Nach Kreuzberg und Prenzlauer Berg haben wir uns diesmal der Eat-the-World Tour in Friedenau angeschlossen, um diesen, uns bis jetzt eher unbekannte Stadtteil, kennenzulernen.

Als wir Guide Alexander Neubauer und die restlichen Teilnehmer (wir sind 15 an der Zahl) an einem Samstagvormittag am Friedrich-Wilhelm-Platz treffen, linst die Sonne schon ein wenig durch die Wolken. Über die nächsten drei Stunden wird er unsere bunt gemischte Gruppe mal mehr, mal weniger kreuz und quer durch die Straßen Friedenau’s begleiten. Sieben gastronomische Stationen und ganz viel Information liegen vor uns, also auf geht’s.

Eat-the-world Berlin Friedenau: Ein malerischer Stadtteil &  7 Gastro-Locations

Friedenau ist heute Teil von Tempelhof-Schöneberg, kam 1920 wie so viele Stadteile zu Berlin. Die Straßen sind gesäumt von wunderhübschen Vorgärten – ein typisches Merkmal dieser Gegend. Viele historische Fakten und auch das ein oder andere Anekdötchen hat Alexander Neubauer im Gepäck, von der geplanten Bebauung ab 1871 bis hin zu den Künstlern, Schauspielern, Schriftstellern und Politikern, die hier lebten, weiß er viel zu berichten. Besonders die Niedstraße hat seit jeher bekannte Namen angelockt, doch mehr wollen wir hier garnicht verraten, soll doch jeder selber die Möglichkeit erhalten Friedenau zu entdecken.

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Der erste Stopp ist auf dem Wochenmarkt am Breslauer Platz. Unser Tempo ist hoch, schnell eine leckere Maultasche von Barbaras Küche munden lassen und schon geht es weiter. Das Sortiment reicht von Quiche bis Kuchen und ihren Verkaufstand kann man auch auf anderen Märkten in Berlin finden. Ein guter Auftakt.

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Über die Rheinstraße, die geprägt ist von Einzelhandelsgeschäften, geht es zu den ehemaligen Goerz Werken. Der Komplex beherbergt heute Büros und seit Oktober 2014 auch eines unserer nächsten Ziele, das Schmidt Z & KO. Die vinophile Genusswerkstatt besticht mit frischer Küche, hübschen Räumlichkeiten und der Möglichkeit knapp 500 Weine entkorken zu lassen und direkt vor Ort für einen Aufpreis von 10 Euro pro Flasche zu verkosten. Für uns gibt’s als kleines Schmankerl Risotto mit Waller und der ein oder andere gönnt sich auch ein Weinchen.

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Auch für Freunde der einen oder anderen Nascherei hat die Tour etwas in petto, doch müsst ihr dies schon selber rausfinden den wir verraten es hier nicht damit ein paar Überraschungen übrig bleiben.

Fazit

Bei der Tour in Friedenau lernt man viel über die Geschichte eines eher unbekannten Viertels. Ein begeisterungsfähiger Guide, interessiertes Publikum und ein Einblick in die vielfältige Gastronomie vor Ort machen das Ganze zu einer runden Sache. Für Lauffaule ist die Tour allerdings nichts, gilt es doch möglichst viel in drei Stunden, die erstaunlich schnell rumgehen, zu entdecken. Ganz gleich ob ihr selber aus der Ecke kommt und Lust habt mehr über das lokale Leben um euch herum zu erfahren, oder ob ihr euch in neue Gefilde wagt, Friedenau wartet auf euch.

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