Gemeinschaft ist der Grundpfeiler unseres sozialen Zusammenlebens. Dieses besondere Wir-Gefühl, das entsteht, wenn man Teil einer Gemeinschaft ist, ist unbezahlbar und kann jedem Einzelnen enorm viel zurückgeben. Aber was ist Gemeinschaft eigentlich? Gibt es dafür eine universelle Beschreibung? Und kann eine Gemeinschaft nur unter Menschen funktionieren? Wir waren ein bisschen in Berlin unterwegs und haben uns mit der Vielfalt von Gemeinschaft auseinandergesetzt und dabei die 10 schönsten Beispiele gefunden, die aufzeigen, wie vielfältig der Begriff Gemeinschaft sein kann und wie schön es ist, das Gemeinschaftsgefühl zu erleben.

So sieht Gemeinschaft in Berlin aus

Gemeinschaftsgüter : Meins, Deins, Unser!

Teilen kann nicht nur sehr schön, sondern auch sehr hilfreich sein. Für uns und auch für unsere Umwelt und unser Zusammenleben. In Gemeinschaftsgärten wie den Prinzessinnengärten in Kreuzberg zum Beispiel, teilt man nicht nur, sondern zieht gemeinschaftlich Gemüse und Kräuter hoch und bildet eine soziale und ökologische Landwirtschaft – mitten in Berlin. Da wird neben der Gemeinschaft direkt auch noch die Umwelt gestärkt. Ebenso wie beim Bike-Sharing. Die Gemeinschaftsräder findet ihr in Berlin mittlerweile an jeder Ecke und die machen nicht nur mobil und ein ganzes Stück flexibler, sie schonen auch noch die Umwelt. Und wer nicht ganz so viel Lust auf Radfahren hat, kann zum Beispiel auf einen Shared E-Scooter zurückgreifen. Davon gibt es in Berlin immerhin schon über 1.000.

Einander helfen – Flüchtlinge in einer neuen Gemeinschaft

Als Neuankömmling in einem fremden Land ist das Gefühl der Gemeinschaft und der Zugehörigkeit besonders wichtig. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen aus ihrer eigenen Heimat flüchten müssen, ist es an uns, sie in unsere Gemeinschaft zu integrieren. Dafür gibt es in Berlin mittlerweile viele tolle Initiativen. Kreuzberg Hilft, Über den Tellerrand und Media Residents sind nur einige davon. Letztere greift bei der Integration aber mal an einer anderen Stelle an. Das Projekt der Initiative „Gesicht Zeigen!“ hilft geflüchteten Medienmachern in der Medienwelt Deutschlands anzukommen. Mit einem Coworking-Space, umfassendem Equipment und verschiedenen Veranstaltungen und Workshops bekommen „Menschen mit Publikationshintergrund“ hier alle Unterstützung, um ihre eigenen Projekte zu realisieren und in der Welt der Medienmacher Fuß zu fassen. Das Angebot richtet sich vorrangig an Geflüchtete, aber auch gemeinnützige Initiativen und alle anderen aufgeschlossenen Menschen sind bei Media Residents herzlich willkommen.

Die wohl knuffigste Gemeinschaft in ganz Berlin

Gemeinschaft kann nicht nur unter Menschen bestehen. Besonders deutlich wird das im Berliner Zoo: Tiergemeinschaften sind etwas Wunderschönes und im Zoo werden gefährdete Arten nicht nur geschützt, wir Menschen haben gleichzeitig auch noch die Möglichkeit ein kleines Stück dieser Gemeinschaft mitzuerleben. Seit 2017 lässt sich eine ganz besondere Tiergemeinschaft im Berliner Zoo bestaunen. Die zwei einzigen Pandas in ganz Deutschland leben nämlich seit dem Sommer hier. Die Berliner Volksbank hat den beiden flauschigen Bambusessern mit dem Pandahaus ein besonders schönes Zuhause im Berliner Zoo gesponsert und den Besuchern geht regelmäßig das Herz auf, wenn sie die beiden in ihrem neuen Zuhause besuchen können.

Auch Unternehmen bilden Gemeinschaften

Die Mitgliedschaft in einer Genossenschaftsbank hat viele Vorteile, vor allem aber einen: man wird niemals alleingelassen. Die Berliner Volksbank ist eine der größten Genossenschaftsbanken Deutschlands und vertritt von Anfang an die Werte einer Genossenschaft. Das Fundament bilden hier die Mitglieder – und davon gibt es in Berlin und Brandenburg mittlerweile fast 200.000. Jeder einzelne davon ist stimm- und gleichberechtigt. Die Berliner Volksbank engagiert sich außerdem nicht nur für ihre eigenen Mitglieder, jedes Jahr werden zusätzlich auch noch über 100 soziale Projekte in den Bereichen Bildung, Kultur, Sport und Gewerblichem Mittelstand gefördert und unterstützt. Was die Berliner Volksbank durch ihre Mitglieder erwirtschaftet, fließt zudem direkt wieder in den heimischen Wirtschaftskreislauf der Regionen Berlin und Brandenburg. Man sieht also, hier ist man nicht nur ein Kunde von vielen, sondern Mitglied einer großen solidarischen Gemeinschaft.

Die Hand reichen – Berliner Stadtmission

In Berlin leben rund 10.000 Menschen ohne ein Dach über dem Kopf. Die Berliner Stadtmission leistet in vielerlei Hinsicht unglaublich viel, wenn es darum geht, genau diesen Menschen zu helfen, sie zu integrieren und ihnen entgegenzukommen. Mit dem Zentrum am Hauptbahnhof wurde ein Raum geschaffen, um den Menschen Liebe und Hoffnung zurückzugeben und ihnen ein Stück Heimat zu geben – nicht nur durch ein Dach über dem Kopf, sondern auch dadurch, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Hier arbeiten viele Helfer daran den Obdachlosen Berlins ein Stück Normalität im Alltag zu geben und sie in eine Gemeinschaft zu integrieren. Viele davon arbeiten ehrenamtlich. Und auch wenn die Berliner Stadtmission nicht jedem einzelnen das geben kann, was er verdient, so ist mit der Integration in eine kleine Gemeinschaft doch schon sehr, sehr viel getan.

Die Bunteste von allen: Regenbogengemeinschaften

Berlin ist bekannt für seine Weltoffenheit. Das macht die Stadt für viele so lebenswert. Besonders für Menschen aus der LGBTQ-Community ist Berlin ein sehr attraktiver Ort, denn fast nirgendwo sonst kann man seine eigene Sexualität und seinen Charakter so frei ausleben wie hier. Während viele Community-Mitglieder wegen ihrer Sexualität teilweise sogar aus ihrer Heimat fliehen müssen, werden sie bei uns mit offenen Armen in eine große Gemeinschaft aufgenommen. Das Angebot ist riesig. Clubs, Events, Initiativen, Bars und Shops bieten den Leuten Orte, an denen sie einfach eins sein können: sie selbst. Und bei Veranstaltungen wie dem CSD, den Berlin Queer Days oder dem Lesbisch-Schwulen Stadtfest zeigt sich die Stärke dieser Gemeinschaft ganz besonders. Vor allem wenn man gemeinsam für die Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen, Transgendern und Inter- und Bisexuellen auf die Straße geht.

Die Kleinen ganz groß: Kindergemeinschaften

Besonders für Kinder ist es wichtig in einer gefestigten, wohlwollenden Gemeinschaft aufzuwachsen. Leider hat nicht jedes Kind das Glück, dies zuhause zu erfahren. Glücklicherweise gibt es aber Initiativen wie die Arche. Hier erleben Kinder Wertschätzung und vertrauensvolle Beziehungen, die für ihre Entwicklung unerlässlich sind. Die Arche bietet den Kindern ein umfangreiches Programm: von Ferienfreizeit über zusammen Lernen bis hin zu gemeinsamem Essen. Manchmal sind es nämlich auch einfach die kleinen Dinge, die besonders wichtig sein können.
Besonders schön kann es auch sein, in einem kreativen Umfeld zusammenzukommen. Hier hat sich die Deutsche Oper ein tolles Programm für Kinder ausgedacht. In verschiedenen Kursen wird den Kleinen eine Bühne geboten, indem sie gemeinsam kleine Stücke auf die Beine stellen. Dabei können sie sich und ihre Kreativität voll einbringen. Und was gibt es schöneres, als am Ende zu sehen, was man zusammen geschafft hat?

Die Macht des Teamsports

Wo erfährt man mehr Gemeinschaftsgefühl als beim Sport? Die Gemeinschaft im Team, unter den Fans und zwischen Team und Fans ist hier immer spürbar, vor allem wenn man selbst mitten drin ist. In Berlin haben wir ja einige Mannschaften aus den unterschiedlichsten Sportarten, die wir regelmäßig bejubeln können. Wer auf Handball steht, dem empfehlen wir auf jeden Fall sich mal ein Spiel der Füchse anzusehen. Die Stimmung ist der Wahnsinn und der Zusammenhalt aller Anwesenden ist in jeder Sekunde spürbar und ist unvergleichlich. Da wird mitgefiebert, gejubelt und hin und wieder vielleicht sogar mal eine Träne verdrückt. Egal ob ihr Sport mögt oder nicht, von diesem unvergleichlichen Gefühl der Gemeinschaft lässt sich jeder mitreißen. Und die Füchse sind auch außerhalb der Sporthallen nicht untätig: in verschiedenen sozialen Projekten engagieren sie sich für unsere Gemeinschaft – zum Beispiel mit dem Nachwuchsleistungszentrum „Füchse Town“ in Hohenschönhausen.

Tiere geben uns Menschen viel… und wir ihnen

Die Gemeinschaft zwischen Mensch und Tier kann etwas ganz Besonderes sein. Leider gibt es immer wieder Gründe ein Haustier wegzugeben. Zum Glück haben wir in Berlin ein wunderbares Tierheim, das jedem kleinen und großen Tier die Chance auf ein neues, schönes Zuhause gibt. Unzählige Mitarbeiter kümmern sich darum, dass die Tiere sich wohlfühlen, gesund sind und sich wieder in eine Gemeinschaft zwischen Mensch und Tier integrieren können. Ein ganz wichtiger Faktor sind außerdem die vielen ehrenamtlichen Helfer, die täglich als Katzenstreichler oder Gassigeher ins Tierheim kommen und den Tieren ein Stück Normalität zurückgeben. Der Begriff Tierheim wirkt für viele leider abschreckend, das Tierheim Berlin ist aber das beste Beispiel für eine liebe- und würdevolle Gemeinschaft zwischen Mensch und Tier. Das Tierheim sucht immer wieder ehrenamtliche Helfer für die vielen Vierbeiner. Wer also auch ein wenig an die Tiere zurückgeben möchte, ist hier jederzeit willkommen.

Wir alle geben Berlin ein Gesicht

Wie ihr seht kann Gemeinschaft eigentlich ziemlich viel bedeuten. Was wir aber am wichtigsten finden: am Ende sind wir alle Menschen, egal wo wir herkommen, wie wir aussehen oder welche Werte wir vertreten. In Berlin leben über 3,7 Millionen Menschen aus 190 Nationen miteinander. Und genau das macht unsere Stadt so schön. Sie ist so bunt und vielfältig wie die Menschen, die in ihr leben. Und trotz der unzähligen unterschiedlichen Charaktere, Religionen, Sprachen und Geschichten sind wir alle eine riesengroße Gemeinschaft. Und genau dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit macht es so einzigartig hier zu leben, sich gegenseitig zu unterstützen und voneinander zu lernen.

Werbung | In Kooperation mit der Berliner Volksbank.

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