Der Weihnachtsmarkt rund um die Gedächtniskirche scheint sehr beliebt zu sein – zumindest an einem Adventssamstag. Denn so voll habe ich bis jetzt noch keinen Weihnachtsmarkt erlebt. Bude an Bude, Bratwurst-und Glühweinduft an jeder Ecke und Menschenmassen, die einem keine andere Möglichkeit lassen als ganz langsam über den Weihnachtsmarkt zu schlendern sowie Weihnachtslieder aus Lautsprecherboxen schaffen eine ganz „besinnliche“ Weihnachtsmarkt-Atmosphäre.

Der Weihnachtsmarkt mit der höchsten Glühwein-Dichte

Man könnte jetzt vermuten, dass es durch die Größe und zahlreichen Buden ein großes Angebot an unterschiedlichen Essen- und Getränkeständen gibt.

Ja, es gibt ihn auch, den außergewöhnlichen Lachsdöner für 6,50 EUR. Und ein frisch gebackenes Handbrot sowie ein Feuerzangenbowle-Stand bringen ebenfalls Abwechslung in die kulinarische Weihnachtsmarkt-Landschaft. Ansonsten aber scheint sich das Angebot auf den normalen Glühwein, Bratwurst, Steak, Crêpes, Lebkuchen-Herzen und gebrannte Mandeln zu konzentrieren. Natürlich bieten die reinen Getränkestände noch viele weitere Getränkeklassiker wie Lumumba, Jagertee, Grog etc. an. Ab und zu mischt sich auch ein weißer Glühwein oder Winzerglühwein unter das Angebot und „Verpoorten“ scheint mit seinem Eierlikör ein Weihnachtsmarkt-Branding zu betreiben.

In Vergleich zu anderen Weihnachtsmärkten ist die Auswahl an einem qualitativ hochwertigeren Angebot aber sehr reduziert. Ach ja, ich habe tatsächlich auch noch einen Stand mit selbst gebrauten Craft Beer (5 EUR) entdeckt. Ich hätte euch auch an dieser Stelle gerne davon berichtet, wie es geschmeckt hat, aber mir war dann doch zu kalt für ein Bier.

Das hört sich jetzt alles nicht so einladend an? Nein, soll es eigentlich nicht, denn diejenigen, die einfach nur einen Glühwein inmitten der Großstadtatmosphäre und toller Beleuchtung nach einer Shoppingtour am Kudamm trinken möchten, sind hier gut aufgehoben.