Günstig und schnell essen gehen kann man in Berlin wirklich an jeder Ecke. Das ist aber nicht alles, was die Hauptstadt kulinarisch zu bieten hat. Mittlerweile gibt es hier 20 Sterne-Restaurants. Neuester Zugang in der Sternefamilie ist das einsunternull, das seinen Stern im letzten Jahr bekommen hat. Im gleichen Jahr seiner Eröffnung! Aber trotz der mittlerweile großen Auswahl an Sterne-Restaurants, geht der Trend immer weiter zum Fine Dining und den gehobenen Restaurants. Wir haben mal ein paar dieser gehobenen Restaurants für euch getestet.

The Casual
Das The Casual gehört zum gastronomischen Angebot eines unserer liebsten Hotels, dem Stue. Genau wie das Sterne-Restaurant 5-Cinco wird das The Casual von Sterne-Koch Paco Perez beeinflusst, der seine Wurzeln in Katalonien hat. Das merkt man im The Casual auch, da man hier vorwiegend Tapas bekommt. Besonders daran ist allerdings, dass es nicht nur spanische, sondern auch internationale Tapas gibt, manche zum Beispiel mit asiatischen Einflüssen. Die Zutaten kommen direkt von Bauern und Fischern aus Spanien. Noch internationaler wird es im The Casual durch die Einrichtung. Die ist nämlich komplett im skandinavischen Stil gehalten.

Golvet
Das Golvet wurde im Mai 2017 im ehemaligen 40seconds Club neu eröffnet und ist direkt um die Ecke vom Potsdamer Platz, auf den man aus dem Restaurant auch eine hervorragende Sicht hat. In der Küche des Golvet steht der Sternekoch Björn Swanson. Der Restaurantleiter und hauseigene Sommelier ist Benjamin Becker, der vorher im einsunternull arbeitete. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis das Golvet auch mit einem Stern ausgezeichnet wird, glauben wir. Das Essen jedenfalls schreit danach. Die Kreationen bestehen zum Großteil aus regionalen Zutaten, bekommen aber durch das Hinzufügen von internationalen Lebensmitteln ihren ganz eigenen Charme.

Nobelhart & Schmutzig
Das Nobelhart & Schmutzig ist schon Träger eines Michelin-Sterns. Und das völlig zu Recht! Was uns am meisten an diesem Restaurant begeistert ist, dass hier wirklich nur regionale Produkte aus den Regionen Berlin-Brandenburg und Ost-/ Norddeutschland verwendet werden und der persönliche Kontakt zu den Bauern und Produzenten großgeschrieben wird. Jeden Abend werden für die Gäste 10 Gänge zubereitet, nur bestehend aus den Zutaten, die die Region gerade hergibt, meistens sind es genau 3. Die Atmosphäre im Nobelhart & Schmutzig ist außerdem, anders als in anderen Sterne-Restaurants, locker, familiär und gemütlich. Hier fühlt man sich direkt wohl.

Katerschmaus
Das Katerschmaus ist das Küken unter den Fine Dining-Restaurants. Nach dem Umbau vom Holzmarkt 25, erstrahlt auch das Restaurant in einem neuen Glanz. Der DIY-Look des Holzmarktes wurde im Katerschmaus komplett über Bord geworfen und so bildet es einen schönen und interessanten Kontrast zum Rest der kleinen, ganz eigenen Welt aus Holz. Auch hier stehen auf der Speisekarte hauptsächlich regionale und saisonale Zutaten. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen Vorspeisen, Zwischen- und Hauptgängen, Desserts und auch mehrgängigen Menüs. Das argentinische Rinderfilet gehört zwar nicht zu den regionalen Spezialitäten auf der Karte, ist aber mittlerweile ein Klassiker im Katerschmaus und absolut empfehlenswert.

Morsh
Das Morsh in Friedrichshain ist nicht nur Restaurant, sondern auch Patisserie. Tagsüber gibt es für die Gäste leckeren Kuchen, Gebäck und französische Klassiker wie das Schokocroissant in Neuinterpretation. Abends bietet es dann mit abgestimmten Menüs und einem hervorragenden Ambiente die perfekte Grundlage für einen rundum gelungenen Fine Dining-Abend. Die Qualität steht hier an erster Stelle und deshalb wird im Morsh komplett auf Geschmacksverstärker und Farbstoffe verzichtet. Und wer Fine Dining für zuhause will, für den bietet das Morsh auch Catering an.

Panama
Das Panama ist Restaurant und Bar in einem und gehört zum Contemporary Food Lab, das mit seinem kostenlosen Bildungsangebot jeden Monat Workshops, Exkursionen und Vorträge zu Themen über Mensch, Natur und Essen veranstaltet. Das kulinarische Angebot im Panama geht von Kleinigkeiten an der Bar, wie Saibling-Tacos oder Krabbenchips bis zu Fleisch, Fisch, Vegetarischem und Veganem und verschiedenen Dessert-Kreationen. Dabei wird vor allem gern Herzhaftes mit Süßem kombiniert.