Im Rahmen der diesjährigen chefdays haben wir eine Tour durch die METRO Berlin Friedrichshain gemacht. Den Großhandel gibt es bereits seit 1964 und er führte ein damals neues Konzept ein: Cash & Carry. Sprich, Geschäftskunden können in einem großen Markt aus den Bereichen Food und Non-Food ihren Einkauf selbst zusammenstellen, bezahlen und direkt mitnehmen. Die wichtigste Zielgruppe sind seit jeher Gastronomen. Die Gastro-Branche hat sich in den letzten Jahren jedoch deutlich und sehr rasant weiterentwickelt. Es drängen immer neue Produkte auf den Markt und die Themen Digitalisierung, Transparenz und Nachhaltigkeit sind wichtiger denn je geworden. Für ein solch großes Unternehmen mit einer langen Historie wird es schnell schwierig, nicht den Anschluss zu verlieren. Grund genug, mal einen genauen Blick auf die METRO und den aktuellen Status Quo zu werfen. Wir bringen euch neun spannende Punkte mit, die uns positiv überraschten… und euch ganz sicher auch!

1.) Jeder, der selbstständig ist, kann eine METRO-Karte beantragen

Die METRO wirkt oftmals als „Closed Shop“, zu dem Normalbürger keinen Zugang haben. Im Prinzip ist das auch so. Aber gleichsam kann jeder auch ein Geschäftskunde bei der METRO werden, der ein Gewerbe betreibt. Und zwar unabhängig davon, ob man in der Gastronomie unterwegs ist oder nicht. Da aber jeder, der eine mit METRO-Karte besitzt auch jemanden als „Gast“ mitbringen darf, ist der Zugang zu den Produktwelten am Ende für viele von euch möglich. Nur die Bezahlung obliegt demjenigen mit Karte. Trotzdem: Nutzt die Chance doch einfach mal.

2.) Frische Kräuter, die direkt in der METRO angebaut werden

In der Obst- und Gemüseabteilung der METRO thront seit einiger Zeit ein durchaus großes Gewächshaus von Infarm. Vertical Farming nennt sich das Zauberwort, das zu meiner Überraschung direkt in der METRO umgesetzt wird. Gegenüber von den Instore-Farming Regalen könnt ihr die frischen Kräuter für 1,99 EUR pro Topf ganzjährig aus dem Markt mitnehmen. Wer schon mal Kräuter oder Salate aus einem Infarm-Gewächshaus gegessen hat, weiß um das Plus an Geschmack. Es ist aber auch super für die Umwelt, denn es gibt praktisch keinen kürzeren Transportweg zwischen Anbau und Verkauf.

3.) Woher kommt der Fisch?

Die Nachfrage nach mehr Transparenz ist nicht nur wichtig, sondern wird endlich auch verstärkt eingefordert. So gibt es bspw. in der Fischabteilung auf vielen Artikeln einen Code, der über die App „Pro Trace“ Auskunft über die Herkunft, Verarbeitung und Nachhaltigkeit gibt. So kann jeder selbst frei entscheiden, woher sein Fisch kommen soll, ob es Aquakultur oder Wildfang ist und welche Fangmethoden das Gewissen vertreten kann.

4.) Ein wachsendes Herz für die fleischlose Ernährung

Rund 1% der Deutschen ernähren sich vegan und 10% vegetarisch. Nicht zu vergessen ist, dass es darüber hinaus unzählige Flexitarier gibt. Also Leute, die sich gerne mal vegan ernähren, aber es nicht ausschließlich machen. Das Angebot an veganen und vegetarischen Fleischersatzprodukten ist mit rund 100 Artikeln in der METRO noch relativ überschaubar, aber ein erster Schritt ist dank der Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten wie dem „Vegetarischen Metzger“ bereits getan und weitere werden folgen.

5.) Ein Blick in die Zukunft: Food-Startups

Ein so wunderbar spannendes Feld sind Food-Startups. Auch hierzu gibt es direkt am Eingangsbereich der METRO Berlin Friedrichshain ein eigenes Regal, in dem ausgewählte Startups ihre Produkte den Gastro-Geschäftskunden präsentieren können. Der Bereich namens NX Food (Next Generation Food) könnte in Zukunft noch mehr Platz einnehmen, denn es gibt so viele Ideen und Produkte, die ausreichend Innovationskraft besitzen.

6.) Exklusive Produkte, die sonst nur schwer erhältlich sind

Auf den chefdays selbst konnten wir einige Anbieter und deren Produkte noch mal persönlich kennenlernen. Die Patisserie Blunck beispielsweise produziert unglaublich leckere Schokoladen, Pralinen und Feinbackwaren. Neben einem Werksverkauf, sind die Produkte auch in der METRO zu erhalten. Es gibt also nicht nur die Großpackungen, sondern auch die kleinen, feinen Besonderen.

7.) Dry Aged Humidor – Dem Fleisch bei der Trockenreifung zusehen

Dry Aged Fleisch erfreut sich bereits seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Am Eingang der Fleischabteilung ist in der METRO Berlin Friedrichshain ein Dry Aged Humidor aufgebaut, bei dem alle Kunden den Fleischstücken bei der Trockenreifung zusehen und natürlich auch kaufen können.

8.) Nach oben offen: Edelweine bis über 1.000 EUR

Das hat mich auch noch mal sehr überrascht. Klar, gibt es Weine und Spirituosen in der METRO. Dass sich dort aber eine kleine Schatzkammer versteckt, war mir neu. Edle Tröpfchen Wein, die bis knapp über 1.000 EUR kosten, sind auch in der METRO erhältlich, wodurch die große Range des Sortiments deutlich wird. Die Weine, die wir vor Ort verkostet haben, waren ebenso sehr fein und preislich mit etwa 10 EUR deutlich erschwinglicher.

9.) Mutig: Tim Raue ist das Gesicht der METRO

Warum mutig? Tim Raue ist doch einer der hochdekoriertesten Köche des Landes… 2 Michelin-Sterne, 19 Gault Millau Punkte und unter den 50 World’s Best Chefs. Aber Raue polarisiert nicht nur, wenn er mit Tim Mälzer zusammen in Kochshows unterwegs ist. Wir durften ihn während der Masterclass auf den chefdays live erleben. Es scheint sein Naturell zu sein, klar und durchaus schon überspitzt seine Meinung zu vertreten. Aber am Ende ist es auch seine absolute Gradlinigkeit, die ihn dann wiederum sehr sympathisch macht. Trotzdem gäbe es in Deutschland sicherlich eine Vielzahl an bekannten und erfolgreichen Köchen, die mehr „Everybody’s Darling“ sind als er.

Fazit zum Event mit der METRO

Auch mein Bild von der METRO Deutschland war tendenziell eher altbacken. Große Mengen ließen sich dort zwar immer gut einkaufen, aber die Moderne und Offenheit für Neues fehlte mir lange Zeit. Es scheint sich aber einiges im Hintergrund getan zu haben. Sowohl die Aufnahme neuer Produktwelten wie das Startup Regal, Infarm und den Dry Aged Humidor, als auch die Aufnahmen von Edelprodukten zeigt, dass nicht mehr nur die Quantität, sondern auch die Qualität mehr Gewicht erhalten. Der Wandlungsprozess ist also angestoßen und nun liegt es natürlich auch daran, wie stark die Änderungen von den Kunden angenommen werden. Es spricht vieles dafür, die METRO wieder stärker in den Fokus des Wareneinkaufs zu rücken. Wer jetzt neugierig ist, findet viele weitere aktuelle Infos auf der METRO-Facebookseite und auch auf der METRO Berlin Friedrichshain Facebookseite.

*Werbung | In Kooperation mit METRO Deutschland