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Hackbert

Der Burgerladen mit dem leicht amüsanten Namen liegt im tiefsten Neukölln, aber mit der Aussicht auf gutes Essen fahre ich gerne mal 45 Minuten Rad… ;)

Burger im Hackbert

Es gibt eine recht übliche Auswahl an klassischen Burger. Hamburger, Cheeseburger, Chili-Cheese und Barbeque. Die vegetarischen haben zwischen den Buns wahlweise Halloumi oder einen Grünkern-Patty. Dazu gibt es Salat, Tomaten, rote Zwiebel und eingelegte Gurken und je nach Burgervariante noch ein paar extras on top. Könnt ihr aber auch separat dazu ordern.

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Das Rindfleisch stammt übrigens von der Blutwurstmanufaktur. Die Tiere stammen also aus der Region und wachsen in der Freilandhaltung auf – zudem wird das Fleisch jeden Tag frisch von den Jungs selbst gewolft. Das schmeckt man auch, das Fleisch ist echt lecker und schön saftig.

Nach dem Pluspunkt, kommt jetzt ein Minuspunkt: Das Brötchen. Es wird zwar täglich frisch in der (sehr guten) Endorphina Bäckerei produziert, allerdings war es leider ziemlich geschmacksneutral. Sehr schade. Ein bißchen mehr Salz würde wohl schon helfen. Wir haben unser Feedback aber weiter gegeben und vielleicht entwickeln die beiden das Rezept für den Brötchenteig noch mal etwas weiter.

Dafür sind Süßkartoffel-Pommes wiederum richtig gut – genau so wie ich sie mag. Außen knusprig, innen kartoffelig… nomnomnom!!

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Atmosphäre

Der Laden als solches ist ziemlich klein, ich glaube sogar, die Küche ist größer als der Bereich vorne zum Sitzen. So um die 15 Leute finden aber schon problemlos Platz, aber es ist eben kein Laden, in dem ihr den ganzen Abend noch sitzen und schnacken könnt. Im Zuge dessen auch ein wichtiger Hinweis: Es gibt kein Klo! Selbst wenn ihr wolltet, so wäre früher oder später ein Locartionwechsel naturgegeben erforderlich ;)

Fazit

Wenn das mit dem Bun noch verbessert würde, wäre es ein wirklich guter Burgerladen. Alles andere ist nicht zu viel und nicht zu wenig, Soßen, Grünzeug und Fleisch schmecken wirklich gut. Beim Chili-Cheese soll das eher geschmacksneutrale Bun auch gut in den Hintergrund treten. Sobald wir auf irgendwo auf Facebook & Co. lesen “Neue Rezeptur” sind wir wieder am Start ;)


Adresse und Öffnungszeiten vom Hackbert:

Hackbert
Richardstraße 108
12043 Berlin

Di-So: 16.00-22.00 Uhr

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Al Contadino Sotto Le Stelle

Das Al Contadino ist eine Familienrestaurant, dass es mittlerweile schon fast 20 Jahre in Berlin gibt. Das familiäre spürt man auch sofort, wenn man das Restaurant betritt. Man taucht in eine ganz warme Atmosphäre ein und wird herzlich in Empfang genommen.

Für alle, für die solche Infos wichtig sind: Brad Bitt, Till Schweiger und einige weitere Filmpromis aus “Inglorious Bastards” feierten hier schon ausgelassen in die Nacht hinein ;)

Antipasti & Hausgemachte Pasta

Das Al Contadino ist kein Italiener mit 20 Pizzen auf der Karte – um genau zu sein, gibt es keine einzige ;) Wer Pizza essen gehen möchte, ist hier definitiv falsch… dafür gibt es andere Locations. Dafür gibt es jede Menge Antipasti, hausgemachte Pasta und Fisch-/ Fleischgerichte. Zudem gibt es eine wechselnde Karte, die euch am Tisch vorgetragen wird – süß :)

Wir entscheiden uns für die Basilikum-Ravioli mit Ricotta-Lachs-Füllung und einer Butter-Salbei-Soße und die Cannelloni mit Büffel-Ricotta, Mangold, Pinienkernen, Rosinen und getrocknete Paprika. Beide Gerichte waren sehr gut abgeschmeckt, die Pasta war wunderbar al dente, die Buttersoße ganz leicht und sehr harmonisch zum Lachs und dem Ricotta. Ebenso waren die Cannelloni bzw. deren Füllung fein abgeschmeckt und fluffig – man bekommt nicht das Gefühl, anschließend 3 Steine im Magen zu haben ;) Preislich liegen die Pasta-Gerichte zwischen 12,50 – 16,50 EUR.

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Die Weinkarte des Italieners ist mindestens ebenso großartig – was mich vor allem wirklich erfreute ist, dass es keine Standardweine sind, die auf der Karte stehen. Ein Grund mehr uns einen Wein empfehlen zu lassen. Der Weißwein, der letztlich bei uns im Glas landete, war klasse und passte wirklich hervorragend zum Essen. Der Halbe Liter liegt mit 20 EUR auch nicht mehr in der ganz günstigsten Liga, aber das schmeckt man dann eben auch.
Lustiger Weise war es auch der Weißwein auf der Karte, den ich definitiv nicht genommen hätte, weil mich sein Name “Pecorino” zu sehr an den gleichnamigen Käse erinnerte.

Die Atmosphäre im Al Contadino

Wie anfangs gesagt, ist es alles sehr herzlich dort. Man wird super nett in Empfang genommen, die Jacken werden einem abgenommen – btw. steht an der Garderobe explizit “No Self-Service” ;) – und jedem Gast wird, obwohl es selbst an dem Montagabend sehr gut besucht war, die Tages-/ Wochenempfehlung vorgetragen. Man bekommt nicht das Gefühl, dass der Service fix zum nächsten Tisch eilen muss. Viel mehr wird einem vermittelt, dass sich das Restaurant freut uns als Gast in Empfang zu nehmen.

Da meine Blickrichtung zum Eingang war, konnte ich recht gut sehen, wer das alles so zur Tür reinspazierte. Nein, es kam kein bekannter Schauspieler an dem Abend vorbei, dafür aber viele Familien und Gruppen von 4-5 Personen, die zumindest so aussahen, als würde es ihnen finanziell nicht sooo schlecht gehen. Man zeigt sich dort anscheinend ganz gerne und es wirkte so, als sei es der Italiener um die Ecke für alle mit ein paar mehr grünen Scheinchen in der Tasche. An vielen Tischen stand auch, auf einem extra Tisch im Glaskübel, die fast schon obligatorische Flasche Champagner. Bei uns aber nicht ;) Für mich aber wirklich in keinster Form ein Kritikpunkt, denn es tat der Stimmung und Atmosphäre keinen Abbruch!

Fazit

Toller, stilvoller Italiener, der sich auch super für etwas größere Gruppen eignet. Das Essen ist hervorragend, aber nicht low Budget – für einen Abend solltet ihr mindestens 25-30 EUR (Hauptspeise und Weinbegleitung) einplanen.


Adresse und Öffnungszeiten vom Al Contadino Sotto Le Stelle:

Al Contadino Sotto Le Stelle
Auguststraße 36
10119 Berlin

Das Restaurant ist Corona-bedingt bis auf weiteres geschlossen. 

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Cat Tuong

So ein süßer kleiner Laden! Das dachte ich schon in dem Moment, als ich draußen stand. Ich kam an und musste die Location erstmal kurz auf mich wirken lassen, bevor wir dann reingingen.

100% veganes & vietnamesisches Essen

Das tolle bei dem Restaurant ist, dass es wirklich nur vegane Zutaten nutzt. Vietnamesische oder generell asiatische Gerichte wirken, wenn man das Fleisch weglässt, schnell vegan, sind sie aber meistens nicht. Fischsoße ist bspw. ein häufig verwendetes Gewürz, das geschmacklich aber nicht sooo hervorsticht, dass man es sofort rausschmeckt. Und wenn dann die Bedienung nicht gut informiert ist, sind Veganer – schwuppdiwupp – nicht mehr so wirklich vegan unterwegs. Das kann euch im Cat Tuong aber definitiv nicht passieren.

Die Karte ist übersichtlich, aber ausreichend vielfältig, sodass jeder was findet. Neben ein paar Vorspeisen, gibt es Suppen, Reis- und Nudelgerichte. Damit es auch wirklich nicht langweilig werden kann, werden zudem noch Tagesgerichte angeboten, die etwa alle zwei Tage wechseln.

Wir entscheiden uns für das Curry mit Tofu, die gebratenen Nudeln mit Gemüse und ein Gericht namens “Cha Cat Tuong”. Das letzte ist ein Bratling bestehend aus Buchweizen, Quinoa, Lotuskernen, Miso, Hirse, Mandeln, Walnuss und Koriander. Geil, oder? Allein, wenn man das schon liest, habt man Lust das zu probieren :) Ziemlich coole Kombi, die auch ziemlich toll schmeckt.
Auch das Curry war toll abgeschmeckt und schön würzig, aber nicht zu scharf. Die gebratenen Nudeln sind weniger kross, sondern vielmehr in der Pfanne geschwenkt und umhüllt mit einer Sojasoße. Auf der Karte steht “pikant”, aber ich fand es einfach gut gewürzt. Dazu wird einiges an Gemüse gereicht.
Die Preise liegen alle zwischen 8-10 EUR für die Hauptgerichte.

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Wer danach noch was Süßes haben will, wird auch nicht enttäuscht. Wir teilen uns die Banane, die in einer angedickten (Pflanzen-) Milch serviert wird.

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Was, wie immer, in einem asiatischen Restaurant nicht fehlen darf, sind die selbst gemachten Limonaden und Shakes. Ich selbst hatte ein Getränk bestehend aus Himbeeren, Minze und Basilikumsamen. Die sehen im Glas aus wie Chia-Samen und erzeugen auch ein sehr ähnliches Mundgefühl, sind aber eben Basilikumkerne ;) Alles sehr lecker.

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Anfangs schon kurz erwähnt, ist die Einrichtung wirklich zuckersüß und mit viel Liebe zum Detail. Es sind viele Pflanzen an den Fenstern und auch an den Wänden… Die indirekte Beleuchtung erzeugt zudem eine super nette Atmosphäre.

Der Laden ist recht überschaubar von der Anzahl der Sitzplätze – vor allem Abends wird es schnell voll, sodass sich eine Reservierung durchaus anbietet.

Fazit

Ein Laden, der jedes Veganer-Herz höher schlagen lässt, aber sich auch nicht-Veganer, die einfach gutes Essen zu schätzen wissen!!


Adresse und Öffnungszeiten vom Cat Tuong:

Cat Tuong
Kastanienallee 89
10435 Berlin

Mo-So: 12.00-22.30 Uhr

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Restaurant Diekmann

Am letzten Samstag warfen wir uns mal ordentlich in Schale, um unweit des Kudamms dem Wilmersdofer Diekmann einen Besuch abzustatten. Wir erhofften uns einen kulinarisch erstklassigen Abend in stilvollem Ambiente und, was soll ich sagen, wir wurden nicht enttäuscht.

In dem vergleichsweise kleinen Laden, dessen Ambiente-Highlight ein großer Apothekerschrank aus einer ehemaligen Kolonialwarenhandlung ist, wurden wir von einem angenehm zurückhaltenden und unaufgeregten Serviceteam hervorragend versorgt und konnten uns durch 6 (oder waren es 7, das Zählen habe ich irgendwann bei den ganzen Leckereien aufgegeben) zauberhafte und wohlportionierte Gänge schnabulieren.

Klassisch, stilvoll, unaufgeregt

So begann der Abend schon fulminant mit einem Glas Champagner, dicht gefolgt von einem kleinen Appetizer bestehend aus Oliven, einem Trüffel-violette-Kartoffeln-Dip und einem super fluffigen Brot. Der Dip verdient dabei durchaus das Prädikat „Da könnte ich mich reinlegen“ und der großzügig nachgeschenkte Champagner erreichte, dass wir alle Sinne für die kommenden Gänge öffneten.

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Das war auch nötig, denn als Nächstes wurden Austern mit der obligatorischen Zitrone und Schwarzbrotwürfeln gereicht. Nun waren an unserem Tisch weder große Austernfreude noch -feinde versammelt, sodass wir weder ein Begeisterungsfeuerwerk abbrannten noch Tränen der Abneigung vergossen. Die Austernlust wächst ja mit der Anzahl der Verkostungen, sodass zumindest ich mich mittlerweile in Richtung eines „guten Austernbekannten“ entwickele, der mit Belon-Austern ein zusehends vertrauteres Verhältnis entwickelt.

Ungewöhnlich aber für uns experimentierfreudiges Volk genau richtig, ging es weiter mit Entenleber(pastete) und Wachtelei serviert an Mangochutney und Kürbismousse. In den diversesten Kombinationen dieser Zutaten aufregend und köstlich. Und sei dies der Vorspeisen noch immer nicht genug, wurde ein weiterer Vorspeisenteller aus dem Meer aufgetafelt, auf welchem sich die wohl zarteste Jakobsmuschel meines Lebens (und ich hab schon ein paar davon vernascht) auf Avocado neben Eisbergforelle, Algensalat und Papayachutney wiederfand. Da wir die Weinauswahl vertrauensvoll in die Hände des Serviceteams gelegt hatten, wurde dazu ein Weißburgunder eingeschenkt, der das Geschmackserlebnis perfektionierte.

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Mit Tier aus dem Wasser ging es, bevor der eigentlich als solcher bezeichnete Hauptgang kam, dann auch weiter. Ein Zander hatte seinen Weg direkt aus der Havel auf unseren Teller gefunden und es sich auf Roter Bete gemütlich gemacht, während neben ihm Teile einer Kalbszunge in einer Panade (die die Idee von Kalbszunge deutlich weniger erschreckend macht, zumindest aus meiner Sicht) auf Kürbis ruhten. Ich vermute, dass der Zander in der Havel ein hervorragendes Habitat gehabt hat, denn er schwamm stromlinienförmig schnell in meinen Bauch. Und auch die Kalbszunge ließ sich, auch wenn ich vermutlich nie von allein ein solches Side ordern würde, sehr gut an.

 

Nach diesem Gang erlaubten wir uns die Zwischenfrage, wie viele Gänge denn da noch kommen würde, woraufhin die Serviceleiterin uns erklärte, dass jetzt „schon“ der Hauptgang komme. Wow! Und dieser war wirklich ein weiteres Highlight: Wir bekamen Zweierlei vom Kalb auf Karottenpüree, Rosenkohlblättern und Keniabohnen. Das ge-zweierleite Kalb präsentierte sich dabei einmal geschmort und geschmacksintensiv und einmal als Filet, welches atemberaubend zart war. Der dazu ausgewählte rote Franzose hätte nach meinem Dafürhalten zwar noch einen Tacken geschmacksintensiver sein können, insbesondere in Kombination mit dem geschmorten Kalb, lenkte so zumindest aber nicht von dem wirklich fantastischen Filet ab.

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Der kulinarischen Highlights noch nicht überdrüssig, aber wohl schon gut gesättigt, gönnte uns das Team nun eine kleine Verschnaufpause, um zum letzten Aufschlag auszuholen: Dem Dessert.
Wie alle Speisen sehr minimalistisch attraktiv und mit Liebe zum Detail angerichtet, wurde unser stilvoller Abend mit einem Schokomousse, das von Kokosschaum bedeckt und mit einer Kugel Birnenbasilkumsorbet getoppt wurde, und um das herum sich Birne und Himbeere tummelten, gekrönt. Der dazu als Dessertwein dargebotene Gewürztraminer imponierte dabei als honigsüßes flüssiges Gold und sorgte dafür, dass wir nach einer nicht mehr zu überschauenden Anzahl von Gängen das Diekmann glücksbeseelt verließen.

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Fazit

Das Diekmann ist sicherlich nichts für jeden Tag (gleichwenn es auch ein Business Lunch Angebot für 13,50 EUR hat) und will es auch gar nicht sein. Trotz der Kudammnähe ist zudem zu verneinen, dass man hier nur dem Charlottenburger Chic oder dem Zehlendorfer Geldadel über den Weg läuft. Das Publikum ist recht heterogen. Neben der wirklich exquisiten Küche ist nochmals äußerst lobend der sehr angenehme, unaufgeregte und sympathisch-zurückhaltende Service zu erwähnen, der uns auf unserer kleinen kulinarischen Expedition begleitete. Neben Gaumenfreude war der Wohlfühlfaktor also hoch, selbstverständlich mit Stil!

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Restaurant Diekmann:

Restaurant Diekmann
Meinekestraße 7
10719 Berlin

Mo-Fr: ab 12.00 Uhr
Sa: ab 18.00 Uhr

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Trentasei

Am Trentasei bin ich in den vergangenen Monaten mehrfach vorbeigefahren, es ist ja prominent an der Skalitzer Straße am Görli gelegen, und hatte immer das große Fragezeichen in meinem Kopf, ob mir der Laden zu 08/15 durchgestylt als Touristenfalle daher kommt oder ob er wirklich in der breiten Landschaft an italienischen Restaurants in Berlin eine Alternative bietet, die es auf dem Schirm zu behalten lohnt. Da ich Fragezeichen in meinem Kopf nie lange aushalten kann, schnappte ich mir eine charmante Begleitung und sah am letzten Samstag dem Fragezeichen direkt ins Auge.

Zwischen Pinterest und reeller italienischer Küche

Wenn man dann das Trentasei in Kreuzberg betritt, wird man von Gastgeber Vural und seinem sehr professionellen Team herzlich in Empfang genommen. Vural, Sohn türkischer Eltern und ein echtes Kreuzberger Original (daher auch der Name „Trentasei“, also 36 wie der ehemalige Postleitzahlbereich dieses Teils von Xberg), hat der Location, die eine ehemalige „Zockerbude“ seines Vaters ist, viel Charme und Leben eingehaucht. Vural, der selbst mehrere Dekaden in der gehobenen Gastronomie gearbeitet und sein Handwerk gelernt hat, beeindruckt damit, dass er den kompletten Laden eigens designed und eingerichtet hat. Ob es nun die indirekt beleuchteten groben Backsteinwände sind, die Stühle, die er alle einzeln auf dem Flohmarkt zusammengetragen und für seinen Laden hat aufarbeiten lassen oder die stylischen Unisex-Waschtische vor den Herren- und Damentoiletten, das Interieur ist eine durchaus gelungene Mischung aus Stil und Gemütlichkeit.
Nun gibt Vural ganz freimütig zu, dass er selbst kein Innenarchitekt ist. Die Inspiration für die gesamte Inneneinrichtung hat er sich auf Pinterest geholt und die Ideen mit seinen Handwerkern in Realität umgesetzt. Auch wenn sich das Ergebnis, wie gesagt, absolut sehen lassen kann, merkt man ihm dennoch ein wenig an, dass es Resultat einer Zusammenstellung der aktuell gefragten Einrichtungstrends von Pinterest ist und dem Ganzen die individuell-persönliche Note ein wenig fehlt. Dies tut dem Wohlfühlfaktor aber keinen Abbruch.

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Der perfekte Wein & handverlesenes Italian Food

Nicht weniger involviert als bei der Einrichtung, ist Vural bei der Gestaltung von Speise- und Weinkarte, denn das hat er ja schließlich gelernt. Jeder Wein wird vom Chef persönlich ausgewählt, genauso wie jedes Stück Fleisch und jeder Fisch von ihm täglich frisch eingekauft wird, mit saisonalen Schwerpunkten und einem Hauptaugenmerk auf Qualität. Sein Händchen für Wein bewies der Chef als er uns einen roten Tropfen abgestimmt auf unsere Wünsche angedeihen ließ. Nach dem obligatorischen Prosecco genossen wir einen Rosso, der genau meinem Geschmack entsprach und auf die winzige Kurzbeschreibung, die etwa „seeeeehr trocken, muffig, fast morbide“ lautete, perfekt passte und gleichzeitig meiner Begleitung nicht die Schuhe auszog.

Kulinarisch kam aus unserer Sicht das Highlight gleich zu Beginn: Eine Pizza mit Trüffelöl und Pinienkernen, von der wir locker nicht nur eine halbe, sondern jeder Zwei hätten futtern können, wären da nicht noch die folgenden Gänge gewesen, die mit weiterem Kalorien-Intake drohten. So schloss sich doch nahtlos eine Antipasti-Platte an, die alles bot, was man von ihr erwartet: Getrocknete und eingelegte Tomaten und Paprika, gegrillte Auberginen und Zucchini (die leider etwas fad waren) und ein absolut köstlicher Schinken.

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Nach diesem fulminanten Aufschlag, eigentlich schon satt, ließ uns die Küche eine angemessene Pause, um uns seelisch und moralisch auf den Hauptgang vorbereiten zu können. Während mein Gegenüber sich für das Entrecote entschied, ließ ich mir Fisch servieren, den Vural, ganz Profi, sauber und fix am Tisch filetierte. Und jahaaa, ich weiß: Fisch und Rotwein geht gar nicht und so, aber ich trinke nun mal gerne Rotwein und esse gerne Fisch, basta! Zu den Hauptgerichten wurde zu meiner persönlichen Freude, neben Rosmarinkartoffeln, Kürbis als saisonaler Schwerpunkt gereicht.

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Nach einer wiederum angemessenen Pause wurde unser italienischer Abend im Trentasei mit, was sonst (?), Tiramisu, Panna Cotta und Espresso abgerundet. Hätten wir nicht ein Taxi nach Hause genommen, man hätte uns auch locker rollen können.

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Fazit

Mit dem seit mittlerweile 7 Monaten geöffneten Trentasei ist Vural, der übrigens nicht nur ein hervorragender und professioneller Gastgeber ist, der sich keinesfalls zu schade ist, selbst mit Hand anzulegen, sondern der auch allerlei faszinierende Berlin- und Kreuzberggeschichten von damals und heute erzählen kann, ein wirklich reeller Italiener am Görli gelungen. Nicht nur ist der Laden, aber das sollte sich nach meinen vorherigen Ausführungen von selbst erklären, eine echte Italieneralternative zur Pizzeria um die Ecke, die mit Jumbopizza und Pasta für 5€ serviert an rotkarierten Tischdecken (und ich liebe rotkarierte Tischdecken) aufwartet, auch hat er das Potenzial, sich in die Reihe der „Goldenen Hähne“ dieser Stadt einzureihen.

Dem von Chef Vural formulierten Anspruch, Qualität zu bieten und nicht nur „Hipsterfraß“, der dann morgen wieder out ist, wird das Trentasei auf jeden Fall gerecht. Auch wenn, zugegebenermaßen, die Hipsterdichte, in dem am Samstagabend vollen Laden, nicht gerade klein ist und man sich an vielen Läden in englischer Sprache unterhalten hörte, ist das Trentasei auf gar keinen Fall eine üble Touristenfalle, sondern bietet reelle italienische Küche in gemütlich-stylischem Ambiente zu vernünftigen Preisen. Und wenn man Glück hat, bekommt man Vurals spannende Geschichten kostenlos on top.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Trentasei:

Trentasei
Skalitzer Str. 34
10997 Berlin

Mo-Fr: ab 12.00 Uhr
Sa: ab 16.30 Uhr

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Dolden Mädel in Kreuzberg

Freunde des Gerstensaftes aufgepasst: In Berlin gibt es ein neues Braugasthaus!

Am letzten Donnerstag haben wir das vor kurzem eröffnete Dolden Mädel in Kreuzberg unter die Lupe genommen und uns dort deftige Happen und experimentelle Biere kredenzen lassen.  „Wat? Een Braujasthaus in Berlin? Dit jehört doch nach Bayern!“ Aber lasst euch gesagt sein, dass Dolden Mädel ist anders: Hier gibt es viel mehr als klassisches Bier und Weißwurst.

Schnittchen, Quinoa und Mousse au Chocolat

Die Spezialität des Hauses sind die 90 verschiedenen Sorten Craft Beer (=Spezialbier) mit den verrücktesten Geschmacksvarianten fernab vom allseits bekannten Biergeschmack. In der Küche unterscheidet sich der Laden vom Gasthaus-Klischee, indem er nicht nur Kneipenklassiker für Fleischenthusiasten anbietet, sondern auch außergewöhnlichere Speisen (inklusive Optionen für Vegetarier-und Veganer – man ist ja schließlich in Berlin ;) )

Ich starte meinen kulinarischen Test mit dem Fernsehsehteller – eine Zusammenstellung von kleinen Schnittchen, die man zum Bier bestellen kann. Natürlich ist dieses Gericht keine extreme kulinarische Herausforderung, aber die Häppchen passen ausgezeichnet als Snack zum Bier – fast ein bisschen wie Abendessen bei Omma – und das Brot auf dem die Schnitten serviert werden, stammt aus der Markthalle 9 und ist richtig lecker.


Craft Beer Fan? Hier findest du noch mehr Craft Beer Bars in Berlin


Als nächstes muss ich die marinierte Avocado mit Quinoa probieren. Das Gericht ist offensichtlich der Exot auf der Karte und muss getestet werden. Das Menü des Gasthauses enttäuscht auch hier nicht. Die Marinade, mit der die Avocado eingelegt wurde, hat genau den richtigen Anteil an Säure und ist sehr gut gewürzt. Das Quinoabett hat eine angenehme Konsistenz und harmoniert geschmacklich sehr gut mit der marinierten Avocado. Ein guter Tipp für alle Vegetarier und Veganer.

Last but not least: Der Nachtisch. Hier habe ich mich für den Restaurantklassiker Mousse au Chocolat entschieden. Der Nachtisch war beim Besuch des Dolden Mädel mein persönliches Highlight. Extrem schokoladig und unheimlich cremig – Ich werde auf jeden Fall noch einmal zurückkommen um dort Mousse au Chocolat zu essen.

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Craft Beer im Dolden Mädel

Die Spezialität des Hauses ist natürlich das Craft Beer und man sollte bei einem Besuch im Dolden Mädel unbedingt ein paar außergewöhnliche Biersorten probieren. Bei unserem Besuch wurde zu jedem Gericht ein passendes neues Bier serviert. Hier reicht das Spektrum vom schokoladig schmeckenden Dessertbier bis zum leicht säuerlichen Pale Ale. Was die vielen Biersorten betrifft, empfiehlt es sich einen der Barkeeper anzusprechen und nach Empfehlungen zu fragen. Hier kommt es ganz auf den persönlichen Geschmack an, aber bei der riesigen Auswahl in diesem Gasthaus kommt sicherlich jeder Bierfreund auf seine Kosten.

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Fazit

Das Dolden Mädel ist eine gute Adresse für Leute die Lust haben in rustikalem, ungezwungenem Ambiente einen schönen Abend mit Freunden zu verbringen – gern auch in großer Runde. Die Auswahl an Bieren ist riesig und lädt dazu ein Neues zu probieren und auch für den kleineren und größeren Hunger zum Getränk ist für jeden Geschmack etwas dabei.


Adresse und Öffnungszeiten vom Dolden Mädel:

Dolden Mädel Braugasthaus
Mehringdamm 80
10965 Berlin

Mo-So: ab 13.00 Uhr

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Brot & Rosen

Der Italiener “Brot & Rosen” oder Pane e le Rose ist der typische Italiener um die Ecke. Als wir dort waren, schienen viele vertraut im Umgang mit dem Service, was auf eine gewisse Bekanntschaft schließen lässt ;) Es wirkte alles sehr familiär.

Pasta & Pizza

Die Klassiker – wir bestellen Pizza und Pasta, das was ein gutes italienisches Restaurant auf jeden Fall drauf haben muss. Klar, bietet die italienische Küche auch mehr, aber an dem Abend wollten wir genau das. Die Pasta-Gerichte liegen alle so zwischen 8-14 EUR, die Pizzen ebenso. Neben den Klassiker gibt es auch ein paar Fisch- und Fleischgerichte, die dann bis zu 24 EUR kosten.

Unser Essen an dem Abend war insgesamt ziemlich lecker. Vorab gibt es Bruschetta mit Tomaten und Knoblauch, sowie ein paar Baguette-Stückchen.

Die Pizzen haben einen dünnen Boden, sind knusprig und der Rand ist nicht zu dick, aber leicht teigig. Zudem waren sie reichhaltig belegt – feine Sache. Die Zutaten waren auch alle frisch und von guter Qualität.
Auch die Pasta war toll, denn die Nudeln waren perfekt gegart, sprich al dente. Dazu hatte ich Trüffel, weil ich die Kombi aus Trüffel und Pasta ganz großartig finde. Als ich das Gericht auf der Karte gelesen hatte, war ich erst etwas hin- und hergerissen wegen der Butter-Parmesan-Soße. Das kann geschmacklich ja schnell mal alles übertünchen. Aber die Variante im Brot & Rosen war gut gelungen, denn das Trüffelaroma, auf das ich so stehe, war super herauszuschmecken.

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Pizza Proscuitto mit Rucola und Parmesan

 

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Pizza Magherita

 

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Pasta mit Trüffel und Butter-Parmesan-Soße

 

Die Atmosphäre im Brot & Rosen

Auch wenn es mich an dem Abend nicht dramatisch störte, war die Atmosphäre doch recht karg. Das kann gewollt sein, damit man nicht von zu viel Einrichtungskram abgelenkt wird. Dennoch fand ich das Licht zu hell und das Interieur bzw. die Inneneinrichtung ausbaufähig. Es mag mein klischee-behaftetes Denken sein, aber mir fehlte die Gemütlichkeit, die ich von einem Italiener erwarte.

Dafür war der Service eigentlich ganz witzig. Den Schalm im Nacken, wurden wir mit ein paar Sprüchen bedient, die aber ganz witzig und sympathisch waren.

Im Sommer gibt es eine große Außenterrasse auf der es sich mit Sicherheit ganz toll sitzen und essen lässt. Auch wenn wir es nicht ausprobiert haben, denn es war einfach schon zu kalt – man kann dort ganz bestimmt einen wunderschönen Abend verbringen.

Wer die typisch karierten Tischdecken vermisst: Die Tischdecken hier werden nach jedem Besuch gewechselt. Es sind weiße Einmal-Tischdecken, die erstmal nicht so sexy klingen, aber sich perfekt zum drauf-rum-malen eignen. Das taten an dem Abend nicht nur die Kiddies, sondern auch Erwachsene. Wenn ich der Ladenbesitzer wäre, würde ich die Zeichnungen wohl aufheben und ihnen einen Wand im Laden widmen… und wenn es nur der Gang zu den Toiletten ist.

Fazit

Das Brot & Rosen hat mich persönlich zwar von der Atmosphäre her nicht ganz überzeugt, aber das Essen war wirklich toll – der Laden auf jeden Fall einen Besuch wert.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Brot & Rosen:

Brot & Rosen
Am Friedrichshain 6
10407 Berlin

Mo-Do: ab 17.00 Uhr
Fr-So: ab 12.00 Uhr

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Bistro Bardot

Abseits des Trubels rund um die Simon-Dach-Straße befindet sich im oberen Teil auf der Boxhagener Straße das Bistro Bardot. Wer Fleischliebhaber ist und auf keinen Fall beim Abendessen darauf verzichten kann widmet sich jetzt am besten einem anderen Restaurant Beitrag, denn das Bistro Bardot bietet ausschließlich vegan/vegetarische Speisen an.

Die Küche mit spanischem Einschlag bietet Gerichte wie Paella, mediterranen Gemüsestrudel, rohköstliche Zucchini-Papadelle, Albondigas (Sojahackbällchen) oder auch Gazpacho an. Auch die Datteln im Speck äh…Tofumantel fehlen nicht.

Die Qualität ist hervorragend, frisch und Bio. Das Thema Bio wird auch konsequent durchgezogen. Ob Kaffee oder Wein, Lebensmittel sowie Getränke gleichermaßen werden in Bio Qualität angeboten. Unterstrichen wird das Ganze durch die „zertifizierte Bioküche“. Ich weiß zwar nicht, was daneben das Siegel von der super Seite Top 10 Berlin soll, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich hatte den Ensalda Verano – ein Spinat Salat, sehr zu empfehlen und Dank der Mandelbällchen auch sättigend. Vorab gibt es für jeden Gast das selbstgemachte Brot mit einem Advocado- Dip, wirklich lecker.

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Für den schnellen Überblick über die Zutaten sind die Gerichte mit einem Symbol „vegan“ oder auch “Rohkost” gekennzeichnet.

Wer gerne einen romantischen Abend zu zweit erleben möchten, für den bietet das Bistro Bardot ein besonderes Special an: Ein Candle-Light-Dinner (Drei-Gänge-Menü) für 39 EUR.

Am Wochenende gibt es übrigens ein veganes Frühstücksbuffet für 16,50 EUR. Das werde ich beim nächste Mal testen und dann wieder berichten ;-).

Günstig sind die Gerichte nicht, aber das ist bei dieser Qualität auch selbstverständlich. Wer aber trotzdem etwas sparen möchte, kann das zwischen 17 und 18 Uhr tun, denn dann bietet das Bistro Bardot 10% Rabatt auf Tapas und Aperitifs an. Die Atmosphäre ist hell und freundlich, leider waren bei unserem Besuch nur kaum Gäste da.

Fazit: Für Freunde der fleischlosen Küche ein tolles Restaurant.


Adresse und Öffnungszeiten vom Bistro Bardot (nur noch Frühstücks-Deli):

Bistro Bardot
Boxhagener Str. 83
10245 Berlin

Mo-Sa: 7.00-11.00 Uhr
So: 7.00-15.00 Uhr

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Hans im Glück – Burger im Birkenwald

Eine Burger-Kette zeigt, das McDonald’s nicht der Weisheit letzter Schluss ist und erobert fast ganz Deutschland – Grund genug, um dem Laden mal einen Besuch abzustatten.

Burger & Fritten – Limonade & Cocktails

Eigentlich ist Hans im Glück das, was man bereits von vielen kleinen Burgerläden kennt – nur eben in XXL. Es gibt diverse Burger-Kreationen, von Fleisch über Hähnchenbrust bis hin zu vegetarisch oder vegan. Klassische Pommes, Süßkartoffel-Pommes, Onions oder auch Salate und zwar nicht nur als Beilage ;) Es gibt “Homemade Limonade” und diverse Cocktails für den Abend.

Und genau das bestellen wir.. 1 x alles bitte. Burger mit Fleisch, Burger mit Hähnchen, Burger mit Walnuss-Bratling und einen großen Salat. Dazu Pommes, Limonade und Cocktails.

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Bei den Buns könnt ihr zwischen Sauerteig und Mehrkorn wählen. Sie sind nicht weich, sondern eher knusprig geröstet. Mir war das Brötchen etwas zu viel, aber noch im Rahmen. Auch mag ich eigentlich lieber die fluffig-weichen.. aber das ist Geschmackssache. Positiv ist auf jeden Fall, dass die Buns nicht durchmatschen… ihr kennt das ;)
Wer gerade Low Carb macht, sucht sich einen “Brotlosen Burger” aus, die werden dann einfach ohne Bun serviert. Auch die Auswahl bei den Fleisch- und Veggie-Burgern ist schon echt umfangreich. Es gibt diverse Kombinationen, bis ihr euch da ein Mal durch die Karte gemampft habt, dauert das ;)

Geschmacklich fanden wir unsere Burger allesamt gut – und auch er Salat war lecker. Kleine Abzüge in der B-Note gab es bei den Champignons im Salat, denn die waren etwas labbrig und schienen schon ein Weilchen darauf gewartet zu haben zum Gast zu gelangen.
Ich selbst hatte den Veggie-Burger mit Walnuss-Bratling – keine Ahnung, ob es mittlerweile Hersteller für solche Bratlinge gibt – diese Gemüse-Dinger findet man ja an jeder Ecke. Die Walnuss-Variante fand ich auf jeden Fall ziemlich gelungen… für alle, die bei den Veggie-Burgern auch immer so ihre Bedenken haben, der ist schon ziemlich okay.

Was kosten die Burger?

Preislich liegen die Burger alle zwischen 6,40 – 8,90 EUR, die Salate bei 7,80 – 10,90 EUR.
Zum Lunchen gibt es ein Mittagsmenü, bei dem zum Burgerpreis ein Aufschlag von 4,50 EUR kommt. Dafür sind dann Fritten oder Salat und ein (nichtalkoholisches) Getränk enthalten.
Das “Abendmahl” ist ähnlich, wobei zum Burgerpreis 7,90 EUR on top gezahlt werden müssen, wofür ihr dann einen Cocktail/ Getränk und Fritten oder einen Salat erhaltet.

Was wirklich positiv hervorzuheben ist: Es gibt eine Allergie-Karte, in der alle potenziellen Allergene pro Speise angegeben ist. Dies gilt jedoch immer für das komplette Gericht. Wenn ihr beispielsweise auf Milch allergisch reagiert, könnt ihr trotzdem viele Gerichte essen, denn häufig ist das Allergen z.B. nur in Soßen enthalten. Lässt man die weg, ist alles fein. Am besten ihr fragt noch mal beim Service nach, um sicher zu gehen.

Atmosphäre & Service

Wirklich recht einzigartig sind die vielen Birkenstämme, die im Restaurant eingebaut sind. Ihr fühlt euch fast wie im Wald, was in einer Großstadt wie Berlin beinahe einem Ausflug ins Umland gleich kommt. Die Bäume findet ihr auch nicht nur in Berlin, sondern in allen der Hans im Glück Filialen.

Der Laden ist eigentlich nie leer, normaler Weise wartet man sogar ein paar Minuten auf seinen Platz und das, obwohl davon mehr als genug vorhanden sind. Aber es herrscht großer Ansturm. Obwohl es so voll ist, war es am Tag unseres Besuches nicht zu laut. Wir konnten uns unterhalten und auch recht ruhig sitzen. Wobei man dazu sagen muss, dass unser Platz am Rand war. Durch die viele Bäume bemerkt man jedoch die anderen Besucher kaum bzw. nimmt man sie nicht so wirklich war. Das haben die Erfinder schon echt gut gelöst.

Der Service war freundlich und überraschend fix. Ich möchte nicht wissen, wie groß die Küche ist, um das Essen so schnell an den Platz zu bringen – sind wir ja nicht die einzigen, die gerade Hunger hatten. Wobei wir auch hier anmerken müssen, dass zwei, drei Dinge erst falsch gebracht bzw. vergessen wurden. Aber die Reklamierung ging ratzifatzi, sodass das das zeitlich kaum ins Gewicht fiel. Es war nur anfangs etwas ärgerlich.

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Fazit

Ich selbst bin immer etwas zwiegespalten, was Ketten angeht. Das Essen hier ist aber lecker und die Atmosphäre echt gut gelungen.


Adresse und Öffnungszeiten vom Hans im Glück:

Hans im Glück
Europaplatz 1
10557 Berlin

Mo-So: 11.00-21.00 Uhr

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GOGOGI

Oooh ja, ein Koreaner wie er im Bilderbuche steht. Von allen asiatischen Küchenstilen, liegt die koreanischen Küche bei mir schon echt weit vorne – um so gespannter war ich auf das Gogogi, das vor wenigen Wochen am Rosenthaler Platz eröffnete. Allein die Bilder auf Instagram schienen zu versprechen, dass es so richtig, richtig gut werden kann.

GOGOGI – Korean BBQ

Wir hatten einen Tisch reserviert, damit wir an dem Abend auch wirklich unser Plätzchen im Gogogi einnehmen konnten und da war sie auch schon, die erste kleine Überraschung: Das Platzkärtchen. Eigentlich unspektakulär vom Aufwand her, aber es sind ja oft die kleinen Dinge im Leben, die einen beeindrucken und erfreuen. Mein Name stand nämlich nochmal in koreanischen Schriftzeichen auf dem kleinen Zettel (falls da doch was anderes stehen sollte, schreibt das gerne in die Kommentare ;) ). Wenn ihr das auch wollt, müsst ihr reservieren oder lieb nachfragen.

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Das Essen im GOGOGI

Die Karte ist übersichtlich, mit vielen Bilder und ausführlichen Erklärungen, damit man weiß, was da letztlich auf dem Tisch landen wird – danke! Zudem gibt es einen Vermerk, ob das Essen für Vegetarier oder Veganer geeignet ist – prima! Das Fleisch ist Bio und aus Freilandhaltung – vorbildlich!

Den ersten Eindruck hat der Koreaner gemeistert. Was ich allerdings etwas schade fand: Einige Gerichte, die echt mega lecker aussehen, sind für mindestens 2 Personen. Wenn man, so wie wir, aber nur zu zweit dort ist, funktioniert das leider nicht, außer natürlich ihr wollt wirklich das gleiche essen. Andererseits finde ich den Gedanken dahinter sehr schön, dort in einer Gruppe essen zu gehen und sich verschiedene Gerichte zu teilen.

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Ein Mal Doenjang bitte!

Wir bestellen den Eintopf mit Sojabohnenpaste, 1 x vegan und 1 x mit Meeresfrüchten. Der Eintopf wird aus einer Sojabohnenpaste hergestellt in dem Zucchini, Zwiebeln, Kartoffeln, Cayenne-Pfefferschoten und Tofu/ Meeresfrüchte serviert wird. Dazu gibt es Side Dishes in Form von Kimchi, das die perfekte Schärfe hatte und einen Algensalat, der leicht süßlich angemacht ist und Reis. Zudem soll das Gericht, lt. Karte und koreanischer Tradition, krebsbekämpfende Eigenschaften besitzen.

Geschmacklich fand ich den Eintopf super gut, man darf nur nicht auf die kleinen roten Schotenstücken beißen ;) Aber die Schärfe und Würze waren perfekt, die Gemüse-Einlagen hatten einen guten Garpunkt und der Tofu war ebenso richtig lecker. Das Gogogi hat meine Geschmack perfekt getroffen – und ich hoffe, euren auch bald, wenn ihr dort vorbei schaut.

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Das Dessert namens Seoul Banana sieht aus wie diese Bisquit-Kuchenrollen aus der Tiefkühltruhe – aber auch wenn es rein äußerlich eine gewisse Ähnlichkeit gibt, geschmacklich sind die beiden Desserts Lichtjahre voneinander entfernt. Die im Gogogi ist außerdem mit einer Mascarpone-Creme… mjam.

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Eis Tee & Soju-Tonic 

Wie so oft, gibt es auch hier Eis Tee – aber mal wieder etwas anders als sonst… man muss sich ja schließlich abheben. Wir bestellten den Maesil Eis Tee, der mit koreanischer Pflaume und Lime gemixt wird. Schmeckt total gut, aber einer reicht, da es dann doch ziemlich süß ist. Dazu gab es noch So Tonic, der mit Soju, Gurke und Tonic gereicht wird und geschmacklich das genaue Gegenteil vom Eis Tee ist.

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Die Atmosphäre

Der Innenraum ist dunkel – dunkle Holztische, dunkle Antiquitätentische, dunkle Farbe an den Wänden. Alles wird aufgelockert durch ein paar Lichtquellen – die schönste von allen, ist die lange bunte Lichterkette im vorderen Raum (nicht zu übersehen). Wir haben uns irgendwie sofort wohlgefühlt. Wer möchte, kann auch draußen sitzen, denn direkt vor dem Restaurant sind einige Sitzplätze.

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Fazit

Solltet ihr unbedingt ausprobieren! Am besten in einer Gruppe, dann könnt ihr euch durch die leckeren Grillgerichte durchfuttern :)

 


Adresse und Öffnungszeit vom GOGOGI:

Gogogi
Weinbergsweg 24
10119 Berlin

Mo-Fr: 12.00-22.00 Uhr
Sa-So: 15.00-22.00 Uhr

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