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„Mad Office – Büro Absurd“ – Die neue Slapstick-Show in der Bar Jeder Vernunft

 Die Büroatmosphäre ist für die meisten Menschen Alltag, viele arbeiten in sogenannten „Nine to Five“-Jobs. In den Büroräumen entwickelt sich unter den Kollegen schnell eine eigene Dynamik, die auf die Spitze zu treiben schon länger Gegenstand von Verfilmungen und Serien wie „The Office“ oder in Deutschland „Stromberg“ ist. Mit diesem Thema arbeiten nun auch die Comedians Trygve Wakenshaw und Barnie Duncan in ihrer gemeinsamen Bühnenshow „Mad Office – Büro Absurd“ – wir waren bei der Deutschlandpremiere in der Bar Jeder Vernunft dabei! Im Folgenden verraten wir euch in einer kleinen Review, ob sich ein Besuch für euch lohnt.

Die beiden britischen Comedians sind in ihrem Heimatland schon echte Größen – wie schön also, dass ihr Programm nun auch in Berlin zu sehen ist. Die beiden verkörpern die Charaktere Mr. Grarteth (eine Kombination aus Graham und Garath) Krubb und Mr. Dennis Chang, die im Verkaufsbüro des Einrichtungshauses Rucks Leather Interiors unter dem Motto „Stellen Sie sich ein Zimmer aus Haut vor“ arbeiten – der denkbar schlechteste Slogan um für Leder zu werben. Die beiden kochen Kaffee, zerdeppern Tassen, führen Telefongespräche und zeichnen sinnlose Grafiken – alle ganz normalen Büroaktivitäten werden aber bis ins Absurde überspitzt und lächerlich gemacht. Das gelingt den beiden wunderbar – ein Highlight für uns war auch die gemeinsame Zigarette, die durch Biscuite-Kekse dargestellt ist und nach jedem Konflikt wieder zur Versöhnung führt. Die Lichteffekte und die Musik untermalen das Erlebnis auch sehr schön.

Die Bar Jeder Vernunft ist auch eine tolle Location, wie in einem Zirkuszelt sitzt man hier in einem kreisrunden Raum und kann auch während der Show leckere Getränke und Speisen genießen. Es gibt eine gute Auswahl an kleinen oder größeren Leckereien, die vom schnellen und freundlichen Service an den Tisch gebracht werden. Es gibt in der Mitte der circa 2-stündigen Show auch eine Pause, um zu bestellen und die bisherigen Erlebnisse Revue passieren zu lassen. Wir hatten wirklich einen schönen, entspannten Abend und haben uns köstlich amüsiert. Slapstick-Fans werden hier vor Allem auf ihre Kosten kommen!

Opera on Tap – Ganz große Musik auf kleiner Bühne

Einmal im Monat wird das Prachtwerk Berlin zur Opernbühne, auf der junge Sänger ausgewählte Arien von Händel, Mozart, Verdi und vielen weiteren Komponisten präsentieren. In der Oper sitzt man üblicherweise mit hunderten weiteren Zuschauern in einem großen Saal. Die Aufführung kann gut und gerne schon mal drei Stunden dauern und die Karten sind meistens auch nicht besonders günstig. Wer sich gerne mit der Opernwelt auseinandersetzen möchte und sich so einen langen Abend noch nicht zutraut, sollte unbedingt mal bei Opera on Tap vorbeischauen.

Hier kann man ganz in Ruhe ein leckeres Bier trinken und dabei großen Arien lauschen. Die Sänger stammen aus der ganzen Welt und überzeugen auch bisher Unerfahrene von der Schönheit und Vielfalt der Oper. Für nur 5-15 Euro – je nachdem wie viel Geld man ausgeben möchte – erlebt man im Prachtwerk einen wunderschönen Opernabend in gemütlicher, lockerer Atmosphäre.

Themenabende bei Opera on Tap

Jeder Abend folgt einem bestimmten Thema. Heute zieht sich der „Swan Song“ durch das Programm. Die dargestellte Figur – Spoiler Alert – stirbt also jeweils im Laufe des Stückes. Es werden unter anderem Arien aus Purcells „Dido and Aeneas“, Händels „Giulio Cesare in Egitto“ und Puccinis „La Traviata“ präsentiert.

Letztere Oper wird auch am 20. Und 22. April im Theater im Delphi aufgeführt. Einige der Cast-Mitglieder können wir schon heute Abend bewundern, was uns Lust auf mehr macht. Besonders gut an diesem Abend gefällt uns der Humor und die pure Freude am Singen aller Beteiligten, durch den eine entspannte Stimmung entsteht. Oper muss nicht immer todernst sein! In den Erklärungen zu ihren Arien bringen auch viele der Sänger wunderbar rüber, wie überdramatisch und abstrus die Geschichten manchmal sein können – herrlich! Am Ende wird immer gestorben – das stimmt schließlich auch im wahren Leben.

Das Prachtwerk wird zur Opernbühne

Die Getränkeauswahl im Prachtwerk kann sich auch sehen lassen. Wir gönnen uns ein großes Berliner Berg Pale Ale, was wunderbar fruchtig und frisch schmeckt und unser Erlebnis bei Opera und Tap abrundet. Ein Besuch lohnt sich sowohl für eingefleischte Opernfans, die es gerne etwas unkonventioneller mögen als auch für solche, die es noch werden wollen. Die Veranstaltung ist auch eine gute Möglichkeit solche vom Gegenteil zu überzeugen die bisher dachten, klassische Musik wäre „nicht so ihr Ding“. Es lohnt sich!

Let’s Glow – Die 90er Jahre Sause im Madame Tussauds*

Anzeige | Erinnerst du dich noch? Was waren die 90er Jahre doch für ein außergewöhnliches Jahrzehnt! Wir haben Kassetten noch mit dem Bleistift zurückgedreht und täglich vorm Radio gesessen, um unsere Lieblingssongs darauf aufzunehmen. Und wehe, die Radiomoderatoren haben zu früh dazwischen gequatscht… Britney Spears, Michael Jackson, Take That, die Kelly Family – hach, was war das schön, wenn wir unsere liebsten Songs im Walkman auch unterwegs dabei hatten. Die viel zu weiten Baggy-Pants der HipHopper und die neon-bunten Schlaghosen der Techno-Jünger. Wir tanzten auf der Love Parade, ließen uns durch Dr. Sommer in der Bravo aufklären und zockten Super Mario bis in die Morgenstunden. Unsere Haustiere hießen alle Tamagotchi und der Schmuck bestand aus Zuckerperlen.

Madame Tussauds bringt dich zurück in die 90er Jahre!

Weil wir Kinder der 90er doch ganz gerne an die Zeit zurückdenken, katapultiert uns das Event „Let’s Glow – Die 90er Jahre Sause“ im Madame Tussauds noch bis zum 30.06.2018 wieder direkt dort hin.

Du kannst dich auf einen Popup-Bereich mit Schwarzlicht-Neon freuen, der dank leuchtendem Boden, Tape-Art und LED Wänden ein einzigartiges Design mitbringt. Stürze dich in 40.000 Neon-Bälle im Bällebad, zocke die legendären Videospiele oder zeige, wie gut du die Dance-Moves der 90er noch beherrschst. Abgerundet wird das Event mit einer Lounge-Bar und natürlich mit den Stars aus dem Jahrzehnt.

Tickets für die 90er Jahre Sause gewinnen

Wer jetzt nicht mehr an sich halten kann und unbedingt die Tickets gewinnen möchte, braucht uns nur bis zum 15.04.2018, 22 Uhr folgende Frage zu beantworten: Woran erinnerst du dich am liebsten zurück, wenn du an die 90er Jahre denkst? 

Solltest du kein Glück bei dem Gewinnspiel haben, kannst du dir auch vor Ort oder auf der Website Tickets kaufen.

Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Personen ab 18 Jahre, sowie die Kommentare unter diesem Artikel. Es werden keine Reisekosten erstattet. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt, daher nutzt bitte eine aktive Mail-Adresse und prüft auch eure Spam-Ordner. Die weiteren Teilnahmebedingungen kannst du hier nachlesen.

*Werbung | In Kooperation mit Madame Tussauds
Copyright Titelbild: Madame Tussauds

Indoorspielplatz Berlin

Ein Indoorspielplatz in Berlin ist nicht nur zur kalten Jahreszeit beliebt. Denn auch im Sommer verderben Regentage, die Lust draußen zu sein. Und in Berlin gibt zum Glück ein breites Spektrum an Aktivitäten für die Kleinen (und Großen), die auch indoor wunderbar funktionieren. Dabei gibt es Angebote um jedes Bedürfnis zu decken. Ob toben, spielen, entdecken, forschen, die Kinder kommen in den Indoorspielplätzen Berlins ganz auf ihre Kosten. Und die Eltern können sich eine Weile zurücklehnen – oder sich nach Lust und Laune manchmal auch mit ins Getümmel stürzen. Schließlich waren wir alle mal Kinder und sind es tief in uns auch weiterhin geblieben, da kann etwas toben und spielen auch ganz guttun, um den stressigen Alltag für ein paar Stunden hinter sich zu lassen.

Der Indoorspielplatz in Berlin | Nicht nur bei den Jungen beliebt

Es gibt verschiedene Arten von Indoor-Aktivitäten für Kinder. Zum einen gibt es die klassischen Indoor-Spielplätze, Paradise zum Toben mit Bällebädern, Hüpfburgen und Klettergerüsten. Außerdem können Kinder ihren Forschergeist in Mitmach-Museen entdecken. Die bieten zwar weniger Action,  aber schaffen dafür ein ganz besonderes spielerisches Lernerlebnis. Für einen Ausflug mit der ganzen Familie lohnt sich auch ein Besuch in einen der Trampolinparks Berlins. Kaum etwas anderes macht so viel Spaß, wie mal wieder richtig befreit herum zu hüpfen oder sich mit Anlauf in ein Becken mit Styropor-Kissen fallen zu lassen.

Ob Therme, Trampolinspringen oder Legoland | In Berlin gibt es zahlreiche Indoorspielplätze

Unsere Empfehlungen für euch: Ein richtig schöner Indoorspielplatz in Berin mit Panda-Thema ist das Bambooland, für den sich auch eine Reise nach Spandau durchaus lohnt. Eine Tageskarte für Kinder kostet hier 9 Euro. Erwachsene dürfen das Sportangebot nutzen und zahlen dafür 3,50 Euro. Zum Entspannen für Zwischendurch gibt es auch eine Sonnenterrasse. Für kleine Entdecker ist das Labyrinth Kindermuseum eine tolle Möglichkeit für Kinder von 3-11, regelmäßig gibt es auch besondere Ausstellungen und Veranstaltungen, der Eintritt kostet 6,50 Euro pro Person. Trampolin-Fans werden sich im Jump-House in Reinickendorf pudelwohl fühlen, dort gibt es neben dem freien Springen auch Kursangebote.

Urlaub in der eigenen Stadt und Umgebung

Kein Geld für Flüge zu weit entfernten Zielen, keine Lust auf lange Reisen? Kein Problem, du kannst auch einfach in Berlin bleiben und die Stadt zu deinem Lieblingsurlaubsort machen. Natürlich ist das Wetter hier nicht zu beständig gut wie auf den Malediven, dafür kannst du selbst entscheiden ob du eher Lust auf Natur oder Stadt hast oder beides abwechseln willst, vor Allem im Sommer ist Berlin ein Traum für Unternehmungslustige. Natürlich gibt es auch ein paar Widrigkeiten, wie ihr denen aus dem Weg gehen könnt und euren Sommer in Berlin zu einem Urlaubserlebnis macht obwohl ihr hier auch dem Alltagsleben trotzt, erfahrt ihr im Folgenden.

Problem Nr.1: Kein Strand und kein Meer

Richtige Sandstrände und schäumendes Meer, das in Wellen über die Füße schwappt gibt es in Berlin nun leider nicht. Aber dafür gibt es richtig tolle Alternativen. Im Sommer kann man sich zwischen zahlreichen verschiedenen Badeseen entscheiden und so richtigen Strandflair genießen. Auch im Winter kann man zumindest drinnen ein bisschen Strandatmosphäre genießen, zum Beispiel im Wellenbad am Spreewaldplatz oder etwas abseits von Berlin im Tropical Island, dort kann man auch übernachten und sich zum Beispiel ein richtig schönes Wochenende machen.

Problem Nr. 2: Zu viel Stadtstress

Berechtigt könnte auch die Sorge sein, dass man dem Alltagsstress überhaupt nicht entfliehen kann, wenn man die Stadt nicht verlässt. Dem lässt sich aber Abhilfe schaffen, indem man zum Beispiel Wellness Angebote nutzt, einen Kurs besucht oder andere entspannte Aktivitäten findet, die dem Tag zwar Struktur geben aber deutlich vom sonstigem Rhythmus abweichen. Und wenn man mal überhaupt keine Lust mehr auf die Stadt hat, kann man auch einen Tagesausflug nach Brandenburg unternehmen, zum Beispiel in Potsdam durch die Schlossgärten spazieren und die Seele baumeln lassen oder eine Fahrradtour entlang der Havel machen.

Problem Nr. 3: Du kennst deinen Kiez in- und auswendig

Wenn ihr in eurem eigenen Kiez schon alles kennt und die Wege, die ihr jeden Tag geht vermeiden wollt um eurem Alltag zu entfliehen, macht euch doch einfach mal einen Tag auf in einen euch noch völlig fremden Stadtteil. In allen Bereichen der Stadt gibt es spannende Attraktionen und Kulturangebote und es ist vielleicht auch einfach schön, sich mal wieder richtig zu verlaufen. Setzt euch zum Beispiel einfach mal in die Ringbahn, seht aus dem Fenster und steigt aus, wenn dir danach ist. Unterwegs könnt ihr entspannt lesen, Musik hören ihr nehmt euch Freunde mit und ihr nutzt die Zeit mal wieder richtig zu quatschen, auch das wirkt schließlich oft entspannend und entschleunigend.

Problem Nr. 4: In andere Kulturen eintauchen?

Auch wenn man nicht das Land, nicht mal die Stadt verlässt, kann man in fremde Kulturen eintauchen. Gerade in Berlin gibt es ja eine riesige Szene an exotischen Restaurants, habt ihr zum Beispiel schon vietnamesische oder russische Küche probiert? Für ein abwechslungsreiches Kulturprogramm sorgen unter anderem auch die vielen Berliner Museen, wo ihr euch in vergangene Zeiten oder andere Kulturen einfühlen könnt.

In Berlin muss euch bestimmt nicht langweilig werden. Dem Alltag könnt ihr auch entfliehen, wenn ihr in der Stadt bleibt und es steht euch sogar frei, ob euer Urlaub Wellnesscharakter haben soll oder ob ihr lieber viel erleben und Kulturprogramm genießen wollt. Also bleibt ruhig in Berlin und lernt eure Stadt besser kennen, eure Möglichkeiten sind unendlich.

Besondere Orte in Berlin

Berlin ist die größte Stadt in Deutschland und mit ihren 3,7 Millionen Einwohnern und unzähligen Besuchern ziemlich voll. Besondere Orte in Berlin sind also oft solche, die ungewohnt leer oder einsam sind, ein paar Stunden Ruhe ermöglichen oder eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Gerade von Ruinen und leerstehenden Gebäuden geht für viele Menschen ein Reiz aus, der schwierig zu fassen ist. Irgendetwas fasziniert uns an dem Fehlen menschlicher Anwesenheit, in unserer perfekt organisierten Stadt-Lebenswelt. Im 21. Jahrhundert finden wir das Unfertige oder Verfallene interessanter als unsere übliche Umgebung. Aber nicht nur verlassene Orte, auch belebte und bewohnte Orte können in Berlin sehr besonders und eigen sein. 

01 | TEUFELSBERG | Grunewald

Ein weiterer besonderer Ort in Berlin ist auch die ehemalige Abhörstation auf dem Teufelsberg. Im Kalten Krieg haben die Amerikaner und Briten diese genutzt. Eine historische Führung kostet 15 Euro pro Person, freie Begehung 8 Euro, für Schüler und Studenten 6 Euro. Für Hobby-Fotografen lohnt sich auch eine Foto-Tour für 15 Euro pro Person. Die Aussicht ist spektakulär. Besonders bei schönem Wetter kann man hier richtig weit über die Stadt blicken. Weitere Infos könnt ihr direkt auf der Website nachlesen.

02 | BERLINER U-BAHNTUNNEL | Berlin

In die entgegengesetzte Richtung geht es bei der Entdeckungstour durch die Berliner U-Bahn-Tunnel, die von der BVG angeboten werden. Die 2-stündige Fahrt kostet 50 Euro pro Person, Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren oder die Begleitung eines berechtigten Erwachsenen. Deutlich günstiger kann man sich den ältesten U-Bahn-Tunnel Deutschlands ansehen. 11 Euro kostet der Eintritt beim Anbieter Berliner Unterwelten, der auch weitere Führungen und Veranstaltungen zum Thema Unterwelten anbietet. Weitere Infos könnt ihr direkt auf der Website nachlesen.

03 | BEELITZ HEILSTÄTTEN | Beelitz 

Die Beelitz Heilstätten haben sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ausflugsziel gemausert. Bei gutem Wetter lohnt sich ein Spaziergang durch den Baumkronenpfad oder dem Barfusspark. Wer auf verlassene Orte steht und sich für die Historie begeistern kann, sollte unbedingt an den Führungen durch die alten Gemäuer teilnehmen. Weitere Infos könnt ihr im Artikel zu den Beelitz Heilstätten nachlesen.

04 | TEMPELHOFER FELD | Tempelhof

Der Tipp ist vor allem für unsere Neuberliner und Touristen, denn unter den Berlinern ist das Tempelhofer Feld bereits super beliebt. Kein Wunder, bietet Berlin mit dem stillgelegten innerstädtischen Flugfeld unfassbar viel Platz für Outdoor-Aktivitäten, Picknick, Grillen oder auch Events. Weitere Infos könnt ihr direkt auf der Website nachlesen.

05 | WOHNUNGSMUSEUM | Prenzlauer Berg

Ein besonderes Erlebnis ist das Wohnungsmuseum im Prenzlauer Berg, eines der unbekannteren Berliner Museen, indem man sich einen Eindruck über verschaffen kann wie Menschen um 1900 in Berlin gelebt haben. Die kleine Zeitreise zeigt die damaligen Wohnverhältnisse, die den ein oder anderen großfügigen Lebemenschen wieder etwas auf den Boden holt. So oder so ist ein tolles und spannendes Projekt. 

06 | ALT-MARIENDORF| Mariendorf

Stille, Ruhe und Natur kann man in Berlin auch erleben, dafür lohnt es sich auch mal weiter rauszufahren, zum Beispiel nach Alt-Mariendorf. Dort erlebt man richtige Dorf-Atmosphäre und kann den Trubel der Stadt für einige Zeit hinter sich lassen. Das Besondere ist, dass sich das Dorf inmitten von Plattenbauten befindet. Aber in sich stehen zu bleiben scheint. Eine große Mühle, ein kleiner Bauernhof, eine Kirche und viele freistehende und Reihenhäuser haben noch jeden gestressten Großstädter runter geholt. 

07 | THAI-WIESE | Wilmersdorf 

Ähnlich wie das Tempelhofer Feld erfreut sich auch die Thai-Wiese großer Beliebtheit. Im Preußenpark verkaufen eine Vielzahl an Thais (mittlerweile auch andere Asiaten) ihre frisch zubereiteten Speisen. Wer schon mal in Bangkok war, wird sich über den Anblick der vielen köchelnde Töpfe freuen. Klar, es ist alles etwas „deutscher“, aber nirgends in berlin gibt es authentischeres Essen. Wir wissen nicht, wie lange es den Thai-Park noch geben wird, da von politischer Seite bereits eine erste Räumung stattfand. Also machen, so lange es noch geht! Weitere Infos könnt ihr im Artikel zur Thai-Wiese nachlesen.

Badeseen in Berlin

So sehr wir Berlin auch lieben – im Herbst und Winter wirkt die Stadt doch oft ziehmlich grau. Umso größer ist die Vorfreude auf den Sommer, die Jahreszeit der Parks, Biergärten, Wiesen – und Badeseen! Davon gibt’s in Berlin jede Menge und sie stellen eine super Alternative zu stressigen, überfüllten klassischen Freibädern dar. Wenn du an einem der weitläufigen Seen mitten in der Natur liegst, kannst du fast vergessen, dass du dich eigentlich mitten in der Hauptstadt befindest. Natürlich wird’s auch hier mal voll, wenn die heißen Sommertage viele Berliner ins kühle Nass locken – aber es gibt ja genügend Auswahl. Im Folgenden zeigen wir dir einen Überblick über die besten Badeseen in Berlin, damit ihr euch gut informiert auf die kommende Badesaison freuen könnt.

Unsere liebsten Badeseen & Strandbäder in Berlin

01 | STRANDBAD WANNSEE | Nikolassee

„Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus nach Wannsee“ – diesen Klassiker unter den Berliner Volksliedern von Conny Froboess hat jeder schon mal gehört. Das Strandbad Wannsee ist das größte Binnenseebad Europas, wohl die berühmteste Badestelle Berlins und von Besuchern dementsprechend hoch frequentiert. Der See erstreckt sich soweit das Auge reicht, sodass man sich (fast) fühlt wie am Meer. Es gibt auch eine Rutsche für die Kleinen – und Junggebliebenen. Fortgeschrittene Wasserratten haben hier sogar über das Wassersportcenter die Möglichkeit Segeln, Windsurfen und mehr zu lernen.

  • Atmosphäre | Beliebte Badestelle, 1 km langer Sandstrand, weitläufiger Blick, Rutsche, Sportangebote
  • Preisniveau | Eintritt ab 5,50 EUR, Abendtarif ab 17.30 Uhr 3,50 EUR
  • Anfahrt | S Nikolassee mit der S7, ab Hauptbahnhof ca. 40 Minuten Fahrtzeit
  • Öffnungszeiten | Nebensaison ab10.00 Uhr, Hauptsaison ab 9.00 Uhr
  • Weitere Infos | Website 

02 | SCHLACHTENSEE | Nikolassee 

Auch dem Schlachtensee wurde eine musikalische Hommage gewidmet – allerdings deutlich später. „Der Schlachtensee ist auch ohne dich ganz schön“, singt Isolation Berlin Frontmann Tobias Bamborschke auf ihrem ersten Album 2016 und meint damit vor Allem eine vergangene Liebe und den Trost, den er in der Melancholie des Schlachtensees findet. Wer hinfährt, versteht warum: der See und die umliegende Natur sind wirklich atemberaubend schön und entschleunigend. Auch hier kommst du am besten mit der S-Bahn hin. Die verschiedenen größeren und kleineren Badestellen lassen sich wunderbar bei einem Spaziergang erkunden. Die Wasserqualität ist hervorragend und die vielen Liegewiesen laden zum Verweilen ein. Und das Beste: es ist völlig kostenlos!

  • Atmosphäre | Idyllisch mit Liegewiesen, Spielplatz und Gaststätte mit Biergarten 
  • Preisniveau | kostenlos
  • Anfahrt | S Schlachtensee mit S7+S1, ab Hauptbahnhof ca. 45-50 Minuten Fahrtzeit
  • Öffnungszeiten | durchgehend

03 | KRUMME LANKE | Nikolassee/ Zehlendorf

Wer öfter U3 fährt kennt den Namen der Endstation „Krumme Lanke“ bestens. Aber nur die wenigsten fahren jemals bis dahin und wissen auch oft nicht, was sich dahinter verbirgt: ein wunderschöner Badesee! Der zweieinhalb Kilometer lange Uferweg zieht auch viele Jogger und Spaziergänger an, die in der Natur ihre Seele baumeln lassen wollen. Die Krumme Lanke ist dank der flachen Badebuchten auch super für Familien mit Kindern geeignet. Ein altes Ostrelikt wird dir eventuell auch an der Krummen Lanke begegnen, den FKK ist hier überall erlaubt. Das weitläufige Gebiet bietet genug Platz für alle und es kostet nichts – es lohnt sich also raus zu fahren.

  • Atmosphäre | Flache Badestrände, Wald- & Parkfläche, FKK erlaubt
  • Preisniveau | kostenlos
  • Anfahrt | U Krumme Lanke mit M85 & U3, ab Alexanderplatz ca. 60 Minuten Fahrtzeit
  • Öffnungszeiten | durchgehend

04 | STRANDBAD PLÖTZENSEE | Wedding

Der Plötzensee ist laut einer Sage ein versunkenes Dorf – man könnte also sagen, Berlins eigenes kleines Atlantis. Ob man das jetzt glauben will oder nicht, der See in Wedding ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Schon alleine, weil er mitten in der Stadt liegt, aber ganz natürlich ist, also nicht künstlich angelegt wurde. Hier gibt es allerhand Spielmöglichkeiten für Kinder, unteranderem ein Klettergerüst direkt am Wasser und eine Rutsche. Spaß für die ganze Familie ist also garantiert. Etwas versteckt verbirgt sich auch ein toller Biergarten, wo für das leibliche Wohl gesorgt wird.

  • Atmosphäre | Zentral, aber umgeben von Natur, Strandbad mit Gastwirtschaft und Spielplatz
  • Preisniveau | Eintritt: 5 EUR, Familienkarte: 11 EUR
  • Anfahrt | Sylter Str. mit Bus TXL & 106, ab Hauptbahnhof ca. 35 Minuten Fahrtzeit
  • Öffnungszeiten | Mo-So: 9.00-19.00 Uhr
  • Weitere Infos | Website

05 | STRANDBAD WEISSENSEE | Weißensee

„Weißensee“ ist nicht nur ein Ortsteil in Berlin-Pankow, sondern auch ein wunderschöner Badesee. Besonders für Familien ist diese Badestelle ein geeignetes Ausflugsziel. Ein Spielplatz mit Klettergerüst und ein abgetrennter Nichtschwimmerbereich sind ideale Voraussetzungen, um einen Tag am Wasser auch mit den Kleinsten zu verbringen. Kinder unter 5 Jahren haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt. Für die Großen gibt es hier auch einen Wellnessbereich und es werden regelmäßig Veranstaltungen aller Art ausgerichtet.

  • Atmosphäre | Abgetrennter Sandstrandbereich, sonst viel Beton
  • Preisniveau | Eintritt: 5,50 EUR, Familienkarte: 10,00 EUR
  • Anfahrt | Berliner Allee/Indira-Gandhi-Str. mit M4, ab Alexanderplatz ca. 20 Minuten Fahrtzeit
  • Öffnungszeiten | Mo-Fr: 10.00-22.30 Uhr, Sa-So: 10.00-24.00 Uhr
  • Weitere Infos | Website

06 | FLUGHAFENSEE | Reinickendorf

Der „Flughafensee“ in Reinickendorf war ursprünglich gar nicht für eine Badenutzung gedacht. Trotzdem entwickelte er sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem beliebten Berliner Badesee. Die Sandstrände am Baggersee säumen das Gewässer und sorgen zusätzlich für die Beliebtheit der Badestelle. Außerdem ist der Flughafensee mit einer Tiefe von 34,3 Meter das tiefste Gewässer in Berlin. Aufgrund des Waldgebietes drumherum, gelangt ihr am besten per Fuß oder Fahrrad an die Badestelle. 

  • Atmosphäre | Sandstrand, viel Natur, kein Gewerbe, aber Toiletten 
  • Preisniveau | kostenlos
  • Anfahrt | U Holzhauser Str. mit S7 & U6, ab Hauptbahnhof ca. 40 Minuten Fahrtzeit
  • Öffnungszeiten | durchgehend

07 | STRANDBAD ORANKESEE | Hohenschönhausen

Der Orankesee in Hohenschönhausen ist ein echter Geheimtipp. Im Mai beginnt hier im Strandbad jedes Jahr die Badesaison, der Eintritt kostet regulär 5,00 EUR. Es ist auch möglich, eine 10er oder 25er-Karte zu erwerben. Eine Rutsche und der abgetrennte Nichtschwimmerbereich machen den See auch für Familien attraktiv. Hier werden auch Events wie das Eisbäderfest „Berliner Seehunde“ ausgerichtet.

  • Atmosphäre |  Sandstrand, Strandkörbe, Rutschen, familienfreundlich
  • Preisniveau | Eintritt: 5,00 EUR, ab 17 Uhr: 3,00 EUR 
  • Anfahrt | Buschallee/Hansastr. mit M4, ab Alexanderplatz ca. 30 Minuten Fahrtzeit
  • Öffnungszeiten | Mo-So: 9.00-19.00 Uhr 
  • Weitere Infos | Website

08 | BIESDORFER BAGGERSEE | Lichtenberg

Wie auch der Flughafensee, ist der See in Biesdorf im Bezirk Marzahn-Hellersdorf ein Baggersee, also ein künstlich erzeugtes Gewässer. In der Nähe der U5-Station „Biesdorf Süd“ befindet sich der Badesee mit guter Wasserqualität und großem jungem Publikum. Auch für Kinder ist der Biesdorfer Baggersee gut geeignet, allerdings gibt es in der Nähe keine Imbiss-Möglichkeiten. Proviant solltet ihr also am Besten selbst ausreichend mitbringen. Ansonsten gibt es genügend Parkplätze für die Anreise mit dem Auto. 

  • Atmosphäre | Sandstrand, typische Baggerseeatmosphäre, kein Gewerbe
  • Preisniveau | kostenlos
  • Anfahrt | U Biesdorf-Süd mit der U5, ab Hauptbahnhof ca. 40 Minuten Fahrtzeit
  • Öffnungszeiten | durchgehend

09 | KLEINER MÜGGELSEE | Köpenick

Neben dem Großen Müggelsee könnt ihr im Naturschutzgebiet am Kleinen Müggelsee in der Natur baden gehen. Im Sommer ankern dort einige Boote, aber ansonsten seid ihr dort recht ungestört. Es gibt weder Toiletten, noch eine Bewirtschaftung vor Ort, dafür aber eine hervorragende Wasserqualität

  • Atmosphäre | Natur pur, Sandstrand, Waldschutzgebiet, kein Gewerbe, keine Toiletten
  • Preisniveau | kostenlos
  • Anfahrt | Odernheimer Str. mit der U5 & Bus 169, ab Alexanderplatz ca. 90 Minuten Fahrtzeit
  • Öffnungszeiten | durchgehend

10 | SEEBAD FRIEDRICHSHAGEN | Köpenick

Das Seebad Friedrichshagen bringt Badesspaß für Groß und Klein bereits seit 1896. Der Sandstrand geht kurz bis zum Ufer, der Eingang ins Wasser erfolgt jedoch über Treppen bzw. dem Betonvorsprung. Ein langer Steg mit Strandkörben und ein Sprungturm mit verschiedenen Höhen sorgen für Abwechslung und eine tolle Atmosphäre. Von Mai bis Ende August 

  • Atmosphäre | Sandstrand, langer Steg, Sprungturm, Bademeister und Imbiss
  • Preisniveau | Eintritt: 5,50 EUR, Jahreskarte: 121,00 EUR
  • Anfahrt | Müggelseedamm/Bölschestr. mit U8, S3 und Tram 61, ab Alexanderplatz ca. 50 Minuten
  • Öffnungszeiten | Anfang Mai – Ende August: 10.00-19.00 Uhr
  • Weitere Infos | Website

Gutschein Berlin

Du suchst ein besonderes Geschenk für einen deiner Liebsten, der zufällig auch gutes Essen liebt und neugierig ist, Neues auszuprobieren? Dann ist vielleicht ein Gutscheinbuch genau die richtige Wahl. Oft gibt es von den Anbietern auch 2-für-1-Aktionen, sodass ihr euch damit auch ein kleines bißchen selbst beschenkt. So könnt ihr mit Freunden viele neue Restaurants ausprobieren. Auch solche, die sonst vielleicht unter euren Feinschmecker-Radar gefallen wären oder normalerweise nicht in eurer Preiskategorie rangieren. Wie oft geht man schließlich als Normalsterblicher schon in ein Sterne-Restaurant? Gutscheinbücher ermöglichen euch ganz neue Erlebnisse, sodass ihr euren kulinarischen Horizont erweitert und dabei eine richtig gute Zeit habt.

Gutschein Berlin | Von Gutscheinbüchern über Karten und Online Gutscheinen für Gastronomie, Freizeit und Kultur

01 | LUUPS | Gutscheinbuch

Natürlich gibt es hier auch eine breite Range an verschiedenen Gutscheinbüchern, die unterschiedliche Bedürfnisse ansprechen und auch anders funktionieren. Ein Beispiel für ein klassisches Gutscheinbuch ist etwa das „Luups“, was für mehrere deutsche Großstädte erhältlich ist. Enthalten sind Gutscheine für Essen, Trinken, Freizeit und mehr. Ihr könnt es auch als Stadtführer nutzen, denn es führt euch nicht nur durch das kulinarische Berlin. Was das „Luups“ besonders macht ist, dass es auch kleinere, hippe Läden führt. Für 23,90 EUR habt ihr eine tolle, abwechslungsreiche Auswahl, die Langeweile zum Fremdwort werden lässt.

02 | GET2CARD | Gutscheincard

Eine andere Möglichkeit für (kulinarische) Berlin-Entdecker ist die Get2Card. Auch dort bekommt man in den teilnehmenden Restaurants und Veranstaltungsorten immer 2-for-1. Inhaber der Card haben auch eine breite Auswahl an Kultur- und Musikveranstaltungen und können entweder eine Monats- oder Jahresmitgliedschaft abschließen. Für Touristen ist ein 6-tägiges Kurzzeit-Abo möglich.

03 | JOYCARD | Gutscheincard

Die Joycard – ein Spezialangebot des Zitty Magazins – funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Bei 150 Partnern in Berlin spart ihr bei einem Besuch die Hälfte. Für 59,95 EUR kann die Joycard alleine oder zu zweit beliebig oft genutzt werden, um Restaurants, Bars, Kunst- und Kulturstätten, Friseur- oder Kosmetiksalons und weitere Freizeitangebote zu nutzen.

04 | TAGESSPIEGEL RESTAURANT SCHECKHEFT | Gutscheinbuch

Ebenso gemischte Angebote bietet das Restaurant Scheckheft des Tagesspiegels, welches ein Jahr gültig ist. Wie der Namen es bereits verrät, dreht sich beim Tagesspiegel Restaurant-Scheckheft aber alles um die liebe Gastronomie. Der Deal ist, dass es zwei Hauptgerichte zum Preis von einem in den über 40 teilnehmenden Restaurants gibt. Preislich liegt dieses Gutscheinbuch bei 28,90 EUR.

05 | TASTE 12 | Gutscheinbuch

Wer die gehobene Küche liebt und gerne noch mehr darüber lernen möchte, sollte darüber nachdenken sich „Taste 12“ zuzulegen. Hier gewinnt ihr einen Einblick in die Crème de la Crème der Berliner Restaurantszene und spart dabei richtig Geld – denn auch hier gilt das 2-for-1-Prinzip. Das Gutscheinbuch „Taste 12“ ist nicht nur für Berlin, sondern auch viele weitere Städte (z.B. auch Wien oder Amsterdam) verfügbar und gilt 15 Monate. Für 38,00 EUR könnt ihr schlemmen was das Zeug hält, sogar Sterne-Restaurants sind mit von der Partie.

Berlin Buch

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Berlin ist die Wahlheimat vieler Künstler – die Stadt und ihre vielfältige Geschichte ist oft schon Inspiration genug für Schriftsteller, Fotografen und Essayisten. Die vielen historischen Schauplätze funktionieren wunderbar als Kulissen für Geschichten und auch aus wahren Begebenheiten der Stadtgeschichte sind echte Kunstwerke entstanden – Bildbände, Essay-Sammlungen, Romane, Biographien, Non-Fiction, Stadt-Guides und viel mehr. Zwar entdeckt man die Stadt am besten indem man sie erlebt, doch auch ein gutes Buch kann neue Einblicke schaffen und facettenreich die vielen Geschichten ihrer Bewohner zeigen. Die Metropole ist so oft in irgendeiner Art Gegenstand von Literatur und Journalismus, dass man schnell den Überblick verlieren kann, deswegen im Folgenden ein paar Highlights.

Einer der wichtigsten Romane der deutschen Moderne ist „Berlin Alexanderplatz“ (1929) von Alfred Döblin. Die Geschichte dreht sich um den Protagonisten Franz Biberkopf, dessen Versuch ein geregeltes Leben zu führen immer wieder scheitert, mehr und mehr driftet er in kriminelle Milieus ab und lässt sich von der Stadt verführen. Der Roman ist ein beeindruckendes Panorama Berlins im zwanzigsten Jahrhundert und ein echter Klassiker der deutschen Literatur.

Mit der Stadt im „goldenen Jahrzehnt“ beschäftigt sich Rainer Metzger in seinem Bildband „Berlin in den 1920er Jahren“ und setzt sich mit dem Nachkriegselend, der Wirtschaftskrise und dem darauffolgenden Aufstieg der Nationalsozialisten auseinander. Auch aus diesem Genre stammt „Berlin – Bildband einer Stadt“ von Hans Christian Adam, eine umfangreiche Foto-Studie der Berliner Stadt-Geschichte. Ergänzt durch Essays und Zitate reist man so durch die verschiedenen Epochen – Berlin war schließlich nicht schon immer die Metropole, die wir heute kennen und lieben.

Auf eine andere Art kann man Berlin in Melanie Knies‘ Guide „Einfach Gehen – Spaziergänge in Berlin“ entdecken. Gerade in Berlin ist man doch meist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs – zu Fuß wird man zwangsweise entschleunigt und sieht so vielleicht Einzelheiten, die einem im normalen Alltag entgehen würden, das Buch bietet einige schöne Routen. Ein trauriges Kapitel der Stadtgeschichte beleuchtet das biografische Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (1978) von Kai Herrmann und Horst Riech, das zu den bedeutendsten Sachbüchern der Nachkriegszeit gehört und 1982 auch verfilmt wurde. Es zeigt den Bahnhof Zoo als zentralen Treffpunkt der Drogen-Szene in West-Berlin und richtet den Fokus auf drogenabhängige Kinder anhand des Schicksals von Christiane Felscherinow.

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Berlin Filme

Als deutsche Hauptstadt ist Berlin Schauplatz vieler historischer Ereignisse mit Bedeutung und Tragweite für die ganze Bundesrepublik und Weltgeschichte. Die deutsche Teilung zum Beispiel wurde in Berlin durch den Mauerbau ganz real erlebbar, selbstverständlich also, dass sich daraus hervorragendes Filmmaterial ergibt. Filme wie „Goodbye Lenin“ oder „Sonnenallee“ erzählen ganz eigene, persönliche und lustige Geschichten über das geteilte Berlin und der Auswirkungen auf seine Einwohner.

Attraktive Kulissen für den Berlin Film

Außerdem bietet Berlin für Filmemacher attraktive Schauplätze mit großer Symbolwirkung wie etwa das Schloss Bellevue oder den Wannsee. Außerdem verfügt das nahe gelegene Potsdam über große Filmstudios sowie eine der prestigeträchtigsten Filmuniversitäten Deutschlands – Konrad Wolf. In Berlin selbst ist die deutsche Film- und Fernsehakademie auch eine Institution und Keimzelle großer Filmkunstwerke. Nicht selten kommt es zum Beispiel in Kreuzberg vor, dass eine Straße wegen Dreharbeiten gesperrt wird oder man sogar zusehen kann, wie eine Filmszene entsteht – im eigenen Kiez.

Faszination „Berlin“

Viele internationale Filmemacher und Schauspieler sind fasziniert von Berlin und nutzen die Stadt als ihre Muse. Dabei entstehen dann Kunstwerke wie etwa „Oh Boy“ (2012), ein Schwarz-Weiß-Film von Jan-Ole Gerster, in dem ein junger, zielloser Mann durch die Stadt irrt und sein Leben versucht neu zuordnen. Die einzelnen Geschichten seiner Begegnungen erzählen viel über die Stadt und ihre Bewohner, weswegen der Film auch vielfach ausgezeichnet wurde. Die Stadt in schwarz-weiß darzustellen scheint schon länger verwendeter Kunstgriff zu sein. Denn auch für „Der Himmel über Berlin“ (1987) von Wim Wenders verliert Berlin alle Farbe und wird zum Szenerie eines Fantasy-Dramas um den Engel Damiel, der seine Unsterblichkeit aufgibt um unter den Menschen in Berlin zu leben. Das ist doch mal eine wahre Liebeserklärung an die Stadt!

Geschichtsstunde in den Berlin Filmen

In „Goodbye Lenin!“ (2003) von Wolfgang Becker geht es wie bereits erwähnt um die Teilung Berlins in der DDR, beziehungsweise um den Fall der Mauer und die ganz besondere Geschichte einer Berliner Familie zu dieser Zeit, deren Schicksal eng mit den historischen Ereignissen verknüpft zu sein scheint. Für den Hauptdarsteller Daniel Brühl, heute einer der international gefragtesten deutschen Schauspieler, stellte diese Berlin-Geschichte seinen Durchbruch dar. Berlin hat viele Geschichten und diese zu verfilmen wird auch weiterhin attraktiv bleiben – sodass wir immer mehr über unsere Stadt lernen können.