jedes Budget etwas dabei und selbst die günstigeren Weine auf der Karte überzeugen.

 

Veranstaltungen und Location

Der Mauerwinzer bietet immer wieder Weinabende mit verschiedenen Schwerpunkten an. Sonntags wird auch schon mal der “Tatort” auf Großbildleinwand übertragen, wenn dieser einen Bezug zu Wein hat. Es lohnt sich also, immer mal wieder einen Blick in den Veranstaltungskalender zu werfen.

In den warmen Monaten können die Gäste die Abendsonne auf rund 24 Außenplätzen und der kleinen Terrasse genießen. Für Kinder steht Kreide bereit, mit der sie im kleinen, eingezäunten Hof nach Herzenslust kreativ werden können. Im Winter sorgt ein Kamin im Inneren für romantische Stimmung.

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Die Picknick-Tüte für den Sommer

Neu im Mauerwinzer und klare Empfehlung für alle, die guten Wein beim Sonnenuntergang im Mauerpark oder – noch romantischer – im Birkenwäldchen erleben möchten: Die Mauerwinzer Picknicktüte zum Mitnehmen!
Drin sind zwei Weingläser, ein leckerer Rieslingringel, dazu knuspriges Brot und wahlweise eine gekühlte Flasche Grauburgunder Heiligenberg (der herrlich dezent auf der Zunge prickelt) oder Riesling brut für 14, 90 Euro (Wein) bzw. 19,90 Euro (Sekt).

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Fazit

Der Mauerwinzer ist ein idealer Ort, um ein Weinchen (oder Bierchen) in der Abendsonne zu genießen. Wer dabei Hunger bekommt, kann sich einen Flammkuchen oder die ausgewählten Wurst- und Käsespezialitäten schmecken lassen. Mauerparkbesucher, die keine Lust auf das typische Spätkaufangebot der Umgebung haben, können sich hier mit Wein in Trinktemperatur eindecken.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Mauerwinzer:

Mauerwinzer
Wolliner Str. 20
10435 Berlin

Mo-So: 16.00-23.00 Uhr

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Anjoy – Vietnamesisch genießen

An einem grauen Sonntagnachmittag betreten wir das Anjoy. Ein vietnamesisches Restaurant im Prenzlauer Berg. Das Licht ist warm, die Möbel in gedämpften Holztönen und allein vom Geruch bekommt man schon Appetit.

Vietnamesisches Essen im Anjoy

Ich habe sehr großen Hunger mitgebracht und freue mich über die tolle Auswahl an Gerichten. Vorne weg bestellen meine Begleitung und ich hausgemachte Limonade und sogenannte Beef Ravioli. Das ist zartes Rindfleisch mit Avocado, eingerollt in gedämpften Reisteig. Diese werden mit einem kleinen Salat und selbstgemachter Avocado Creme serviert.

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Als Hauptspeise wähle ich das Lachsfilet mit verschiedenstem Gemüse, Salat und als Beilage Süßkartoffel Pommes. Wahlweise hätte ich stattdessen auch Jasmin Reis nehmen können.
Meine Begleitung bestellt den Anjoy Honey Salad, mit Honig-Pomelo, die des Geschmacks wegen extra aus Vietnam importiert werden, Lotuswurzeln, gedämpften Garnelen und gerösteten Erdnüssen. Eigentlich ist der Salat eine Vorspeise, wird auf Wunsch aber auch in groß serviert. Genau das richtige Essen im Sommer, leicht, fruchtig und trotzdem sättigend.

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Beim Dessert lassen wir uns beraten und nehmen die Pandan Panna Cotta, dafür wird der Saft des Pandan Blattes mit Panna Cotta Creme vermischt und bildet mit dem Mangomuß einen super leckeren Nachtisch. Außerdem probieren wir Che Sen, Lotuskerne in Kokoswasser mit Sesam. Ein sehr spezieller Geschmack, nussig, frisch und süß.

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Wer steckt hinter dem Anjoy?

Das Anjoy ist ein Familienbetrieb, Lai Quynh Anh macht zusammen mit ihrem Mann die Geschäftsführung, ihre Mutter ist die Inhaberin und steht in der Küche, wo die Gerichte alle frisch nach Rezepten der Großmutter kreiert werden. Für die Einrichtung haben sie mit einem Berliner Architekten aus Vietnam kooperiert, der genau die richtige Mischung aus modernem und klassisch vietnamesischem Geschmack trifft.

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Am wichtigsten ist es ihnen authentisch zu sein, sich mit der original vietnamesischen Küche von anderen Restaurants abzuheben. Deshalb finden sich auf der Karte Gerichte, die für Europäer vielleicht zunächst gewöhnungsbedürftig klingen, wie beispielsweise die traditionelle Fischsoße, Bananenblätter oder Lotuswurzeln.
Doch wer sich darauf einlässt, wird mehr als zufrieden wiederkommen.

Es gibt immer mal wieder Aktionswochen im Anjoy, wie die „Berliner Bulette auf Reise durch Vietnam“ 

Wir haben euch das Anjoy am Prenzlauer Berg schon einmal vorgestellt, doch vom 17.-23. Oktober lädt das vietnamesische Restaurant zu einem ganz besonderen Erlebnis ein: Das Menü vereint deutsche, gutbürgerliche Kost mit einem besonderen Twist aus Vietnam. Internetköchin Henriette Bulette und Geschäftsführerin des Anjoys, Quynh Anh Lai haben eine tolle Balance gefunden, sodass die Gerichte auch weniger mutigen Essern bestimmt schmecken. Gäste können dabei aus einer Vorspeise, zwei Hauptgängen und einem Dessert auswählen. Unser Tipp: Auf keinen Fall die Nachspeise auslassen, der neuerfundene Klassiker aus der deutschen Küche ist der perfekte Abschluss! 

Die Aktionswoche eignet sich vor allem für Leute, die gerne einmal “Fusion Kitchen light” ausprobieren möchten, denn die vietnamesische Note ist eher dezent. Buletten-Fans kommen aber voll auf ihre Kosten. Die Gerichte schmecken vertraut und doch irgendwie neu, ein schönes Erlebnis in toller Atmosphäre. 

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Fazit

Das Anjoy ist eine top Adresse für traditionell vietnamesische Küche. Und genau das Richtige für Gourmets, die nicht gehemmt sind Neues auszuprobieren.


Adresse und Öffnungszeiten vom Anjoy:

Anjoy
Rykestraße 11
10405 Berlin

Mo-Sa: 11.00-24.00 Uhr
So: 12.00-24.00 Uhr

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The Pub – Möpse trinken Bier

Nein, wir haben nicht irgendein Pub in Berlin besucht, sondern “The Pub” am Alexanderplatz. The Pub befindet sich auch nicht auf dem Alexanderplatz sondern versteckt sich vielmehr unter den S-Bahnbögen an der Rochstraße und ist viel weniger Pub als der Name es vermuten lässt.  Auf der Getränkekarte findet man genau ein typisches “Pub-Getränk”, nämlich ein Guiness sowie ein tschechisches Bier. Dennoch, das Thema Bier wird in “The Pub” trotzdem groß geschrieben. Warum?

Bier zum Selberzapfen in “The Pub”

Wer sich für ein Berliner Pilsener entscheidet, kann sich das direkt an seinem Platz selber zapfen. Mit Biergläsern, mehreren Zapfhähnen und Spülmöglichkeiten direkt am Tisch steht einem Trinkgenuss ohne Pause oder auch “Druckbetankung” nichts mehr im Wege – für durstige, ungeduldige Biertrinker somit die perfekte Location ;-). Aber nicht nur für die. Denn in “The Pub” gibt es gute Burger. Vom schlichten Hamburger für 11,50 EUR bis hin zum Surf & Turf Burger oder einem England Royal mit 300g Rindfleisch für je 20,50 EUR findet man ca. 20 Burger auf der Speisekarte. Die Burger werden mit Pommes Frites  (normal oder mit den mittlerweile ebenfalls üblichen Süßkartoffeln) serviert. Für Nicht-Burgerfans beschränkt sich dann die weitere Auswahl auf Fingerfood, Sandwiches sowie zwei Salate.

Und noch eine Besonderheit gibt es. Die Bestellung wird selber am Tisch über ein Display aufgegeben. Abgerechnet wird das Bier übrigens per Centiliter. Für einen halben Liter Bier bezahlt ihr 4,10 EUR.

Fazit: Ein etwas anderes Pub-Erlebnis mit guten Burgern!


Adresse und Öffnungszeiten vom The Pub:

ThePub
Rochstraße 14
10178 Berlin

Mo-So: ab 18.00 Uhr

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UMAMI II in Kreuzberg

“Jeder kann eine asiatische Mami haben!” heißt es beim UMAMI.. Auch ich kann eine asiatische Mami haben? Verheißungsvoll…ich probiere es aus. Am Muttertag noch dazu, haha, wie passend.

Das UMAMI II in Kreuzberg

Das UMAMI X-Berg in der Bergmannstraße, meine Begleitung und ich retten uns aus den Menschenmengen in das angenehme, leicht dunkle Ambiente des UMAMIs. Die natürliche Freundlichkeit der Bedienung fällt auf, angenehm.

Die Karte verheißt „gesunde Kost ohne Zusatzstoffe und Glutamat“. Gut, gesund ist nicht verkehrt. Was dann aber an den Nebentischen zu erblicken ist, sieht dermaßen lecker aus, dass uns plötzlich völlig egal ist, ob gesund oder nicht.

Los! Zur Vorspeise ordern wir wild. Tempeh-Streifen auf Süßkartoffelreibekuchen mit Sojachilidipp (Saigon Pancake) und scharf angebratene Großgarnelen mit Fisch-Ingwervinaigrette (Ho Tay´s Pancake) lassen uns erste wohlige Seufzer entfahren. Diese Sößchen..!

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Als ein Special von der Wochenkarte gönnen wir uns die Baby Dragons. Das sind knackige Garnelen im Kokosmantel auf einem Reiscracker, der mit einer sagenhaften Avocadocreme bestrichen ist (der Cracker bleibt dennoch kross!), und diese Garnelen dippen wir dann in diesen wirklich außergewöhnlichen Dipp aus Kumquat. Weitere Seufzer… Die Seufzer verklingen zu ehrfurchtsvollem Schweigen, als die gegrillten Jakobsmuscheln kommen. Sie erwarten uns gebettet auf hübschen Löffeln in einer Reduktion aus Wasabi und Sojahonig mit Ingwer-Julienne und Koriander(der Name trifft es auf den Punkt: Pearl on Spoon). Stille breitet sich aus. Wir müssen nicht reden. Wir wollen nur noch genießen.

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Next! Um weitermachen zu können – denn die Vorspeisen sind von angenehmer Größe, bei kleinem Hunger wären bereits sie durchaus ausreichend – konzentrieren wir uns einen Augenblick auf die dargebotenen Getränke: äußerst erfrischend der Coriander Mule – Limettensaft und Ingwerlimonade mit frischen Koriander, frischem Ingwer und Eis. Fruchtig-sämig fließt der aus frischen Erdbeeren zubereitete, mit Basilikum und Litschi abgerundete Cocktail Morgenrot, für süße Kehlen sorgt der fast schon obligatorische vietnamesische Kaffee, bei den Temperaturen in der eisgekühlten Variante zu haben unter dem verwegenen Titel: „Highland Refresher“.

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Wir würden ja gerne verweilen, doch das Leben ist kein Ponyhof, der Hauptgang wird serviert. Wer Lust auf noch mehr Garnelen hat, bestelle sich bitte (bitte!!) die BBQ Prawn: gegrillte Großgarnelen am Spieß, in Honigmarinade, auf einem Bett bissfest sautierter Gemüse, u.a. Cherrytomaten, Zuckererbsenschoten, Babymais und Edamame. Von der Seite duftet ein Berg Süßkartoffelstäbchen. Achtung: die BBQ-Soße hat höchstes Suchtpotenzial! Wollte es nur erwähnt haben!

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Meine Begleitung ist voll konzentriert auf ihren Buddha Burger, der den Namen zurecht träg: dick belegt mit Seitanstreifen thront das belegte Bao-Brötchen auf dem Teller, als hätte es geradezu auf unsere Begeisterung gewartet, die wir angesichts des Mango-Coleslaws und des Kimchi mit Mangokokoscreme an den Tag legen. Die Kombinationen sind wohlüberlegt, fein, überraschend. Der Gaumen jauchzt! Der Bauch ist voll, aber wir wollten es ja nicht anders!

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Das UMAMI & die Familie

In einem kleinen Päuschen vor dem Nachtisch erzählt uns Dikju Bui von sich und seinem Geschäftspartner, Binh Van Pham. Letzterer ist einer von vier Brüdern, alle sind sie Cousins von Dikju. Gemeinsam betreiben sie die UMAMI Filialen in Berlin.

“Familie ist, was zählt”,

sagt Dikju. Eigentlich hat er Design studiert, und das ist auch sein Hauptberuf – was, wenn man sich umschaut im Restaurant, in jedem kleinen Detail zum Ausdruck kommt. Sein Hang zur Ästhetik geht soweit, dass ich die Damentoilette eigentlich gar nicht mehr verlassen möchte, so wunderschön ist sie gestaltet. Bananenstauden, Hibiskus, Kerzen, Räucherstäbchen. Sogar die Decke ist einem Wellblechdach nachempfunden, so, wie es auch in Vietnam zu erwarten wäre.

Es gibt einen Loungebereich, leicht erhöht und mit Teppich ausgekleidet. Die Schuhe werden ausgezogen, bevor man sich an niedrigen Holztischen zu Rose on the Water (Rosenknospen auf Sencha-Teeblättern) oder einem White white East (Longan- und Litschifrucht, Kokosmilch, Holunder) niederlässt. Ideal auch für Familien mit Kindern, wie Dikju uns erklärt. Über allem liegen die dezenten Klänge alter, vietnamesischer Weisen. Die Musik aus den 50ern stammt von alten Schallplatten aus Dikjus Familie.

„Indochina ist Fusion! Unsere Küche ist nicht einfach Vietnamesisch, sie ist Fusion: Laos, Kambodscha, Vietnam, Frankreich – wir lassen uns inspirieren und kombinieren Alt mit Neu.“ Hier sei auch ein Hinweis für alle Superfood-Fans gegeben, denn das UMAMI hat von Ingwer, Matcha, Goji über Aloe Vera bis Akazienhonig so einiges im Repertoire.

Letzter Gang: Das Dessert

Finale. Angesichts der Strecke, die hinter uns liegt, teilen wir uns ein Green Piece. Das Matcha-Grüntee-Törtchen mit Mandelcreme, Heidelbeerentopping und Biscuit prodzziert den einzigen Wermutstropfen an diesem Nachmittag: es ist dermaßen fein gemacht und so außergewöhnlich lecker, dass wir richtig traurig sind, es nicht als Bestandteil der Dauerkarte im UMAMI zu wissen.

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Was ist das Besondere am UMAMI?

Wir fühlen uns wohl. Wir essen sehr gut und ausreichend. Es gibt Neues zu probieren, aber auch Gerichte, die nicht ganz so experimentierfreudigen Kandidaten munden. Das Auge isst mit, die Atmosphäre wirkt echt, unprätentiös. Es gibt was zu entdecken, man schaut sich gerne um. Der große Wert liegt in der Liebe zum Detail: schön gestaltete Speisen aus frischen, auf den Punkt zubereiteten Zutaten, überlegt zusammengestellte Kombinationen zu wirklich fairen Preisen. Hier komme ich wieder hin, allein, zu zweit, als Gruppe, in familia.

Das Motto mit der Mami klingt erst mal nach gutem Story Telling. UMAMI, das ist doch der 5.Geschmack, richtig? Richtig.

Dikju Bui verabschiedet sich. Er muss los – ist doch Muttertag! Er isst heute „UMAMI“. Denn UMAMI heißt auf Vietnamesisch „bei Mami“.


Fall euch Kreuzberg zu weit weg ist: Es gibt auch ein UMAMI in Prenzlauer Berg ;)

Adresse und Öffnungszeiten vom UMAMI X-Berg:

Umami X-Berg
Bergmannstraße 97
10961 Berlin

Mo-So: 12.00-24.00 Uhr

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Fotos: Nadja von Prümmer