Autor-Archive: Mareike Bölsche

Die Stagger Lee Cocktailbar

In Schöneberg in der Nähe der U-Bahn-Station Nollendorfplatz findet ihr die Stagger Lee Coktailbar. Als wir das erste Mal da waren, sind wir eher zufällig drauf gestoßen. Vor einiger Zeit waren ein paar Abgesandte der Bar auf der Bar & Food Night in der Neuen Heimat, wodurch wir den Namen einfach auf dem Schirm hatten. Als wir dann in Schöneberg die Location wechseln wollten, wurde uns die Bar Stagger Lee vorgeschlagen – und mit der Erinnerung an die Bar & Food Night, verschlug es uns dorthin.

Cocktailkunst und urgemütlich

Eins vorweg: Dass die Stagger Lee Leute auf der Bar & Food Night waren, hatte definitiv ihre Berechtigung. Die Cocktails waren großartig, aber noch viel besser war die Beratung. Der Barkeeper konnte uns nach unseren Beschreibungen genau das kredenzen, dass unserem Geschmack entsprach. Es ist dann eben doch noch mal ein Unterschied, ob die Barkeeper einfach nur die Zutaten zusammen mixen oder wirklich Ahnung von ihrem Job oder viel mehr ihrer Berufung haben.

Zurück zu den Cocktails. Es gibt ziemlich viele auf der Karte, die einen Kombinationen kommen einem bekannt vor, die anderen wiederum nicht. Einer, der Cocktails, die wir testeten, wurde uns in einem Totenkopfgefäß serviert – die Grenze des guten Geschmacks scheint damit fast überschritten, zumal es irgendwie etwas ziemlich trashiges hatte und irgendwie weniger in eine Bar wie das Stagger Lee passt. Aber wahrscheinlich hat sich irgendjemand mal irgendwann irgendwas dazu gedacht. Außerdem soll man sich ja nicht vom Äußeren leiten lassen – der Inhalt war nämlich perfekt. Genauso wie bei den anderen Varianten (Cocktails auf Bourbon- und Gin-Basis). Und wie gesagt, wenn ihr keinen Plan habt, fragt den Barkeeper ;)

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Die Einrichtung ist in dunklem Holz gehalten. Wenn ihr reinkommt, seht ihr als erstes die Theke, hinter der die vielen hochprozentigen Schätze aufgereiht sind. Schön ist auch, dass der Raucheraum nur durch eine Art Fensterglaswand getrennt ist, wodurch die Räume trotzdem irgendwie verbunden erschienen. Weiter hinten findet sich ein Piano, es hängen viele Bilder an der Wand, ein paar Dunkelheit-spendende Lampen und Kerzen auf den Tischen schaffen es in Summe, dass man sich da einfach total wohl fühlt.

EIGENTLICH wollten wir dort nämlich nur auf ein Getränk hin – aber wir konnten uns einfach nicht loseisen!

Die Karte ist übrigens als Comic aufgemacht und durch die ganze Karte ziehen sich lauter kleiner Zeichnungen. Sehr süß, das rundet die Gesamtatmosphäre perfekt ab.

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Nice to know

  • Die Tür hat eine Klingel, man kommt also nicht einfach so in die Räumlichkeiten. Wir dachten nach den ersten 20 Sekunden, dass wir nicht reinkämen, weil niemand uns die Tür öffnete – aber wir waren einfach zu ungeduldig. Wenige Zeit später wurden wir freundlich hinein gebeten.
  • Der hintere Bereich ist ein Raucheraum, die Luft ist okay und verstopft nicht eure Atem- und Geruchswege – ihr schmeckt also auch die Flüssigkeit in eurem Glas.

Fazit

Wenn ihr auf gute Cocktails und urgemütliche Atmosphäre steht, solltet ihr auf jeden Fall mal einen Abstecher nach Schöneberg machen.. aber bringt genug Zeit mit, so schnell werdet ihr die Bar nicht wieder verlassen ;)

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Stagger Lee:

Stagger Lee
Nollendorfstraße 27
10777 Berlin

Mo-So: ab 18.00 Uhr

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Das Goodies

Wir suchen und suchen und suchen und entdecken immer mehr tolle Läden, die unseren Jieper nach Smoothies und tollem Deli-/ to-go-Essen stillen kann. Das Goodies ist da wahrscheinlich schon das Bekanntere in der Riege, denn den Laden in Friedrichshain gibt es schon etwa 9 Jahre.

Gelegen in der Warschauer Straße in Friedrichshain, ist der ein oder andere bestimmt schon mal dran vorbei oder auch rein gegangen. Zudem kooperieren das Goodies und das Veganz und so ist an jedem, der veganen Supermärkte in Berlin ein Goodies angeschlossen.

Smoothies & Juices im Goodies

Die Getränke werden alle mit energietisiertem Wasser zubereitet (ähnlich wie beim The Juicery). Das Angebot wechselt immer mal wieder – zur kalten Jahreszeit könnt ihr euch anstatt des heißen Kakaos auch eine warme Smoothie-Variante bestellen. Die Frage, die sich mir und sicher noch ein paar anderen natürlich stellt ist, in wie weit dann noch die Nährstoffe erhalten bleiben, denn beim Erhitzen gehen die ja verloren. Vielleicht sollte man sich die Hot Smoothies auch einfach nur wegen dem Geschmack holen und den Gesundheitsaspekt mal bei Seite lassen.

Deli und to-go-Food

Das, was das Goodies wirklich hervorragend beherrscht, sind die Speisen zum mitnehmen. Nein, nicht die Bagels oder Wraps, obwohl die auch toll sind, keine Frage. Sehr zu empfehlen ist übrigens der BBQ-Potato-Wrap, der mit Tempeh (fermentierte Sojabohnen, Süßkartoffel, Salat & BBQ-Soßen).

Was ich aber wirklich sehr, sehr feiere, sind die Gerichte in den Platikschälchen. Da gibt es dann zB einen Mix aus Reis, Rotkohl, Möhre, Weintrauben, Cashewkerne (mein all-time-Favourit) oder Soba-Nudeln mit Brokkoli, Erbsen und gebratenem Tofu oder Belugalinsen mit Rote Beete, Apfel, Möhre, Kartoffeln, Paprika und Gurke oder … oder … oder. Eigentlich hat das Goodies immer 8-10 Variationen, die alle so toll klingen und schmecken, dass man vorm Kühlregal steht und nicht weiß, was man ausprobieren soll… zumindest geht’s mir jedes Mal so.

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Nice to know

Jedes Gericht ist mit kleinen Logos versehen – Tofufrei, Zahnfreundlich, Sojafrei, Glutenfrei, Raw, Vegan usw. – total gut.

Auch stehen auf jeder Speise die genauen Zutaten, die in jedem Produkt verwendet wurden, super für Allergiker oder für die Mäkelfritzen unter euch.

No meat inside – alles ist vegetarisch oder vegan!

Einige Smoothies gibts auch to go in einer Flasche, großartigst für Radfahrer ;) schaut einfach in der Kühltheke nach.

Fazit

Das Goodies ist einfach total toll – Frühstück, Mittag, Snacks, Juices, Smoothies,… es gibt einfach nichts, dass nicht schmeckt. Ein kleines Paradies und, auch wenn ich sonst nicht viel von Ketten halte, hier bitte ich um noch mehr Stores. Chapeau.


Auf den Geschmack gekommen?
Hier gibt es eine Übersicht und noch viel mehr gesundes Essen in Berlin?


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Goodies
Warschauer Str. 69
10243 Berlin
 
Mo – Fr: 7.00 – 20.00
Sa – So: 9.00 – 20.00

Das No Milk Today

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Ein kleines, süßes Cafe nahe der Urbanstraße. Der Name „No Milk Today“ gibt euch schon einen dezenten Hinweis darauf, was es zumindest nicht geben wird – richtig, Milch und auch sonst wird man Produkte tierischer Herkunft erst wieder finden, wenn man die Tür von außen schließt.

Veganes Frühstück, Suppen, Quiches und Sweets

Auf der Karte unter „nam nam nam“ zu finden, könnt ihr verschiedene Frühstücksvarianten bestellen. Für den kleinen und großen Hunger bekommt ihr Croissants, selbstgebackenes Brot, Müsli oder Rührei (natürlich auf Tofu-Basis). Die Kosten dafür starten bei 2,80 EUR und enden bei 7,90 EUR.

Wer lieber etwas Warmes mag, darf sich zwischen der Tagessuppe, Bagels oder einer Dinkel-Vollkorn-Quiche entscheiden. Das Angebot wechselt stetig, weil die Inhaber des Ladens auf regionale Produkte setzen – also schaut einfach auf die Tafel oder in die Vitrine.

Übrigens gibt es im No Milk Today auch Milkshakes – klingt erstmal widersprüchlich, aber Milchshakes schmecken auch total gut, wenn man sie nicht aus Milch macht, einfach mal kosten, ihr werdet nicht enttäuscht sein.

Süßes zum Kauen hat der Laden auch im Repertoire, nämlich in Form von Cookies, Muffins, Brownies oder als Torte oder Kuchen. Auch hier ist das Angebot wechselnd, daher können wir keine näheren Angaben zur Auswahl machen, aber das Foto der Karte gibt euch einen Eindruck:

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Teevariation, Juices, Smoothies und vegane Alkoholika

Ja, Wein & Bier kann auch nicht vegan sein. Das hängt von dem Herstellungsprozess ab, denn häufig werden tierische Produkte wie Gelatine oder Fischblase zum Filtern eingesetzt. Mjam ;)

Ansonsten gibt es Macha-Tee, eine Hafer-Chai-Latte, Kaffee (z.B. im Vietnam-Style) und diverse andere warme Getränke. Die Preise liegen zwischen 1,80 – 3,00 EUR.

Das Angebot an Smoothies (4,20 EUR) oder Juices (3,90 EUR) ist begrenzt, denn es gibt jeden Tag den Juice oder Smoothie oft he day, aber das macht die Entscheidungsfindung umso einfacher.

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Nice to know.

Die Einrichtung ist toll – ein Mix aus Oma-Tischdecke und Secondhand- und Landhausmöbeln. Man fühlt sich irgendwie sofort wohl. Und es gibt total viel zu gucken – zumindest war ich damit zum Anfang 10 Minuten beschäftig.

Im Sommer könnt ihr auf einer kleinen Holzterrasse draußen sitzen.

Es gibt auch ein Cateringangebot – allerdings liegt die Obergrenze bei 30 Personen.

Der Laden kann für kleinere Events gemietet werden.

Fazit

Ein tolles veganes Cafe, in dem man sich sofort wohl fühlt, lecker Essen und Trinken und den ganzen Sonntagnachmittag verbringen kann.


Adresse und Öffnungszeiten vom no milk today:

no milk today
Fichtestraße 3
10967 Berlin

Di-So: 10.00-19.00 Uhr

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Ampya Roomservice mit Chakuza & Curse

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Am Freitagabend lud Ampya zu ihrer Veranstaltung „Ampya Roomservice“ ein. In einem alten Kino nahe der Leipziger Straße fand das kleine Konzert statt, das übrigens auch live im Netz gestreamt wurde.

Was ist Ampya?

Für alle, die beim Hören des Namens eher an „Empire“ denken (wobei man sich fragen könnte, ob das nicht auch gewollt ist..) oder sich beim Lesen fragen, was das bitte schon wieder sein soll: Ampya ist ein Musikstreaming-Dienst, sprich eine Plattform auf der ihr euch Musikvideos ansehen könnt. Neben den ganzen Songs, werden auch Interviews mit und News über die Künstler veröffentlicht.

Ampya im offline-Gewandt

Für Online-Unternehmen ist es sicherlich nicht von Nachteil, sich auch in der offline Welt zu präsentieren. Marken wie Vevo, Spotify und einst auch tape.tv haben das bereits erkannt und ihre eigenen Projekte. Ampya setzt diese Anfassbarkeit nun in Form ihres Formats „Roomservice“ um. Ein oder zwei Künstler performen ihre Songs vor geschätzten 200-250 Leuten. Man kommt Künstlern selten so nah, es gib keine Absperrung oder 20 Sicherheitstypen, die einem den Blick versperren. Eine tolle, recht intime Atmosphäre.

Die ersten Roomservice-Konzerte fanden übrigens im nhow-Hotel statt – nun ist Ampya in eine neue Location gezogen. Das alte Kino ist perfekt von der Größe her und hat eine leichte Schräge, sehr zur Freude aller etwas kleineren Menschen. Vor dem Konzertraum gibt es genügend Platz für alle, denen es zu warm oder zu eng ist.

Nach dem ersten Lied, geben die Künstler der Moderatorin ein kleines Interview. Die wichtigsten Fragen, die den Leute so unter den Fingern brennen, werden gestellt. Vielleicht schafft es Ampya das ganze noch interaktiver zu machen und die Fragen von den Zuschauern im Web einzubinden.

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Curse ist zurück

Wer sich ein bißchen mit HipHop oder deutscher Musik auskennt, dem wird der Name Curse sicherlich noch was sagen. Er war eine zeitlang weg aus dem Rampenlicht, zog sich zurück und gründete eine Familie. Ende Oktober veröffentlichte er sein neues Album „Uns“ und gab davon auf dem Roomservice-Konzert auch einige zum Besten.

Die Musik von Curse ist nachdenklicher geworden – aber auch wortgewandter, inhaltlicher, reflektierter. Wenn man das Schaffen von Künstlern verfolgt und merkt wie sie sich immer weiter entwickeln, dann spürt man auch wie deren Leben in die Texte und Musik einfließt.

Es gab eine Traube Fans, wir wissen nicht, ob es mitgebrachte Leute oder einfach nur treue Curse-Fans waren, die den Mann echt feierten – was auch für Curse auf der Bühne ein tolles Gefühl gewesen sein muss.

Übrigens tourt Curse im Januar und Februar 2015 auch wieder.

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Chakuza folgte als zweiter Act

Im Gegensatz zu Curse ist Chakuza noch recht neu auf dem HipHop Markt – zumindest was die Bekanntheit angeht. Er macht zwar auch schon seit über 10 Jahren Musik, seinen Durchbruch hatte er aber gefühlt und so richtig wirklich erst letztes Jahr mit dem Album „Magnolia“. Vielleicht auch, weil sich das Album von seinen bisherigen unterschieden hatte. Der gebürtige Österreicher macht eher melancholisch, nachdenkliche Musik, was ich persönlich aber sehr mag. Ich wollte Chakuza schon lange mal live sehen, von daher freute ich mich natürlich ziemlich dolle als es Freitag soweit war.

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Nice to know

Irgendwie nebensächlich, aber irgendwie dann doch nicht: Die Getränkeauswahl war unglaublich gut. Es gab Tanqueray und Beefeater Gin, das war sozusagen das kleine i-Tüpfelchen.

Im Anschluss des Konzerts gibt es noch eine Aftershow Party, falls ihr mal da seid, braucht ihr danach also nicht sofort weiterziehen, sondern könnt da noch n bißchen feiern.

Es ist warm, sehr warm, sehr, sehr warm sogar, zumindest im Konzertraum, davor war es zumindest in der diesmaligen Location ganz gut auszuhalten.

Rauchen? Auch kein Problem. Das alte Gebäude scheint Lüftungsmäßig ganz gut ausgestattet worden zu sein, sodass ihr kein Gefühl von kurzzeitger Erstickung ertragen müsst.

Wenn ihr auch mal dabei sein wollt, verfolgt die Facebook Page von Ampya – die Tickets werden verlost und mit etwas Glück seid ihr das nächste Mal auch mittendrin, statt nur dabei.

Fazit

Eine ganz, ganz feine Sache, die euch eure Künstler zum Greifen nahe bringt.

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Die Victoria Bar

Wenn ihr ein Stück westberliner Charme wollt, besucht die Victoria Bar. Zu finden ist die Cocktailbar in der Potsdamer Straße in Berlin Tiergarten. Im Dunkeln begrüßt euch von außen ein rot-leuchtender Schriftzug. Die Bar ist dort übrigens bereits seit über 10 Jahren und irgendwie schon fast eine Institution.

Cocktails, Cocktails, Cocktails

Die Victoria Bar hat eine durchaus als umfangreich zu beschreibende Karte am Start. Klassiker wie einen Dry Martini oder Old Fashioned stehen neben diversen anderen Variationen, die nicht unbedingt jeder schon mal gehört oder getrunken hat.

An dem Abend hatten wir den Clover Club (Gilbey’s Gin, fr. Zitronensaft, Himbeersirup, Eiweiß) und Corpse Reviver (Tanqueray Gin, Gocchi, Cointreau, fr. Zitronensaft, Absinthe) jeweils für 9,50 EUR. Beide wurden uns in diesen typisch flachen Gläsern (in der Fachsprache: Champagnerschale und Martiniglas) gereicht, wo nur wenig Flüssigkeit reinpasst. Zwar ist darin nicht weniger Alkohol, nur konzentrierter, aber trotzdem ist es schade, dass die Gläschen so schnell leer sind ;) Vor allem, wenn es so gut schmeckt!

Westberliner Charme

Die Barkeeper (je nach Wochentag so ca. 3-6) sind alle zurechtgemacht in schwarzer Anzughose, weißem Hemd und dorthinein gesteckte Krawatte. Da die Herrschaften, überwiegend etwas älter waren, einige mit grauen Haaren, und wahrscheinlich schon Jahre dort, verleihen der Location einen coole Charme und eine besondere Atmosphäre.

Auch wirklich cool ist der lange Thresen, die ganzen Barkeeper brauchen schließlich auch ihren Platz, an dem sicherlich so 20 leute sitzen können. Dahinter, eigentlich fast bartypisch, reihen sich alle Spirituosen auf. Das alles ala Gesamtkomposition sieht schon echt ganz nett aus.

An der Wand sind viele Bilder aufgehangen, die von Lampen beleuchtet werden. Vor und hinter dem Tresen gibt es auch richtige Sitzmöglichkeiten – so mit Tischen und Stühlen.

Die Schule der Trunkenheit

Welcher Alkohol haut euch am schnellsten den Boden unter den Füßen weg? Wie werdet ihr nach einem Kater ratzifatzi wieder nüchtern? „Bier auf Wein, das lass sein!“, kennt man ja noch, nur welche Spiritousen haben noch Wechselwirkungen, wenn man sie zusammentrinkt? NEIN, Scherzchen –  die Schule der Trunkenheit ist eine völlig ernst gemeinte Schulung bzw. Verkostung bestimmter Spiritousen (Gin, Vodka, Whisk(e)y, Brandy, Rum, Tequila und auch Champagner). Essen in Form von Fingerfood wird euch natürlich auch gereicht, ihr müsst ja die 5 Verkostungen überstehen.

Wem das zu hardcore ist, kann sich auch einfach das Buch kaufen ;)

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Nice to know.

Wenn die Bar voll wird, gibts irgendwann eine Tür – eine Lady im besten Alter schaut sich dann genau an, ob ihr rein dürft oder nicht. Liegt wahrscheinlich auch am Straßenstrich, der direkt um die Ecke ist…

Es gibt keine Dresscode – ich bin zumindest mit Sneakern, Adidas-Jacke und Baggypants reingekommen. Irgendwie gehört die Victoria Bar aber zu den Bars, in denen das Gesamtgefühl etwas schicker rüber kommt – aber wie gesagt, ich wurde auch so rein gelassen.

Das Publikum ist im Schnitt eher so Ende 30 bis Anfang/ Mitte 50, gut gekleidet und daher gefühlt auch gerne im Businessrahmen, aber alles cool. Wahrscheinlich wollen die Herren nach ihrem Arbeitstag auch nur n Absacker trinken.

Rauchen könnt ihr drinnen, aber nicht vor 22 Uhr.

Die meisten Cocktails kosten 9,50 EUR, bis auf die Champagner-Varianten.. die liegen bei 12,90 EUR.

Fazit.

Ein schicke Cocktailbar mit eigenem Charme, in der man auch echt ne Weile schnacken und versacken kann.

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Victoria Bar
Potsdamer Str. 102
10785 Berlin
 
So – Do: 18.30 – 3.00
Fr – Sa: 18.30 – 4.00

Das Madami in Berlin Mitte

Das Madami, ein vietnamesiches Restaurant, liegt gegenüber vom Spreegold und neben dem Bibi Mix, also 5 Gehminuten vom Alex entfernt und zwar inkl. roter Ampel.

Zugegebener Maßen war das Madami keine Liebe auf den ersten Blick – aber daran glaube ich eh nicht. Beim Madami brauchte ich ein paar Anläufe, um zu erkennen wie toll es wirklich ist. Aber nachdem es sich seinen Platz in meinem Herzern erkämpft hat, ist es dort auch tief verankert. Aber genug der schnulzigen Schreiberei und ab zu den harten Fakten.

Was ist so toll am Madami? Das Wichtigste zuerst: Das Essen.

Wie gesagt, ist es ein Vietnamese – und na klar, gibt es die typischen Gerichte wie Hähnchen Curry mit Reis oder die verschiedene Phos. Es gibt auch Glasnudelsalat, mit dem Unterschied, dass es bspw. eine Variante mit Süßkartoffelnudeln gibt. Mein absoluter Favorit ist der Gurken-Mango-Salat mit Tofu. Oder die XL Sommerrolle mit verschiedene Gemüsesorten, Reisnudeln oder nur Reis und Tofu. Was alle Gerichte ein ist, dass sie wunderschön angerichtet sind und immer ein paar besondere Zutaten bzw. das gewisse Extra haben. Ihr habt bei den Reis- und Nudelgerichten immer auch einen kleinen Salat dabei, der für manche ja wirklich nur die Deko darstellt, aber natürlich auch gegessen werden kann.

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Frischgepresste Säfte, Smoothies und Teevariationen

Es gibt tolle frisch gepresste Säfte. Ja, auch Orangensaft, aber auch einen mit Rote Beete, Orange, Ingwer und Apfel. Zudem stehen verschiedene selbstgemachte (Eis-) Teesorten auf der Karte. Solltet ihr auf jeden Fall testen. Wer keinen Cent für etwas zu trinken hat, kann sich auch gratis an dem Teespender im Innenraum bedienen.

Service wie er sein sollte

Gerade beim Lunch wird deutlich, dass die Leute vom Madami den Knall gehört haben. Im Gegensatz zu einigen Mitte-Locations, bei denen man eher das Gefühl hat, dass man sich geehrt fühlen darf, einen Platz und sogar etwas kredenzt zu bekommen, ist der Service hier extrem aufmerksam und schnell. Zur Mittagszeit ist der Laden gut besucht – aber anstatt trotzdem nur einen Koch und zwei Servicekräfte zu beschäftigen, steht eine ganz Armada an Köchen in der offenen Küche. Man muss daher also nie lange auf sein Essen warten, chapeau!

Nice to know.

Wenn ihr euch vegan ernährt, sagt dem Kellner Bescheid – es ist kein Problem und die Frage wird nicht mit verdrehten Augen abgestraft.

Fazit.

Ein toller Vietnamese, der sich durch die Eigenkreationen der Gerichte und dem wunderbaren Service deutlich von den anderen abhebt. Wenn der Laden hochpreisiger wäre, würde es wahrscheinlich Monsieur Voung starke Konkurrenz machen.

//Update: Es gibt mittlerweile ein Madami II, gleich ums Eck in der Dircksenstraße. Der wesentlichste Unterschied ist eine Doppelseite mit Sojafleischgerichten. Wer also keine Lust auf die normalen Tofu-Stückchen im Curry hat, bekommt hier die polarisierenden Hühnchen- und Rindfleischimitate auf Sojabasis.

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Madami
Rosa-Luxemburg-Straße 3
10178 Berlin
 
Mo – So: 12.00 – 23.00 

W – Der Imbiss

Der kleine Laden in der Kastanienallee zaubert euch hervorragendes indisch-asiatisches Essen auf den Tisch. In der kalten Jahreszeit ist er leicht zu übersehen, da die Gesamtgröße einfach recht klein ist und der Laden als solches nicht so mega ins Auge springt.

Das umgedrehte McDonald’s „M“ als Logo

Wodurch der Imbiss aber dennoch unverkennbar ist: Das Logo. Es ist das „M“ von McDonald’s, aber auf den Kopf gedreht. Wir wissen nicht, was die Betreiber sich dabei gedacht haben. Aber naheliegend und passend wäre doch, wenn es einfach bedeuten würde, dass Fast Food auch gutes und qualitatives Essen sein kann. Eben das Gegenteil von der Burgerkette, die immer weiter versucht sich ein entsprechendes Image aufzuerlegen.

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Naan Pizzen, Wraps und Rolls

Für die, die es nicht wissen: Naan ist ein indisches Brotgebäck, ganz fluffig und echt lecker. Es werden verschiedene Kombinationen angeboten mit diversen Belagen, wie getrocknete Tomaten, Kapern, Chutneys, Cashewmus, Artischockenpaste, Rucola etc..

Hinter Wraps & Rolls verstecken sich meist Tacos oder Tortillas, die ebenso mit verschiedenen Füllungen oder viel Gemüse und z.T. mit Käse auf der Karte stehen. Wir hatten die Tortillas mit Artischocke und mit Avocado, die beide übrigens sehr ähnlich schmecken, aber wirklich gut sind… und sehr satt machen.

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Die Hauptgerichte aka. „Dishes“ bestehen meist aus Gemüsesorten, Curries, Chutneys oder Tofu und Reis – klingt jetzt recht langweilig, aber die Zubereitungsart und die Gewürze und Soßen sind der Knaller. Das Tofu Teriyaki z.B. schmeckt mindestens so gut wie es schön ist. Falles ihr Schwierigkeiten bei der Entscheidung habt: Das Thali erfreut sich allgemein größter Beliebtheit.

Im W – Der Imbiss gibt’s übrigens vor allem vegetarische und vegane Gerichte, das einzige „Fleisch“ ist Fisch, meist in Form von Lachs.

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Nice to know.

  • Die Preise liegen zwischen 6-10 EUR, es gibt auch zwei, drei Gerichte die teurer sind, aber das sind dann die Special Varianten.
  • Nicht nur für die Gesundheisfreaks unter euch: Es gibt Apple Grass, also frischer Weizengrassaft mit Apfelsaft (naturtrüb natürlich). Seeeeehr lecker, solltet ihr auf jeden Fall kosten!
  • Da der Laden recht klein ist, wurde der Innenbereich komplett für Sitzplätze aufgebraucht – was fehlt ist eine Toilette.
  • Die Leute, die dort arbeiten, sind echt nett. Nicht nur, dass man freundlich bedient wird (ja, in Berlin muss sowas hervorgehoben werden), an dem Abend saßen wir dort recht lange und haben uns verquatscht, aber niemand hat wohl auch nur ansatzweise den Gedanken gehabt und freundlich zu bitten rauszugehen.. tausend Dank dafür.

Fazit.

Das W – Der Imbiss bietet euch sehr gutes leckeres Essen, ist aber nicht für einen ewig langen Abend geeignet.


Adresse und Öffnungszeiten vom W – Der Imbiss:

W – Der Imbiss
Kastanienallee 49
10119 Berlin

Mo-So: 12.00-22.00 Uhr

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Pojangmacha – Korean Streetfood Event

Korean Streetfood, Ladies & Gents, eingebettet in einer echt coolen Veranstaltung. Jeden Freitag im Oktober findet das Pojangmacha Event in der Platoon Kunsthalle statt, also nicht hinten im Hof, wie ihr es vom Bite Club gewohnt seid, sondern wirklich direkt in der Halle – wird ja auch nicht wärmer draußen.

Korean Streetfood von ausgewählten Berliner Locations

Analog zu anderen Streetfood Events, habt ihr kleine Stände, die verschiedene Speisen anbieten. Von Bibimbap hin zu Kimchi bis zu den typischen Grillplatten, die ihr euch mit an den Tisch nehmen könnt, um das Fleisch zu brutzeln. Auch ein paar koreanische Süßigkeiten werden angeboten. Ihr könnt euch also einmal quer durch die typisch koreanische Küche futtern, wenn ihr genug Platz im Magen habt.

// Update: Wir waren im Juni (ein halbes Jahr nach unserem ersten Besuch) nochmal da und vom Essen etwas enttäuscht. Die koreanische Küche hat so viel zu bieten, ich selbst bin ein großer Fan davon. Aber Auswahl, Zusammenstellung in Verbindung mit dem Preis haben uns nicht gerade begeistert. Es ist dann doch sehr einfach gehalten und spiegelt meines Erachtens nicht das wider, was die koreanische Küche tatsächlich zu bieten hätte. 

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Die Atmosphäre ist der Knaller

Der beste Indikator für authentisches Essen (bei einem solchen Event), ist die Anzahl an koreanischen oder asiatischen Leuten. Und davon waren echt unfassbar viele am Start – wir waren wirklich erstaunt.

Alle sitzen an langen Bierbänken oder an Tischen, aber alles ist sehr offen gehalten und setzt auf Kommunikation… ganz ohne Facebook und WhatsApp, soll es ja noch geben. Viele sprechen englisch und irgendwie wirkt das ganze Event einfach sehr international – man hat kaum mehr das Gefühl in Berlin zu sein. Es ist schon cool, wie dort eine ganz andere kleine Welt für ein paar wenige Stunden entsteht.

//Update: Ja, es sind weiterhin sehr viele Asiaten am Start. Die Atmosphäre ist großartig, weil es nach wie vor etwas sehr internationales hat. Leider ist es aber kein Indiz für gutes Essen. Dafür könnt ihr im Sommer auch draußen um die Platoon Kunsthaller herum sitzen.

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Nice to know.

  • Das Preis-Leistungsniveau ist wieder näher an der Realität dran. Die Portionen, die ihr bekommt entsprechen in etwa dem Geld, dass ihr dafür ausgebt. Das ist bei vielen anderen Streetfood-Events mittlerweile ja leicht grenzwertig.
  • Dafür wird aber beim Bier ordentlich zugeschlagen – eine kleine 0,33l-Flasche kostet 3,50 EUR, und zwar ohne Pfand.
  • Es gibt keine Froschschenkel, Raupen oder andere, für den deutschen Gaumen, seltsame Geschmäcker. Wenn ihr das wollt, müsst ihr ins District Mot.
  • Der Eintritt kostet 2 EUR.

Fazit.

Bislang ist der 31.10. die letzte Möglichkeit am Pojangmacha teilzunehmen – also hin da. Es ist wirklich toll und die Halloween-Parties könnt ihr danach stürmen ;)

// Update: Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt leider nicht mehr so wirklich, weil die Qualität des Essens abgenommen hat. Leider. Es ist trotzdem irgendwie toll, aber eher wegen der Location und der Stimmung.

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Das Funk You in Berlin Mitte

Update: Das Funk You ist umgezogen in die Rosenthaler Straße in Mitte.  

Auf der Suche nach den besten Health-/ Functional-Food-Läden in Berlin, mussten wir natürlich auch das Funk You in Berlin Friedrichshain unter die Lupe nehmen. Der Laden ist ein paar Gehminuten vom Boxi gelegen, aber dennoch leicht zu übersehen. Ich laufe zumindest regelmäßig dran vorbei und checke es erst, wenn ich schon fast wieder an der Frankfurter Allee bin.

Try something new today

Der Satz steht unten auf der Tafel, die als Menü-Karte umfunktioniert ist, und genau das sollte man auch immer mal wieder machen, sonst bewegt man sich nur in seinem eigenen Dunstkreis. Das Funk You bietet euch einerseits tolle Smoothies (mein Lieblingssmoothie ist Princess Leia) und Juices an. Ihr habt die Wahl zwischen Green, Fruit und Superfood Smoothies. Also die geballte Ladung Vitamine und Mineralstoffe, nur in flüssiger Form. Um das auszuprobieren und toll zu finden, braucht ihr übrigens nicht darauf zu warten 90 Jahre alt zu werden und zahnlos aus Schnabeltassen trinken zu müssen – das geht auch sehr gut vorher ;)

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Natural Food

Neben der flüssigen Variante, bietet euch das Funk You auch was zum Beißen an: Sandwiches, Wraps, Tacos, Salate und ein paar Frühstücksvarianten. Alles ist vegetarisch und kann auch als vegane oder tlw. auch glutenfreie Variante bestellt werden. Die Gerichte werden immer frisch bzw. a la minute hergestellt, sodass ihr zwar zwei, drei Minuten warten müsst, aber dafür auch mega frisches Essen bekommt. Letztes Mal hatte ich den vegan Wrap, der echt lecker war. Der Wrap erinnerte mich vom Geschmack des Teiges auch eher an eine Art Crepes oder Eierkuchen, weniger an den klassichen Wrapteig. Aber ich fand das echt lecker.

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Nice to know

Einziger Minuspunkt ist die Einrichtung, die für mein Geschmack recht willkürlich wirkt und mich nie dazu verführt länger dort bleiben zu wollen. Es stehen zwar die typischen alten (Wohnzimmer-) Möbel im Laden, aber die Wände sind weiß und kahl und es fehlt einfach ein richtiger Stil.

Die Flüssignahrung bekommt ihr ab 3,60 EUR, was zu beißen liegt zwischen 4,00-7,50 EUR – preislich auf einer Ebene mit dem Daluma oder dem Goodies. Viel nehmen sich die Läden da alle nicht.

Fazit.

Der Laden bietet sehr gutes Essen an und noch tollere Smoothies an, die zwar keine Kalorienzahl oder Funktion auf dem Becher tragen, aber trotzdem genauso toll sind.

Übrigens, war das einer der Laden, der mich das Daluma in Mitte so feiern ließ. Solche Läden gibt es einfach zu selten. Dennoch hab ich immer das Gefühl, dass im Funk You zu wenig los. Also, tut was dagegen und schaut vorbei, wenn ihr in der Nähe seid.

 


Adresse und Öffnungszeiten vom Funk You:

Funk You
Rosenthaler Str. 23
10119 Berlin

Mo-So: 8.00-19.00 Uhr 

 

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Das Community Camp Berlin 2014

Vorab: Der Artikel wird sich kaum mit Fachwissen, Keyfacts oder inhaltlichen Zusammenfassungen beschäftigen. Zum Einen ist der Blog nicht das richtige Umfeld, zum anderen gibt es dazu sicherlich am Ende genug Informationsmöglichkeiten über Twitter, Blogs, Slideshare & Co.

Mir liegt es eher am Herzen, das drumherum zu beschreiben. Was passiert da? Wie kommt man da hin? Was sind da für Leute? Und muss man auf einem Barcamp tatsächlich immer und überall aktiv mitmachen?

Zu Beginn: Eine Einführung in das CommunityCamp Berlin

Dieses Wochenende fand also zum 7. Mal das CommunityCamp oder auch die (Un)Konferenz für Social Media und Community Manager bei der Cimdata in Berlin statt.

Bitte? Was für ein Camp?

Die Veranstaltung reiht sich in die Riege der Barcamps ein. Barcamps sind keine Veranstaltungen, die Alkohol oder Barkeepern zum Thema haben, auch wenn der Name das vermuten lässt. Es sind vielmehr Events, bei denen sich Leute treffen, die sich beruflich oder hobbymäßig mit einem bestimmten Thema beschäftigen und gemeinsam sogenannte Sessions halten. Diese Sessions wiederum sind interaktive Vorträge, heißt, es gibt jemanden, der ein bestimmtes Thema vorschlägt und selbst dazu referiert bzw. die Session zumindest moderiert. Dabei sind die Teilnehmer dazu angehalten sich einzubringen – der Austausch steht im Vordergrund.

Aber, um gleich eines vorweg zu nehmen: wenn ihr wollt, könnt ich auch die ganze Zeit ganz still in den Sessions sein und den anderen lauschen. Nicht jeder ist als Rampensau geboren, was euch aber nicht von einem Barcamp Besuch abhalten sollte.

Wie läuft das CommunityCamp in Berlin ab?

Im Prinzip waren es 2,5 Tage. Am Freitag wurde das Event zusammen mit Blog’n’Burger im Burgerladen „The Pub“ eingeläutet. Unabhängig, ob man an den beiden eigentlichen Tagen teilnimmt, konnte man am Freitagabend dabei sein, Leute kennenlernen und wiedersehen, schnacken und essen und natürlich auch eins, zwei Bierchen trinken. Es ist eine lockere Runde und ob es dabei gleich ums Eingemachte geht, ist jedem selbst überlassen.

Samstag und Sonntag stehen dann die Sessions im Vordergrund

Vorstellungsrunde

Das ganze startet mit der Vorstellungsrunde. Jeder, der über 200 Teilnehmer, stellt sich dabei vor. Da der ein oder andere ein hohes Mitteilungsbedürfnis hat, ist das ganze auf 3 Stichwörter begrenzt. Meine waren Berlinblogger, Foodie & Gin – klingt kurz und knapp, dauert aber dennoch seine Zeit. Die Vorstellungsrunde dient den anderen euch kennenzulernen. Einige hatten z.B. das Keyword „Jobsuche“ – wie ernsthaft ihr die Runde nehmt, könnt ihr selbst entscheiden.

Sessionplanung

Dann kommt das, was Barcamps eigentlich ausmacht. Alle sind dazu aufgerufen, Themen für die Sessions reinzugeben – und nein, es ist überhaupt gar nicht schlimm, wenn ihr keine eigene Session klar macht. Die Leute stellen ihr Thema kurz vor, sagen, in 1-2 Sätzen, worum es geht, woraufhin dann der Raumindikator nachgefragt wird. Je nach Interesse wird dann die Raumgröße festgelegt. Ihr müsst auch nicht der Vollprofi zu einem bestimmten Thema sein – es ist auch möglich, dass ihr euch über ein Thema einfach austauschen und andere Erfahrungen einholen wollt.

Alle Sessions kommen dann an einen Plan und dann geht’s im Prinzip auch schon los.

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Die Sessions

Jede Session geht etwa eine Stunde. Ihr könnt währenddessen Fragen stellen, die euch schon immer bewegt haben oder ihr schnappt euch denjenigen danach noch mal. Das tolle ist, dass man echt viel Input in kürzester Zeit bekommt. Klar, könnt ihr euch das auch alles anlesen oder selbst recherchieren – das bleibt euch ja auch das restliche Jahr über nicht erspart, aber ihr habt das meistens Leute, die sich auf ihrem Gebiet echt gut auskennen.

Verlasst eure Comfort Zone! Auch immer empfehlenswert ist es, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Wenn ihr tagsüber nur mit Community Management zu tun habt, geht in eine Strategie-/ Content-Session. Schaut euch einfach Sessions zu Themen an, mit denen ihr bislang kaum oder wenig Berührung hattet.. Ein breites Wissen kann nie schaden.

Im Übrigen: Achtet auf die Sex-Sessions ;) Es gibt immer 1-2 Sessions, die irgendwie das Thema Erotik/ Sex streifen. Klingt jetzt nach Spaß und Dallerei und klar ist es auch lustig. Keine andere Session wird so von Zweideutigkeiten dominiert. Sehr amüsant. Aber ihr lernt auch viel. Die Sex-Branche hat z.B. die DVD durchgesetzt und beherrschte bereits lange vor Amazon, Empfehlungsalgorithmen – also, da kann man noch was von lernen!

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Get together und die inoffizielle Aftershow Party „Zum Hecht“

Am Abend des ersten Tages gibt es noch ein Get Together oben im Loft. Essen, Getränke und ein Special Guest namens Jägermeister, der nicht zuletzt für eine illustre Runde sorgte. Der Raum ist auch ganz süß hergerichtet mit Lichtern und vielen Sitzplätzen und, die Raucher jubeln, einer kleinen Terrasse. Da man tagsüber von einer Session zur nächsten springt, fehlt oft die Zeit sich mit den Leuten ausführlicher zu unterhalten. Am Abend ist das dann perfekt, weil jeder viel entspannter ist.

Um 22 Uhr ist dann Schicht im Schacht und es beginnt die inoffizielle Aftershow Party (die ja zu jedem guten Event gehört) in einer ziemlich urigen Kneipe namens „Zum Hecht“. Ich weiß gar nicht, ob die Besitzer vom Orga-Team vorgewarnt werden, aber die komplette Bar ist dann mit einem Mal voll – und die Bar ist groß und hat den perfekten (Un)Slogan für die (Un)Konferenz.

FAQs für Newbies

Wie kann ich teilnehmen?

Ihr meldet euch hier an und erstellt ein Profil. Das CommunityCamp Berlin findet immer am letzten Oktoberwochenende statt. Etwa 4-5 Wochen vorher bekommt ihr dann eine Mail mit dem Hinweis, dass der Ticketverkauf startet und dann solltet ihr euch recht zeitnah eines sichern.

3.Etage: Fahrstuhl oder Treppen?

Die Frage hat ihre Bewandtnis… denn der Fahrstuhl ist soooo langsam, dass ihr zwei Mal hoch und runter laufen könntet. Wenn ihr kein größeres Gepäck habt oder es euch sonst irgendwie nicht möglich ist, die Treppen zu nehmen, solltet ihr auf den Fahrstuhl verzichten, er ist wirklich seeeeeehr langsam.

Muss ich was zu Essen oder Trinken mitnehmen?

Nein, im Prinzip nicht – je nach dem, wie picky ihr seid. Aber selbst ich, mit meiner veganen Ernährung, bin ich nicht verhungert, im Gegenteil.

Wo kriege ich noch mehr Input her?

Unter dem Hashtag #ccb14 findet ihr auch Twitter, Facebook und Instagram noch ganz viel weitere Eindrücke und dann auch den fachlichen Rundumschlag.

Was sind da für Leute?

Ganz Liebe ;) Menschen aus Unternehmen, Agenturen, Verlagen, Selbstständige – alle vereint jedoch das Thema Social Media und Community Management und ganz viel Leidenschaft zu ihrem Job, denn sonst würde man wohl kaum das Wochenende damit verbringen sich weiterzubilden.

Muss ich selber Sessions halten?

Nein, wie bereits erwähnt. Es gilt zwar der Leitsatz ‚ein Community Camp ist, was ihr daraus macht‘, aber niemand wird gezwungen, eine Session zu halten. Dafür sind dort auch viel zu viele Leute und wir müssten das Barcamp auf eine ganze Woche ausdehnen. Dennoch ist die Beschwerde „Ich fand die Themen nicht so geil“ ein Feedback, dass leider nicht zählt. Alles andere nimmt sich das Orga Team im Übrigen sehr zu Herzen und versucht es immer auch umzusetzen.

Das Beste zum Schluss:

Tausend Dank geht am Ende naürlich an das Orga-Team und die Sponsoren, die das Community Camp überhaupt möglich machen ♥ Und an alle ccbies, die da sind und einfach nur so sind, wie sie sind.

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