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Individuelle Törtchen im Kastanientörtchen in Mitte

Seit März 2017 gibt es das Kastanientörtchen auf der schönen Kastanienallee in Mitte. Und hier ist Kreativität gefragt, denn es gibt nicht einfach irgendwelche Törtchen, wie mir der nette Mann hinter der Theke erklärt. Aus einer Auswahl an verschiedenen Kuchenböden, Cremes, Toppings und Soßen kann man sein ganz eigenes und individuelles Törtlein zusammenstellen lassen. Klingt gut? Ist es auch! Ein kleines Törtchen (3,60 Euro) besteht aus einem Boden und einer Creme, ein Mittleres (5,40 Euro) aus jeweils zwei und das Große (6,80) aus jeweils drei. Außerdem ist ein Topping für oben drauf immer inklusive und Weitere sind für einen kleinen Aufpreis von 20 oder 40 Cent zusätzlich erhältlich.

Ein Törtchen ganz nach deinem Gusto

Es gibt auch ein paar fertige Kombinationen, beispielsweise das Waldbeer-Schoko-Nuss Törtchen für 5,60 Euro, doch selbstzusammenstellen macht doch viel mehr Spaß, denke ich mir. Deswegen inspiziere ich erst einmal die gut gefüllte Theke. In der liegen nämlich viele verschiedene Böden, zum Beispiel die Varianten Zitrone-Mohn-Sandkuchen, vegane Zimtschnecke oder Möhre-Walnuss und diverse leckere Cremes, wie Vanille Pudding, Waldbeer-Püree und Schoko-Creme, aus. Aber auch die Auswahl an Toppings lässt keine Wünsche offen: von frischen Früchten über Schokostreußel, Nüsse und Smarties bis hin zu diversen Soßen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Übrigens gibt es für alle Tortenbestandteile auch vegane und glutenfreie Optionen – hier findet also wirklich jeder etwas!

Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen

Bei so vielen Möglichkeit fällt mir die Entscheidung alles andere als leicht! Schließlich entscheide ich mich aber für ein mittleres Törtchen. Als Boden nehme ich einmal Schoko-Banane (der ist übrigens vegan und glutenfrei) und Brownie. Als Cremes kommen Erdbeer-Himbeer-Püree und Cheesecake-Creme mit dazu und vervollständigt wird das Ganze durch Himbeeren, Mandeln und weiße Schokosoße als Toppings.

Zusammengestellt wird das Törtchen dann von der Chefin höchstpersönlich. Gemeinsam mit einem Café Creme (2,40 Euro) und kostenlosem Leitungswasser mit Thymian wird mir das kulinarische Vergnügen an den Tisch gebracht. Und was soll man sagen – aussehen tut das Ganze schon einmal vorzüglich! Und genauso schmeckt es auch. Ich bin begeistert. Lecker, fruchtig – einfach gut! Ich kann mich wirklich nicht beschweren! Während ich glücklich mein Törtchen mampfe verrät mir der Mitarbeiter und Mann der Törtchen-Queen, dass der Guiness-Schoko Boden und die Cheesecake-Creme bei den Kunden am beliebtesten sind. Auch genau in dieser Kombination. Alles klar, merke ich mir für meinen nächsten Besuch!

Na, wenn das mal nicht unglaublich lecker aussieht!

Naschen im entspannten Landhaus-Flair

Mit meinem Törtchen und Kaffee lasse ich es mir hier richtig gut gehen. Denn in dem gemütlichen Café sitzt es sich wirklich höchst entspannt. Der Laden ist mit schönen alten und rustikalen Möbeln liebevoll eingerichtet und wird durch Blumen und Vintage-Deko verziert. Ja, selbst das Geschirr ist im blumigen Oma-Stil gehalten. Alles ist total schnuckelig und gut aufeinander abgestimmt. Ich fühle mich ein bisschen wie im Landhaus – und das mitten in der City. Und das Beste: die Deko und die Möbel sind allesamt vom Kreuzberger Vintage-Laden Pony Hütchen. Wem hier etwas besonders gut gefällt, kann dies somit auch direkt kaufen und mitnehmen. Ob nun die Vase auf dem Tisch oder der Teller, auf dem dir dein Törtchen gebracht wurde.

Lecker naschen im Landhaus-Flair

Mein Fazit

Ich bin begeistert vom Kastanientörtchen. Hier kann man sich ganz individuell seine Leckerei zusammenstellen und für jede Laune, jeden Appetit und vor allem jede Essgewohnheit ist etwas dabei. Noch dazu schmeckt es einfach wunderbar, die Besitzer sind freundlich und hilfsbereit und in dem entspannten Ambiente kann man es sich schön lauschig machen. Ich komme gerne wieder.

Schöne Deko und bequeme Sitzgelegenheiten. Hier kann man es sich gemütlich machen
Bei so vielen leckeren Toppings fällt die Wahl gar nicht so leicht
Im Kastanientörtchen heißt es: „Build your Törtchen“
Die schöne Einrichtung ist von Pony Hütchen und kann sogar gekauft werden

House of Tales

Wir haben an dieser Stelle schon einmal über ein Escape Game in der Zimmerstraße unweit des Checkpoint Charlie berichtet. Aus „Team Escape“ wurde im Mai diesen Jahres das „House of Tales“.

Und ja, wir freuen uns über jede Gelegenheit, immer wieder ein neues Escape Game zu spielen. Denn das ist tatsächlich der einzige Nachteil an dieser für mich wirklich sehr unterhaltsamen Freizeitbeschäftigung – man kann jedes Escape Game leider nur einmal spielen – vorausgesetzt man möchte sich den Spielspaß erhalten und bei seinen Mitstreiter nicht mit falschem Können glänzen.

House of Tales – Was ist anders?

Gleiche Räumlichkeiten – neues Konzept

Gut, ganz so neu ist das Konzept nicht. Denn das Prinzip des Escape Games ist natürlich noch das selbe. Aber es gibt einige Änderungen. Ganz besonders auffällig sind die liebevoll und Detail getreu gestalteten Räume.

Die Rätsel – Es geht weniger darum, nacheinander Zahlencodes zu knacken und den nächsten Schlüssel zu finden, sondern vielmehr eigenständige Rätsel zu lösen.

Die Kulisse – Wie schon gesagt, die Spielräume sind weit von den Ausstattungen „normaler“ Räume entfernt, sondern lassen euch tatsächlich in die Welt der Pharaonen oder der Drogendealer in der Walled City eintauchen.

Die Zeit habt ihr dieses Mal nicht im Blick, sondern werdet beispielsweise je nach Spielszenario über euren Spielleiter über ein Walky Talky informiert. Natürlich hindert euch keiner daran, selber auf die Uhr zu schauen.

Die Hinweise werden ebenfalls nicht wie sehr oft üblich auf einem Screen eingeblendet, sondern werden mündlich mitgeteilt.

Battle Mode und das Spielen in größeren Gruppen gibt auch in anderen Escape Games. Im House of Tales habt ihr aber gleich zweimal die Gelegenheit mit einer größeren Gruppe zu spielen. Ingesamt könnt ihr mit bis zu 33 Personen in ein Spielszenario eintauchen.

House of Tales – 4 Räume

Das Geheimnis der Pharaonen

Ihr taucht in dem Spiel mit einem leichten Schwierigkeitsgrad in die Welt der Pyramiden ein. Klaustrophobisch sollte man hier nicht veranlagt sein.

Kowloon – Walled City

Das Exit Game wird auf der Website mit „schwierig“ beschrieben, zudem gibt es eine Altersbeschränkung. Ja, das kann ich nur bestätigen, dass das Spiel schwierig ist. Die Kulisse ist großartig, aber tatsächlich vielleicht nicht ganz für Kinder geeignet. Auch unser Spielleiter, der zugleich unser Komplize war, hat seinen Job hervorragend gemacht.

Kowloon – Kulisse
Kowloon – Kulisse
Pharaonen – Kulisse

Illuminati und Der Henker sind weitere Spielszenarien im House of Tales. Seit Oktober gibt es übrigens noch ein weiteres Spiel – außerhalb der Räumlichkeiten in der Zimmerstraße. Als Pop-Up Store in den Wilmersdorfer Arcaden könnt ihr bis zum 22. Dezember „Kolumbus letzte Reise“ umgeben von einer interaktiven Gletscher-Installation spielen.

Fazit: House of Tales gehört für mich zu den besten Escape Games in Berlin. Neben der großartigen Spielkulisse und Rätsel ist das Gesamtkonzept einfach stimmig und professionell. Weitere Infos findet ihr hier.

Illuminati – Kulisse
Henker – Kulisse

 

Frische Waffeln im Waffel oder Becher in Mitte

Bereits durch den Namen kann man erahnen, mit welchen Leckereien das Waffel oder Becher in Mitte für uns auffährt: hier gibt’s Eis s(elbstverständlich in der Waffel und im Becher erhältlich) und außerdem: frisch zubereitete Waffeln. Yummy!

Eine einfache Kugel hausgemachtes Eis bekommt man für 1,50 Euro und für 80 Cent kann man sich zusätzlich ein paar feine Toppings dazu gönnen. Zur Auswahl stehen beispielsweise Marshmallows, Browniestückchen und Schokoladensoße. Wem das nicht reicht, kann sich mit Eis Shakes (je 4,50 Euro) oder einer Auswahl von sechs Eisbechern (je 7,50 Euro) vergnügen. Vom noch gesünderen Fit Cup mit Waldbeer-Joghurteis, Mangosorbet, hausgemachter Erdbeersoße, Granola und frischen Früchten bis hin zum Amaretto Cup mit Espresso- und Vanilleeis, hausgemachter Vanille-Amaretto-Creme, Schlagsahne und Amarettini ist für jeden Gaumen etwas dabei.

Hausgemachtes Eis und frische Waffeln

Ebenso vielfältig ist das Waffel-Angebot. Den schlichten Klassiker mit Zimt und Zucker gibt es bereits für 3,20 Euro und die Variante mit Schokosoße für 4,00 Euro. Es geht aber auch kreativer: Für 6,20 Euro kann man sich hier beispielsweise eine Variation mit hausgemachter Blaubeersoße, Ricotta, hausgemachter Zitronencreme und gerösteten Pistazien oder eine Waffel mit einer Kugel Vanilleeis, karamellisierten Bananenscheiben, gerösteten Mandel und Karamellsoße gönnen. Nach langem hin und her habe ich mich schließlich für die Option Erdbeer Weiße Schokolade (ebenfalls 6,20 Euro) entschieden. Hier mit dabei: hausgemachte Erdbeersoße, frische Erdbeeren, frische Schlagsahne, weiße Schokoladensoße und geröstete Pistazien. Die Waffeln werden direkt hinter der Theke frisch zubereitet und das schmeckt man auch. Warm, fluffig und nicht übertrieben süß – genau wie eine Waffel sein soll. Auch die Toppings passen gut zusammen und besonders die selbstgemachte Erdbeersoße überzeugt. Alles in einem gibt es hier nichts zu meckern. Es schmeckt – und ziemlich gut noch dazu.

Zum Trinken bietet das Waffel oder Becher neben Softdrinks außerdem diverse Sorten Smoothies (je 4,50 Euro), Eistees und Eiskaffees, sowie Tees und die gängigen Kaffeespezialitäten an.

Der Laden hat eine große Theke hinter der alle Getränke und Speisen frisch zubereitet werden, ist mit Bildern und vielen Grünpflanzen geschmückt und wirkt durch die große Glasfront und die hohen Decken, trotz der dunklen Möbel, sehr hell und offen. Bequem machen kann man es sich am Tisch oder auf gemütlichen Sofas und Sesseln. Durch eine große Schreibe in der Hinterwand kann man außerdem direkt ins kleine Eislabor blicken und gegebenenfalls zusehen, wie das Eis frisch hergestellt wird. Für alle Smartphone-Junkies oder diejenigen, die hier ein bisschen Arbeiten wollen, steht außerdem Wlan zur Verfügung.

Durch die unmittelbare Nähe zum Alexanderplatz ist hier so einiges was los. Besonders zur Mittagszeit ist das Café gut gefüllt und wird sowohl von Touristen als auch von Einwohnern aufgesucht. War es etwas ruhiger mag sollte also eher gegen Nachmittag hier eintrudeln.

Fazit: Die Einrichtung ist gut aufeinander abgestimmt und wirkt sehr einladend, das Personal ist freundlich und man fühlt sich einfach wohl. Die angebotenen Getränke und Speisen werden frisch zubereitet und auch viele der einzelnen Zutaten sind hausgemacht – das macht sich in der Qualität und im Geschmack definitiv bemerkbar.

Katz Orange in Berlin Mitte

Das Katz Orange steht schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf unserer Liste der Restaurants, die wir unbedingt besuchen wollen. Allein der Hinterhof, auf dem das Restaurant liegt, ist gerade in den Abendstunden wunderschön anzusehen. Die Beleuchtung und das alte Gemäuer versprühen eine fantastische Atmosphäre und lassen die Vorfreude auf einen tollen Abend nach oben steigen.

Gleich vorab: Ihr solltet zwingend reservieren! Die Tische werden doppelt belegt und wer nicht erst um 21 Uhr essen möchte, braucht mehrere Wochen Vorlaufzeit, um einen Tisch zu kriegen!

Kreative Küche im Katz Orange

Die Küchenrichtung im Katz Orange ist kreativ und vielfältig. Es werden vor allem saisonale und regionale Zutaten verwendet, aber auch internationale Schmankerl finde ihre Verwendung. Zudem wird viel Wert auf die ganzheitliche Verwertung der Lebensmittel gelegt. Ein Restaurant, das sozusagen aus dem Bilderbuch entstammt ;)

Das Restaurant gehört übrigens zum Contemporary Food Lab, wozu auch das Restaurant Panama gehört. Die Unternehmensgruppe setzt sich für gastronomische Nachhaltigkeit und Wissensvermittlung ein. Bis vor einer Weile gehörten auch die CFL Canteen und das Candy on bone dazu.

Das Durco Schwein wird 12 Stunden lang gegart

Das Duroc Schwein steht auf der Karte unter dem Namen „Candy on bone“, angelehnt an den ehemaligen Feinkostladen. Nun verbirgt sich dahinter ein Fleischgericht, das 12 Stunden lang gegart wurde. Das Thema Slow Food spielt nämlich ebenso eine gewichtige Rolle bei der Zubereitung der Gerichte. Ebenso wie das Spreewälder Lamm, sind diese beiden Speisen ab 2 Personen bestellbar. Dazu gibt es eine Auswahl an verschiedenen Beilagen. Besonders gut gefiel uns hier übrigens das Bulgurtabouleh! Weniger begeistert hatte uns der Kartoffelstampf mit Paprika und Limette.

Duroc Schwein im Restaurant Katz Orange

Urweizenrisotto & Räuchertofu

Ich entschied mich für das Urweizenrisotto mit gelber Karotte, Pfifferlingen und Räuchertofu. Was ich ganz witzig fand (und offenbar muss es dazu Anmerkungen der Gäste gegeben haben), war der Hinweise der Kellnerin. Das Risotto sei wohl sehr bissfest, meinte sie bei meiner Bestellung. Mit dieser Aussage im Hinterkopf erwartete ich entsprechend „harte“ Getreidekörner, die am Ende allerdings eine ganz normale Konsistenz hatten. Weniger weich als klassisches Reisrisotto, aber wer nicht schon die Dritten im Mund hat, ganz das Gericht seelenruhig bestellen ;)

Der Tofu hätte für meinen Geschmack etwas saftiger sein können, in Summe war das Gericht aber sehr aromatisch und ausbalanciert.

Urweizenrisotto im Restaurant Katz Orange

Zum Abschluss gab es noch den pochierten Schokoladenkuchen mit Vanilleeis und Beeren. Ein Klassiker, der den Abend wunderbar versüßte. Wer auf hausgemachte Limos steht, sollte unbedingt (!) das Grapefruit-Vanille-Soda bestellene – unglaublich lecker! Funktioniert auch als zweckentfremdetes Dessert ;)

Dessert und Limonade im Restaurant Katz Orange

International & urgemütlich

Das Restaurant ist echt ziemlich groß, dennoch herrscht eine sehr angenehme und warme Atmosphäre. Obwohl es ausgebucht war, war die Lautstärker nicht störend. Überall sitzen Menschen, essen, genießen, reden, lachen. Die Einrichtung ist grandios und man muss sich einfach wohlfühlen. Es fühlt sich beinahe an wie im eigenen Wohnzimmer an – vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld für eine solche Immobilie ;) Ihr könnt ihr mit eurer Familie, Freunden, Eltern, Dates und auch mit Geschäftspartner herkommen. Jeder wird sich wohlfühlen und die Zeit im Katz Orange genießen!

Atmosphäre im Restaurant Katz Orange

Fazit

Ein wirklich tolles Restaurant, in dem einfach alles stimmt. Die Einstellung zur Lebensmitteln, die Verarbeitung, der Geschmack, die Atmosphäre – wir haben haben nichts zu meckern!


Adresse und Öffnungszeiten im Katz Orange:

Katz Orange
Bergstraße 22
10115 Berlin

Täglich ab 18 Uhr

Das Katz Orange im Hinterhof in Berlin MitteSpeisekarte im Restaurant Katz OrangeSpeisekarte im Restaurant Katz OrangeSpeisekarte im Restaurant Katz Orange

Die Primo Cafebar in Berlin Mitte

Mein erster Gedanke zur Primo Cafebar war eher aus der Kategorie „nicht noch eine langweilige Cafékette in Mitte“. Aber eins kann ich vorwegsagen: dieser Eindruck hat sich ganz und gar nicht bestätigt!

Die Primo Cafebar bringt alpenländisches Flair nach Berlin

Ihren Ursprung hat die Primo Cafebar in Südtirol, was man auch direkt bei einem Blick durch das schöne, helle Café in den kleinen Details der Einrichtung wiedererkennen kann. Rustikale Holzbretter an den Wänden, dunkles Leder auf den Stühlen und die Front der Theke nimmt die Form der Alpen auf. Sehr schöne Details in einem sonst sehr modern und stylisch eingerichteten Café.

Das Flair in der Primo Cafebar in Berlin Mitte

Chefbarista Shahram verwandelt jede Kaffeebohne in kleine Kunstwerke

Aber kommen wir mal zu dem Essentiellen eines Cafés: dem Kaffee. Der wird hier nämlich nicht von irgendjemandem gemacht, sondern vom hauseigenen Coffeologen und Chefbarista Shahram, der aus jeder Tasse des schwarzen Goldes ein kleines Kunstwerk zaubert. Ein Genuss für Gaumen und Augen, sag ich euch. Die Kaffeebohnen erhalten eine eigene Röstung von Primo, die ihr in der Cafebar sogar auch für zuhause kaufen könnt.

Cappuccino und Milchkaffee in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Chefbarista bereitet in der Primo Cafebar in Mitte Kaffee zu

Der Kaffee hat mich zwar schon optisch und geschmacklich direkt überzeugt, die Tatsache, dass er fairtrade ist und man hier generell großen Wert auf Nachhaltigkeit und faire Behandlung legt, ist auf jeden Fall noch ein Pluspunkt. Außerdem sind alle Produkte, die in der Cafebar angeboten werden bio und werden von regionalen Bäckern und Händlern bezogen. Hier könnt ihr also wirklich ganz ohne schlechtes Gewissen und zudem auch noch 100 % klimaneutral genießen!

Fair Trade und Bio-Kaffee in der Primo Cafebar in Berlin Mitte

Alpentoast, Jausenbretter und Flammkuchen

Und genießen könnt ihr hier nicht nur Kaffee in allen erdenklichen Varianten, sondern auch wirklich sehr leckeres Essen. Auch in der Speisekarte findet sich der Einfluss Südtirols wieder, zum Beispiel beim Alpentoast mit gegrilltem Bergkäse oder den Südtiroler Jausenbrettern in verschiedenen Variationen. Eine ganz klares ‚Daumen hoch‘ geht auch raus an den Flammkuchen mit Räucherlachs und Kaffee-Pumpernickelflocken. Klingt verrückt, aber passt wirklich hervorragend zusammen!

Das Alpentoast der Primo Cafebar in Berlin Mitte Alpenländische Küche in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Flammkuchen mit Lachs in der Primo Cafebar in Berlin Mitte

Ihr seht schon, in der Primo Cafebar wird gern herzhaftes serviert und das geht mit den Südtiroler Knödelspezialitäten auch so weiter. Spinatknödel mit Parmesan? Aber ja doch!

Fazit

Die Primo Cafebar ist wirklich alles andere als eine langweilige Cafékette und ich kann euch nur empfehlen mal vorbeizuschauen, sei es in der Mittagspause für einen leckeren Snack oder für eines der kleinen Kaffeekunstwerke von Shahram. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen!


Adresse und Öffnungszeiten der Primo Cafebar Berlin:

Primo Cafebar Berlin
Caroline-Michaelis-Straße 1
10115 Berlin

Mo-Fr: 8.00 – 18.00 Uhr
Sa-So: 10.00 – 17.00 Uhr

Eistee in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Speisekarte in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Speisekarte mit Heißgetränken in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Interieur in der Primo Cafebar in Berlin Mitte Der Innenraum der Primo Cafebar in Berlin Mitte Die Primo Cafebar in Berlin Mitte von außen

Die PHO-Noodlebar in Berlin Mitte

Zwischen spanischen und französischen Wortfetzen, einem Lauftreff und einer Oldtimer- Rallye, die Außenfassade des Restaurants wo „immer etwas los ist“. Die dunkelgrüne Front mit leuchtendem Schriftzug und einprägsamen Logo springt direkt ins Auge, dem Duft der Nudelbar kann man sich nicht entziehen – instinktiv folgt man dem Ruf der Nase. Plötzlich befindet man sich auf einem der heiß begehrten, gemütlichen Plätze des kleinen Außenbereichs.

Linienstraße 134, Oranienburger Tor. Willkommen in der PHO-Noodlebar.

Die PHO-Noodlebar & das moderne Vietnam: Neon-Signs und Industriecharakter

Der gute Duft steigt proportional zur Nähe des Restaurants und obwohl es fast 30 Grad sind, bekommen wir Lust, die dampfende vietnamesische Suppe, die in der offenen Nudelbar im Eingang des Restaurants zubereitet wird, zu probieren. Bevor wir uns setzen führt Lani, die Besitzerin, uns durch den Laden. Der Schnitt ist sehr untypisch für ein Restaurant. Über ein paar Treppen gelangt man durch einen schmalen Gang in den gemütlichen Innenbereich. Umgeben von Pflanzen, die bis an die Decke ragen, und einem Regal voller liebevoll zusammengesammelter vietnamesischer Gegenstände, können knapp 30 Leute Platz finden.

Der Stil ist modern, die Einrichtung schlicht, aber liebevoll und detailreich. Alles, sogar die Kissenbezüge auf den Bierbänken im Außenbereich, erzählt uns Lani, kommen ursprünglich aus Vietnam. Über der Nudelbar hängen Neon-Signs. „We are really happy“ und „This you need“ als Slogan der PHO-Noodlebar. Die Wände sind mit Backstein verputzt. Der Laden hat sich seinem Standort angepasst und hebt sich mit seiner Modernität und seinem außergewöhnlichen Stil von den unzähligen anderen vietnamesichen Restaurants in der Umgebung ab. Wir sind begeistert!

All you need is Sommerrollen

Während wir die übersichtliche Speisekarte studieren, trinken wir hausgemachte Lemonade, die erfrischend anders schmeckt, als erwartet. Die Getränke sind groß und an frischer Minze und Obstdekoration wird nicht gespart. Besonders empfehlen würde ich die Sorte „Ginger Apple“.

Bei der Vorspeise lassen wir uns von Lani beraten und entscheiden uns letztendlich für „Goi Cuon“, die hausgemachten Sommerrollen und „Suon Nuong“, eine Art Spare Ribs. Die Preise sind erstaunlich niedrig, wir sind gespannt, was uns für unter 5 Euro erwartet. Optisch können beide Vorspeisen sofort überzeugen. Vor allem die Sommerrollen sind groß und prall gefüllt. Durch das Reispapier schimmern Riesengarnelen und Tofu hindurch. Der Geschmack kann mit der Optik nicht nur mithalten, er übertrifft sie sogar. Die Garnelen sind saftig, das Gemüse knackfrisch. Die Soße passt perfekt. Für unter 5 EUR bekommt man hier die besten Sommerrollen, die wir jemals gegessen haben. Unbedingt probieren!

Auch das Suon Nuong ist richtig lecker. Rippchen erwartete man ja eher in einer American Sportsbar, als beim Vietnamesen. Die PHO-Noodlebar schafft es mit einer würzig-nussigen Soße, frischen Kräutern und viel Gemüse Spare Ribs vietnamesischen Charakter zu verschaffen.

Umwerfend für unter 10 Euro

Obwohl das Restaurant unweit der Tram-Station und nahe der gut befahrenen Friedrichstraße liegt, ist es nicht ungemütlich, laut oder unruhig. Im Gegenteil: man hat immer etwas zu gucken. Auch das Publikum hier ist bunt durchmischt. Vor allem jetzt, zur Sommer-Urlaubszeit, sind viele Gäste Touristen. Ansonsten sehen wir viele junge Menschen und Familien mit Kindern.

Das liegt wohl auch am Preis-Leistungs-Verhältnis. Alle Gerichte bewegen sich im einstelligen Bereich und auch als Student hat man hier die Möglichkeit, richtig lecker essen zu gehen. Auffällig ist, dass die Gerichte in der Speisekarte keine Nummern haben.

„Wir Möchten mit den Gästen in Kontakt kommen“,

sagt Lani. Sie nimmt sich Zeit für alle Besucher und redet gerne über die Gerichte und ihre Zutaten. Die ganze Stimmung ist angenehm und durch die ehrliche Freundlichkeit des gesamten Teams fühlen wir uns super aufgehoben.

Zeit für das Hauptgericht

Als Hauptgericht entscheiden wir uns für das Tagesgericht, Chicken Bamboo und die Pho Bao. Lani erklärt uns, dass ihre Pho’s sich an der Zubereitung des Nordens Vietnams orientieren und trotzdem sehr intensiv und kräftig gewürzt sind. Die Pho Bao ist die Spezialität des Hauses und nach dem Sohn von Lani und ihrem Mann benannt, um die Besonderheit und Einzigartigkeit auszudrücken. Sie besteht aus fünf verschiedenen Rindfleischsorten, die jeweils unterschiedlich zubereitet sind. Das Geschirr ist auffallend schön und sorgfältig ausgewählt.

Das Chicken Bamboo ist ein goldenes Curry mit frischem Bambus von der Tageskarte. Der Geschmack ist intensiv, die Soße ist cremig und neben dem vielen Gemüse, befinden sich viele Bambusstücke in der Soße. Mir gefällt, dass neben dem Reis, noch ein wenig gemischter Salat auf dem Teller ist. Das Gericht schmeckt wirklich unglaublich lecker und frisch und die Portion ist so groß, dass ich sie nicht komplett aufessen kann.

Auf die Pho, das vietnamesiche Kultgericht und Namensgeber des Restaurants, sind wir besonders gespannt. Wie in Vietnam typisch wird sie in einer Schale serviert. In einem extra Schälchen bekommen wir Sprossen und Chilis, um der Suppe die individuelle zusätzliche Würze zu verleihen. Die Pho ist fleischlastig und deshalb nur zu empfehlen, wenn man ein echter Rindfleisch-Liebhaber ist. Nichtsdestotrotz (oder gerade deshalb) ist sie würzig und schmeckt durch die Kräuter und den Koriander besonders frisch. Die Reisnudeln haben die perfekte Konsistenz und hier ist auch die Portionsgröße genau richtig.

Exotischer Bananenkuchen als Abschluss

Mittlerweile sind wir ziemlich gesättigt und während wir überlegen, ob wir den Nachtisch noch probieren, wird unseren Tischnachbarn das Essen gereicht. Auch die Banh Bao Buns, die vietnamesichen Burger mit Süßkartoffel-Pommes sehen super aus und müssen beim nächsten Besuch unbedingt probiert werden!

Weil wir beide schon so gesättigt sind teilen wir uns ein Dessert: Banh Chuoi Nuoc Dua. Hinter dem Namen verbirgt sich eine Art Bananenkuchen mit Kokussmilch, der auf Bananenblättern serviert wird. Es duftet exotisch. Die Banane ist umhüllt von körnigem Klebereis und bestückt mit einem Topping, was aus frischer Kokosmilch, Tapioka und Sesam besteht. Der Geschmack ist weniger intensiv, als beim Anblick erwartet, was wahrscheinlich am sanft aromatischen Klebereis liegt. Der Nachtisch ist wirklich lecker, aber mächtig und im Vergleich zu den anderen Gerichten eher weniger besonders.

Fazit

Die PHO-Noodlebar gehört nach unserem Besuch zu meinen absoluten Favoriten der asiatischen Küche. Location und Essen haben sich der besonderen Atmosphäre in Mitte angepasst und bringen mit ihrer Modernität und Authentizität ein Stück Vietnam nach Berlin. Das Publikum ist bunt, das Essen frisch, die Atmosphäre gemütlich. Ob in der Mittagspause, wenn es schnell gehen muss, oder zum entspannten Abendessen – die PHO-Noodlebar bietet sich mit seinem täglich wechselnden Angebot für jede Gelegenheit an. Meiner Meinung nach lohnt sich der Besuch allein für die Sommerrollen allemal!


Adresse und Öffnungszeiten der PHO-Noodlebar:

PHO-Noodlebar
Linienstraße 134
10115 Berlin

So-Do: 12.00-22.00 Uhr
Fr-Sa: 12.00-23.00 Uhr

 

Die Tageskarte inkl. Preise der PHO-Noodlebar (Stand August 2017)
Die Tageskarte der PHO-Noodlebar (Stand August 2017)

Die Tageskarte inkl. Preise der PHO-Noodlebar (Stand August 2017)
Die Speisekarte der PHO-Noodlebar (Stand August 2017)

Die Getränkekarte inkl. Preise der PHO-Noodlebar (Stand August 2017)
Die Getränkekarte der PHO-Noodlebar (Stand August 2017)

Angiyok – Eine arktische Erlebniswelt mitten in Berlin

Angiyok – ja, der Name sagt uns auch noch nicht so viel. Aber eines wissen wir, es wird kalt in Berlin im Jahr 2018 – und zwar ganzjährig. Denn mit Angiyok eröffnet eine Arktische Erlebniswelt unweit des Hakeschen Marktes, die den Besucher in die fantastischen Landschaften der Antarktis einführt und diese erlebbar macht. 60 Tonnen Eis werden den Besucher in eine faszinierende Welt des ewigen Eises entführen. Die Besucher, die am Eingang mit Thermokleidung ausgestattet werden, erwarten ca. -10 Grad und zahlreiche Attraktionen.  Ziel ist es, für den Besucher das Eis mit allen 5 Sinnen erlebbar und interaktiv zu machen!

Angiyok- Arktische Erlebniswelt und eine Eisbar

Neben zahlreichen Eisskulpturen wie Schlittenhunde und Eisbären können auch Berliner Sehenswürdigkeiten wie bspw. das Brandenburger Tor aus Eis bewundert werden. Und natürlich darf auch ein kulinarisches Highlight nicht fehlen. Es wird eine Eisbar geben! Nein, hier gibt es kein Speiseeis sondern Gläser aus Eis, aus denen ihr dann Gin oder Vodka aus Grönland trinken könnt. Wir sind schon gespannt. Denn die zu Beginn 2018 geplante Eröffnung der „Angiyok“- Erlebnsiwelt ist schon bald.

Angioyk Berlin: Hier die Keyfacts

  • Temperaturen um die – 10°C
  • 60 Tonnen
  • 125m² inklusive Eisskulpturen
  • Bar und Lounge auf 180m²
  • 365 Tage geöffnet
  • Kann für Events und Veranstaltungen gemietet werden

HUXLEY – Das erste virtuelle Escape Game

Dass wir große Live Escape Game Fans sind, konntet ihr in dem ein oder anderen Bericht schon nachlesen. Während immer wieder neue Spielszenarien bzw. Räume entwickelt werden, hat EXIT, der erste und mit 9 Räumen größte Escape Game Anbieter in Berlin, nun die nächste Stufe der Escape Games entwickelt – nämlich das weltweit erste Escape Game Virtual Reality!

Escape Game – The next level

HUXLEY heißt das neue Spiel, in dem ihr euch in einem scheinbar grenzenlosen Raum außerhalb unserer Sphäre auf einer Raumstation im Jahr 3007 befindet – und 44 Minuten Zeit habt, HUXLEY und natürlich die Welt zu retten. Es werden euch „alte“ 3D Drucker begegnen und natürlich eine großartige Weltraumkulisse.

Physisch zusammen seid ihr übrigens nur als Avatare in der virtuellen Realität. Denn eigentlich spielt jeder in seinem eigenen Raum, um genügend Bewegungsfreiheit zu haben.

Ausgestattet mit HTC Vive Brille, Controller, kabellosen Computer Rucksack und einem Headset könnt ihr euch frei bewegen und natürlich mit euren Teamkollegen kommunizieren.

44 Minuten im Weltraum

Sicherlich werden diejenigen, die auch zuhause schon mit Oculus Rift & Co ausgestattet sind, vielleicht nicht ganz so beeindruckt sein wie ich es war. Denn das Eintauchen in die virtuelle Spielwelt hat mich schon sehr fasziniert. Noch gibt es keine direkte Vergleichsmöglichkeit – aber das Spiel rankt auf meiner persönlichen Top10 Liste ganz weit vorne.

Virtual Reality vs. Normal

Bis auf den „kleinen“ Unterschied der Raumgröße finden sich in dem Spiel alle typischen Escape Game Elemente wieder. Mit max. 3 Personen ist die Teamgröße zwar kleiner als bei den üblichen Escape Games, durch den Battle Mode, der ebenfalls möglich ist, könnt ihr aber auch bei diesem Spiel in einer größeren Gruppe spielen. Die verbleibende Spielzeit wird auf eurer digitalen Uhr des Controllers angezeigt. Hinweise werden von dem Spielleiter direkt über das Headset kommuniziert.

Hier könnt ihr das Spiel buchen. Von Montag bis Donnerstag (bis 18.30 Uhr) liegen die Kosten bei 89 EUR für 3 Personen.

Fazit: Mit HUXLEY haben die Macher von EXIT ein neues, bisher einzigartiges Spiel erschaffen, das für alle Escape Game Fans ein großartiges Erlebnis ist.

Zur letzten Instanz – Das älteste Restaurant in Berlin!

Ein bisschen versteckt, und doch super zentral zwischen Alexanderplatz und Klosterstraße, findet man Berlin’s ältestes Restaurant, passend benannt „Zur letzten Instanz“. Wie der Name schon vermuten lässt, wird hier die Nachbarschaft zum nahen Amtsgericht Mitte zelebriert, was auch Auswirkungen auf die Betitelung der Speisen hat.

Seit 1621 werden im Restaurant Zur letzten Instanz Gäste bewirtet

Bei unserer Ankunft an einem lauen Sommerabend ist der Biergarten bereits gut gefüllt. Unter einem großen Baum, in unmittelbarer Nähe zu Berlin’s historischer Stadtmauer und mit Blick auf die Parochialkirche fühlt man sich gleich ganz weit weg vom Großstadttrubel. Dies genießen (noch) vor allem Touristen, denn die letzte Instanz fehlt in keinem Reiseführer. Geworben wird mit regionaler Berliner Küche und urtypischer Atmosphäre. Schon seit 1621 wird hier ausgeschenkt und bewirtet, doch altbacken wirkt es durch das junge, gut-gelaunte Personal kein Stück. Die robusten aber dennoch zeitgemäßen Speisen sind etwas für jedermann, doch haben Fleischliebhaber hier eher Glück fündig zu werden und die Preise sind dem Standort und der Bekanntheit angepasst.

Anwaltsfrühstück, Urteilsverkündung – Was darf es denn heute sein?

Aus der Speisekarte, die vom Anwaltsfrühstück bis zur Urteilsverkündung eine Gerichtsverhandlung nacherzählt, wählen wir als Vorspeise die halben gefüllten Eier mit Matjeshäckerle und Brioche, als Hauptspeise die Beleidigungsklage (Krebseintopf mit Garnele, Süßwasserfisch & Wurzelgemüse) und als Nachtisch die gefüllten Windbeutel mit Zuckerkaramell. Als zweite Hauptspeise nehmen wir das Tagesangebot, halbe Ente aus dem Ofen mit Pfifferlingen, weißen Rübchen und Lyoner Kartoffeln. Anders als sonst rollen wir jetzt das Feld mal von hinten auf und arbeiten uns vom eher normalen Nachtisch zur grandiosen Vorspeise.

Das Highlight erreichte uns schon mit der Vorspeise!

Die Windbeutel sehen zwar wunderhübsch aus, schmecken aber nicht nach viel und werden uns wohl eher nicht in Erinnerung bleiben.

Bei den Hauptgerichten sieht es schon sehr viel besser aus. Die Ente ist super knusprig, die Pilze haben einen leicht rauchigen Geschmack, die Rübchen sind süß und die Portion ist riesig – definitiv ein Gewinner, wenn auch mit 27,50 Euro teurer als die meisten Speisen auf der Karte.

Vorspeisen gibt es für 4 bis 9 Euro, Hauptgerichte von 12,50 bis 18 Euro, und das Dessert setzt bei 5,5 bis 11 Euro an.

Auch der Krebseintopf ist lecker und man schmeckt die hochwertigen Zutaten, doch alles in allem ist die Portion zu klein für eine Hauptspeise (zu 16,50 Euro) und allein davon wären wir nicht satt geworden – da kann es gerne etwas mehr sein.

Nun aber zu unserem Highlight, den gefüllten Eiern. Die sehen nicht nur toll aus sondern schmecken auch richtig gut. Das Matjeshack und das süße Brioche passen so super zusammen, dass wir auch noch eine zweite Portion verdrückt hätten – unbedingt probieren.

Fazit

Insgesamt hat es uns gut in der letzten Instanz gefallen, aber die Preise besonders für die Getränke (großes Bier ab 4,20, große Apfelsaftschorle 4,80) schon recht hoch angsetzt. Wenn man mal tagsüber in der Gegend ist, sollte man den alle 2 Wochen wechselnden Lunch von Dienstag bis Freitag zwischen 12-15 Uhr ausprobieren. Bei schönem Wetter lohnt es sich abends draußen zu reservieren, denn der Biergarten ist sehr beliebt. Bringt Mama, Papa oder die Großeltern mit und bildet euch selbst ein Urteil ;)

Auszug aus der Weinkarte im Restaurant Zur letzten Instanz Auszug aus der Weinkarte im Restaurant Zur letzten Instanz

Das Centolire am Potsdamer Platz

UPDATE: Das Restaurant Centolire hat dauerhaft geschlossen. An gleicher Stelle ist nun das Ristorante Essenza zu finden.

Unweit von der U-Bahn Station Mohrenstraße, also mitten in Mitte, befindet sich ein exklusiver Geheimtipp: das Centolire. Die Fassade ist unscheinbar. Zwischen den Hotels, Kleidergeschäften und Einrichtungshäusern fällt dem Passant in Eile nicht einmal auf, dass er gerade vorbeiläuft. Vorbei an einem Italiener, der irgendwie anders ist, als rot-weiß karierte Tischdecken, Pizza Funghi und Limoncello. Beim Vorbeilaufen merkt der Passant nicht, dass er sich, seinem Gaumen und seinem Herz gerade ein unvergessliches Erlebnis verwehrt. Manchmal lohnt es sich doch, stehen zu bleiben und sich umzusehen – besonders in nächster Umgebung der Leipziger Straße 125. Willkommen im Centolire!

Das Centolire – Ein prominentes Wohnzimmer

Schon als wir die Tür öffnen, strömt uns die warme, freundliche Atmosphäre entgegen. Drei italienische Kellner lächeln uns an, wir werden zu einem der Tische geführt, im Hintergrund läuft leise Musik in Landessprache. Der Raum ist überschaubar groß, der Stil außergewöhnlich. Die riesigen runden Lampen an den hohen Decken beleuchten die gewaltigen Frauenportraits an den Wänden. Sie wirken, trotz ihrer Überdimensionalität, nicht wuchtig oder unpassend – eher majestätisch. Wir fragen uns, was hinter der kleinen Bar und dem riesigen Weinregal aus dunkelbraunem Holz zu finden ist, also schauen wir uns in dem verwinkelten Raum um.

Durch das Restaurant zu laufen ist ein bisschen so, wie eine Wohnungsbesichtigung. Dort, wo man es nicht erwartet, taucht plötzlich noch ein Raum auf. Von den Wänden grinst uns der Gourmetkoch des Hauses, Moreno Carusi an. Neben ihm Greenday und Snow Patrol, Til Schweiger und Philipp Lahm. Wir fühlen uns ein bisschen wie in einem prominenten Wohnzimmer. Die offene Küche im hinteren Teil des Restaurants lädt dazu ein, den Köchen bei ihrer Arbeit zuzusehen. Mitinhaber Petros plant einen „Chef’s Table“, eine Art Showcooking à la „Reise der Geschmäcker“ mit exklusiven Zutaten und experimentellen Zusammensetzungen. Wer einen Hauch mehr Italien möchte muss sich nur auf die ruhige, von Olivenbäumen und kleinen Laternen geschmückte Terrasse im Innenhof begeben. Hier wird das prominente Wohnzimmer ganz schnell zu einer toskanischen Veranda.

„Jeder soll die Chance haben, etwas zu finden.“

Privatsphäre wird im Centolire ganz groß geschrieben. Wir hatten Glück, dass wir Fotos machen durften. Normalerweise ist das Fotografieren hier streng verboten. Wir spüren, wie wichtig es Petros und seinem Team ist, dass alle Gäste sich gleichermaßen wohl und aufgehoben fühlen.

„Essen soll als Erlebnis wahrgenommen und genossen werden“

sagt der Italiener und lächelt. Umso gespannter sind wir darauf, was uns geschmacklich erwartet. Die Kellner sind sehr zuvorkommend und gleichzeitig zurückhaltend, man merkt ihre Professionalität sofort, ihre Anwesenheit kaum.

Zum Aperitif wird uns knuspriges Brot mit Olivenöl gereicht. Petros will uns ein Menü zusammenstellen, deshalb müssen wir uns nicht selbst entscheiden. Wobei ein langer und schwieriger Entscheidungsprozess im Centolire sowieso nicht möglich ist. Die Karte ist sehr überschaubar. Anstatt 20 verschiedenen Pizza Variationen, stehen hier nur zwei auf der Karte. Wer nach dem klassischen Chef Salat oder Spaghetti Carbonara sucht, wird hier ebenfalls nicht fündig.

„Wir wollen keinen Schnick schnack.“ Qualität geht vor Quantität und da das Menü beinahe täglich wechselt, können auch Stammgäste immer etwas neues ausprobieren. Ich suche das Menü nach vegetarischen, veganen und glutenfreien Alternativen ab. Überraschenderweise werde ich tatsächlich fündig und Petros bestätigt mir, dass er jedem jederzeit die Chance geben will, etwas passendes für sich zu finden.

Büffelmozzarella aus Brandenburg

Bevor der Aperitif leer ist, kommt unsere erste, von dem Küchenteam zusammengestellte Vorspeise. Optisch überzeugt sie direkt. Uns erwartet luftgetrockneter Schinken mit schwarzen Trüffeln, gegrillter Thunfisch auf Algen und Büffelmozzarella auf Avokado, im Tapas-Stil. Klassische Elemente aus der italienischen Küche modern interpretiert. Regional ist es auch – der Büffelmozzarella kommt nur wenige Kilometer entfernt von einer Wasserbüffel-Farm aus Bandenburg.

So frisch, intensiv und saftig wie es aussieht, schmeckt es auch. Der nachhaltig gefangene Thunfisch ist super zart und die leicht würzigen Algen sind die perfekte Beilage. Am Besten hat mir allerdings der Büffelmozzarella auf dem Avocadobett geschmeckt. Die Kombination ist so außergewöhnlich, dass man bei jedem Bissen eine neue Geschmacksexplosion erlebt.

Während wir auf das nächste Gericht warten, schauen wir uns im Restaurant um. Obwohl die Location sehr edel ist und exklusiv wirkt, besteht das Publikum nicht nur aus Anzugsträgern. An unserem Nachbartisch sitzt eine Familie, gegenüber eine Gruppe junger Leute. Das Restaurant ist gehoben, aber das Publikum bleibt bunt gemischt. Nur Touristen sehen wir keine.

Wie wäre es mit Rote-Bete-Gnocci?

Als nächstes bekommen wir die komplette Pasta-Karte serviert. In kleinen Schälchen befinden sich Oreecchiete auf Seezunge, Rote-Bete-Gnocci mit Mascarpone-Walnuss-Füllung, Tortelacci auf Trüffeln und Tagliolini mit einer Algen-Steinpilz Soße. Die Auswahl und Kombination der Zutaten spricht auch hier wieder für eine Mischung aus klassisch und modern. Man schmeckt sofort, dass die Pasta hausgemacht und die Rezepte selbst kreiert sind.

Bis auf die Tagliolini, die mir zu scharf und zu würzig waren, schmeckt alles sehr gut und ganz anders, als man es kennt. Insbesondere die Rote-Bete Gnocci würde ich jedem weiterempfehlen. Der leicht säuerlich erdige Geschmack der Roten Bete wird durch die cremig milde Mascarpone verfeinert und durch den dominant nussigen Geschmack der Walnuss intensiviert. Ich bin immer noch ganz begeistert!

Während dem Essen fällt mir eine Vespa im auffälligen BVB-Look, direkt vor der Eingangstür des Restaurants auf. Wir fragen Petros, was es mit dem Motorino auf sich hat. Er grinst. „Manche finden das vielleicht komisch, aber unser Küchenchef ist großer Borussia Dortmund Fan. Ist halt unser Verein.“ Die Bodenständigkeit und Authentizität beeindruckt uns sehr und wir fühlen uns bestätigt, dass hier wirklich jeder willkommen ist. Um uns herum fliegen italienische Wortfetzen der Kellner und der Hintergrundmusik durch die Luft. Obwohl das Restaurant fast voll ist, hat jeder genug Raum für sich und ist angenehm isoliert von den anderen Gästen.

Nächster Gang: Ein Lammkotelett

Als zweites Hauptgericht wird uns ein Lammkotelett mit Weißwein-Essig Kruste auf einem Rucola-Pesto-Bett serviert. Das Lamm ist zart, das Pesto schmeckt intensiv und leicht bitter-herb. Die Kruste ist pikant. Eine spannende Kombination, die wir so in einem italienischen Restaurant nicht erwartet hätten. Wir sind positiv überrascht!

Dessert mal anders

Petros erzählt, dass in der Küche des Centolire häufig experimentiert wird. „Ich lass’ die einfach mal machen, Hauptsache es schmeckt.“ In dem Moment kommt Moreno Carusi, ein kleiner italienischer Mann mit unendlich vielen Lachfalten aus der Küche und fragt, ob es uns geschmeckt hat. Als wir begeistert nicken ist unübersehbar, dass Kochen seine Leidenschaft ist. Wir freuen uns, weil er sich freut.

Italienische Musik im Hintergrund, die Atmosphäre ist wirklich wunderbar. Wir werfen noch einen kurzen Blick auf die Dessertkarte. Mascarpone, Tiramisu, Panacotta. Klassisch. Wir erwarten ein bisschen von allem, wir bekommen etwas ganz anderes. In einem prachtvollen Eisglas serviert uns Petros frische Erdbeeren auf einer Mascarpone-Creme mit Valrohaschokoladen-Überzug und einem Hauch Gin. Der Geruch hat mich schon so fasziniert, dass ich ihn am Liebsten eingefangen und mitgenommen hätte. Cremig und frisch, herb und süß, mild und saftig. Italienische Desserts sind ja generell super – dieses war fantastisch und ein perfekter Abschluss für den Abend einer Reise der Geschmäcker der Extraklasse.

Fazit

Das Centolire wird, trotz seiner zentralen Lage nur von den Leuten gefunden, die es aktiv suchen. Das trägt zu der gemütlichen Wohnzimmeratmosphäre bei, die trotzdem Eleganz und Qualität ausstrahlt. Die Preise sind zwar moderat und fair, aber dennoch gehoben, deshalb ist das Publikum zwar gemischt, aber durch Exklusivität dominiert. Wer richtig gut italienisch essen gehen möchte, gerne ein bisschen mehr bezahlt und sich auf etwas Neues einlassen will, ist hier genau richtig. Jeder wird wärmstens empfangen und Essengehen zum Erlebnis. Mittags gibt es täglich ein Business-Menü. Wer noch nie Rote-Bete-Gnocci gegessen hat, sollte sich also sputen – aber nicht sonntags, da hat das Centolire nämlich Ruhetag.


Adresse vom Centolire:

Leipziger Straße 125
10117 Berlin

 

Auszug aus der Speisekarte vom Centolire:

Nudel- und Reisgerichte inklusive Preis aus der Speisekarte des CentolireFisch- & Fleischgerichte, Pizza und Dessert inklusive Preis aus der Speisekarte des Centolire