Kategorie-Archive: Berlin Berlin

Gesellschaftsspiele – Holt euch Berlin ins Wohnzimmer

Ihr wollt eure Stadt etwas genauer kennenlernen, ein bisschen Action, aber draußen ist so schlechtes Wetter? Überraschung! Um die Hauptstadt unter die Lupe zu nehmen, müsst ihr nicht einmal vor die Tür gehen. Denn es gibt unzählige Spiele über Berlin, die ihr mit Familie oder Freunden zusammen spielen könnt. Egal ob am Freitagabend zum Vorglühen, oder Sonntag-Nachmittag beim Familientreffen.


Berliner Bärenspiel

Dieses Spiel kann man nicht nur super zu Hause spielen, sondern auch durch die praktische Größe mit in den Urlaub nehmen. Gestartet wird am Hauptbahnhof und es beginnt eine witzige Tour durch Berlin, bei welcher immer wieder Zwischenfälle geschehen. Ziel des Spiels ist es, mit seinen “Berlin-Besuchern” den Fernsehturm zu erreichen und den Blick über die Stadt zu genießen. 

GOOD TO KNOW
Preis | 15,90€
Alter | ab 6 Jahren
Personenzahl | 2 bis 6 Spieler
Online | Website

UnberechenB€R – das verrückte Flughafenspiel

Auf Satirische Art und Weise werden die Pannen und Versäumnisse des Berlin-Brandenburger Großprojektes BER auf die Schippe genommen. Nicht nur die Spielkarten mit “EreignisLose” und “VerantwortungsLose” sorgen für regelmäßige Lacher, sondern auch die wahren Begebenheiten auf welchen das Spiel beruht. Jetzt könnt ihr mal selbst den Bauhelm aufsetzen und schauen, was und wie ihr vieles besser gemacht hättet. 

GOOD TO KNOW
Preis | 38,90€
Alter | ab 14 Jahren
Personenzahl | 2 bis 5 Spieler
Online | Website

Monopoly Berlin

In der City-Edition des Spiel-Klassikers könnt ihr um exklusive Deals in der Hauptstadt Feilschen. Auch unzählige Sehenswürdigkeiten oder verschiedenste Stadtviertel könnt ihr euch unter den Nagel reißen. Die Spielfiguren wie das Brandenburger Tor, dem Berliner Bären und dem Ampelmännchen, sind extra auf die Metropole abgestimmt. 

GOOD TO KNOW
Preis | 48,99€
Alter | ab 8 Jahren
Personenzahl | 2 bis 6 Spieler
Online | Website

Berlin City Game – das Sightseeing Escape Game zur Berliner Mauer

Mit viel Geschick, Grips und Teamwork müsst ihr euch aus einer brenzlichen Situation befreien, denn ihr seid in Ost-Berlin gestrandet. Das Spiel bringt euch an historische Orte und ihr könnt den vollen Sightseeing Spaß in eurem Wohnzimmer genießen.

GOOD TO KNOW
Preis | 37,00€
Alter | ab 12 Jahren
Personenzahl | 2 bis 10 Spieler
Online | Website

Scrabble Dialekt – Berlin Edition 

In diesem Partie erwarten euch Kiez-Weisheiten und kulinarisches Insiderwissen. Außerdem lernt ihr auf witzige Art und Weise die urigen Traditionen und lustigen Sprüche der Berliner genauer kennen. 

GOOD TO KNOW
Preis | 37,00€
Alter | ab 16 Jahren
Personenzahl | 2 bis 4 Spieler
Online | Website

Memory

Memory ist Gehirnjogging für Groß und Klein. Wer keine langweiligen Sachen auf den Karten abgebildet haben möchte, kommt bei den verschiedenen Memories über die Hauptstadt voll auf seine Kosten.

Memory Sehenswürdigkeiten

GOOD TO KNOW
Preis | 8,90€
Alter | ab 4 Jahren
Personenzahl | 2 bis 8 Spieler
Online | Website

Memory U-Bahn

GOOD TO KNOW
Preis | 13,69€
Alter | ab 5 Jahren
Personenzahl | 2 bis 8 Spieler
Online | Website

Quiz

Es gibt so viele Fragen und Wissenswertes über unsere deutsche Hauptstadt. Doch kennt ihr alle Antworten? Euer Wissen über Berlin könnt ihr in den verschiedensten Quizzen testen und gegeneinander antreten.

Mauer / DDR Quiz

GOOD TO KNOW
Preis | 9,95€
Alter | ab 12 Jahren
Personenzahl | ab 1 Spieler
Online | Website

Berlin Quiz

GOOD TO KNOW
Preis | 12,90€
Alter | ab 12 Jahren
Personenzahl | ab 1 Spieler
Online | Website

BerlinIQ – Das Quizspiel für alle Berlin-Fans

GOOD TO KNOW
Preis | 25,04€
Alter | ab 12 Jahren
Personenzahl | 2 bis 12 Spieler
Online | Website

Puzzle

Für alle Fans der Geduld und Ausdauer haben wir natürlich auch etwas zu bieten: Puzzle. Die tollen Motive aus der Megacity spenden eine besondere Motivation und Spielspaß.

Reichstag (1000 Teile)

GOOD TO KNOW
Preis | 13,79€
Alter | ab 12 Jahren
Personenzahl | ab 1 Spieler
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Brandenburger Tor (1000 Teile)

GOOD TO KNOW
Preis | 14,90€
Alter | ab 12 Jahren
Personenzahl | ab 1 Spieler
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Berlin Panorama (1000 Teile)

GOOD TO KNOW
Preis | 15,99€
Alter | ab 12 Jahren
Personenzahl | ab 1 Spieler
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Quartett

Jetzt hauchen wir dem verstaubten Klassiker mal wieder etwas frischen Wind ein. Es gibt nicht nur langweilige Auto-Quartetts, die ihr alle wahrscheinlich noch aus eurer Kindheit kennt, sondern auch richtig witzige mit Schmunzel-Garantie.

BER – Pannen Quartett 

GOOD TO KNOW
Preis | 9,95€
Alter | ab 6 Jahren
Personenzahl | ab 2 Spieler
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Berliner Späti Quartett

GOOD TO KNOW
Preis | 9,88€
Alter | ab 6 Jahren
Personenzahl | ab 2 Spieler
Online | Website

MyWellness – Luxuriöses Entspannen mit Privatsphäre

Hier niest einer, dort wird über Anette vom Büro nebenan getratscht und eine Liege weiter wird heftig gefummelt. Ob man im Spa entspannen kann oder nicht hängt nicht zuletzt von den anderen Gästen ab, denn wenn in der Sauna seit zwei Minuten mit dem Handtuch gewedelt wird, kann das Loslassen schonmal etwas schwerer fallen. Wir hatten die Möglichkeit die Wellness-Suiten von MyWellness in Wilmersdorf zu besuchen. 365 Tage im Jahr kann hier von 10-24 Uhr bei maximalster Privatsphäre entspannt werden. 

What you get

Unterteilt werden die Suiten in drei Kategorien: Comfort, Deluxe und Superior. Kurz und knapp: Alle Suiten haben eine Finnische Sauna, Regendusche, Massage Whirlpool, Loungebereich, Entertainment System, Individuelle Beleuchtung, ein einfaches Bestellsystem und ein WC. In der Deluxe und Superior Variante gibt es noch einige Extras, dazu aber später mehr.  

Wir sind bereit 

Als wir am Kurfürstendamm ankommen und uns in den modernen Eingangsbereich begeben, werden erstmal alle Formalitäten erledigt. Wir bekommen Chipkarten, mit denen wir direkt die Spinde hinter uns benutzen können, um unsere Jacken und Taschen zu verstauen. Links neben dem Tresen stehen alle Saunaaufgüsse bereit, wir probieren uns durch die Auswahl und entscheiden uns für unseren ersten Aufguss des Tages: Lavendel. Anschließend werden wir in den ersten Stock geführt, wir laufen an einem Eisbrunnen entlang und in das Zimmer, das wir für die nächsten drei Stunden komplett für uns allein haben. Während uns sehr aufmerksam der Bestellvorgang und die Steuerung der Ausstattung erklärt wird, driftet unser Fokus immer wieder auf den vor uns liegenden Luxus. Licht, TV und Musik wird über den Touchscreen gesteuert. Auch die Temperatur der Sauna wird hierüber individuell eingestellt. Das Ganze kann auch über eine App per Smartphone gelenkt werden (Bluetooth und WLAN stehen selbstverständlich auch zur Verfügung). Nach der kurzen Einführung werden auch schon allein gelassen. Die Tür schließt sich und das heißt: für die nächsten Stunden ist Zweisamkeit angesagt. 

No worries – Für alles ist gesorgt 

Unsere Suite der Superior Variante verfügt neben der oben genannten Ausstattung auch über eine Infrarotsauna, ein Sunshower, einen Abkühlbereich und ein Wasserbett mit Hydromassage. Auf dem gefliesten Boden liegen Rosenblätter gestreut, Zitronen-Minze Wasser steht bereit und auch Bademantel, Schlappen und Handtücher sind griffbereit. Solche Extras können entweder vorab als Paket dazugebucht werden oder über das System nachträglich geordert werden. Als wir uns fertig umgezogen haben, steht auch schon unser Lavendelaufguss in der Durchreiche

Während unsere Musik aus den Lautsprechern dröhnt, testen wir uns durch die gesamte Suite. Whirlpool, Sauna, Abkühlen, Massage, Sonnendusche, das Ganze wieder von vorn und dann Snacks. Wir bestellen uns Falafel, Thunfischsalat, Panini, Ben&Jerry’s und zwei Smoothies. Sobald die Bestellung von den Mitarbeitern in die Durchreiche gestellt wird, färbt sich unser Wellnessbereich als Signal grün. Wir sind große Fans von den Smoothies. Die Snacks sind leider etwas fade, uns fehlt es ein wenig an Frische. Neben dem Verzehr haben wir auch ein Massagejoghurt und ein Peeling bestellt. Die Produkte kommen in einer Holzschüssel und mit einer kurzen Beschreibung wie das Produkt am besten angewendet wird. Soviel sei gesagt: Ich bin selten mit einer weicheren Haut durch die Gegend gelaufen wie an diesem Tag. 

Fazit

Abgerundet hat unser Erlebnis die Hydro-Massage. Wir konnten unter diversen Programmen entscheiden, Intensität und Länge bestimmen. Jegliche Verspannungen wurden gelockert und wegmassiert. Durch die absolute Privatsphäre und die Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung des Wellnessbereichs wurden perfekte Voraussetzungen geschaffen, um die Zeit vollends zu genießen. Unser nächster Besuch steht schon in Planung!

Good to know
Atmosphäre |
Modern, ruhig
Preisniveau | Comfort Suite ab 14 EUR pro Stunde, für Extras wie Badeutensilien fallen separate Kosten an
Besonderheiten | Maximale Privatsphäre 

Kontakt
Haltestelle | U Adenauerplatz
Öffnungszeiten | Mo-So: 10:00 bis 24:00 Uhr
Online | Website

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Spreepark – ein Lost Place im Herzen Berlins

Bei einem Spaziergang über die Oberbaumbrücke im Friedrichshain, entdeckte ich zum ersten Mal das rote Riesenrad zwischen den Bäumen am Horizont. Da mir nicht bekannt war, dass zu dieser Zeit ein Rummel in der Gegend stattfand, recherchierte ich und wurde auf den Spreepark aufmerksam. Ein Lost Place mitten in Berlin im Plänterwald, umgeben von hohem Dickicht und einem massiven Gitterzaun. Wahnsinn! In Zeiten der DDR war dieser der einzige ständige Rummelplatz mit Konzerten, Tanzveranstaltungen und Kinderangeboten. Nach der Wende wurde viel von einer privaten Beteiligungsgesellschaft investiert, trotzdem sanken die Besucherzahlen weiter, sodass 2001 die Insolvenz angemeldet werden musste. Ein letztes Mal wurde es noch laut um den Park. Als der ehemalige Besitzer nach seiner zweiten Park-Pleite in Peru samt seinen Fahrgeschäften und 161 Kilogramm Kokain darin versteckt zurück nach Deutschland verschwinden wollte. Seitdem verwaist der Park. 

Ready for take off?!

Das weckte mein Interesse und ich beschloss eine Führung mitzumachen, die von April bis November in kleinen Gruppen für günstiges Geld angeboten werden. Am Tag der Führung strahlte die Sonne, wodurch die eigentlich düstere und verlassene Atmosphäre nicht vollends zur Geltung kam. In der anderthalbstündigen  Besichtigung durchstreiften wir das zugewucherte Gelände, lauschten aufmerksam den spannenden Geschichten einer Zeitzeugin und erhielten Insider-Infos über den ehemaligen Freizeitpark. 

Der Zahn der Zeit nagt

Ich war begeistert was es in dem von außen abgeschirmten Areal alles zu entdecken gab. Einige Buden waren vom Vandalismus gezeichnet, die Fenster zerschlagen, Türen aus den Verankerungen gerissen, Wände eingetreten und mit Graffitis beschmiert. Auch die riesigen, zu Boden geschmissenen Dinosaurier-Figuren haben wahrscheinlich schon bessere Tage erlebt. Dann gab es aber auch noch Karusselle die sehr gut erhalten schienen. So kam das Gefühl auf, man könne sofort einsteigen, losfahren, Spaß haben und nachvollziehen wie es früher gewesen sein musste. Die Natur hat sich die Achterbahnen zurückgeholt, die verrosteten Schienen führten in dichtes Unterholz. Ebenso waren die ehemals bunt bemalten Wagons mittlerweile verblasst und mit Moos bewachsen. 

Safety first!

Leider gab es auch einige Ecken die aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden durften, wirklich schade, aber safety first! Die Zeit auf dem schaurig schönen Terrain, welches man auch aus einigen Kinofilmen wie „Wer ist Hanna?“ und „Wir sind die Nacht“ kennt, ging durch die vielen Eindrücke rasend schnell zu Ende. 

Aufgrund des COVID-19-Virus gelten besondere Auflagen. Der Abstand von 1,50 m ist stets einzuhalten, ebenso ist es erforderlich eine Mund-Nasen-Schutzmaske zu tragen.

Fazit

Als abschließendes Fazit kann ich besten Gewissens behaupten, dass der Park eine super historische Attraktion für Kurzurlauber, aber auch Urberliner, sowie Lost Places Fans, Fotografie-Interessierte und für Personen, die einen Blick in die Vergangenheit wagen möchten, ist. Außerdem spricht das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis für eine gelungene Abwechslung zum Berliner Großstadtleben und den üblichen Sightseeing-Touren. 

Kleiner extra Tipp: Wenn ihr mystische Stimmung auf euren Bildern erzeugen möchtet, dann achtet darauf, dass ihr bei bedecktem Himmel Fotos schießt ;-) 

GOOD TO KNOW
Haltestelle | S Plänterwald
Preisniveau | 5€ Erwachsene / 3€ Kinder
Online | Website

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Quatsch Comedy Club – Traditionsadresse für gute Unterhaltung

Der Quatsch Comedy Club war 1992 die Keimzelle für deutsche Stand-Up Comedy und ist bis heute einmalig lustig. Bei meinen mittlerweilen schon 5 Besuchen wurde ich bisher noch nie enttäuscht und hatte immer einen amüsanten, gelungenen Abend mit pfiffigen Snacks und Getränken. Unter der Leitung von Thomas Hermanns entstand der Club 1992 in Hamburg und wurde ab 1996 auf ProSieben übertragen. 2002 erfolgte dann der Umzug nach Berlin, in den Souterrain des Friedrichstadt-Palastes. Hier ist besonders durch die behutsame Renovierung der DDR-Charme des ehemaligen “Kleine Revue” erhalten geblieben. Die Atmosphäre ist durch die ca. 250 Sitzplätze besonders familiär und exklusiv

Lachkrampf Garantie

Das Programm des Quatsch Comedy Clubs wechselt wöchentlich, sodass man selbst als Stammgast niemals dem gleichen Spielplan beiwohnen muss. Zu der zweistündigen Show gehören immer 5 Komödianten, wovon einer als Moderator durch den Abend führt. Die Künstler bedienen jede Art von Humor und so ist der Abend oft eine Mischung aus gesellschaftskritischer und politischer Satire, Liedermacher-Kunst und ein Spaß aus alltäglichen Fettnäpfchen. Der Mix aus Comedy-Urgestein und Newcomer macht jeden Abend unverwechselbar. Auch große Comedystars wie zum Beispiel Chris Tall, Ingo Appelt, Caroline Kebekus oder Olaf Schubert lassen sich im Quatsch Comedy Club blicken.

XXL TV-Aufzeichnung für endlosen Spaß

Die besonderen Highlights sind die TV-Aufzeichnungen für Sky. Hierfür verwandelt sich die Location in ein Fernsehstudio und mit etwas Glück könnt ihr euch später bei der Ausstrahlung im TV entdecken. Da an einem Abend bis zu 3 Folgen aufgezeichnet werden, könnt ihr in den Genuss von ca. 12 Comedians kommen. Besonders spannend ist hierbei, dass ihr alles live miterleben könnt was im TV eben nicht gezeigt wird, denn selbst den Profis passieren Pleiten, Pech und Pannen.

Quatsch Talentschmiede – die Newcomer von Morgen

Alle die sich selbst für besonders lustig halten, können ihre Witzigkeit in der Quatsch Talentschmiede unter Beweis stellen. Hierbei hat jeder Sprecher 6 Minuten Zeit, um sich vor Publikum zu beweisen. An Hand des Applauses wird entschieden, ob der Amateur eine Runde weiter kommt. Wer dreimal weiter gewählt wird, gewinnt einen Auftritt im Club und wird zum großen Jahresfinale eingeladen. Natürlich macht auch das Zuschauen, wenn die zukünftigen Komödianten noch in den Kinderschuhen stecken richtig Freude.

GOOD TO KNOW 

Atmosphäre | familiär, gemütlich, exklusiv, amüsant

Preisniveau | Donnerstag & Sonntag ab 18 EUR / Freitag & Samstag ab 20 EUR

Besonderheiten | wöchentlich wechselndes Programm

Die Museumsinsel – Das Pergamonmuseum

Das Pergamon Museum habe ich zuletzt auf einem Schulausflug besucht. In einer Gruppe wurden wir von einer Mitarbeiterin des Museums von Ausstellungsstück zu Ausstellungsstück geführt. Mit 25 Klassenkameraden neben normalem Museumsbetrieb kamen die Informationen nur in Stücken an. Dazu sind seitdem einige Jahre vergangen und so war es an der Zeit dem Pergamonmuseum einen Besuch abzustatten. Diesmal mit meiner vollen Aufmerksamkeit.

Das Pergamonmuseum kommt nicht allein

Für das Pergamonmuseum kann kein Einzelticket gekauft werden. Es gibt die Auswahl zwischen zwei Paketen.
1: Das Pergamonmuseum + Pergamon. Das Panorama
2: Das Pergamonmuseum + Neus Museum + Altes Museum + Bode Museum + Alte Nationalgalerie

Ich entschied mich an diesem Tag für das erste Paket, da ich nicht allzu viel Zeit mitgebracht habe. Preislich unterscheiden sich die beiden Optionen nur mit einem Euro (Das Paket für die Museumsinsel ist günstiger). Für das Ticket mit Zugang zur Museumsinsel muss genügend Zeit und Motivation mitgebracht werden, denn gültig ist das Ticket für 18 Euro nur einen Tag (3-Tage-Karten gibt es für 29,00 EUR bzw. ermäßigt 14,50 EUR) und es sind so einige Ausstellungen abzuhaken.

Security ohne Ende

Betritt man das Museumsgebäude fallen direkt die scheinbar unendlichen Museumsmitarbeiter bzw. Sicherheitsleute auf. An jeder Ecke steht wer neues in Anzug und hält Ausschau. Ich war an einem Dienstagvormittag dort und hatte das Gefühl, dass auf jeden Besucher ein Mitarbeiter kam. Ich verstehe natürlich, dass das Pergamonmuseum Stücke unfassbaren Werts ausstellt, ich fühlte mich jedoch trotzdem ziemlich beobachtet. Obwohl es nicht sehr voll war, habe ich es nicht geschafft mir für alles genügend Zeit zu nehmen. Eile und Schnelligkeit schwebten in der Luft und drum las ich nicht jeden Text bis zum Schluss. Und zu lesen gab es einiges. Das Pergamon ist ein Museum, dass eine Audioführung (im Preis enthalten), eine normale Führung oder das aufmerksame Lesen der Texte verlangt, ansonsten ist der Besuch meiner Meinung nach nicht den Eintritt wert.

Aktuelle Ausstellung – Capturing Irans Past

Alle paar Monate gibt es neue Ausstellungen im Pergamon. Während meines Besuchs begeisterte mich „Capturing Irans Past“. Die Fotoausstellung wurde von vier unterschiedlichen iranischen Künstler*innen erstellt. Shadi Ghadirian, Arman Stepanian, Najaf Shokri und Taraneh Hemami haben durch ihre verschiedenen Herangehensweisen und Interpretationen der Thematik, eine unglaublich ausdrucksstarke Ausstellung erschaffen. Neben der Auseinandersetzung von Geschichte und Gegenwart in den Fotos fand ich das Medium Foto sehr erfrischend. Obwohl hier und dort Projektionen oder Fernseher aufgebaut sind, sind die Hauptmedien des Pergamonmuseums Artefakte wie Vasen, Statuen oder Bücher. Daher ist die Fotoausstellung eine willkommene Abwechslung gewesen.
Im Februar 2020 wechselte die Ausstellung. Die neue Ausstellung heißt „Kalligraph des Königs – Daud Hossaini“. Diese dreht sich, wie der Name schon vermuten lässt, um Daud Hossaini, den Kalligraphen des Königs Muhammad Zahir Khan. Seine Kalligraphien waren und sind noch heute unglaublich bekannt. Bis zum 03.05.2020 könnt ihr euch im Pergamonmuseum von seiner erstaunlichen Arbeit in den Bann ziehen lassen.

Diese beiden Ausstellungen sind so unterschiedlich voneinander und doch passen sie beide perfekt in das Pergamonmuseum. Durch diesen Wechsel an ausgestellter Kunst, bleibt es immer spannend im Pergamon.

Fazit

Das Pergamonmuseum ist eine feste Institution in Berlin und das nicht ohne Grund. Die Ausstellungsstücke sind einzigartig und unglaublich Interessant. Ich empfehle unbedingt den Audioguide und die Kombination mit dem Pergamon Panorama, so wird der Museumsausflug nicht zu trocken.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre | Viel Gewusel, am Vormittag sind viele Schulklassen unterwegs
Preisniveau | Pergamon + Panorama 19 EUR regulär, Studenten 9,50 EUR, U18 frei
Besonderheiten | Wechselnde Ausstellungen

KONTAKT
Haltestelle | S+U Friedrichstraße
Öffnungszeiten | Fr-Mi: 10:00 bis 18:00 Uhr, Do: 10:00 bis 20:00 Uhr
Online | Website

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Das Schöneberger Sultan Hamam

Sultan Hamam, Hinterhaus 2.OG“ steht auf dem Schild vor dem großen Industriegebäude in der Bülowstraße in Schöneberg. Neben Büros von Werbeagenturen und Sportstudios liegt das „Sultan Hamam“. Ganz ehrlich? Als wir die Stufen zum zweiten Stock hinauf stiegen, waren wir uns fast nicht sicher, ob wir uns nicht verlaufen hatten. Das hier sah alles so gar nicht nach Wellness aus. Nocheinmal um die Ecke und den Gang nach hinten und da waren wir. Wir verließen den, von Leuchtstoffröhren beleuchteten Gang mit grauem PVC-Boden und nackten Betonwänden und standen plötzlich in einem warmen, sanft ausgeleuchteten Eingangsbereich eines Dayspas. Entspannende Musik und der Duft nach Seife und Massageöl erfüllten den Raum. Es war unser ganz persönlicher „Narnia-Moment“, nur dass wir, statt durch eine Schranktür in ein Winter Wonderland, aus einem grauen Bürogebäude in einen orientalischen Palast gefallen sind. Nice!

Türkische Wohlfühloase im Trubel der Großstadt

Es war unser erstes Mal in einem türkischen Hamam und nach einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten waren wir, ausgestattet mit Handtüchern, Schlappen und Hamam-Schale, bereit für die Experience. Das Hamam selbst ist komplett aus Marmor und es gibt überall kleine Nischen, mit beheizten Bänken und Waschbecken, aus welchen man das warme Wasser schöpft, welches man sich dann, Hamam-Schale sei Dank, über den ganzen Körper schüttet. Angrenzend an dem Traum aus Marmor, befindet sich ein Dampfbad im gleichen Design. Empfohlen wurde uns alle 5-10 Minuten zwischen Hamam und Dampfbad hin und her zu wechseln. Anders als in anderen Spas die wir getestet haben, haben die „Bitte leise“-Schilder an Sauna und Hamam hier nicht wirklich etwas zu bedeuten. Während unseres Bades wurde um uns herum geredet und gelacht und auch wir genossen die Atmosphäre, in welcher wir uns ungezwungen unterhalten konnten.

Dank Ganzkörperpeeling gleich 2kg leichter

Ich bin passionierte Vabali-Gängerin also dachte ich mir nicht viel, als wir zum „Ganzkörperpeelingabgeholt wurden. Erwartet hatte ich, wie sonst auch, eine homöopathische Dosis an „Rosenquarz-Stutenmilch-Weihwasser-Peeling“ oder so. Ja ok, ich hätte es vorher mal googeln können. Nennt mich naiv, aber nichts hätte mich darauf vorbereiten können, dass, eine sehr nette Dame, die nächsten zehn Minuten lang versucht, mir, mit Hilfe von zwei Peeling-Handschuhen meine Tattoos runter zuschmirgeln, während ich nackt, wie das Orakel von Delphi, auf einer Marmorliege liege. Versteht mich nicht falsch, das ganze hat definitiv was und das bisschen meiner ersten Hautschicht, das ich behalten durfte, ist so zart wie ein Babypopo, nur muss ich immer noch über meine Unbedarftheit und der daraus resultierenden Überraschung lachen. Um viel tote Haut ärmer, aber eine Erfahrung reicher, genehmigten wir uns eine Pause im Loungebereich des Hamam. Zu jedem Spa-Paket gibt es einen kleinen Schwarztee. Wir bestellten uns zudem noch frische Früchte mit Joghurt und Honig. Alles war sehr lecker!

Das komplett weibliche Personal, das uns an diesem Nachmittag betreute war ausgesprochen freundlich. Wir haben uns immer willkommen und super umsorgt gefühlt. Das Sultan Hamam ist die meiste Zeit nur für Frauen geöffnet. Mittwochabend gibt es gemischte Badezeiten und der Montag gehört ganz den Herren der Schöpfung. Ansonsten sind die Frauen hier unter sich. Anmerken wollen wir hier aber, dass, während wir leicht bekleidet im Bademantel in der Lounge abhingen, ein-, zweimal Männer an die Rezeption kamen um Sachen abzuliefern oder ihre Frau abzuholen. Für uns war das absolut kein Problem, wir sind gemischte Saunas und Spas gewöhnt, aber wir wollen es hier trotzdem erwähnen, falls das der ein oder anderen Leserin unangenehm sein könnte. Man sitzt in der Lounge zwar hinter halbdurchsichtigen Vorhängen, hat aber dennoch Blick auf Rezeption und Eingang und umgekehrt.
Nach einer Zigarette (Shame on me!) im hauseigenen Raucherraum (God bless!) und abwechselnden Sauna und Hamamgängen wurden wir schließlich für eine 20-minütige Massage abgeholt. Auch hier können wir nur großes Lob aussprechen. Ich finde immer die halbe Miete einer guten Massage ist nettes und einfühlsames Personal. Meine Masseurin war super nett und hat Gelassenheit und Ruhe ausgestrahlt, sodass ich mich, trotz der kurzen Zeit, super entspannen konnte. Danach waren unsere, im Paket enthaltenen, drei Stunden auch schon um und nachdem wir uns, nach einer ausgiebigen Dusche, im Frisierzimmer zurecht gemacht hatten, verabschiedeten wir uns an der Rezeption von unseren Gastgebern und waren im nächsten Augeblick zurück in der Realität des grauen, verregneten Berlins im Februar.

Fazit

Zu schätzen wussten wir am Sultan Hamam auf alle Fälle die Planung der Belegung. Man kann nicht einfach auftauchen, sondern bucht im Voraus einen Slot. Somit kann das Team gewährleisten, dass das Hammam nie überbelegt ist. Zwar war während unseres Besuches immer was los, wir mussten aber niemals auf einen Platz in der Sauna oder Dampfbad warten oder gar verzichten. Auch ist es echt schön mal als Frauen „unter sich zu sein“. Die Atmosphäre war super ungezwungen. Wir haben mit den anderen Gästen gequatscht und gelacht. Alles in allem war unser Aufenthalt sehr entspannend und regenerierend. Das 3-Stunden-Paket inklusive 20-Minuten Teilmassage kostet 49€. Ohne Massage nur 43€. Mit dem teuersten Paket mit 5 Stunden Aufenthalt und diversen kosmetischen Anwendungen kommt man auf 160€. Die genauen Preise könnt ihr der Website des Unternehmens entnehmen. Dort könnt ihr auch gleich online euren Termin buchen.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre | familiär und intim
Preisniveau | 3 Stunden plus Massage 50€
Besonderheiten | Nach Geschlechtern getrennte Besuchszeiten

KONTAKT
Haltestelle | U Bülowstraße
Öffnungszeiten | Damen: Di-So vormittags bis ca. 22:00, Herren: Mo 14:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Online | Website

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Float Berlin – Dem Stress davonschweben

Das Telefon klingelt, während die Tastaturen von mindestens fünf verschiedenen Laptops klackern. Die eigene To-do Liste findet kein Ende und bei einem Versuch zu entspannen oder frische Luft zu schnappen wird man am besten von Touristen gefragt, ob man ein Foto von ihnen machen könne oder es droht der Tod durch mindestens zwei verschiedene Verkehrsteilnehmer. Das ist der Normalzustand und mittlerweile ist jeder Berufstätige an das Chaos gewöhnt. Eine Auszeit vom Trubel zu finden kann sich als kompliziert erweisen. Wir haben das schwerelose Entspannen an einem verregneten Dienstag im Float Berlin ausprobiert.

Was ist Floaten eigentlich?

Floaten, zu Deutsch schweben, tut man in einem Floating-Becken. Durch das konzentrierte Salzwasser, das die gleiche Temperatur wie die unserer Außenhaut hat, schwebt man ohne Anstrengung an der Wasseroberfläche. Floaten hat positive Auswirkungen sowohl physiologisch als auch mental. Der Körper wird durch den Aufenthalt im Wasser entlastet. Diese Entlastung kann vor allem bei hartnäckigen oder sogar chronischen Verspannungen helfen, hat aber noch viele weitere physiologische Vorteile. Durch die gesteigerte Endorphinausschüttung erhöht sich das Wohlbefinden des Floatenden. Kreativität, Konzentrationsfähigkeit und Produktivität sollen gesteigert werden.

So viele positive Effekte? Wir testen es aus!

Als wir im Float Spa ankommen werden wir freundlich begrüßt, ziehen unsere Jacken aus und bekommen je ein Paar verzückend weiße Crocs zum Anziehen. Unser Raum wird vorbereitet und nach wenigen Minuten betreten wir das gedimmte Zimmer. Das ist unsere erste Float-Erfahrung und so bekommen wir noch ein kurzes Briefing auf was geachtet werden sollte. Kurz: Rutschgefahr nach dem Floaten, bei verspanntem Nacken den Kopf mit den Händen stützen oder ein bis zweimal nach hinten strecken und die Smartphones am besten ausschalten.

Wir werden in dem Raum allein gelassen, duschen uns mit dem speziellen, zur Verfügung stehenden Duschgel ab und betreten das Becken. Diese Schwerelosigkeit ist schon ein komisches Gefühl. Durch einen Knopf am Becken wird das Licht weiter gedimmt, bis der Raum schließlich komplett von Dunkelheit vereinnahmt wird. Die ersten fünf Minuten in purer Stille, ohne jegliche Sinneseindrücke, erweisen sich als ziemlich ungewohnt. In kaum einer Situation ist man so für sich allein. Die Gedanken schwirren chaotisch durch den Kopf, bei jedem Schlucken fragt man sich, wie lange man nicht mehr geschluckt hat und wie oft Schluckt der Druchschnittsmensch überhaupt pro Stunde? Aber dieses Gedankenchaos legt sich, Entspannung schleicht sich ein bis man irgendwann komplette Tiefenentspannung erreicht hat und man das Ende seines Körpers und den Anfang des Wassers nicht mehr genau festmachen kann.

Das Licht wird langsam wieder angestellt. Ist die Zeit schon vorbei? Die 60 Minuten gehen vorbei wie 15, wenn man erstmal völlige Entspannung erreicht hat. Das Wasser wird ganz langsam aus dem Becken gelassen, sodass man Zeit hat wieder zu sich und seinem Körper zu kommen.
Wir steigen aus, schlüpfen wieder in die Crocs, duschen uns ab, ziehen uns an und verlassen unseren Raum, um an der Föhnstation unsere Haare zu trocknen.

Fazit

Auf dem Weg zurück ins Büro fühlen wir uns wie Schulkinder, die auf einem Ausflug im lokalen Schwimmbad waren. Unsere Augen sind schwer und die Entspannung hängt noch an unseren Körpern. Meine Kollegin hatte während des Floatens eine Verspannung im Nacken und auch die Tipps gegen eben dieses Problem haben nur bedingt geholfen. Ich hatte keinerlei Probleme beim Floaten und würde es für alle, die eine Auszeit vom stressigen Alltag brauchen, empfehlen. Das Float Berlin ist günstig in Mitte und liegt preislich bei 69 EUR für ein 60-Minütiges Floating-Erlebnis, wenn man zu zweit floatet, liegt der Preis bei 99 EUR. Massagen werden im Spa auch angeboten und können auch als Paket mit floaten gebucht werden.

GOOD TO KNOW
Atmosphäre | Modern, sauber
Preisniveau | 60 Min. floaten für zwei: 99 EUR, 30 Min Massage und 60 Min floaten: 99 EUR
Besonderheiten | Tiefenentspannung im Zentrum der Stadt

KONTAKT
Haltestelle | U Hausvogteiplatz
Öffnungszeiten | Mo-So: 11:00 bis 21:00 Uhr
Online | Website

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Berlin als Kulisse – Podcasts

Jeden Tag 30 Minuten mit den Öffis zur Arbeit oder Uni und gelangweilt von der immer gleichen Playlist? Mittlerweile sind Podcasts für mich zur Routine geworden. Anstatt von Musik, höre ich Podcasts. Egal ob Entertainment, Soziales, Wissenschaftliches oder True Crime, Podcasts haben immer etwas passend zur Stimmung parat. Dieser Beitrag zählt zu unserer Reihe „Berlin als Kulisse“, hier haben wir bereits Serien und Literatur vorgestellt, die Berlin als Kulisse nutzen.  In diesem Artikel stellen wir Podcasts über Berlin, einzelne Folgen über Berlin und Podcast-Formate aus Berlin vor. Wichtig: Die Podcasts sind nach keiner bestimmten Reihenfolge geordnet. 

Podcasts über Berlin

01 | Unter freiem Himmel

Berlins Straßen sind hart. Wenn man schon seit einigen Jahren in der Hauptstadt lebt, wird man desensibilisiert, stumpft ab und wird teilweise empathielos. Wohnungslosigkeit und Armut sind in Berlin an jeder Straßenecke zu finden. Zu diesen Wohnungslosen gehörte auch André Hoek. In dem Podcast Unter freiem Himmel spricht er über seine Zeit als Obdachloser, was ihn in diese Situation gebracht hat und welche Hürden er bestreiten musste. Er behandelt fragen wie „Warum lässt man sich nicht beim Sozialamt helfen“ oder „Wieso ist Obdachlosigkeit ein Full-Time Job?“. André Hoek erzeugt durch seine Geschichte Gänsehaut und öffnet Augen.

02 | 5 Minuten Berlin

Das kurze Podcast-Format des Tagesspiegels erscheint fünfmal pro Woche. Jeden Morgen von Montag bis Freitag wird mit einem Redaktionsmitglied des Tagesspiegels über ein Thema gesprochen, das Berlin direkt betrifft. Das kann Hertha, Homophobie in der Hauptstadt oder eine Demo sein. Jeder Tag bietet neue Inhalte und Informationen, eingebettet in (circa) 5-Minuten .

03 | Von B nach B

Ze.tt hat sechs Zeitzeugen gesucht um „Nach-Mauerfall-Geborenen“ die Teilung Berlins und das Flüchten näherzubringen. Jeder dieser sechs Zeitzeugen begab sich auf die gefährliche Reise von Berlin nach Berlin. Im Gespräch berichtet pro Folge ein Zeitzeuge über seine persönlichen Erfahrungen mit der Teilung der Stat. Ein emotionaler Podcast, der gefüllt ist mit persönlichen und individuellen Geschichten und Details.

04 | Hangover Berlin

Ungefiltert und Echt. Das ist der Hangover Podcast von Energy Berlin. Für einige mag der Podcast vielleicht etwas viel des Guten sein, aber eins lässt sich sagen: Die Moderatoren sind authentisch und sprechen über das Leben in Berlin wie kein zweiter Podcast. Star Transe Nina Queer sprach bis Januar 2020 mit Brigitte Skrothum über Partynächte, Sex und den Berliner Lifestyle. Nun ist ein neuer Gesprächspartner dabei.

05 | Tonbank Berlin

Jede Folge hat einen anderen Schauplatz. Auf den Parkbänken Berlins besprechen Stefan und Stephan das Berliner Leben. Ihre Inhalte können sich um aktuelle Themen drehen, aber auch um ihre Erfahrungen in Berlin, die Berliner Gesellschaft oder verrückte Momente in der U-Bahn.

06 | Radio Spätkauf

Achtung: Hier handelt es sich um einen englischsprachigen Podcast. Bei Radio Spätkauf geht es in jeder Folge um aktuelle Themen, die Berlin bewegen. Spätkauf soll integrieren, Diskussion und Aufmerksamkeit schaffen.
Die Hosts Joel Dullroy, Maisie Hitchcock, Jöran Mandik und Dan Stern behandeln die besprochenen News mithilfe unterschiedlicher Perspektiven, Humor und gelegentlichen Gästen.

Separate Podcast Folgen über Berlin

Dies sind einige Folgen von Podcast die ein Thema in oder über Berlin behandeln. Andere Folgen dieser Podcasts fokussieren sich nicht auf Berlin.

01 | Mordlust – Berliner Rübe und Selbstjustiz

Mordlust ist, wie der Name bereits vermuten lässt, ein True Crime-Podcast. In dieser Folge sprechen die beiden Journalistinnen, Paulina Wohlers und Laura Krasa, über den Fall eines Berliner Serienmörders. Sieben Menschen starben durch die Hand des Mörders und trotzdem schaffte er es der Polizei jahrelang zu entkommen. Paulina und Laura berichten sich in jeder Folge gegenseitig jeweils einen Kriminalfall. Dies tun sie im mitreißenden Hörbuch-Stil. Sie geben Hintergrundinformationen, klären Mythen auf und erklären Komponenten der deutschen Justiz.

02 | Eine Stunde History – Der Fall der Berliner Mauer

In 42 Minuten wird bei Eine Stunde History der Fall der Berliner Mauer besprochen. Die ab „sofort, unverzüglich“ geltende Reisefreiheit, die von Günter Schabowski im DDR-Fernsehen verkündet wurde, hat unvergleichliches ausgelöst. Massen strömten zu Berliner Mauer, bis die Grenzen geöffnet wurden.

03 | 1Live Krimi – Das Ding im Nebel

Eher Hörspiel als Podcast, aber trotzdem ein berechtigter Platz auf unserer Liste. Der Krimi des WDRs behandelt einen Massenmörder zur Kaiserzeit. Während die Welt auf die Geschehnisse des ersten Weltkriegs schaut, gibt es in Berlin ganz andere furchtbare Vorkommnisse.

04 | NotAufnahme – Das ist doch Krank, Berlin

In diesem Podcast geht es um die spannenden Geschichten aus der Notaufnahme. Rund um die Uhr sind die Notaufnahmen geöffnet und da sammeln sich so einige interessante Fälle an. Durch diesen Podcast wird ein spannender Blick in den Krankenhaus-Alltag gewährt.

05 | Zeit Verbrechen – Tod auf dem Weihnachtsmarkt

2016 – Die Tragödie des Weihnachtsmarkts am Breitscheidplatz. Sabine Rückert, Chefredakteurin der Zeit, und Andres Sentker, geschäftsführender Redakteur des Ressorts „Wissen“, sprechen in ihrem Podcast über echte Verbrechen. Dabei geht Sabine Rückert auf jedes Detail ein, hat oft selbst investigativ recherchiert und Interviews mit Schlüsselpersonen geführt. In dieser Folge sprechen die beiden über den islamischen Fanatiker Anis Amri und seinen Anschlag am 19. Dezember 2016. Wieso konnte das Verbrechen nicht verhindert werden, obwohl die Polizei und die Geheimdienste über Anis Amri als potentiellen Täter informiert waren?

06 | Das Thema – Kriminelle Clans: Die Paten von Berlin

In Das Thema der Süddeutschen Zeitung wird regelmäßig ein bestimmtes Thema erläutert und heruntergebrochen. Die Folge vom 20. Februar 2019 behandelt Kriminelle Clans in Berlin. Verena Mayer und Antonia Franz sprechen über Clan-Klischees in Fernsehserien, Clanstrukturen und Problemviertel in Berlin.

07 | Welttournee – Berlin Weekender

Zum Jubiläum 30 Jahre Mauerfall haben Adrian und Christoph des Reisepodcasts Welttournee eine Spezialfolge aufgenommen. Sie sprechen über Lost-Places, Lieblingsplätze, das Berghain und warum Berlin eigentlich alle Wünsche erfüllt. In ihrem Gespräch wandern sie einmal durch ein großes Themenspektrum.

Podcasts aus Berlin

Die Inhalte dieser Podcasts drehen sich nicht ausschließlich um Berlin, aber die Sprecher leben in der Hauptstadt oder sind sogar dort großgeworden. So kommt man nicht umher, einige Male auf die Stadt zu sprechen zu kommen.

01 | Gemischtes Hack

Felix Lobrecht ist ein Berliner bis in die Knochen. In Neuköllns Ortsteil Gropiusstadt großgeworden, studierte er in Maburg (das wissen die wenigsten) und lebt nun wieder in Berlin. Der Comedian moderiert Gemischtes Hack aber nicht allein. Zu hören ist auch Tommi Schmitts Stimme, er arbeitet in Köln eher hinter den Kulissen der Comedy-Szene. Als Autor schreibt er an Konzepten und Gags für bekannte TV-Formate. Die beiden ergänzen sich perfekt durch ihre Unterschiede. Im Laufe der Podcast-Folgen fallen viele Anekdoten über Berliner Hipster, das Berliner Lebensgefühl und die Kindheit in der Stadt. Auch Tommi, der immer mal wieder in der Stadt arbeitet, hat etwas über Berlin zu erzählen.

02 | Herrengedeck der Podcast

Zwei Frauen, die irgendetwas mit Medien machen, reden ungezwungen über ihr Leben, ihre Meinungen und Erfahrungen. Alkohol ist in den Podcast-Folgen eigentlich immer im Spiel und so kann man sich ausmalen, wie ausgelassen die Gespräche werden können, wenn Ariana Baborie mit Wortspielen hantiert und Laura Larsson vor Verzweiflung das Mikro wegschmeißen möchte. Die beiden Frauen leben in Berlin und dementsprechend werden hier und dort aktuelle Berliner Themen oder private Themen wir ein Umzug nach Spandau zum Folgeninhalt.

03 | Fest und Flauschig

Olli Schulz und Jan Böhmermann sind eine feste Institution am Podcast-Himmel. Seit Jahren unterhalten sich die beiden über aktuelle Themen. Immer mal wieder schreit sich Olli die Stimmbänder kaputt, weil ihn die genervte Berliner Attitüde auf den Senkel geht und Jan hört geduldig zu.

04 | Baywatch Berlin

Ende November 2019 ist der Podcast Baywatch Berlin an den Start gegangen und wer damals dachte „Echt jetzt – noch ein Podcast?“ wird spätestens nach der ersten Folge ;) seine Meinung geändert haben. Das Berliner Dreiergespann Klaas Heufer-Umlauf, Jakob Lundt und Thomas Schmitt bringt euch eine freitägliche Unterhaltung vom feinsten auf die Ohren. Spezielle Themen gibt es nicht! Wie in vielen anderen Podcasts werden aktuelle Sachen besprochen – mit gewohntem Klamauk und Schelm im Nacken. 

05 | Hotel Matze

Der Mit Vergnügen-Gründer Matze Hielscher schaut mit seinem Podcast Hotel Matze bereits auf eine beeindruckende Anzahl an Podcast-Folgen zurück. Eingeladen werden mal mehr, mal weniger bekannte, aber stets super spannende Persönlichkeiten. Allen gemein ist, dass sie viel zu erzählen haben. Diese ganz eigenen Geschichten über das Leben, halten die Folgen immer abwechslungsreich und immer spannend. Von Influencern über Schauspielern bis hin zu hochrangigen Politikern ist alles dabei!

Das 1×1 des Berliner Nachtlebens

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Berlin und seine wilde Clubszene sind, bei Partygängern und Nachtschwärmern, weit über alle Grenzen bekannt. Und das aus gutem Grund: In kaum einer anderen Stadt kann man so unbeschwert und ausgelassen feiern, wie in der Hauptstadt. Gründe dafür gibt es viele: So kennt das Land Berlin beispielsweise keine Sperrstunde, wenn es um Öffnungszeiten für Discotheken und Bars geht, was Betreibern erlaubt Partys zu veranstalten, welche sich über ein ganzes Wochenende ziehen. Wer also in einem Berliner Club schon einmal das Putzlicht angehen hat sehen, kann sich zu einem echten Partyveteranen zählen.
Desweiteren punktet Berlin, als „Technohauptstadt“ gerade bei Fans von elektronischer Musik.

Mauerfall und Partydrogen machten Berlin zur Technostadt

Der Mauerfall 1989 löste eine Partywelle in der Stadt aus, welche, musikalisch untermalt von Techno, den Grundstein legte für das Aufkeimen genau jener Subkultur, welche bis heute, Menschen aus aller Welt nach Berlin zieht.
Verstärkt wurde die Euphorie der Feiernden zusätzlich durch das Aufkommen der Droge Ecstasy bzw. MDMA, welche maßgeblich an der Entstehung der Berliner Partyszene beteiligt war und sie, unter anderem, bis heute zu dem macht,was sie ist: Ein „kleines Elektro – Utopia“, ein Zufluchtsort fernab der Realität an welchem man zu elektronischer Musik aller Couleur, mit Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft tanzen kann. Unbestritten ist, dass Berlins entspannter Umgang mit Partydrogen ein Grund für viele Touristen, ihr nächstes Partywochenende in der Bundeshauptstadt zu verbringen.

Clubstadt Berlin

Berlin ist eine Stadt der Nachtclubs. Was die Clubszene an Durchhaltevermögen vorgibt, gerade wenn es um Öffnungszeiten geht, dem kann der Großteil der Berliner Bars nur wenig entgegen setzten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass diese am Wochenende schon gegen 03:00 Uhr schließen und wochentags oft nicht länger als 01:30 als durchhalten. Auch geht es dort, im Vergleich zu den Discotheken, relativ gesittet zu. In Berliner Bars trifft man sich meist zum Vorglühen oder um sich mit einer Gruppe Freunde gemütlich bei einem Bier zu unterhalten. Das Partyvolk tritt dann gegen 02:00 langsam den Weg Richtung Club an, während der Rest sich auf dem Weg ins Bett noch einen Döner holt.

Aufgrund der extremen Öffnungszeiten der Elektroclubs beginnen die Partys dort selten vor 02:00 – 03:00 Uhr. Die meisten Veranstalter öffnen zwar schon gegen 23:00 Uhr die Tore zu ihren heiligen Hallen, doch ist es nicht zu empfehlen, um diese Uhrzeit schon feiern zu gehen. Zugegeben, man mag daran vorbei kommen sich stundenlang vor der Tür des Clubs anzustellen, allerdings gibt es weniges, was einem die Partygeister schneller austreibt als eine verwaiste, kalte Tanzfläche. In der Regel gibt es für jede Clubnacht eine passende, vom Nachtclub erstellte, Facebookveranstaltung, welchen man die wichtigsten Informationen, wie Beginn oder Line–up, entnehmen kann. Wer „on a budget“ unterwegs ist und sich vorher über die Getränkepreise der einzelnen Locations informieren möchte, sei gesagt, dass viele der Clubs an der Bar Becherpfand verlangen, welches ihr bei Abgabe eures Bechers plus Marke selbstverständlich zurück bekommt, den Getränkepreis zumindest aber temporär in die Höhe treibt.

Berlins harte Türpolitik

Noch ein paar Worte seien gesagt zu den langen Schlangen vor Clubs und deren,
manchmal unverhältnismäßig hart erscheinenden, Türpolitik.

Noch ein paar Worte seien gesagt zu den langen Schlangen vor Clubs und deren,
manchmal unverhältnismäßig hart erscheinenden, Türpolitik. Jeder der großen Berliner Technoclubs bedient eine etwas andere Zielgruppe. Das „Berghain“, berühmt berüchtigt für seine harte Türpolitik, spielt dunklen, harten Industrialtechno, während der „Tresor“ für Fans des klassischeren Detroittechnos auflegt. Der „Kater Blau“ und das „Sisyphos“ punkten, ähnlich wie das „Heideglühn“ eher mit einem Hippievibe. Während es im „Berghain“ vor DocMartens und nackten Oberkörpern nur so wimmelt, findet man hier eher die Festivalfraktion mit Glitzer auf den Wangen.
Als Faustregel gilt: Wer an Berliner Türstehern vorbei möchte, trägt am besten ein unaufgeregtes, schwarzes Outfit. Highheels sind ebenso unerwünscht wie Baseballcaps. Bauchtasche statt Clutch, Hoodie statt Hemd. Als Ausnahme seien hier die Hiphopclubs genannt,für welche man sich durchaus etwas schicker anziehen muss, wenn man am Türsteher vorbei möchte. Trotzdem kommt man auch hier mit der „All black everything“-Methode ganz gut durch. Auf Nummer Sicher geht man am besten ganz in schwarz.
Zudem hilft es, die Fragen des Sicherheitspersonals nach auflegenden Djs und
Gruppengröße richtig beantworten zu können. Große gemischte Gruppen teilen sich am besten schon vor dem Anstellen in Zweier- bis Vierergruppen auf. Männergruppen ab fünf Personen raten wir sich von vornherein anzumelden (was nur bei manchen Clubs möglich ist), sich in Zweiergruppen anzustellen und nicht enttäuscht zu sein, falls es nicht klappt.

Warum sind die Türsteher so streng?

Vieles, was man über das Geschehen in Berliner Clubs hört, ist wahr. Nicht ohne Grund kleben die meisten Türsteher die Handykameras ab oder verbannen sie gleich ganz von der Tanzfläche, wie zum Beispiel im Kit Kat Club. Wer dabei erwischt wird, wie er oder sie ein Foto macht, und sei es auch nur ein Selfie mit der besten Freundin im Toilettenhäuschen, fliegt umgehend raus. Der Grund dafür ist, genauso wie für die harte Selektierung am Eingang die Schaffung und
Erhaltung eines sicheren Raumes für die Partygäste. Viele Partys haben eine „Alles kann, nichts muss“ – Politik. Damit diese Freiheit auch gewährleistet werden kann, stellen die Clubbetreiber und ihr Sicherheitspersonal sicher, dass niemand diese offene Atmosphäre stört. Dazu gehören, in den Augen vieler Veranstalter, leider auch Touristen, die sich das ganze mal anschauen möchten.

Wie oben bereits erwähnt, ihr erhöht eure Chancen auf Einlass, wenn ihr,

  • schlichte, dunkle Outfits tragt
  • wisst welcher DJ auflegt
  • in kleinen Gruppen um Einlass bittet
  • einen relativ nüchternen Eindruck macht

Achtung, Taschenkontrolle!

Achja, und wenn man es dann am Türsteher vorbei geschafft hat, wartet oftmals eine recht gründliche Taschenkontrolle durchgeführt von sowohl männlichem als auch weiblichem Sicherheitspersonal auf euch, bei welcher man Flaschen, spitze Gegenstände und illegale Substanzen abgenommen bekommt. Diskutieren und Verhandeln lohnt sich hier auf gar keinen Fall.

Plan B

Sollte es dennoch nicht funktioniert haben mit dem Einlass in den Club eurer Träume, gibt es immer noch ein paar coole Alternativen, neben dem „Matrix“ und dem „Maxxim“, welche hier der Vollständigkeit halber aufgeführt sind, aber maximal euer Notfallplan sein sollten. Das „RAW – Gelände“ an der Warschauerstraße beherbergt zahlreiche Clubs und Bars in welchen, auch unter der Woche oft gut was los ist. Die Partyszene in Friedrichshain zwischen Warschauertraße und Simon-Dach–Straße ist auf einen Mix aus Berlinern und touristischem Partyvolk ausgelegt, weswegen die Türsteher dort um einiges kulanter sind was Dresscodes und Gruppengrößen angeht. Musikalisch findet ihr auf dem „RAW–Gelände“ auch so gut wie jedes Genre, wobei es hier etwas „80/90s“ – lastiger wird. Im „Cassiopeia“ ist eigentlich immer was los und auch im „Zum schmutzigen Hobby“ ist, in der Regel, gute Stimmung. Wer trotzdem auf Elektro feiern gehen möchte, steuert am besten den „Suicide Circus“ (von bösen Zungen auch der „Berghain Rejects Club“ genannt) an oder informiert sich online was im „Urban Spree“ so geht. Als allerletzten Ausweg befindet sich auf dem Gelände auch noch der „Weiße Hase“, welcher zwar Techno spielt, aber stimmungsmäßig bei uns nicht so richtig punkten konnte.

Sollte es trotz bester Vorbereitung und Durchhaltevermögen nicht geklappt haben, lasst euch nicht entmutigen. Berlins Partyszene schläft eigentlich so gut wie nie, und auch wenn man an einem Montag- oder Dienstagabend, zugegeben etwas länger und intensiver nach der richtigen Location suchen muss; fündig wird man immer. Irgendwo ist immer grade After–hour, also lasst euch nicht demotivieren und genießt was Berlin und sein Nachtleben zu bieten hat!

Berlins Open–Air–Clubs

Berlins exzessive Partys legen im Sommer nochmal einen drauf. Sobald dem eisigen Wind die glühende Hitze der letzten Sommer folgt, treibt es die Berliner auch tagsüber in die Clubs der Stadt. In den warmen Monaten ziehen sich die Veranstaltungen in den zahlreichen Outdoorlocations oftmals über ein ganzes Wochenende. Dazu wird mancherorts gegrillt oder ein Kickerturnier veranstaltet, bis die Regler in den späteren Abendstunden aufgedreht werden und wieder der Techno regiert. Manche Clubs auf der Liste haben ganzjährig geöffnet, während andere wirklich nur im Sommer aufhaben. Jeder von ihnen hat jedoch eine gut aktualisierte Internetpräsenz, sodass ihr mit ein paar Klicks die aktuellen Öffnungszeiten und Veranstaltungen finden könnt. Im Folgenden findet ihr eine Aufzählung unserer liebsten Open – Air – Clubs. Wichtig: Die Reihenfolge entspricht keiner Wertung. Jeder Club auf dieser Liste ist sehenswert!

01 | Klunkerkranich | U – Bahn: Rathaus Neukölln

Schon längst kein Geheimtipp mehr, zieht der Klunkerkranich, ein Bar- und Clubkonzept auf dem Dach der Neukölln Arcarden in den warmen Monaten Massen an Besuchern an. Der kleine Indoorbereich der Rooftopbar hat ganzjährig geöffnet, allerdings lohnt sich ein Besuch im Sommer viel mehr um auf der großen Terrasse den Sonnenuntergang zu genießen. Geöffnet wird hier um 16:00 und wer einen guten Platz ergattern möchte, der ist gut beraten daran so früh wie möglich auf der Matte zu stehen. Lange Schlangen am Einlass und großes Gedränge um Sitzplätze sind hier Normalzustand. Hat man sich gegen die Maßen durchgesetzt, ist das Reinkommen, erfahrungsgemäß, kein Problem mehr. Die Türsteher sind hier sehr kulant. Ein Besuch lohnt sich, allein schon wegen der
einzigartigen Aussicht und des unverwechselbaren, hippieschicken Ambiente des Clubs. Einen ausführlicheren Bericht über den Klunkerkranich findet ihr hier.

Atmosphäre | entspannte „After – Work“ -Atmosphäre
Preisniveau | Eintritt 3€ – 10€, Bier/Wein 3€-5€, Cocktails 10€ und aufwärts
Besonderheiten | Rooftopbar mit einzigartigem Ausblick

02 | Birgit und Bier | U – Bahn: Schlesisches Tor

Gleich hinter dem Görlitzer Park, ca. 10 Gehminuten vom Schlesischen Tor entfernt, liegt das Schleußenufer mit einer ganzen Fülle an coolen Sommerclubs. Tagsüber Biergarten, abends Club mit verschiedensten Floors und Musikrichtungen, gleicht das Birgit und Bier einem Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Das Setup und die Dekoration erinnern an einen Zirkus und es gibt sogar ein altes Karussell, welches sich, mit der Hilfe von ein paar starken Männern, auch drehen lässt. Musikalisch ist für fast jeden etwas dabei: Aufgelegt
werden sowohl Techno und House als auch Disco und Charts, gleichzeitig auf drei
unterschiedlichen Floors. Außerdem finden regelmäßig „Street Food Markets“ statt, von welchen wir euch aber abraten, da der Andrang an Besuchern meist zu groß ist um die Zeit dort genießen zu können. Hier findet ihr unseren detaillierteren Erlebnisbericht.

Atmosphäre | locker, internationales Publikum
Preisniveau | Eintritt ca. 10€, Wein/Bier ca. 4€
Besonderheiten | Elektro und Charts unter einem Dach

03 | Else | U- Bahn Schlesisches Tor

Das OpenAir – Konzept des Salons zur wilden Renate öffnet ab Mai jede Woche Sonntag zu einem Dayrave. An den restlichen Tagen wird die Location ab 16:00 zum Biergarten, ausgenommen Montag, da ist Ruhetag. Wie man es von den Betreibern der Renate, einer absoluten Elektroinstanz Berlins, nicht anders zu erwarten hat, steppt hier jeden Sonntag der Bär. Fans von Techno und ausgelassenen Partys kommen in der Else zu 100% auf ihre Kosten.

Atmosphäre | Rave mit internationalem Publikum
Preisniveau | Eintritt bis zu 15€, Wasser 2€
Besonderheiten | sonntäglicher Dayrave

04 | Club der Visionäre | U – Bahn Schlesisches Tor

Wir bleiben am Schleußenufer mit unserer nächsten Clubempfehlung. Der Club der Visionäre liegt auf der anderen Seite des Kanalufers, gegenüber Birgit und Bier, hinter der Araltankstelle und hat in den warmen Monaten beinah täglich geöffnet. Somit ist er auch wochentags eine sichere Adresse, gerade für Fans von Minimaltechno. Der Club der Visionäre gehört mit zur Hoppetosse, weswegen ihr auf dessen Website auch über Events in dort informiert werdet. Unter den tief hängenden Ästen der Trauerweiden lässt sich nach der Arbeit entspannen, oder nochmal ein bisschen aufdrehen. Alles in allem ist der Vibe eher relaxed, allerdings kann es auf der, zugegebenermaßen sehr kleinen Tanzfläche auch etwas heißer hergehen. Am Wochenende muss man sich auf lange Schlangen am
Eingang und neugierige Türsteher gefasst machen, unter der Woche wird man oftmals einfach durchgewunken. Auch preislich ist der CDV human: Der Eintritt kostet zwischen 3€ und 15€ je nach Tag und Veranstaltung.

Atmosphäre | relaxed, perfekter After – Work – Club
Preisniveau | mittelpreisig, Eintritt 3€ – 15€
Besonderheiten | Minimaltechno direkt am Wasser

05 | Heideglühen | S – Bahn Beusselstraße

Nähe der S – Bahnstation Beusselstraße befindet sich am Westhafen, allein auf weiter Flur, das Heideglühen. Google Maps wird einem bei der Suche der genauen Location allerdings nicht viel helfen. Geht man zur dort angegebenen Location landet man in einer Sackgasse. Das ist natürlich gewollt, verleiht es dem Club doch den gewissen Zauber eines „Hidden Clubs“. Der 2012 an dieser Stelle wieder eröffnete Club galt lange als ein Geheimtipp, findet man ihn doch fernab der, sich sonst eher in Kreuzkölln und Friedrichshain treffenden, Szene, am Rande von Moabit. Das Interieur gleicht dem des Klunkerkranichs oder Birgit und Bier. Viel Holz, hippieschick, alles gewollt etwas „zusammengeschustert“. Überall flackern Lichter. Es glitzert. Es gibt viel zu entdecken. Die Tür ist nicht übertrieben hart, trotzdem sollte man gut vorbereitet auf die Fragen der Türsteher sein. Aufgelegt wird, je nach Event, eine Mischung aus Techno und House. Ziemlich klassisch „Berlin“ eben.

Atmosphäre | ausgelassene Partystimmung
Preisniveau | Eintritt bis zu 15€
Besonderheiten | Hidden Location

07 | Sisyphos |S – Bahn Betriebsbahnhof Rummelsburg

Ok, ok, wir geben ja zu: Um zum Sisyphos zu kommen, muss man sich auf eine halbe Weltreise begeben. Tief versteckt in Lichtenberg (welches ja grade so am kommen sein soll) liegt dieser Abenteuerspielplatz für Erwachsene. In der kalten Jahreszeit geschlossen, steht man sich hier am Einlass die Beine in den Bauch, sobald das Wetter wieder etwas wärmer geworden ist. Es bezeichnet sich selbst als „Berlins Karnival der Tage und Nächte“ und fällt damit in die hippie – glitzer Kategorie der Technoclubs Berlins. Im Sisyphos geht es um „positive Vibes only“. Dafür kann man schon mal drei Stunden anstehen. Hat man es an der Tür vorbei geschafft, erwartet einen Festivalfeeling über ein ganzes Wochenende lang. Die, insgesamt fünf, mit kreativen Dekorationen und aufwendigen 3D – Animationen geschmückte Bereiche decken, typisch Berlin alles von Techhouse bis Minimal ab. Die Tür ist hart, was aber bei dem Ansturm an Touris.. äh, Gästen verständlich ist.

Atmosphäre | Festivalfeeling pur
Preisniveau | Eintritt 10€ bis 15€, Bier 3,50€
Besonderheiten | gehypter Club am Rande der Stadt